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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Māui in Tonga: Wer hebt hier den Himmel?

Māui Motua, Kisikisi und Atalanga sind keine überall gleich angeordnete Familie. Benannte tongaische Stimmen verteilen Feuer, Arbeit und Himmelheben unterschiedlich.

4–5 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Vier Zeilen zeigen Kisikisi bei Lavaka, Motua mit Ofenstab bei Moli, den nicht genauer zugeordneten Māui des Gedichts und die getrennte Feuer-/Jätfolge der Prosa.

Welcher Māui hebt den Himmel?

Wellington Lavaka aus Haakio

Benannte Rolle und Handlung: Kisikisi hebt den niedrigen Himmel. · Was die Fassung offenlässt: Diese Zuordnung wird nicht durch Motua aus einer anderen Erzählung ersetzt.

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Moli aus Lotofoa

Benannte Rolle und Handlung: Motuas Ofenstab bleibt am Himmel hängen; umgedreht drückt er ihn hoch. · Was die Fassung offenlässt: Das schmutzige Ende erklärt dessen dunkle Farbe im Text; keine moderne Astronomie.

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Moulton · Gedicht

Benannte Rolle und Handlung: Māui und ein Stab; Raum für aufrechte Menschen und eine gebärende Frau. · Was die Fassung offenlässt: Ein nicht weiter zugeordneter Māui wird nicht nachträglich sicher zu Kisikisi oder Motua.

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Moulton · Prosa / Baker

Benannte Rolle und Handlung: Motua, Kisikisi, Atalanga und ein nicht erinnerter vierter Name; Feuer, Jäten und Rückblickverbot. · Was die Fassung offenlässt: Kisikisi verteilt Feuer in Bäume. Diese Folge ergänzt keinen vergessenen Namen aus einem anderen Zeugnis.

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Quellenrahmen

Eigene Zeugnisvergleichsgrafik nach Gifford 1924, S21–23 und dem erläuterten Sammlungs-/Übersetzungsrahmen S5–7. Der Himmelheber wird je Beitrag bezeichnet. Die Prosa nennt einen vergessenen vierten Māui-Namen ausdrücklich; diese Lücke wird nicht nachgefüllt. Feuer in Bäumen und dunkler Himmel sind Erzählzuordnungen, keine Physik oder praktische Anleitung.

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Eigene Zeugnisvergleichsgrafik nach Gifford 1924, S21–23 und dem erläuterten Sammlungs-/Übersetzungsrahmen S5–7. Der Himmelheber wird je Beitrag bezeichnet. Die Prosa nennt einen vergessenen vierten Māui-Namen ausdrücklich; diese Lücke wird nicht nachgefüllt. Feuer in Bäumen und dunkler Himmel sind Erzählzuordnungen, keine Physik oder praktische Anleitung. Grafik vergrößern Textgrundlage

Vier Ankommende, eine Lücke im Namen

Eine von J. E. Moulton gesammelte Prosaerzählung lässt Māui Motua, Kisikisi, Atalanga und einen weiteren Māui aus Pulotu kommen. Der Erzähler sagt ausdrücklich, dass er den weiteren Namen nicht erinnert. Feuer befindet sich am Ende von Motuas Hüfttuch. Die Gruppe bringt es in die Welt, soll es aber wieder nach Pulotu zurückbringen.

Motua verbietet Kisikisi beim Jäten den Blick nach hinten: Sonst wachse das Unkraut wieder. Kisikisi blickt dennoch zurück. Motua bemerkt Erschöpfung und die nachgewachsenen Pflanzen; er wird zornig. Kisikisi reißt den glimmenden Tuchteil ab, schickt das Feuer in die verschiedenen Bäume und flieht vor Motua nach Pulotu. Der Text verbindet mühsame Arbeit und verfügbares Feuer mit einer gestörten Anweisung.

Drei Zuweisungen derselben großen Aufgabe

Wellington Lavaka aus Haakio in Vavaʻu nennt Kisikisi als denjenigen, der den niedrigen Himmel hebt. In der von Moli aus Lotofoa erzählten kurzen Fassung bleibt dagegen Motuas Ofenstab am Himmel hängen. Motua dreht ihn um und drückt den Himmel hoch; das schmutzige Stabende erklärt im Text dessen dunkle Färbung.

Das von Moulton aufgezeichnete Gedicht nennt für das Himmelheben nur Māui und einen Stab. Es spricht von einer gebärenden Frau und davon, dass Menschen aufrecht gehen können. Die unterschiedlichen Namensangaben werden nicht zu einer einzigen Szene mit nachträglich festgelegtem Helden verschmolzen.

Ein Profil mit mehreren Quellenrollen

Mesake Lomu erzählt Motua, Atalanga und Kisikisi als Brüder; Hina ist ihre Schwester. Gifford stellt daneben andere Verwandtschaftsordnungen vor. Darum bezeichnet dieses Profil die jeweils gemeinte Stimme und führt die gleichnamigen Rollen getrennt. Auch die unbenannten Zwillinge einer anderen Fischhakengeschichte erhalten keine erfundenen Māui-Namen.

Die hawaiischen Māui-Erzählungen und Greys Māori-Sammlung werden zum Vergleich verlinkt, behalten aber ihre eigenen Eltern, Werkzeuge und Ausgänge. Ein gemeinsamer Name ersetzt diese Einzelheiten nicht.

Wer hat den Text vermittelt?

Gifford erklärt, dass während seines Aufenthalts 1920–1921 manche mündlichen Wiedergaben bereits aus gedruckten tongaischen Geschichten stammten. Solche Fälle ersetzte er in seiner Sammlung durch Übersetzungen des Drucks. Beatrice Shirley Baker wird als Übersetzerin des hier verwendeten Moulton-Texts genannt.

Auch die Schreibweise ist redaktionell bearbeitet: Gifford vereinheitlichte bestimmte Konsonanten nach einem Wörterbuch und verwendete ng. Die sichtbaren Namen sind daher kein Beleg für eine unveränderte Aufzeichnung jeder einzelnen Stimme. Seine abwertenden Urteile über abweichende Genealogien werden hier nicht übernommen.

Nachlesen: [1] S5–7 und 21

Ein Gedicht reiht Taten aneinander

Vor der Prosa druckt Gifford ein durch J. E. Moulton vermitteltes Gedicht mit Beatrice Shirley Bakers englischer Übersetzung. Es verbindet das Heben des Himmels mit einem Stab und einer gebärenden Frau, nennt eine teve-Pflanze und führt dann zu Wasser, einem Aal, erschüttertem Land, einem stachligen Seeigel, einem beißenden Baum und einem beworfenen Hahn. Die wiederholten Ausrufe gliedern eine Folge gepriesener Taten.

Matatolu, Kulukave, Utukakai, Talaamohi, Namalata, Kohi und Toloa gehören zu den benannten Bezügen der Verse. Der Schluss lobt Māui Motua und seinen kleinen Gefährten. Welche einzelne Tat jeweils welcher namentlich unterschiedenen Māui-Rolle gehört, entscheidet diese knappe Folge nicht durchgehend. Deshalb wird aus ihr weder eine einzig sicher zugewiesene Biografie noch eine moderne Karte aller Versorte gebaut.

Gifford vergleicht und kürzt selbst

Gifford erklärt, dass größere Māui-Zyklen bereits in anderen Veröffentlichungen vorliegen und er vor allem weitere Fassungen ergänzt. Seine Verweise auf Reiter, Collocott und weitere Autoren bezeichnen Literatur, nicht automatisch den vollständigen Inhalt seines eigenen Buchfensters. Auch die auf Seite 23 erwähnte Ankunft Tui Motulikis bei Tefisi und der Bezug seiner Begleiter zur Haa Falefa sind dort nur eine knappe Mitteilung aus Lavakas Bericht.

Die kosmogonischen Reihen bleiben ebenfalls unterscheidbar. Gifford stellt die Vaterangaben Taufulifonua und Piki nebeneinander; Takatakas eigene Folge beginnt dagegen mit Kele und Limu und führt über weitere Paare zu den Mächten und ihren Herrschaftsbereichen. Diese ausdrücklich verschiedenen Texte werden nicht zu einem glatten gemeinsamen Stammbaum verbunden. Die verlinkten Originalveröffentlichungen wurden durch Giffords Zitate nicht vollständig mitgelesen.

Weiterdenken

Wie verändert sich eine Handlung, wenn ein anderer Māui sie ausführt?

Die Figur in ihren Quellen

Māui Motua, Moulton-Prosa

Feuer am Tuch, Jätanweisung und Verfolgung in diesem Beitrag; keine automatische Identität mit Molís oder Lomus Rollen.

Begrenzter Quellenfall
S22–23

Die Figur in ihren Quellen

Māui Kisikisi, Moulton-Prosa

Blickt beim Jäten zurück und verteilt Feuer in Bäume; eigene Quellenrolle.

Begrenzter Quellenfall
S22–23

Belegte Beziehungen

Die Figur in ihren Quellen

Māui Atalanga, Moulton-Prosa

Bei Ankunft genannt, keine zusätzlichen ungenannten Heldentaten ergänzt.

Begrenzter Quellenfall
S22

Die Figur in ihren Quellen

Der vierte Māui mit nicht erinnertem Namen

Ein ausdrücklich erinnerter weiterer Beteiligter; persönliche Namensform bleibt offen.

Begrenzter Quellenfall
S22

Die Figur in ihren Quellen

Māui Kisikisi, Lavaka

Hebt Himmel in Lavakas Vavaʻu-Beitrag, nicht automatisch gleiche Genealogie wie Moulton.

Begrenzter Quellenfall
S23

Die Figur in ihren Quellen

Māui Motua, Moli

Ofenstab und Himmel in Molís Haʻapai-Beitrag.

Begrenzter Quellenfall
S23

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Tongan Myths and Tales

Gifford unterscheidet eigene Aufzeichnungen, Druckübersetzungen und Varianten; benannte Beiträge bleiben ihrem jeweiligen Zeugnis zugeordnet.

1924; Feldaufenthalt 1920–1921 und ältere Manuskript-/Zeitschriftenquellen.

Sprache: Englische Kompilation, stellenweise tongaischer Paralleltext

Benutzte Ausgabe

Kraus-Reprint 1971 von Bishop Museum Bulletin8

220seitiger Scan der Trent-University-Bibliothek; nur genau bezeichnete zusammenhängende Fenster gelesen.

Reprinttitel tatsächlich gesehen, ursprüngliches Publikationsjahr 1924.

Sprache: Englisch und tongaische Paralleltexte in Giffords vereinheitlichter Schreibung

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte tongaische Zeugnisse in Giffords1924-Kompilation; keine gesamtpazifische Biografie.
Verwendeter Ausschnitt
Gifford1924 im Kraus-Reprint1971, ausdrücklich benannte Erzähler/Archiv-/Druckbeiträge.
  1. Gifford: Tongan Myths and Tales — Māui-Varianten und Pulotu-Reisen

    Edward Winslow Gifford, Kompilation; benannte tongaische Erzähler und veröffentlichte Übersetzer nach Einzelnachweis · Bishop Museum Bulletin8, Honolulu 1924; vorliegender Scan des Kraus-Reprints 1971

    Titel/Reprint und Inhaltsverzeichnis, gedruckte S5–24; S153–164 bis Ende der Bootserzählung; S169 ab A Trip to Pulotu bis S173 Ende Hikuleos House tatsächlich gelesen. Sieben benannte PDF-Seiten visuell gesehen. Kein gesamtes Buch, vollständiger Faimalie-Chant oder vollständige Lupeolovalu-Erzählung.

    Deutsche Paraphrase folgt publizierter englischer Vermittlung; keine eigenständige tongaische Übersetzung. Historische Sammlerhierarchien, Migrationsvermutungen und pauschale Abwertung von Varianten nicht übernommen. Kein moderner Gemeinde-Konsens, keine heutige Zugangs-/Ritualanleitung, keine pauschale deutsche Gemeinfreiheit oder Bildlizenz behauptet. Zitierte Fremdausgaben nicht dadurch vollständig gelesen. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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