Eine Begegnung zwischen eigenen Herkunftswegen

Am Meer treffen zwei Herkunftswege zusammen
Batara Guru ist aus der Oberwelt gekommen. Wé Nyiliq Timoq steigt aus dem Wasser auf. In den ausgewählten indonesischen Übersetzungsszenen erreicht das Gefolge ihre Sänfte nicht; Batara Guru schwimmt selbst hinaus. Die Begegnung ist eine Handlung zwischen Personen, keine bloße Liste von Stockwerken des Kosmos.
Später beobachtet Wé Nyiliq Timoq Vögel an Bananen und verlangt Früchte und Getränke. Ihre eigenen Wünsche bewegen den Hof. Der Anfang wird nicht allein durch die Macht eines männlichen Gründers erklärt. Das bereits ausgearbeitete Batara-Guru-Profil liest diese Szenen genauer.
Die Verwandtschaft trägt den Fortgang
Koolhofs Überblick von 2010 verbindet die Ober- und Unterwelt durch Batara Guru und Wé Nyiliq Timoq. Ihr Sohn Batara Lattuq und Wé Datu Sengngeng werden Eltern der Zwillinge Sawérigading und Wé Tenriabéng. Das Schema weiter unten zeigt nur diese ausdrücklich benannten Beziehungen. Eine Elternkante ist kein Reiseweg.
Die erzählte Rangordnung unterscheidet Menschen nach ihrer Abstammung. Das sind Wertsetzungen der gewählten Überlieferung und ihrer Forschung, keine biologischen Eigenschaften oder eine Bewertung heutiger Menschen. Gerade die Heiratsfrage macht sichtbar, wie solche Erwartungen Konflikte erzeugen.
Verwandtschaft ist ein genauerer Anfang als ein Pantheon
Wechsle zwischen den beiden benannten Textzugängen. Dieses Lesemodell zeigt direkte Elternschaft und getrennte Herkunftsangaben; es ist keine historische Karte oder vollständige Genealogie.
Öffne eine Quelle. Jede Ansicht zeigt ausschließlich die dort benannten Beziehungen.
Weltanfang: benannte direkte Elternschaft
Ein begrenztes Verwandtschaftsmodell nach dem Museumskapitel 2010. Herkunft aus einer Welt ist keine gemessene Raumkoordinate.
- Batara Lattuq: Eltern Batara Guru: aus der Oberwelt und Wé Nyiliq Timoq: aus der Unterwelt. Im Überblick als ihr Sohn und späterer Nachfolger benannt.
Quelle: Weltanfang: benannte direkte Elternschaft · S. 66–67. Pfeile zeigen Elternschaft, keine Reise oder historische Zeitachse.
Reisegenerationen in der Synopsis 2017
Die nachfolgenden Beziehungen stammen aus einer eigenen wissenschaftlichen Synopsis. Unbekannte oder ungeprüfte Aliasbrücken werden nicht durch eine durchgehende Grafik ergänzt.
- Sawérigading und Wé Tenriabéng: Eltern Batara Lattuq und Wé Datu Sengngeng. Als Zwillinge beschrieben; Geschwisterschaft bedeutet keine erlaubte Ehe.
- I La Galigo: Eltern Sawérigading und I Wé Cudaiq. Seine Pflege und Erziehung bei I Wé Cimpau sind eine andere Beziehung als die benannte Elternschaft.
Quelle: Reisegenerationen in der Synopsis 2017 · Einleitung S. 28–46. Pfeile zeigen Elternschaft, keine Reise oder historische Zeitachse.
Welche Sprache lesen wir?
La Galigo ist bugische Dichtung in einer besonderen literarischen Sprache. Hier führen einzelne indonesische Übersetzungsseiten und eine wissenschaftliche Synopsis in die Geschichten. Die deutsche Darstellung ist unsere eigene quellenbezogene Erzählung. Wir behaupten weder eine unabhängige Kollation des Bugischen noch eine Vollübersetzung des Epos.
Ein Buchrücken setzt keine Episodengrenze
Koolhof beschreibt, dass die Schreiber einen Band füllen und im nächsten weiterschreiben konnten. Band 2 endet sogar mitten in einem Satz, den Band 3 fortsetzt. Auch ein vorgeschaltetes Inhaltsverzeichnis muss nicht genau dem nachfolgenden Text entsprechen.
Der erhaltene zwölfteilige Leidener Zusammenhang NBG 188 ist deshalb wichtig, aber nicht das gesamte La Galigo. Selbst die hier benutzte Einleitung fasst Geschichten zusammen, die über den ersten Band und zum Schluss über NBG 188 hinausgehen. Bibliothek und Erzählzyklus zeigen diese Reichweite ausdrücklich.
Zur Größenordnung: Die Einleitung von 2017 beschreibt NBG 188 mit 2850 Seiten in zwölf Bänden. Koolhofs Museumskapitel spricht für den größeren Erzählzusammenhang von mehr als 6000 Folioseiten. Manuskriptumfang und Korpusschätzung sind unterschiedliche Angaben. Diese Größen werden nicht als von uns vollständig gelesener oder abschließend gezählter Bestand ausgegeben.
Text und Aufführung besitzen eigene Zeugen
Koolhofs Museumskapitel nennt einen 1996 in Amparita fotografierten Dialogvortrag zweier Personen im Rahmen einer Hochzeit. Diese datierte Dokumentation zeigt, dass Geschichten durch Stimmen und Zuhörende vermittelt werden. Wir haben damit keine aktuelle Aufführung besucht und übernehmen das fremde Foto nicht. Ein modernes Bühnenstück ist wiederum eine Bearbeitung, keine Aufnahme sämtlicher traditionellen Erzählweisen.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
La Galigo / Sureq Galigo
Hier wird der offene La-Galigo-Zusammenhang über einen begrenzten, eigens benannten Erzähl- oder Forschungsabschnitt erschlossen. Figur, Werkname und erhaltene Handschrift werden nicht gleichgesetzt.
Überlieferter Erzählzusammenhang; kein einheitlich datiertes abgeschlossenes Originalwerk behauptet.
Sprache: Bugisch
Benutzte Einleitung und Synopsis
Koolhofs Einleitung in La Galigo I, zweite Ausgabe 2017
Hier S. 28–49 gelesen. Die Synopsis ist ein eigener Vermittlungsweg und reicht über die fortlaufende Übersetzung des ersten Bandes hinaus.
2017: wissenschaftliche Einleitung in der zweiten Ausgabe des ersten Bandes.
Sprache: Indonesisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Bugische La-Galigo-Überlieferung; ausgewählte Erzähl- und Editionswege
- Verwendeter Ausschnitt
- Benannte Textzugänge sind je Abschnitt ausgewiesen: Übersetzung, wissenschaftliche Synopsis und gegebenenfalls Katalogvergleich bleiben getrennt. Keine vollständige Kompilation des Epos.
- La Galigo: Menurut naskah NBG 188, Jilid 1, zweite Ausgabe (2017)
Rétna Kencana Colliq Pujié Arung Pancana Toa, Zusammenstellung; Muhammad Salim, Transkription und Übersetzung; Fachruddin Ambo Enre, Herausgeber; Nurhayati Rahman, Mitherausgeberin; Sirtjo Koolhof und Roger Tol, Redaktion
Titel, Impressum, Inhaltsübersicht, Vorwort von 2017 S.vii–viii, Einführung S.16–19 und 48–49 sowie indonesische Übersetzung auf den gedruckten S.67,69,71,111,113,115,123,125,127,155,157,159,161,163,165,167,193,195,197,199,223,225,227 gelesen. Gedruckte S.18,67,111,157,225 zusätzlich als Seitenbilder betrachtet.
23 ausgewählte Übersetzungsseiten, keine Volllektüre des ersten Bandes. Gegenüberstehende bugische Transkription nicht unabhängig kollationiert. Ausgang der Geburt auf S.227 noch nicht erreicht. Einführung nennt für die Niederschrift 1852–1864, weiter als ältere Metadaten mit 1852–1858. Mehrere Schreiberhände; Colliq Pujié nicht als alleinige Schreiberin behandelt. Korrektur zur Verwechslung mit Wé Tenriollé beachtet. Abgerufen am 2026-09-26.
- The Myth La Galigo, in: Sulawesi and Beyond: The František Czurda Collection (2010), S.66–69
Sirtjo Koolhof; Sammelband herausgegeben von Sri Kuhnt-Saptodewo, Dagmar Pospíšilová und Philipp Hesser
Vollständiges Kapitel The Myth La Galigo, gedruckte S.66–69 einschließlich Literatur, sowie Titel und Impressum gelesen. PDF-Seiten 2,34,35 als Doppelseiten betrachtet.
Impressum bestätigt 2010; die Jahreszahl 1990 im Downloadnamen ist kein Publikationsdatum. Nicht der ganze Katalog gelesen. Genealogischer Überblick ist Sekundärdarstellung, keine eigene Lektüre sämtlicher Erzählungen. Aussagen über soziale Praxis nicht zeitlos auf alle Bugis übertragen. Katalogfotos nicht übernommen. Abgerufen am 2026-09-26.
- Koolhof: Einleitung und Erzählübersicht in La Galigo I (2017), S. 28–49
Sirtjo Koolhof; im Band nach NBG188, herausgegeben von Fachruddin Ambo Enre und Nurhayati Rahman
Archiviertes Exemplar der zweiten Ausgabe: Einleitung auf den gedruckten S. 28–49 neu zusammenhängend gelesen. Reise, eigene Figurenhandlungen, Reichweite der Synopsis und Handschriftenbeschreibung. Keine neue vollständige Band- oder Übersetzungslektüre.
Die Erzählübersicht ist Koolhofs wissenschaftliche Zusammenfassung mit Verweisen auf Kern und Editionen. Sie ist nicht die fortlaufende Übersetzung dieser Szenen. Sie reicht über Band 1 und am Ende über den Inhalt von NBG 188 hinaus. Keine unabhängige Kollation des Bugischen; ältere Umfangs- und Datierungsangaben nicht still harmonisiert. Abgerufen am 2026-09-26.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-11. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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