Sammlung 09 · vollständig geöffnet
Schwerpunkt 1850–1945 · ältere Grundlagen und heutige Einordnungen gekennzeichnet
Unsichtbare Welten und neue Erklärungen
Wie lässt sich etwas untersuchen, das sich dem unmittelbaren Blick entzieht?
4 Themenräume · 31 Exponate · ein gemeinsamer Zusammenhang
Bild vergrößern ↗Von sichtbaren Spuren zu prüfbaren Erklärungen.
Vier Räume und 31 Exponate verbinden Krankheit und Mikroben, Evolution und Vererbung, neue Physik sowie Erde und Atmosphäre. Folge konkreten Beobachtungen und prüfe, wie Vergleiche, Messungen und Modelle aus ihnen tragfähige Erklärungen machen.
Der Sammlungsrundgang verbindet zwölf ausgewählte Stationen, jeweils drei pro Raum. Vier vollständige Raumrundgänge führen tiefer in die einzelnen Fragen. Du kannst auch bei einem vertrauten Gegenstand beginnen und von dort seinen Spuren folgen.
Der Weg durch die Sammlung · 12 Stationen
Von sichtbaren Spuren zu prüfbaren Erklärungen
Zwölf Stationen verbinden die vier Räume. Folge Vergleichen, gezählten Nachkommen, Messanzeigen und Landschaftsspuren. An jedem Halt fragt der Rundgang, welche Beobachtung die Erklärung trägt und was darüber hinaus geprüft werden muss.
Überblick ca. 12–24 Min. · mit Haupttexten ca. 48–63 Min.
Den Sammlungsrundgang ansehen ↗Die ganze Ausstellung
Vier Räume. Vier Zugänge.
Jeder Raum besitzt einen eigenen Rundgang durch sämtliche Exponate. Du kannst bei jedem Thema einsteigen.
Krankheit, Übertragung und Wirkung unterscheiden · 8 Exponate
Mikroben, Hygiene und Medizin
Acht Stationen führen von Vergleichen im Klinikalltag und in der Wasserversorgung zu Kulturen, Serum und Arzneimitteln. Frage, welche Beobachtung einen Übertragungsweg, eine Ursache oder eine wirksame Behandlung stützt.
Rundgang durch diesen Raum ↗Veränderung und Vererbung über Generationen prüfen · 8 Exponate
Evolution und Vererbung
Acht Stationen verbinden natürliche Selektion mit Kreuzungsversuchen, Chromosomen und genetischen Karten. Folge den gezählten Nachkommen und unterscheide sichtbares Merkmal, Vererbungsmodell und räumliche Zuordnung.
Rundgang durch diesen Raum ↗Anzeigen, Muster und Modelle der Physik vergleichen · 8 Exponate
Atome, Quanten und Raumzeit
Acht Stationen erschließen Ladungsträger, Radioaktivität, Atommodelle, Quanten und Relativität. Betrachte den Aufbau hinter dem Ergebnis und frage, welche Beobachtung zwischen möglichen Erklärungen unterscheidet.
Rundgang durch diesen Raum ↗Erde, Atmosphäre und geologische Zeit erschließen · 7 Exponate
Erde, Atmosphäre und geologische Zeit
Sieben Stationen führen von Fossilien und Gletscherspuren zu Strahlung, Mineralalter, Erdkern, Kontinenten und Wetter. Verbinde örtliche Befunde mit räumlichen Zusammenhängen und prüfe, welches Ereignis ein Messwert beschreibt.
Rundgang durch diesen Raum ↗Sichtbare Spuren und offene Fragen
Ein Ausschlag an einem Messgerät, eine Folge von Erkrankungen, verschieden gefärbte Nachkommen oder Rillen auf einem Felsen: Sichtbar ist zunächst eine Spur. Die Erklärung kann einen Vorgang betreffen, der sehr klein, sehr schnell, tief verborgen oder längst vergangen ist. Diese Sammlung verfolgt den Weg zwischen beidem. An 31 Exponaten wird greifbar, welche zusätzlichen Vergleiche nötig sind und wo eine Beobachtung mehrere Deutungen zulässt.
Das Mikroskop auf dem Sammlungsbild steht für einen Zugang, doch auch Zählen, Kartieren, Rechnen und der gezielte Eingriff gehören dazu. Die vier Räume verbinden diese unterschiedlichen Arbeitsweisen. Ihre Reihenfolge bildet einen Besuchsweg; sie beschreibt keine einheitliche Entwicklung, die überall zur selben Zeit und nach demselben Muster verlief.
Vergleiche im Alltag und im Versuch
Im ersten Raum beginnt die Untersuchung mit Unterschieden zwischen Gruppen und Zeitabschnitten. Semmelweis vergleicht Verhältnisse in der Geburtsklinik; Snow verbindet Cholerafälle mit der Wasserversorgung und berücksichtigt die versorgten Haushalte. Vergleiche in der Klinik Fälle und Bezugsgruppen bei Snow Eine auffällige Häufung muss dabei auf die jeweilige Zahl der betrachteten Menschen oder Haushalte bezogen werden. Auch mögliche Unterschiede zwischen den Gruppen gehören in die Erklärung.
Bei Pasteur wird anschließend ein Eintragsweg im Versuchsaufbau verändert. Luft, Teilchen und Zugang zur Nährflüssigkeit Diese Stationen zeigen verschiedene Wege, einen Zusammenhang zu prüfen. Die Methoden gewinnen ihre Aussage durch passende Vergleiche. Ein beobachteter Erfolg trägt nur so weit, wie die Bedingungen des Vergleichs tatsächlich erfasst sind.
Von einer Ursache zur Anwendung führen weitere Schritte
Ein sichtbarer Mikroorganismus kann mit einer Krankheit gemeinsam auftreten. Koch fragt darüber hinaus, wie der Befund als Ursache geprüft werden kann. Vom Befund zur Ursachenprüfung Die späteren Stationen des Raums untersuchen wiederum andere Zusammenhänge: eine übertragbare Schutzwirkung, eine chemische Wirkung oder einen Stoff, der unter bestimmten Bedingungen Wachstum hemmt.
Die Entwicklung von Penicillin zum Arzneimittel verbindet den frühen Befund mit weiteren Forschungs- und Herstellungsschritten. Vom beobachteten Effekt zur weiteren Entwicklung Deshalb bleiben Entdeckung, Erklärung, verlässliche Herstellung und Einsatz als unterschiedliche Aufgaben erkennbar. Die historischen Untersuchungen helfen, solche Aufgaben zu verstehen. Sie sind keine Anleitungen zur heutigen Selbstbehandlung; die jeweiligen Exponate ordnen ihre Aussagegrenzen ein.
Generationen machen Beziehungen sichtbar
Der zweite Raum verändert den zeitlichen Maßstab. Natürliche Selektion erklärt, wie sich Unterschiede im Fortpflanzungserfolg über Generationen auswirken können. Die gemeinsame Veröffentlichung von Darwin und Wallace Wie Merkmale weitergegeben werden, verlangt eigene Untersuchungen. Mendels gezählte Nachkommen erschließen Verhältnisse, die erst über mehrere Generationen deutlich werden. Kreuzungsfolgen und Zahlenverhältnisse
Die Unterscheidung bleibt auch bei vertrauten Wörtern nötig: Ein dominantes Merkmal muss in einer Population nicht häufig sein oder durch die Dominanz automatisch häufiger werden. Hardys vereinfachtes Populationsmodell Eine genetische Karte verbindet schließlich die Häufigkeit rekombinierter Nachkommen mit der relativen Anordnung untersuchter Stellen. Kartierung aus Kreuzungsdaten Sie entsteht aus Vererbungsmustern. Ihre Bedeutung erschließt sich, wenn Beobachtung, Modellannahmen und räumliche Aussage getrennt nachvollzogen werden.
Ein Messaufbau entscheidet mit, was erkennbar wird
In der neuen Physik führen Ablenkungen und Streumuster zu Aussagen über kleine Bestandteile und ihren Aufbau. Thomson vergleicht das Verhältnis von Ladung zu Masse bei Kathodenstrahlen; Rutherfords Modell richtet den Blick auf seltene starke Ablenkungen. Thomsons Messwege Streuung und Atommodell Eine Erklärung für ein Muster beantwortet dabei noch nicht jede weitere Frage nach dem Atom.
Am Kristall werden Elektronen anhand einer gerichteten Verteilung geprüft, die sich mit einer Wellenbeschreibung verbinden lässt. Elektronen am Kristall Bei den Finsternisbeobachtungen von 1919 müssen wiederum Sternbilder verglichen und die Eigenschaften der beteiligten Instrumente berücksichtigt werden. Beobachtungen und Auswertung der Sternpositionen Ein eindrucksvolles Ergebnis wird verständlich, wenn auch Bezugsmessung, Auflösung und mögliche Störeinflüsse sichtbar bleiben. Die Bilder dienen dabei als ausdrücklich gekennzeichnete Anschauungen, nicht als Ersatz für historische Messdaten.
Die Erde in Raum und Zeit verbinden
Im vierten Raum führt der Weg vom örtlichen Fund zu größeren Zusammenhängen. Fossilverbände verbinden Schichten an verschiedenen Stellen. Smiths geologische Karte Radioaktiver Zerfall ergänzt einen Zahlenmaßstab, dessen Bedeutung von der Geschichte des untersuchten Minerals abhängt. Holmes über Alterswerte und Mineralgeschichte Eine Reihenfolge, eine Dauer und das Alter eines bestimmten Ereignisses sind verschiedene Aussagen.
Tyndalls kontrollierter Strahlungsversuch und Lehmanns Vergleich von Erdbebenwellen machen weitere unzugängliche Bereiche untersuchbar. Wärmestrahlung durch Gase Wellen und Modelle des Erdinneren Wegener verbindet Befunde zu früheren räumlichen Anordnungen; Bjerknes fragt nach der künftigen Entwicklung eines beobachteten Atmosphärenzustands. Kontinentalverschiebung als zu prüfende Erklärung Anfangszustand und Wetterentwicklung Historische Modelle können neue Untersuchungen eröffnen und zugleich Teile enthalten, die spätere Forschung verändert oder verwirft.
Deinen Besuchsweg wählen
Der Schwerpunkt liegt zwischen 1850 und 1945. Ältere Grundlagen, etwa die geologische Karte von 1815, erscheinen als ausdrücklich eingeordnete Rückgriffe. Spätere Erkenntnisse helfen an ausgewählten Stellen, den damaligen Stand zu verstehen. Die Sammlung behandelt konkrete Erkenntnisfragen und ihre Grenzen; sie bietet keine vollständige Geschichte aller beteiligten Disziplinen oder Regionen.
Für den ersten Besuch führt der Sammlungsrundgang durch zwölf Stationen. Die vier Raumrundgänge erschließen jeweils sämtliche Exponate ihres Raums. Befundfälle, Begriffe, Quellen und eigene Quizfragen ermöglichen unterschiedliche Vertiefungen. Trage eine einfache Prüffrage mit: Was wurde tatsächlich beobachtet, welche Verbindung führt zur Erklärung, und welche weitere Beobachtung könnte sie stärken oder verändern?
Quellen und Nachweise
Die Quellen sind den Aussagen im Text zugeordnet. Originalstudien, Sammlungstexte und eigene Einordnung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Einige Fachtexte sind beim Verlag nur teilweise frei zugänglich.
- Semmelweis vergleicht Stationen und Zeitabschnitte
Ignaz Philipp Semmelweis: Die Aetiologie, der Begriff und die Prophylaxis des Kindbettfiebers. Pest, Wien und Leipzig: C. A. Hartleben, 1861; besonders S. 2–4 und 53–58.
Der rückblickende Bericht unterscheidet Abteilungen, Aufnahmetage und Zeiträume. Seine Zahlen werden aus Zähler und Nenner neu berechnet; gedruckte Prozentwerte sind nicht überall fehlerfrei. Das genaue Anfangsdatum der Chlorwaschungen bleibt ausdrücklich ungefähr.
← Zur Textstelle: Vergleiche im Alltag und im Versuch - Wasserversorgung, Bezugsgruppen und offene Zuordnungen
John Snow: Cholera and the water supply in the south districts of London in 1854. Journal of Public Health, and Sanitary Review 2, Oktober 1856, S. 239–257. Transkription im John Snow Archive.
Die Bevölkerungszahlen sind damalige Schätzungen. Der Text trennt Epidemiephasen und beschreibt eigene Nachfragen sowie die anschließende Erhebung der Registrare.
← Zur Textstelle: Vergleiche im Alltag und im Versuch - Ein offener Hals und eine ausdrückliche Gegenprobe
Louis Pasteur: Sur les corpuscules organisés qui existent dans l’atmosphère. Vortrag vom 19. Mai 1861. Wellcome Collection, wef3wv8q; besonders S. 19–26.
Pasteur beschreibt mehrere Anordnungen und begrenzt seinen Schluss auf zuvor erhitzte organische Flüssigkeiten. Die Darstellung stammt vom Beteiligten selbst.
← Zur Textstelle: Vergleiche im Alltag und im Versuch - Koch unterscheidet Zusammentreffen und Ursache
Robert Koch: Die Ätiologie der Tuberkulose. Berliner klinische Wochenschrift, 1882, Nr. 15; wiederabgedruckt in Gesammelte Werke, Bd. 1, S. 428–445. RKI-Digitalisat.
Die Passage auf S. 433 erklärt, weshalb der mikroskopische Befund allein die ursächliche Rolle noch nicht nachweist. Der historische Text enthält zugleich einzelne inzwischen überholte biologische Annahmen.
← Zur Textstelle: Von einer Ursache zur Anwendung führen weitere Schritte - Flemings Rückblick auf Beobachtung, Grenzen und Weiterentwicklung
Alexander Fleming: Penicillin. Nobel Lecture, 11. Dezember 1945, S. 83–93.
Der Vortrag unterscheidet Beobachtung, frühe Probleme und spätere chemische Entwicklung. Seine Harmlosigkeitsaussagen sind historische Bewertungen; das Schlussbeispiel eines Ehepaars ist ausdrücklich hypothetisch.
← Zur Textstelle: Von einer Ursache zur Anwendung führen weitere Schritte - Darwins und Wallaces getrennte Argumente in einer Veröffentlichung
Charles Darwin und Alfred Russel Wallace: On the Tendency of Species to form Varieties; and on the Perpetuation of Varieties and Species by Natural Means of Selection. Journal of the Proceedings of the Linnean Society, Zoology 3, 1858, S. 45–62.
Lyell und Hooker stellen mehrere Texte mit unterschiedlichen Entstehungszeiten zusammen. Die heutige Katalogzeile nennt verkürzt S. 45–50; die vollständige Zusammenstellung einschließlich Wallace reicht bis S. 62.
← Zur Textstelle: Generationen machen Beziehungen sichtbar - Mendels Erbsenversuche
Mendel, Gregor (1866): Versuche über Pflanzen-Hybriden. Verhandlungen des naturforschenden Vereines in Brünn 4, S. 3–47. Gelesen in: Tschermak, Erich von (Hg.), Versuche über Pflanzenhybriden, 2. Auflage, Leipzig 1911, Abschnitt I.
Die Auswahl der Pflanzen, Kreuzungen und Generationenzählung sind entscheidend für die Zahlenverhältnisse. Die ergänzten Herausgeberanmerkungen von 1911 gehören nicht zum Wortlaut von Mendels ursprünglichem Bericht.
← Zur Textstelle: Generationen machen Beziehungen sichtbar - Hardys kurzer Vererbungsbrief
Hardy, G. H. (1908): Mendelian Proportions in a Mixed Population. Science 28(706), S. 49–50, 10. Juli 1908. Brief datiert 5. April 1908.
Die ersten beiden PDF-Seiten enthalten Hardys Brief. Seine Buchstaben p, q und r bezeichnen andere Größen als die heute oft verwendeten Allelfrequenzen p und q. Das Zahlenbeispiel des Exponats ist eigenständig.
← Zur Textstelle: Generationen machen Beziehungen sichtbar - Sturtevants lineare Anordnung
Sturtevant, Alfred H. (1913): The Linear Arrangement of Six Sex-Linked Factors in Drosophila, as Shown by Their Mode of Association. Journal of Experimental Zoology 14, S. 43–59.
Der historische Haupttext beginnt auf PDF-Seite 6. Diagramm 1 und Tabelle 2 stehen auf PDF-Seiten 11–12. Die verwendeten Abschnitte trennen genetische von räumlichen Abständen und erklären Grenzen durch mehrfachen Austausch. Keine Original-Faksimile-Behauptung.
← Zur Textstelle: Generationen machen Beziehungen sichtbar - Ablenkungen, Materialwechsel und Grenzen der Schlussfolgerung
J. J. Thomson: Cathode Rays. Philosophical Magazine 44, Nr. 269, 1897, S. 293–316.
Thomson bestimmt Masse und Ladung zunächst im Verhältnis und diskutiert beide als mögliche Ursache des kleinen Quotienten. Seine spekulativen Materiemodelle werden von diesem Befund getrennt.
← Zur Textstelle: Ein Messaufbau entscheidet mit, was erkennbar wird - Die Streutheorie und ihre ausdrücklich begrenzte Reichweite
Ernest Rutherford: The Scattering of α and β Particles by Matter and the Structure of the Atom. Philosophical Magazine, Reihe 6, Band 21, Mai 1911, S. 669–688.
Die Transkription enthält Auslassungen und Satzfehler, darunter am Beginn von S. 669; die verwendeten Anfangsannahmen wurden deshalb am Scan kontrolliert. Die häufig zitierte Zahl 1/8000 bezieht sich im Vergleich auf eine dicke Platinplatte und wird nicht als Goldfolienquote verwendet.
← Zur Textstelle: Ein Messaufbau entscheidet mit, was erkennbar wird - Die ersten Winkelkurven und ihre Grenzen
C. Davisson und L. H. Germer: The Scattering of Electrons by a Single Crystal of Nickel. Nature 119, 16. April 1927, S. 558–560; Brief vom 3. März 1927.
Die Hauptmaxima und ihre Spannungsabhängigkeit werden mit berechneten Wellenlängen verglichen. Der Bericht nennt zugleich unaufgeklärte Strahlen und Unsicherheiten der Ausrichtung.
← Zur Textstelle: Ein Messaufbau entscheidet mit, was erkennbar wird - Der Expeditionsbericht mit seinen Instrumentenergebnissen
F. W. Dyson, A. S. Eddington und C. Davidson: A Determination of the Deflection of Light by the Sun’s Gravitational Field, from Observations made at the Total Eclipse of May 29, 1919. Philosophical Transactions of the Royal Society A 220, 1920, S. 291–333.
Die Zusammenfassung nennt drei unterschiedlich gewichtete Ergebnisse. Auf S. 309 steht die zeitnahe Fokusnotiz, S. 310–312 erläutern die Maßstabsabhängigkeit. Die Qualität der gescannten Fototafel erlaubt keine eigene Neuausmessung.
← Zur Textstelle: Ein Messaufbau entscheidet mit, was erkennbar wird - Wie Smiths Karte hergestellt und verbreitet wurde
The Geological Society of London: A Delineation of the Strata of England and Wales with part of Scotland. Historische Erläuterung zur Karte von 1815.
Erläutert Fossilvergleich, Druck, Kolorierung sowie die unterschiedlichen Daten von Kartenaufschrift und Verbreitung.
← Zur Textstelle: Die Erde in Raum und Zeit verbinden - Tyndalls Untersuchung der Wärmestrahlung
John Tyndall: On the Absorption and Radiation of Heat by Gases and Vapours, and on the Physical Connexion of Radiation, Absorption, and Conduction. Philosophical Transactions of the Royal Society of London 151 (1861), S. 1–36 und Tafel I.
Besonders S. 3–11 und 25–29: Aufbau, Kontrollen, Gasvergleiche und atmosphärische Folgerungen. Die Zahlen gelten für die beschriebenen Versuchsbedingungen.
← Zur Textstelle: Die Erde in Raum und Zeit verbinden - Holmes über Minerale und geologische Zeit
Arthur Holmes: The Age of the Earth. London/New York 1913, besonders Kapitel X, S. 137–165, und Beginn von Kapitel XI.
Anfangsbestand, Stoffaustausch und Mineralgeschichte stehen ausdrücklich im historischen Verfahren. Damalige Zahlen und einzelne Zerfallszuordnungen werden nicht als heutiger Stand übernommen.
← Zur Textstelle: Die Erde in Raum und Zeit verbinden - Lehmanns P′ in kommentierten Auszügen
Martina Kölbl-Ebert: Inge Lehmann’s paper: “P′” (1936). Episodes 24, Nr. 4 (2001), S. 262–267, mit Auszügen aus Lehmanns Original S. 87–115 und gekennzeichneten Erläuterungen.
Die sechs Seiten enthalten ausgewählte Originalabschnitte, nachgezeichnete Modellgrafiken und spätere Einordnung. Die Ausgabe ersetzt keine Volllektüre des Aufsatzes von 1936.
← Zur Textstelle: Die Erde in Raum und Zeit verbinden - Wegeners zweite Buchauflage von 1920
Alfred Wegener: Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. Zweite, gänzlich umgearbeitete Auflage, Braunschweig 1920. Besonders Vorwort, S. 70–77, 114–117 und 119–123.
Kontinentalformen, geologische Verbindungen, Klimaspuren und historische Antriebsannahmen. Diese Ausgabe ist nicht die erste Buchfassung von 1915 und nicht der heutige Stand der Plattentektonik.
← Zur Textstelle: Die Erde in Raum und Zeit verbinden - Bjerknes’ Programm der Wettervorhersage
Vilhelm Bjerknes: Das Problem der Wettervorhersage, betrachtet vom Standpunkte der Mechanik und der Physik. Meteorologische Zeitschrift 21 (1904), S. 1–7. Englische Übersetzung und Herausgabe Esther Volken/Stefan Brönnimann, Meteorologische Zeitschrift 18 (2009), S. 663–667, DOI 10.1127/0941-2948/2009/416.
Anfangszustand, Entwicklungsgesetze, Näherungen und spätere Prüfung. Historische Gleichungen und optimistische Arbeitsabschätzungen werden nicht als fertiges heutiges Verfahren ausgegeben.
← Zur Textstelle: Die Erde in Raum und Zeit verbinden
Redaktion: Benjamin Metzig. Erste vollständige Fassung dieser Sammlung vom 8. September 2026. Generative KI diente als Werkzeug für Text und Bild.
Hinweis oder Korrektur an die Redaktion



