Exponat 01 · Thomsons Untersuchungen der Kathodenstrahlen
Ladungsträger im Strahl vergleichen
Was bleibt an einem Kathodenstrahl gleich, wenn Gas und Elektroden wechseln?
Exponat erkunden ↗Themenraum · 8 Exponate
Eine Glasröhre, Mineralproben, dünne Folie und Sternaufnahmen führen zu acht unterschiedlichen Prüfaufgaben. Verfolge, wie aus einer Anzeige eine Messgröße und aus mehreren Befunden eine begrenzte Erklärung wird.
In deinem Tempo · Quellen an jedem Exponat · Stand: 8. September 2026
Bild vergrößern ↗Eine Raumfrage · verschiedene Zugänge
Beginne bei einer Frage, die dich interessiert, oder folge den Stationen des Rundgangs.
Exponat 01 · Thomsons Untersuchungen der Kathodenstrahlen
Was bleibt an einem Kathodenstrahl gleich, wenn Gas und Elektroden wechseln?
Exponat erkunden ↗Exponat 02 · Curies Vergleiche radioaktiver Stoffe
Weshalb kann eine besonders starke Messanzeige die Suche nach einem unbekannten Element auslösen?
Exponat erkunden ↗Exponat 03 · Rutherfords Streumodell von 1911
Welche Verteilung der Atomladung kann seltene starke Ablenkungen erklären?
Exponat erkunden ↗Exponat 04 · Plancks Ansatz zur Wärmestrahlung
Wie hilft eine neue Art, Energie zu verteilen, bei der Erklärung von Wärmestrahlung?
Exponat erkunden ↗Exponat 05 · Einsteins Lichtquanten und der Photoeffekt
Warum kann mehr Licht mehr Elektronen auslösen, ohne sie energiereicher zu machen?
Exponat erkunden ↗Exponat 06 · Davisson und Germers Beugungsversuche
Wie lässt sich an elektrisch geladenen Elektronen eine Wellenlänge prüfen?
Exponat erkunden ↗Exponat 07 · Einsteins Definition der Gleichzeitigkeit
Wie bekommen zwei voneinander entfernte Orte eine gemeinsame Zeit?
Exponat erkunden ↗Exponat 08 · Die Lichtablenkung von 1919
Wie kann eine Sonnenfinsternis zwischen verschiedenen Vorhersagen über Lichtwege unterscheiden?
Exponat erkunden ↗Die Werkstatt der Erkenntnis
Die Beispiele unterscheiden, was ein Versuch unmittelbar anzeigt, was daraus erschlossen wird und welche Annahmen dabei mitwirken.
Eine Frage an deinen Blick
Zwei gleich große Energieelemente werden auf zwei unterscheidbare Schwinger verteilt. Wie viele unterschiedliche Belegungen gibt es im eigenen Zählbeispiel?
Drei Belegungen: (2, 0), (1, 1) und (0, 2). Das ist eine eigene Rechenhilfe zu endlichen Verteilungen, kein Bild sichtbarer Energieportionen.
Die Erklärung mit Quellen lesen ↗Die Idee dieser Ausstellung
Ein Leuchtfleck, eine elektrische Anzeige und ein Sternpunkt wirken zunächst wie kleine Spuren. Ihre wissenschaftliche Bedeutung entsteht aus dem Vergleich. Thomsons Ablenkungen fragen nach bewegten Ladungsträgern. Curies Stoffproben prüfen, welche Eigenschaften mit einer ungewöhnlichen Aktivität zusammenhängen. Kathodenstrahlen im Vergleich Curies Vergleich von Stoffproben In beiden Fällen müssen Herkunft, Messbedingungen und mögliche Störungen mitgelesen werden. Die acht Stationen beginnen deshalb bei einer konkreten Operation und führen erst dann zu ihrer Erklärung.
Rutherford nimmt die seltenen starken Ablenkungen ernst und prüft, welche Ladungsverteilung sie hervorbringen könnte. Das Ergebnis ersetzt noch keine Erklärung der Stabilität des Atoms. Reichweite des Streumodells Planck verbindet die Wärmestrahlung mit einer Zählung endlicher Energieverteilungen. Energieelemente und Strahlungsverteilung Solche Modelle gewinnen ihre Stärke daran, dass sie verschiedene Beobachtungen zusammenbringen. Ebenso wichtig bleibt die Frage, welche Aufgaben sie noch nicht lösen und welche ihrer Annahmen eine eigene Prüfung verlangen.
Helleres Licht kann im beschriebenen Photoeffekt mehr Elektronen auslösen, ohne deren maximale Bewegungsenergie zu steigern. Einsteins Energiebilanz und Intensitätsvergleich Die Elektronenbeugung verlangt wiederum, elektrische Ladung und Wellenmuster gemeinsam zu berücksichtigen. Winkel und Spannung bei Davisson und Germer Wörter wie stärker, Teilchen und Welle können Unterschiede verdecken. Der Raum fragt daher immer nach der zugehörigen Anzeige: Wird gezählt, ein Winkel verändert, eine Spannung eingestellt oder eine Grenze gesucht?
Bei entfernten Uhren wird die Vergleichsvorschrift selbst zum Thema. Einstein legt dar, wie Lichtsignale eine gemeinsame Zeitzuordnung ermöglichen und weshalb das Bezugssystem dazugehört. Die Definition der Gleichzeitigkeit Bei der Finsternis von 1919 steht anschließend die scheinbare Sternposition im Mittelpunkt. Ihre kleine Änderung muss von Bildmaßstab und Instrumenteneinflüssen getrennt werden. Die Auswertung verschiedener Aufnahmereihen Zwei Bilder oder zwei Uhren liefern nicht von selbst einen wissenschaftlich brauchbaren Unterschied. Die Beziehung zwischen ihren Angaben muss begründet sein.
Wähle bei einer Station eine Behauptung und verfolge den Weg zu ihrer Quelle. Was wurde unmittelbar beobachtet? Welche Größe wurde daraus berechnet? Welche Annahme verbindet beides? Die Vergleichsfälle helfen bei diesen Unterscheidungen, das Quiz macht eine kleine Zählaufgabe überprüfbar. Im Rundgang sind alle acht Stationen verbunden. Wer mit einer vertrauten Uhr beginnt, kann von dort zu den weniger vertrauten Spuren im Labor wechseln und dieselben Fragen erneut stellen.
Die Quellen sind den Aussagen im Text zugeordnet. Originalstudien, Sammlungstexte und eigene Einordnung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Einige Fachtexte sind beim Verlag nur teilweise frei zugänglich.
J. J. Thomson: Cathode Rays. Philosophical Magazine 44, Nr. 269, 1897, S. 293–316.
Thomson bestimmt Masse und Ladung zunächst im Verhältnis und diskutiert beide als mögliche Ursache des kleinen Quotienten. Seine spekulativen Materiemodelle werden von diesem Befund getrennt.
← Zur Textstelle: Eine Anzeige braucht eine FrageJ. J. Thomson: Cathode Rays, 1897. Originalscan, hier S. 294–297 und Abbildungen 1–2.
Die Illustration des Exponats interpretiert den historischen Instrumententyp. Sie ist kein maßstabgetreuer Nachbau der Zeichnung.
Paul Peter Urone und Roger Hinrichs: College Physics, 30.2 Discovery of the Parts of the Atom: Electrons and Nuclei. OpenStax, 2012.
Die historische Versuchsausführung wird am Bericht von 1897 belegt. Vereinfachte Atomzeichnungen und die überholte Aussage über die kleinste bekannte Teilchenmasse werden nicht übernommen.
Marie Skłodowska Curie: Rayons émis par les composés de l’uranium et du thorium. Comptes rendus de l’Académie des sciences 126, 1898, S. 1101–1103.
Die Note formuliert eine zusätzliche aktive Substanz als zu prüfende Möglichkeit. Sie enthält außerdem eine später verworfene Deutungsmöglichkeit der Anregung. Die damaligen Zahlen sind keine heutigen allgemeinen Aktivitätswerte.
← Zur Textstelle: Eine Anzeige braucht eine FrageMarie Curie: Radium and the New Concepts in Chemistry. Nobelvortrag vom 11. Dezember 1911; englische Ausgabe in Nobel Lectures, Chemistry 1901–1921, 1966.
Der Vortrag ist ein späterer Rückblick. Seine historischen Angaben zu Halbwertszeiten und zu vermeintlich neuen Elementen werden nicht als heutiger Wissensstand übernommen.
Ernest Rutherford: The Scattering of α and β Particles by Matter and the Structure of the Atom. Philosophical Magazine, Reihe 6, Band 21, Mai 1911, S. 669–688.
Die Transkription enthält Auslassungen und Satzfehler, darunter am Beginn von S. 669; die verwendeten Anfangsannahmen wurden deshalb am Scan kontrolliert. Die häufig zitierte Zahl 1/8000 bezieht sich im Vergleich auf eine dicke Platinplatte und wird nicht als Goldfolienquote verwendet.
← Zur Textstelle: Eine Erklärung muss mehrere Befunde verbindenErnest Rutherford: The Scattering of α and β Particles by Matter and the Structure of the Atom, 1911. Originalscan, S. 669–671 und 675.
Rutherford trennt die konzentrierte zentrale Ladung von ihrem damals nicht durch diese Streudaten entschiedenen Vorzeichen. Die Bedingungen dünner Schichten gehören zu den angegebenen Folgerungen.
Max Planck: Ueber das Gesetz der Energieverteilung im Normalspectrum. Annalen der Physik 309, Nr. 3, 1901, S. 553–563; eingegangen am 7. Januar 1901.
Der Aufsatz verweist auf Mitteilungen vom 19. Oktober und 14. Dezember 1900. Das eigene Zwei-Schwinger-Beispiel dient nur zur Erklärung der Zählung, nicht als Reproduktion einer historischen Messung.
← Zur Textstelle: Eine Erklärung muss mehrere Befunde verbindenMax Planck: The Genesis and Present State of Development of the Quantum Theory. Nobelvortrag vom 2. Juni 1920 zum Nobelpreis für Physik 1918; englische Ausgabe in Nobel Lectures, Physics 1901–1921, 1967.
Das Datum des Nobelpreises ist vom Vortragsdatum zu unterscheiden. Die späteren Rückblicke ersetzen keine zeitgenössische Niederschrift des Entstehungsvorgangs.
Albert Einstein: Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt. Annalen der Physik 17, 1905, S. 132–148.
Einstein unterscheidet Energieverluste im Inneren, Austrittsarbeit, Maximalenergie und Intensität. Der Scan und die angegebenen Seiten sind über den vollständigen Download im Universitätsrepositorium zugänglich.
← Zur Textstelle: Vertraute Wörter auseinanderhaltenRobert A. Millikan: The Electron and the Light-Quant from the Experimental Point of View. Nobelvortrag vom 23. Mai 1924 zum Preis von 1923, hier S. 61–65.
Der Vortrag trennt die experimentell gestützte Gleichung von weitergehenden Vorstellungen über Licht. Seine historische Atomvorstellung wird nicht übernommen.
Samuel J. Ling, Jeff Sanny und William Moebs: University Physics Volume 3, 6.2 Photoelectric Effect. OpenStax, 2016.
Die Erklärung gilt für den beschriebenen einfachen Photoeffekt. Eine Ausbeute von genau einem austretenden Elektron pro einfallendem Photon wird nicht vorausgesetzt.
C. Davisson und L. H. Germer: The Scattering of Electrons by a Single Crystal of Nickel. Nature 119, 16. April 1927, S. 558–560; Brief vom 3. März 1927.
Die Hauptmaxima und ihre Spannungsabhängigkeit werden mit berechneten Wellenlängen verglichen. Der Bericht nennt zugleich unaufgeklärte Strahlen und Unsicherheiten der Ausrichtung.
← Zur Textstelle: Vertraute Wörter auseinanderhaltenClinton J. Davisson: The Discovery of Electron Waves. Nobelvortrag vom 13. Dezember 1937, S. 387–394.
Der Rückblick erläutert den Vergleich beider Wellenlängenbestimmungen und nennt Germers experimentelle Mitwirkung. Er ist zeitlich vom Originalbericht von 1927 zu unterscheiden.
Albert Einstein: Zur Elektrodynamik bewegter Körper. Annalen der Physik, 4. Folge, 17, 1905, S. 891–921, insbesondere Einleitung und §§ 1–2.
Der Text formuliert die Synchronisationsregel ausdrücklich als Definition und unterscheidet die Zeitzuordnung relativ zueinander bewegter Systeme.
← Zur Textstelle: Auch Zeit und Position werden zugeordnetMarkus Pössel: Die Unselbstverständlichkeit des Jetzt. Einstein Online Band 04, 2010, 01-1101.
Die moderne fachliche Erläuterung unterscheidet den Empfang eines Bildes von der Zuordnung entfernter Ereignisse. Das Zahlenbeispiel im Exponat ist eine eigene Rechenhilfe.
F. W. Dyson, A. S. Eddington und C. Davidson: A Determination of the Deflection of Light by the Sun’s Gravitational Field, from Observations made at the Total Eclipse of May 29, 1919. Philosophical Transactions of the Royal Society A 220, 1920, S. 291–333.
Die Zusammenfassung nennt drei unterschiedlich gewichtete Ergebnisse. Auf S. 309 steht die zeitnahe Fokusnotiz, S. 310–312 erläutern die Maßstabsabhängigkeit. Die Qualität der gescannten Fototafel erlaubt keine eigene Neuausmessung.
← Zur Textstelle: Auch Zeit und Position werden zugeordnetSteven S. Shapiro und Irwin I. Shapiro: Lichtablenkung durch Gravitation. Einstein Online Band 04, 2010, 03-1105.
Die vereinfachte historische Darstellung ersetzt nicht den Originalbericht zu Vergleichsplatten und Instrumenten. Der Text des Exponats nennt die historischen Werte aus dem Expeditionsbericht.
Redaktion: Benjamin Metzig. Erste vollständige Fassung dieser Sammlung vom 8. September 2026. Generative KI diente als Werkzeug für Text und Bild.
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