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MythaneumDas Museum der Mythologien

Geführter Rundgang · 4 Stationen

Ort, Anrede und menschliches Anliegen

Wie verbinden konkrete Weihungen einen göttlichen Namen mit einem Ort und einer menschlichen Handlung?

Der kurze Weg führt durch unterschiedliche lokale Zeugnisse, ohne für jeden Namen eine neue vollständige Göttergeschichte vorauszusetzen.

Die folgenden Kurzbetrachtungen bilden den Überblick. Die vollständigen Exponate sind eine zusätzliche Vertiefung und nicht in dieser Zeit enthalten.

Wie wird die Dauer geschätzt?

180–220 Wörter pro Minute, dazu 40 Sekunden Betrachtung im Überblick beziehungsweise 100 Sekunden in der Vertiefung. Überblick: 385 Wörter; Vertiefung: 4154 Wörter.

Rundgangstexte, Fragen, Übergänge und sichtbare Bildbeschriftungen; Vertiefung zusätzlich die gemeinsamen Exponat-Lesertexte mit Werk- und Figurenkontexten. Externe Lektüre und ausführliche Quellenlisten nicht eingerechnet. Betrachtungszeit geschätzt, noch nicht durch Besuchstests kalibriert. Eigene Pausen und längeres Nachlesen kommen hinzu.

Station 1 von 4

Objekt und Heiligtumsort

Vergleiche die antike Bronze mit dem ausdrücklich nachantiken Quellbild. Erst danach frage nach dem Zusammenhang von Ort, menschlicher Hoffnung und Museumsbenennung.

Bronzefigur im Vogelkopfboot im Archäologischen Museum Dijon. Gewand, angewinkelte, vorgestreckte Unterarme, Bootskörper und Vogelkopf sind als verschiedene Teile der Darstellung erkennbar.
Die als Sequana katalogisierte Bronzestatuette aus Dijon, Inv. 4690. Vom Gewand zum Boot mit Vogelkopf schauen. Foto: FULBERT, 2. Mai 2019, CC BY-SA 4.0. Das Foto zeigt die museale Präsentation, nicht die antike Aufstellung an der Quelle. Bildnachweis Bildlizenz

Genauer hinsehen: Was verbindet die katalogisierte Bronze mit den Seinequellen?

Vollständiges Exponat: Sequana: ein Objekt und die Seinequellen · Zur passenden Textstelle

Bei Borvo wird anschließend sichtbar, weshalb ähnliche Namensformen nicht jede Ortsfrage entscheiden.

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Station 2 von 4

Eine Ortsfrage bleibt offen

Unterscheide die zitierten Formen Bormoni und Borvoni vom Kartennamen Aquis Bormonis. Zwei diskutierte Orte bleiben zwei Möglichkeiten, auch wenn einer einen passenden Inschriftenbeleg besitzt.

Sechs Zeilen zu Sulis, Sirona, Grannus, Belenus, Borvo und Nemetona: jeweiliger Quellenzugang, konkrete Benennung und Grenze einer gemeinsamen Anrede. Keine Abstammungs- oder Rangordnung.
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Sechs unterschiedliche Anreden

Sulis: RIB 144 und 146 bieten Sulis beziehungsweise Sulis Minerva und verschiedene menschliche Anliegen.

Sirona: CF-GeS-1114 und 1023 halten alleinige und gemeinsame Anrede mit Apollo auseinander.

Grannus: Apollini Granno steht in Lupa 6425; der spätere Kirchturm ist kein bewiesener antiker Quellort.

Belenus: Belino ist in Lupa 18652 ausgeschrieben; ein anderer Altar bewahrt nur B mit ergänzender Auflösung.

Borvo: Bormoni und Borvoni werden nach Hofeneder jeweils mit Damona angerufen; daraus folgt keine überall gleiche Paarordnung.

Nemetona: CF-GeS-1034 und 1035 bieten alleinige beziehungsweise gemeinsame Anrede mit Mars.

Eigene Übersicht über sechs lokale Anredekontexte. Registerbezeichnungen und ausgewählte lateinische Formen nach den genannten Editionen; keine Steinabklatsche oder vollständige Kultinventur. Menschen, Fundorte, Wiederverwendung und Gottheiten bleiben unterscheidbar. Grafik vergrößern Textgrundlage

Genauer hinsehen: Welche Unsicherheit muss eine Karte sichtbar machen?

Vollständiges Exponat: Borvo und Bormo: Schreibweisen an konkreten Orten · Zur passenden Textstelle

Sirona führt danach von der offenen Ortszuordnung zu zwei unterschiedlichen Weihansprachen.

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Station 3 von 4

Zwei Anreden, verschiedene Kontexte

Stelle die einzelne Sirona-Weihung der gemeinsamen Anrede mit Apollo gegenüber. Halte Stifter, Namensform, Fundgeschichte und moderne Bearbeitung des Steins auseinander.

Sechs Zeilen zu Sulis, Sirona, Grannus, Belenus, Borvo und Nemetona: jeweiliger Quellenzugang, konkrete Benennung und Grenze einer gemeinsamen Anrede. Keine Abstammungs- oder Rangordnung.
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Sechs unterschiedliche Anreden

Sulis: RIB 144 und 146 bieten Sulis beziehungsweise Sulis Minerva und verschiedene menschliche Anliegen.

Sirona: CF-GeS-1114 und 1023 halten alleinige und gemeinsame Anrede mit Apollo auseinander.

Grannus: Apollini Granno steht in Lupa 6425; der spätere Kirchturm ist kein bewiesener antiker Quellort.

Belenus: Belino ist in Lupa 18652 ausgeschrieben; ein anderer Altar bewahrt nur B mit ergänzender Auflösung.

Borvo: Bormoni und Borvoni werden nach Hofeneder jeweils mit Damona angerufen; daraus folgt keine überall gleiche Paarordnung.

Nemetona: CF-GeS-1034 und 1035 bieten alleinige beziehungsweise gemeinsame Anrede mit Mars.

Eigene Übersicht über sechs lokale Anredekontexte. Registerbezeichnungen und ausgewählte lateinische Formen nach den genannten Editionen; keine Steinabklatsche oder vollständige Kultinventur. Menschen, Fundorte, Wiederverwendung und Gottheiten bleiben unterscheidbar. Grafik vergrößern Textgrundlage

Genauer hinsehen: Was unterscheidet die einzelne Sirona-Anrede von Apollo und Sirona?

Vollständiges Exponat: Sirona: ein Kultbild aus Hochscheid · Zur passenden Textstelle

Bei Rosmerta werden die gemeinsame Anrede und die verschiedenen Bildzuschreibungen zuletzt an einem eigenständigen Profil geprüft.

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Station 4 von 4

Eigenständig neben Mercurius

Beginne mit der Wormser Weihform Rosmert(a)e neben Mercurius. Vergleiche sie anschließend mit den verschieden sicheren Bildidentifizierungen von Paris und Dijon.

Kopflose Steinfigur Rosmertas aus Paris mit Fruchtkorb, Gewandfalten und fragmentiertem Attribut; moderne Museumsaufstellung vor heller Wand.
Rosmerta aus dem Musée Carnavalet, Paris; konkrete Aufnahme CGLV_CARAP0864-02_001. Vom Korb über den Arm zu den erhaltenen Attributresten schauen; Fehlstellen bleiben unverändert. CC0 Paris Musées / Musée Carnavalet – Histoire de Paris. Bildnachweis Bildlizenz

Genauer hinsehen: Warum ist gemeinsames Auftreten keine bloße Begleiterinnenrolle?

Vollständiges Exponat: Rosmerta: eigene Attribute und gemeinsame Bilder · Zur passenden Textstelle

Im nächsten Raum untersuchst du, wie kurze Texte und einzelne Namen zu vorsichtigen Aussagen führen.

Zum Abschluss →

Was sich auf diesem Weg verändert hat

Die übrigen sechs Profile bleiben über die drei Raumgruppen erreichbar. Der anschließende Raum „Was kurze Quellen erlauben“ fragt nach literarischer Perspektive, Namensform und begrenztem Schluss.

Weiter: Was kurze Quellen erlauben

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