Der Gast beginnt mit einem Fehler
Pwyll jagt in seinem Land Dyfed. Er findet einen Hirsch, den fremde Hunde erlegt haben, vertreibt sie und lässt seine eigenen Hunde an die Beute. Der fremde Jäger stellt ihn zur Rede. Pwyll erkennt den Vorwurf an und fragt nach Wiedergutmachung. Der Mann ist Arawn, Herrscher von Annwn. Der Eintritt in die fremde Beziehung entsteht aus einer Korrektur, nicht aus einem Recht des Stärkeren.
Arawn schlägt einen Tausch vor: Pwyll soll ein Jahr lang dessen Erscheinung und Herrschaft übernehmen, während Arawn in Pwylls Gestalt Dyfed regiert. Beide Länder erhalten einen Stellvertreter. Fremdes Aussehen eröffnet Pwyll Macht; die angemessene Ausübung hängt davon ab, dass er die Verpflichtung versteht.
Ein heutiges Bild zur Erzählfrage

Ein Sieg verlangt, rechtzeitig aufzuhören
Arawns Gegner Hafgan muss mit einem einzigen Schlag besiegt werden. Ein zweiter würde ihm helfen. Pwyll hält sich auch dann an die Regel, als der Getroffene einen weiteren Schlag verlangt. Der Erfolg beruht auf der Grenze seines Handelns. Danach unterwerfen sich Hafgans Leute der neuen Herrschaft.
Nach dem Jahr kehrt Pwyll zurück. Seine Leute loben die Herrschaft unter seiner Gestalt. Er nimmt an, dass Arawn gut regiert hat, und will dieses Verhalten fortsetzen. Der Tausch prüft beide Vertreter; die Rückkehr verändert auch die Beurteilung der eigenen Herrschaft.
Eine andere Welt bleibt eine bewohnte Ordnung
Annwn hat in dieser Geschichte Hof, Feste, Diener und Herrschaftskonflikte. Die weißen Hunde mit roten Ohren setzen ein ungewöhnliches Zeichen. Der Begriff Anderswelt bündelt solche Fremdheit, sollte aber die erzählten sozialen Beziehungen nicht ersetzen. Der erste Zweig liefert weder einen Bauplan des Jenseits noch eine Beschreibung einer christlichen Hölle.
Auch der Zugang zum Text verändert, was sichtbar wird. Guest setzt im Aufenthalt an Arawns Hof zwei Sternchen-Auslassungen. Parkers gesondert gelesener Abschnitt I erzählt Pwylls Abstand zur Königin im gemeinsamen Bett und ihr späteres Gespräch mit Arawn. Hier stammen diese Details ausdrücklich aus Parker. Seine Methodenseite nennt die verwendeten Textgrundlagen; eine Übersetzung ist kein unmittelbar betrachtetes mittelwalisisches Manuskript.
Die nächste Korrektur kommt von Rhiannon
Zurück in Dyfed sieht Pwyll eine ruhig reitende Frau, die seine Verfolger nicht erreichen. Erst seine Bitte bringt sie zum Anhalten. Rhiannon erklärt ihre Wahl: Sie will ihn heiraten, nicht den vorgesehenen Gwawl. Die Begegnung gelingt, als Pwyll spricht und ihre Antwort hört.
Beim Fest verspricht er einem Bittsteller eine Gabe, ohne sie zu kennen. Gwawl fordert Rhiannon und das Fest. Sie entwirft die Gegenlist mit einem Beutel, dessen Nahrungsbedarf scheinbar nicht gedeckt werden kann. Pwyll kehrt verkleidet zurück und bringt Gwawl dazu, hineinzusteigen. Der Beutel nimmt Speise auf; er erzeugt sie nicht. Rhiannons Planung führt zur gewünschten Ehe, aber die Demütigung Gwawls wird im dritten Zweig nachwirken.
Das Ende stellt eine Familie durch Fürsorge wieder her
Das neugeborene Kind verschwindet. Die Wächterinnen erfinden eine Kindstötung durch Rhiannon, um ihre eigene Verantwortung abzuwehren. Pwyll hält an seiner Frau fest, lässt jedoch die auferlegte Buße bestehen. Rhiannon muss Gästen die falsche Anschuldigung erzählen und anbieten, sie auf dem Rücken in den Hof zu tragen.
Teyrnon schützt ein Fohlen vor einem nächtlichen Angreifer und findet ein Kind. Seine Frau und er ziehen den Jungen auf. Als Teyrnon die Ähnlichkeit mit Pwyll erkennt, bringen sie ihn zurück. Rhiannon gewinnt Kind und öffentliche Unschuld wieder; Pryderi wird später Nachfolger. Herrschaft steht am Schluss in einer Beziehung zu Pflege, Zeugenschaft und Anerkennung.
Fassungen und Belege unterscheiden
Werk, Überlieferung und Lesezugang
Werk
Pwyll, erster Zweig der Mabinogi
Hier der erste Zweig im benannten Guest-Zugang: Jagdfehler und Herrschaftstausch, begrenzter Kampf mit Hafgan, Rhiannons Rat und die Rückgabe des Kindes. Parkers Abschnitt I und seine Methodenseite ergänzen nur den bezeichneten Vergleich zur Königin und zu Guests Auslassungen. Es liegt keine eigene mittelwalisische Kollation vor.
Mittelalterliche literarische Überlieferung; hier keine eigene genaue Kompositionsdatierung.
Sprache: Mittelwalisisch
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Pwyll Prince of Dyved: erster Zweig in Guests historischem englischen Zugang Pwyll: Herrschaftstausch und Treue in Parkers ausgewähltem Zugang Mabinogi: Parkers benannte Übersetzungsgrundlagen
Benutzter Lesezugang
Guest / Gutenberg Nr.5160: Pwyll, erster Zweig der Mabinogi
Der Haupttext dieses Zweigs vollständig gelesen. Außerhalb stehende Fußnoten und andere Sammelbandtexte nicht mitgelesen. Zwei Sternchen-Auslassungen im Arawn-Teil werden mit einem ausdrücklich begrenzten Parker-Fenster verglichen.
Übersetzung des 19. Jahrhunderts; digitale Erstveröffentlichung 2004, Aktualisierung 2021. Konkrete Druckgrundlage hier nicht verifiziert.
Sprache: Historisches Englisch nach walisischer Überlieferung
Quellen zu diesem Lesezugang: Pwyll Prince of Dyved: erster Zweig in Guests historischem englischen Zugang
Benutzter Lesezugang
Parker: Pwyll, ausgewählter Abschnitt I
Abschnitt I vollständig und der Anfang II im Fenster 0–15100 gelesen. Übersetzer nennt White-Book-Grundlage; Anmerkungsapparat und restlicher Zweig nicht dadurch vollständig gelesen.
Webzugang ohne separat verifiziertes Änderungsdatum; Methoden-Seite nennt Buchprojekt 2007.
Sprache: Modernes Englisch nach benannten mittelwalisischen Editionen
Quellen zu diesem Lesezugang: Pwyll: Herrschaftstausch und Treue in Parkers ausgewähltem Zugang Mabinogi: Parkers benannte Übersetzungsgrundlagen
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Die vier Zweige der Mabinogi; benannte moderne Forschung und Rezeption dort, wo ausdrücklich ausgewiesen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Lady Charlotte Guest, Project Gutenberg Nr.5160, vier gesondert gelesene Haupttexte; konkrete zusätzliche Lesegrenzen stehen an den verwendeten Quellen.
- Pwyll Prince of Dyved: erster Zweig in Guests historischem englischen Zugang
Lady Charlotte Guest; digitaler Zugang Project Gutenberg Nr. 5160 · Historische Übersetzung des 19. Jahrhunderts; Project Gutenberg Nr. 5160, digitale Erstveröffentlichung 2004, Aktualisierung 2021. Konkrete Druckgrundlage hier noch nicht verifiziert.
Haupttext des ersten Zweigs vollständig: Zeichen 369377–411127 einschließlich Überschrift und Schlussformel; nicht der gesamte Sammelband.
Nur Haupttext des ersten Zweigs in dieser digitalen Guest-Ausgabe vollständig gelesen. Fußnoten außerhalb dieses Fensters, die übrigen elf Texte und mittelwalisische Handschriften nicht gelesen. Konkrete Druckgrundlage des Gutenberg-Texts im bisher betrachteten Kopf nicht eindeutig genannt; nicht ungeprüft auf 1877 datieren. Abgerufen am 2026-10-02.
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Will Parker · Moderne Webübersetzung; auf der Methoden-Seite Projektankündigung Bardic Press 2007; Webänderungsdatum nicht separat angegeben.
Klartextzeichen 0–15100: Haupttext Abschnitt I vollständig und Beginn II bis zur ersten Verfolgung der Reiterin. Nachgestellter Anmerkungsapparat ungelesen.
Modernes englisches Übersetzungsfenster, keine Volllektüre dieses Zweigs oder Anmerkungsapparats. Nur eigene kurze Paraphrase öffentlich, keine Übersetzung spiegeln. Moderne Übersetzungsentscheidungen nicht als unvermitteltes Handschriftenfoto behandeln. Abgerufen am 2026-10-02.
- Mabinogi: Parkers benannte Übersetzungsgrundlagen
Will Parker · Webseite mit Buchankündigung Bardic Press 2007; kein separat gesichertes Webänderungsdatum.
Vollständiger angebotener Methoden-Klartext mit Text Translations und Notes on translation; 4203 Zeichen.
Methodenbeschreibung des Übersetzers, keine Prüfung aller vier Übersetzungen oder der bibliografisch genannten Druckausgaben. Keine eigene mittelwalisische Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-02.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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