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MythaneumDas Museum der Mythologien

Exponat

Mag Tuired: Eine Schlacht wird in der Werkstatt entschieden

Neue Waffen, geheilte Verwundete und verlässliche Versorgung verändern den Kampf. Die zweite Schlacht von Mag Tuired fragt damit auch, was eine Gemeinschaft zusammenhält – und was eine Herrschaft ihren Angehörigen schuldet.

14–17 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Was an der Schlacht auffällt

Die Fomori bemerken einen entscheidenden Unterschied: Ihre gebrochenen Waffen bleiben beschädigt und ihre Gefallenen kehren nicht zurück. Bei den Túatha Dé sind Waffen am nächsten Tag ersetzt; schwer Verwundete kommen wieder zu Kräften. Hinter dem Kampf stehen eine Schmiede und ein Heilbrunnen.

Die Erzählung zeigt damit mehr als den stärksten Einzelkämpfer. Goibniu, Luchta und Credne arbeiten zusammen. Dian Cécht, seine Kinder und ihre Gesänge machen den Brunnen wirksam. Wer den Verlauf verstehen will, muss auch diejenigen ansehen, die Waffen herstellen, Verbindungen fügen und Verwundete versorgen.

Drei Beiträge müssen zusammenpassen

Drei Menschen arbeiten in einer offenen Werkstatt: links an einer glühenden Metallspitze, in der Mitte an einem Holzschaft, rechts an kleinen Metallteilen. Auf dem Tisch liegen zusammengesetzte und einzelne Teile.
Heutige KI-Interpretation der Zusammenarbeit von Metall-, Holz- und Fügearbeit im Mag-Tuired-Text nach Stokes, S.89–95. Die drei frei erfundenen Werkstattpersonen veranschaulichen die Beiträge; sie sind keine gesicherten Porträts Goibnius, Luchtas oder Crednes. Werkzeuge, Kleidung, Raum und Abläufe sind frei gestaltet, keine historische Technikrekonstruktion.

Vor dem Krieg scheitert ein König

Bres regiert in einem Geflecht aus Bündnissen und Abgaben. Unter seiner Herrschaft müssen der Dagda und Ogma schwere Arbeit leisten. Die Klagen richten sich auch gegen fehlende Nahrung, Gastlichkeit und die Abwesenheit von Dichtern, Musikern und anderen Angehörigen des Hofes.

Der Dichter Cairpre erhält in Bres’ Haus eine armselige Unterkunft und wenig zu essen. Seine Schmähung greift die Herrschaft an. Die Túatha Dé verlangen schließlich das Königtum zurück. Der Text stellt politische Macht damit neben eine Pflicht zur Versorgung und Anerkennung. Dass ein Herrscher eingesetzt wurde, sichert seine Stellung nicht gegen die Folgen seines Handelns.

Am Tor reicht eine Kunst noch nicht

Als Lug nach Tara kommt, fragt der Türhüter nach seiner Fähigkeit. Zimmermann, Schmied, Kämpfer, Harfner oder Heiler? Für jede einzelne Antwort hat der Hof bereits jemanden. Erst Lugs Gegenfrage verändert die Lage: Gibt es dort einen Menschen, der all diese Künste zugleich beherrscht?

Seine Aufnahme löscht die anderen Könner nicht aus. In den Beratungen werden ihre Beiträge gerade einzeln erfragt. Nuada macht Lug zeitweise auf dem Königssitz Platz; Vorbereitungen und Zusagen binden viele Beteiligte ein. Die Wirkung liegt im Zusammenspiel von Führung und verteiltem Können.

Drei Handwerker, ein zusammengesetztes Werkzeug

Goibniu verspricht Ersatz für zerbrochene Waffen. Credne nennt Nieten, Schwertgriffe und Teile der Schilde; Luchta sorgt für Schilde und Schäfte. Die spätere Werkstattszene lässt ihre Arbeiten fast mühelos ineinandergreifen. Wiederholte Dreierschritte steigern die besondere Präzision des Geschehens.

Das ist eine literarische Vorstellung von gelingender Herstellung. Eine Speerspitze allein ist noch kein brauchbarer Speer. Gerade die Verbindung der Teile macht die gemeinsame Arbeit sichtbar. Aus den wunderbaren Abläufen leiten wir jedoch keine Anleitung für ein tatsächlich belegtes mittelalterliches Herstellungsverfahren ab.

Heilung bewahrt auch einen Widerspruch

Am Brunnen stehen in dieser Übersetzung Dian Cécht, seine Söhne Octriuil und Miach sowie seine Tochter Airmed. Ihre Gesänge bringen Verwundete wieder ins Leben. Zuvor hatte der Text aber erzählt, wie Dian Cécht Miach tötet. Sein späteres Auftreten am Brunnen wird hier nicht durch eine zusätzliche Wiedererweckung erklärt.

Diesen Bruch lassen wir sichtbar. Auch Airmeds Wissen hat eine eigene Geschichte: Auf Miachs Grab wachsen Kräuter, die sie ordnet, bevor Dian Cécht die Ordnung zerstört. Das Heilungsvermögen der Gruppe steht neben Gewalt und verlorenem Wissen innerhalb der Familie. Eine glatte gemeinsame Biografie würde diese Spannung verdecken.

Die Front verläuft durch eine Familie

Rúadán ist der Sohn von Bres und Bríg, der Tochter des Dagda. Die Fomori schicken ihn, die Werkstatt und den Brunnen auszukundschaften. Ausgerechnet die Handwerker geben ihm die Teile der Waffe, mit der er anschließend Goibniu verwundet. Goibniu schleudert sie zurück; Rúadán stirbt bei seinem Vater. Brígs Klage gilt ihrem Sohn.

Herkunft und Trauer gehen damit über die Lagergrenze hinweg. Die Erzählung kann den Gegner bedrohlich zeichnen und zugleich Verwandtschaft, Beratung und Wissen auf seiner Seite zeigen. Elatha hatte Bres zuvor sogar davor gewarnt, ungerecht zurückzugewinnen, was er nicht durch Gerechtigkeit halten konnte.

Der Sieg allein ernährt niemanden

Die Fomori lassen den Heilbrunnen mit Steinen zuschütten. Später tötet Lug Balor, dessen gefährliches Auge nun die eigene Seite trifft. Der Sieg bringt Verluste mit sich; unter anderem fallen Nuada und Macha. Zusammenarbeit macht den Krieg nicht folgenlos.

Als Bres um sein Leben verhandelt, steht schließlich die Versorgung wieder im Zentrum. Versprechen ständig milchgebender Kühe oder mehrerer Ernten überzeugen nicht. Am Ende wird nach Pflügen, Säen und Ernten gefragt. Dass die Geschichte nach dem Kampf zu landwirtschaftlichem Wissen zurückkehrt, verbindet Überleben erneut mit einer Lebensgrundlage jenseits der Heldentat.

Ein Textzugang mit sichtbaren Lücken

Wir folgen hier Stokes’ englischem Zugang von 1891, den CELT mit Auslassungen und unklaren Stellen wiedergibt. Die erste Schlacht erscheint darin als Vorgeschichte; sie ist nicht mit einem anderen, vollständig gelesenen Schlachttext gleichgesetzt. Die Datierung der katalogisierten Handschrift Harley MS 5280 ins frühe 16. Jahrhundert betrifft ihren Träger, nicht den Zeitpunkt des erzählten Krieges.

Wähle nun einen Beitrag aus der Vorbereitung: Nahrung, Holz, Nieten, Heilung, Dichtung oder Führung. Was müsste in der Erzählung ausfallen, damit dieser Beitrag entscheidend fehlt? Die verlinkten Figurenprofile verfolgen die einzelnen Handlungen und ihre Grenzen.

Fassungen und Belege unterscheiden

Werk, Überlieferung und Lesezugang

Werk

Cath Maige Tuired: die zweite Schlacht

Herrschaftskrise S.63–75, Hofaufnahme/Beratungen S.75–93, Werkstatt/Brunnen/Rúadán S.93–97, Kampf und Bres-Verhandlung S.97–107; Widerspruch zu Miachs Tod S.67–69 sichtbar. Gemeinsame Lektüre der vorhandenen digitalen englischen Folge, keine vollständige kritische Druckausgabe.

Hier keine einheitliche Entstehungsdatierung rekonstruiert.

Sprache: Irisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Überlieferungsträger

Harley MS 5280, ff. 63r–70v

Katalogbeschriebener Handschriftenträger; keine eigene Lesung oder Faksimilekollation.

Frühes 16. Jahrhundert laut British Library.

Sprache: Irisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Harley MS 5280: Collection of Irish historical, mythological and religious texts

Benutzter Lesezugang

Stokes 1891, The Second Battle of Moytura

Historische Übersetzung mit sichtbaren Lücken; ausgewählte Episoden tatsächlich gelesen.

Revue Celtique 12, 1891; elektronische Auswahl CELT T300011.

Sprache: Englisch

Quellen zu diesem Lesezugang: The Second Battle of Moytura, historische Übersetzung

Welche Zeit ist gemeint?

  • Erzählte Vorgeschichte Irlands; keine historisch datierte Schlacht oder Ankunft.
  • Harley MS 5280: frühes 16. Jahrhundert laut British-Library-Katalog.
  • Stokes’ Ausgabe und englische Übersetzung 1891; hier digitaler CELT-Zugang.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Figuren und Namen in den Texten

Die Einträge folgen dem jeweiligen Werk. Eigene Handlungen, kurze Namensnennungen und Herkunftsangaben bleiben unterscheidbar. Gleiche oder ähnliche Namen ergeben noch keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Cath Maige Tuired: die zweite Schlacht

37 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Handlungen und Stimmen (20)

Wer handelt, widerspricht, vermittelt oder Folgen trägt, wird an der konkreten Textstelle gezeigt.

Éri, Mutter des Bres

Begegnet Elatha am Meer, erhält den Ring und wird Bres’ Mutter. Später führt sie Bres zur väterlichen Herkunft zurück.

Der Name in dieser Episode ist nicht automatisch Ériu, die Gestalt der Landesnamensforderung. Keine universelle Namensidentität abgeleitet.

Beleg: Stokes 1891, S.61–63 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Elatha / Elotha

Wird als Bres’ Vater erkannt und kritisiert dessen ungerechte Herrschaft. Trotzdem verweist er ihn an weitere Anführer.

Die unterschiedliche Namensschreibung folgt diesem englischen Textzugang. Verwandtschaft und politischer Rat machen die Fomori nicht zu einer moralisch einheitlichen Gruppe.

Beleg: Stokes 1891, S.61–63 und 73–75 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Ethne

Wird im Bündnisrahmen als Balors Tochter und zusammen mit Cian als Elternteil Lugs genannt.

Nur dieser Herkunftsrahmen; keine weitere Ethne-Erzählung oder gleichnamige Person eingesetzt.

Beleg: Stokes 1891, S.59 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Cian

Steht in Lugs Herkunftsangabe als Sohn Dian Céchts und als Vater Lugs neben Ethne.

Die knappe genealogische Nennung ist kein selbstständig erschlossener vollständiger Lebensbogen.

Beleg: Stokes 1891, S.59 und 75–77 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Cridenbél

Fordert die besten Bissen von Dagdas Mahlzeit. Der durch Nahrung und Arbeit geschwächte Dagda gibt ihm nach Mac Ócs Rat goldhaltige Bissen; Cridenbél stirbt.

Blindheit und ungewöhnliche Körperbeschreibung gehören zur Figurenzeichnung der Quelle, nicht zu einem Urteil über reale Menschen oder einer Rechtfertigung der Tötung.

Beleg: Stokes 1891, S.65–67 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Mac Óc in der Dagda-Episode

Gibt Dagda den Rat mit den Goldstücken und sagt ihm anschließend, welche Färse er als Arbeitslohn wählen soll.

Die lokale Benennung wird nicht allein durch diesen Rat zu einer mit allen Óengus-Erzählungen verschmolzenen Biografie.

Beleg: Stokes 1891, S.65–67 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Miach

Stellt Nuadas natürliche Hand wieder her und wird von Dian Cécht getötet. Später nennt die Brunnenpassage ihn erneut unter den Heilkundigen.

Der Widerspruch zwischen Tod und späterem Auftreten bleibt sichtbar. Keine nicht erzählte Wiedererweckung als Lückenfüller.

Beleg: Stokes 1891, S.67–69 und 95 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Octriuil am Heilbrunnen

Wird neben Miach und Airmed als Kind Dian Céchts unter den Singenden am Heilbrunnen Sláine genannt.

Nicht mit Octriallach, dem Sohn Indechs und Gegner des Brunnens, gleichsetzen; der ähnliche Name reicht nicht aus.

Beleg: Stokes 1891, S.95 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Rúadán

Ist Sohn von Bres und Bríg. Er kundschaftet Werkstatt und Brunnen aus, erhält Waffenteile und verwundet Goibniu; die zurückgeworfene Waffe tötet ihn.

Seine Verwandtschaft verbindet die Konfliktparteien. Aus der Sohnrolle wird hier kein bestimmtes Lebensalter erschlossen.

Beleg: Stokes 1891, S.95–97 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Bríg, Mutter Rúadáns

Wird als Tochter des Dagda und Mutter Rúadáns bezeichnet; nach seinem Tod bringt ihre Klage eine eigene Stimme in die Schlachtfolge.

Die Szene wird nicht automatisch einer der drei Brigit-Schwestern aus den Glossarfassungen zugeordnet.

Beleg: Stokes 1891, S.95–97 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Cairpre / Corpre

Seine schlechte Bewirtung führt zur Schmähung des Bres. Im späteren Kriegsrat sagt er einen dichterischen Beitrag gegen die Gegner zu.

Die Namensformen und die beiden Sprechsituationen bleiben am benannten Übersetzungszugang; keine vollständige historische Dichterbiografie.

Beleg: Stokes 1891, S.71 und 91–93 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Mathgen

Wird nach seinem Beitrag gefragt und kündigt an, die Berge Irlands gegen die Fomori einzusetzen.

Die Antwort ist eine angekündigte Fähigkeit im Rat, nicht an dieser Stelle eine bereits erzählte Ausführung oder ein Naturereignis.

Beleg: Stokes 1891, S.81–83 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Figol, Sohn des Mamos

Sagt im Rat Feuer, die Schwächung der Gegner und die Stärkung der eigenen Seite zu.

Kriegerische Zauberrede einer Figur, keine Wirkungsbehauptung über historische Rituale oder eine praktische Anleitung.

Beleg: Stokes 1891, S.83 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Bé-chulle und Dianann

Die beiden Befragten kündigen an, Bäume, Steine und Erde als bewaffnetes Heer erscheinen zu lassen.

Zwei benannte Stimmen in einem gemeinsamen Ratseintrag, keine neue universelle Doppelgestalt. Die Ausführung wird hier nicht hinzuerfunden.

Beleg: Stokes 1891, S.93 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Indech

Führt einen Teil der Gegenseite; Morrígans Auftrag und Blutgabe beziehen sich auf ihn. Später erzählt der Text seinen tödlichen Kampf mit Ogma.

Der Text bietet keine glatte einzige Todesfolge. Die Angaben werden weder verschmolzen noch durch eine erfundene Zwischenszene repariert.

Beleg: Stokes 1891, S.85–87 und 101–103 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Octriallach, Sohn Indechs

Veranlasst das Zuschütten des Heilbrunnens mit Steinen und steht unter den Kämpfenden der Gegenseite.

Andere Namensgestalt als Octriuil am Brunnen. Verwandtschaft und örtliche Namensdeutung sind auf diesen Text begrenzt.

Beleg: Stokes 1891, S.97 und 103 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Loch Half-green / Loch Lethglas

Wird als Dichter zu Indech gerufen und verhandelt später mit Lug um Schonung. Seine Antworten enthalten Benennungen und Zahlen der Gefallenen.

Die großen Zahlen gehören zur literarischen Rede, nicht zu einer gesicherten historischen Opferstatistik.

Beleg: Stokes 1891, S.101–105 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Maeltne Mór-brethach

Beurteilt die Versprechen, mit denen Bres seine Schonung erreichen möchte. Milch und Ernte werden auf ihre Bedingungen befragt.

Die Beratung ist eine Erzählhandlung, keine hier rekonstruierte allgemeine irische Rechtsordnung oder Landwirtschaftslehre.

Beleg: Stokes 1891, S.105–107 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Cron, Mutter Fianlugs

Schärft die Waffe, die aus den Beiträgen der Handwerker zusammengesetzt und Rúadán ausgehändigt wird.

Eine einzelne genannte Tätigkeit bleibt eine schmale Quellenstation; keine ergänzte Schmiede- oder Familienbiografie.

Beleg: Stokes 1891, S.95 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Uaitne in der Harfenfolge

Stokes bezeichnet den geraubten Uaitne als Harfner; die anschließende Szene führt zu einer hängenden, beim Ruf herbeikommenden Harfe mit eigenen Namen.

Harfnerbezeichnung, Instrument und dessen Namensglosse nicht stillschweigend zu einer widerspruchsfreien Objektidentität machen.

Beleg: Stokes 1891, S.109 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Haushalt,Erziehung und Fürsorge (6)

Namen,Betreuung,Kontrolle und Hilfe folgen jeweils der bezeichneten Fassung.

Tethra und der Tribut der drei Fomorianerkönige

Welche weitere Königsrolle steht neben Elatha und Indech?

Tethra gehört neben Indech und Elatha zu den Königen, die Abgaben binden. Später heißt Orna sein Schwert. Die beiden Bezüge machen ihn zu einem benannten Herrschafts- und Besitzträger, ohne dass eine eigene zusätzliche Tethra-Episode erzählt wird.

Die Söhne Tethras aus Grays Dagda-Begegnung sind eine andere, dort nur angerufene Gruppe und werden nicht mit allen Fomori gleichgesetzt.

Beleg: Stokes, S.63–65 und107 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Nuada, Bres und Lug im Wechsel der Herrschaft

Welche Entscheidungen verbinden die schon erschlossenen Profile?

Nuadas Verletzung eröffnet den Herrschaftswechsel zu Bres; dessen Regierung scheitert an den eingeforderten Sicherheiten. Nach Nuadas Rückkehr wird Lug aufgenommen und für dreizehn Tage auf den Königssitz gesetzt. Am Ende lässt Lug Bres nach einer Beratung und einer konkreten Auskunft frei.

Die Zusammenschau ersetzt keine eigenständigen Profile und keine universelle Königsfolge aller Texte. Die vollständigen Erzählzusammenhänge bleiben auf diesen zweiten Werkzugang begrenzt.

Beleg: Stokes, S.63–81 und105–107 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Dian-cecht, Credne, Luchta und Goibniu in der Zusammenarbeit

Wie verteilt der Text die Arbeit statt sie einer Figur zuzuschreiben?

Die Hof- und Beratungslisten nennen verschiedene Fachleute. In der Werkstatt erneuert Goibniu Waffen, Luchta beziehungsweise Luchtaine fertigt Schäfte und Credne verbindet die Teile. Dian-cecht wird als Arzt genannt und steht mit seinen Kindern am Heilbrunnen.

Luachaid als Luchtas Vater ist eine Herkunftsangabe, keine weitere Baumeisterhandlung. Gemeinsam erzählte Heilhandlungen werden nicht in unbelegte exklusive Zuständigkeiten aufgespalten.

Beleg: Stokes, S.77–97 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Dolb, der verglichene Schmied der Fomori

Welche andere Werkstatt erwähnt Goibnius Versprechen?

Goibniu erklärt, seine neu gefertigten Waffen würden ihr Ziel nicht verfehlen, und stellt dies Dolb, dem Schmied der Fomori, gegenüber. Dolb wird damit als Handwerker der Gegenseite benannt, ohne eine eigene ausführliche Szene zu erhalten.

Die Überlegenheit ist die Behauptung in Goibnius Zusage; keine technisch unabhängig geprüfte Waffenleistung.

Beleg: Stokes, S.89 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Cassmael und die beiden durch Balor Getöteten

Welche Namen nennt der kurze Verlustsatz?

Der Bericht lässt Nuada Silverhand und Macha, Tochter Ernmass’, durch Balor fallen. Cassmael fällt durch Octriallach. Die knappen Verlustangaben werden als eigene Belege bewahrt, bevor Lug gegen Balor kämpft.

Machas Mutterangabe gehört zur zweiten Schlacht; sie wird nicht still auf die gleichnamige Begleiterin in Frasers erster Schlacht übertragen.

Beleg: Stokes, S.101 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Die vier Helfer am Augenlid und die unbenannten Druiden

Wer ermöglicht die Wirkung des zerstörerischen Blicks?

Vier Männer heben Balors Lid mit einem durch das Lid gehenden Hilfsmittel. Die Ursache der giftigen Wirkung erklärt die Erzählung durch Dämpfe aus dem Zaubergebräu der Druiden seines Vaters. Beide Gruppen gehören zur Handlung, bleiben aber einzeln unbenannt.

Keine aus anderen Balor-Erzählungen ergänzten Namen. Das ist eine Erzählätiologie, kein naturwissenschaftlich nachgewiesener Vergiftungsvorgang.

Beleg: Stokes, S.101 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Herkunftsnamen und konkrete offene Bezüge (6)

Eine genealogische Nennung belegt keine vollständige Lebensgeschichte. Offene Fragen behalten ihre Textstellen.

Gamal und Camall, die Torhüter

Wen nennt der Text für den Zugang nach Tara?

Zwei Torhüter heißen Gamal, Sohn Figals, und Camall, Sohn Riagalls. Einer führt das Gespräch über Lugs Künste und bringt die Antwort zum König. Stokes benennt den diensthabenden Mann im entscheidenden Satz nicht genauer; Gray nennt Camall.

Die zwei Namen werden nicht zu einem Mann zusammengezogen. Figal und Riagall stehen als Vaterangaben.

Beleg: Stokes, S.75–79 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Tallan und Echaid als Pflegebezüge Lugs

Welche anderen Bindungen stehen neben Cian und Ethne?

Bei der Ankunft heißt Lug Pflegekind Tallans, der Tochter Magmors, und Echaids des Rauen, des Sohnes Duachs. Diese Angaben sind Teil seiner Einführung am Tor, nicht eine hier vollständig ausgeführte Jugendgeschichte.

Tailtiu, Magmór, Eochaid Garb und Dúach sind die entsprechenden Gray-Formen. Keine sichere zusätzliche oder anders kombinierte Elternschaft aus bloßer Schreibähnlichkeit.

Beleg: Stokes, S.75–77 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Ogma in widersprechenden Herkunfts- und Todesangaben

Warum entsteht aus den Stellen keine glatte Biografie?

Ogma heißt beim Holztragen Sohn Etáins, am Tor Sohn Ethlius und beim Zweikampf Sohn Elathus. Der Text lässt ihn gegen Indech fallen und danach dennoch Orna finden. Die verschiedenen Angaben werden nach Stelle und Handlung nebeneinander gehalten.

Keine aus dem Namen allein abgeleitete endgültige Stammtafel und keine erfundene Wiederauferstehung zur Beseitigung der Spannung.

Beleg: Stokes, S.69,77 und103–107 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Lugs neun beschützende Pflegeväter

Wer soll den jungen Vielkundigen vom Kampf fernhalten?

Tollus-dam, Ech-dam, Eru, Rechtaid der Weiße, Fosad, Fedlimid, Ibor, Scibar und Minn bewachen Lug, weil sie seinen frühen Tod fürchten. Der weitere Bericht lässt ihn dem Schutz entkommen und vor dem eigenen Heer auftreten.

Ibor und Scibar nicht allein durch Namensähnlichkeit mit Wagenlenkern oder Emers Brüdern vereinigt. Rechtaid erhält hier nicht den Beinamen aus einer anderen Macha-Erzählung.

Beleg: Stokes, S.89 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Dot und Nét in Balors Herkunft

Welche Generationen nennt dieser Kampfbericht?

Balor wird als Sohn Dots und Enkel Néts aufgeführt. Die Schlacht erklärt außerdem die Entstehung und Wirkung seines vergifteten Auges. Die Herkunftsangaben bleiben eine konkrete Kette in diesem Werk.

Keine automatisch identische Vatergeschichte aus Curtins späterer Tory-Island-Fassung eingetragen. Nét erhält hier keine zusätzlich erfundene eigene Kampftat.

Beleg: Stokes, S.97–101 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Sab Uanchennach und Carpre Colc

Welcher Name bleibt neben der riesigen Verlustrechnung erhalten?

Die Aufzählung nennt Sab Uanchennach als Sohn Carpre Colcs und verbindet ihn außerdem mit dem Dienst bei Indech. Der Bericht nennt viele Opferzahlen, erklärt andere Tote aber ausdrücklich für unzählbar.

Der genaue Bezug des nachgestellten Diener-Sohn-Satzes wird ohne eigenen Editionsvergleich nicht in eine weitere sichere Generation umgebaut. Carpre Colc ist nicht automatisch der Dichter Corpre.

Beleg: Stokes, S.105 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Kurz genannte Namen (3)

Manche Stellen nennen nur eine Beziehung oder Funktion. Solche Belege werden nicht zu langen Lebensgeschichten ausgeweitet.

Colum, Abhcán, Bresal und En in der Hofliste

Wer besetzt die vom Bewerber genannten Künste bereits?

Colum Cualléinech gilt als vorhandener Schmied. Der Harfner heißt Abhcán, Sohn Bicelmos’, der Held Bresal Echarlam, Sohn Echaid Baethlams, und Dichter und Historiker En, Sohn Ethamans. Die Liste begründet die jeweiligen Ablehnungen am Tor.

Colum ist nicht automatisch Goibniu. Herkunftsformen und die von Gray anders geschriebenen Namen bleiben an den Listenbeleg gebunden.

Beleg: Stokes, S.77–79 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Die neun namentlich genannten Mundschenke

Welche Namen stecken hinter der schon vorhandenen Hofkunst?

Delt, Drucht, Daithe, Taé, Talom, Trog, Glei, Glan und Glési werden als Mundschenke genannt. Die Gruppe erklärt, weshalb der Torhüter auch diese Einzelkunst nicht als hinreichenden Grund für den Einlass betrachtet.

Nicht allein wegen gleichlautender Namen als dieselben Männer wie die Angreifer in einer Táin-Liste identifiziert.

Beleg: Stokes, S.79 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Die weiteren benannten Fomorianer-Anführer

Welche Namen stehen neben Balor, Bres und Indech?

Die Liste nennt Tuiri Tortbuillech, Sohn Lobos’, Goll, Irgoll, Loscenn-lomm, Sohn Lommglúnechs, sowie Omna und Bagna. Die Namen bezeugen ihre Zugehörigkeit zu den Anführern, die das Heer ermutigen.

Knappes Gruppenregister statt ergänzter eigener Abenteuer. Die Herkunftsnamen erhalten keine in diesem Satz nicht erzählten Taten.

Beleg: Stokes, S.97 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Bürgschaft,Exil und die Opfer der Gewalt (1)

Ein Schutzversprechen,seine Verletzung und die Vergeltung betreffen verschiedene Handelnde und Opfer.

Der unbenannte Mundschenk, Fachgruppen und die drei Götter Danus

Welche Beteiligten werden nur gemeinsam oder über ihre Funktion genannt?

Die Beratung ruft Fachleute verschiedener Tätigkeiten zusammen. Ein unbenannter Mundschenk verspricht die Verfügung über Gewässer. Die drei Götter Danus geben Lug etwas zur Schlachtvorbereitung; einzelne Namen und ein Teil des Satzes fehlen bei Stokes. Später geben weitere Funktionsgruppen ihre Kampfzusagen.

Keine vollständige namentliche Dreierliste aus einem anderen Werk eingesetzt. Die Gewässerlisten werden nicht als selbständig handelnde zusätzliche Personen aufgefasst.

Beleg: Stokes, S.81–93 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Erinnerung,Anrede und gedachte Gegenbeispiele (1)

Lieder können eigene Personen nennen oder mögliche Ereignisse durchspielen. Das ist nicht immer eine berichtete Tat.

Der Sohn Lers im Meeresvergleich

Welche Gestalt nennt der Vergleich nur über den Vater?

Die Zahl der nicht gezählten Toten wird mit unzählbaren Naturerscheinungen und den Pferden des Sohnes Lers im Meeressturm verglichen. Der Sohn wird in diesem Satz nicht mit einem eigenen Namen genannt.

Keine unmarkierte Ergänzung Manannáns und kein tatsächlicher Auftritt eines neuen Pferdeheers auf dem Schlachtfeld.

Beleg: Stokes, S.105 · Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Mittelalterlich überlieferter irischer Schlachttext; bezeichnete historische englische Übersetzung.
Verwendeter Ausschnitt
Cath Maige Tuired / The Second Battle of Moytura, Stokes 1891 bei CELT T300011; digitale englische Erzählfolge mit ihren ausgewiesenen Lücken, keine vollständige kritische Ausgabe.
  1. Cath Maige Tuired bei Stokes: Ankunft, Herrschaft und gemeinsames Überleben

    Whitley Stokes; elektronische Ausgabe CELT / University College Cork · Stokes 1891, Revue Celtique 12; CELT T300011

    Vorhandene digitale englische Erzählfolge, lokale Textzeilen 128–413, vollständig mit ihren sichtbaren Lücken gelesen. Für dieses Paket besonders Druckseiten 57–107; Editionskopf Zeilen 1–12 und 68–88 gezielt gelesen. Handschriftenangaben aus dem vorhandenen BL-Katalog begrenzt nachgelesen.

    Kein neuer Abruf, keine vollständige kritische Druckausgabe, keine eigene irische Lesung oder Handschriftenautopsie. Die erste Schlacht ist hier nur Vorgeschichte im Text der zweiten. Stokes’ Lücken und editorische Glossen bleiben sichtbar; christliche Rahmung ist keine genaue Datierung einzelner Stoffschichten. Dasselbe Werk wie die vorhandenen Stokes-/Gray-Zugänge, kein unabhängiges neues Zeugnis. Abgerufen am 2026-09-26.

  2. The Second Battle of Moytura, historische Übersetzung

    Whitley Stokes; elektronische Ausgabe CELT / University College Cork · Revue Celtique 12, 1891; CELT T300011

    Metadaten und ausgewählte Episoden gelesen: Kessel und Ankunftskontext; Bres, Fronarbeit, Cridenbél, Mac Óc und Rinderlohn; Beratung und Namensglosse; Morrígan-Begegnung, Auftrag, Breiprobe und anschließende Textlücke; Kampfzusage des Dagda sowie Rückholung der Harfe und Rinder.

    Nicht die gesamte Saga oder irische Handschrift gelesen. CELT gibt ungerade Druckseiten 57–111 wieder; Auslassungen und Unsicherheiten sichtbar. Eigene deutsche Paraphrase ausgewählter historischer Übersetzung, keine Übernahme des digitalen Editionstexts ins Museum. Abgerufen am 2026-09-26.

  3. Harley MS 5280: Collection of Irish historical, mythological and religious texts

    British Library, Archives and Manuscripts Catalogue · Handschrift laut Katalog frühes 16. Jahrhundert, Datumsfelder 1500–1540; aktueller Abruf 2026

    Titel, Inhaltsangabe zu Cath Maige Tuired auf ff. 63r–70v, Datierung, Material, Herkunft und Hinweise auf mehrere Hände gelesen.

    Katalogeintrag tatsächlich gelesen, nicht die Handschrift oder sämtliche Digitalisate. Datierung des Trägers nicht als Datum der Erzählung ausgegeben. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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