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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Verethragna: Sieg hat zehn Gestalten

Wind, Tiere und Menschen erscheinen im Warharan Yasht als Formen derselben wirksamen Kraft. Ihr Sieg betrifft auch Denken und Reden. Eine unterschiedliche Vogelübersetzung zeigt, weshalb die Gestalten keine einfache Bildvorlage sind.

12–14 Minuten Lesezeit

Zehn Erscheinungen tragen dieselbe Kraft

Zarathushtra fragt nach dem am besten bewaffneten göttlichen Wesen. Die Antwort des Warharan Yasht führt nicht nur zu einem Krieger mit einer Waffe. Verethragna erscheint als Wind, Rind, Pferd, Kamel und Eber, dann als junger Mensch, Vogel, Widder, ziegenartiges Wildtier und bewaffneter Mann.

Die Folge wird durch wiederholte Formeln verbunden: Die Erscheinungen bringen Kraft und Herrlichkeit. Jede hat eigene körperliche Möglichkeiten, doch keine erhält hier eine unabhängige Lebensgeschichte. Die Zehnerfolge ist die Struktur dieses Hymnus, keine allgemeine Liste aller denkbaren Gestalten iranischer Gottheiten.

Der Vogel ist kein sicherer Rabe

Darmesteter übersetzt die siebte Erscheinung als Raben. Gherardo Gnoli bezeichnet den vārəγna dagegen als Falken beziehungsweise Greifvogel. Der Unterschied betrifft schon die sichtbare Vorstellung: Ein modernes Bild könnte mit der Wahl einer Tierart eine Unsicherheit verdecken.

In der benutzten alten Fassung stehen an mehreren Stellen Fragezeichen oder Lücken. Diese sind kein Anlass, fehlende Attribute frei als antike Gewissheit zu ergänzen. Die Station benennt deshalb den Vogel und die unterschiedlichen Übersetzungszugänge; sie behauptet keine eigenständig geklärte zoologische Identität.

Siegen kann auch bedeuten, eine Antwort zu finden

Nach der Gestaltenfolge bittet Zarathushtra um siegreiches Denken, Sprechen, Handeln, Vortragen und Antworten. Die Kraft wird damit nicht allein an einem Schlachtfeld wirksam. Der Text verspricht zudem Gesundheit, körperliche Stärke und außergewöhnlich scharfe Wahrnehmung.

Gnoli deutet die Rede- und Antwortsiege vor dem Hintergrund älterer verbaler Wettkämpfe. Das ist seine historische Einordnung, kein hier neu rekonstruierter Wettkampf. Der ausdrücklich gelesene Hymnus genügt bereits, um die verkürzte Vorstellung eines ausschließlich militärischen Siegesgottes zu korrigieren.

Eine Feder verspricht Schutz

In den folgenden Abschnitten fragt Zarathushtra nach Hilfe gegen feindliche Worte. Die Antwort schreibt einer Vogelfeder Schutz und eine abschreckende Wirkung zu. Danach bindet der Hymnus den Ausgang einer Begegnung von Heeren an die richtige Anrufung der wirksamen Kraft.

Das Museum beschreibt die Feder als Bestandteil dieser religiösen Rede. Es macht daraus weder einen überprüften Schutzgegenstand noch eine heutige Ritualanleitung. Auch die Übersetzungsanmerkung zum Werfen von Federn lässt Unsicherheit erkennen; sie ist kein gesicherter Bericht über jede historische Praxis.

Wiederholungen öffnen einen Vergleich

Die Abschnitte 48–53 ähneln den Schlussformeln des Tištar Yasht: richtige Verehrung, Schutz des Landes und der Verlust heilender Kraft bei unzulässiger Teilnahme. Gnoli bespricht den Hymnus als zusammengesetzte Überlieferung und die Schwierigkeit, für jede Wiederholung eine sichere Richtung der Übernahme festzustellen.

Tištrya erscheint außerdem in drei Formen, die auch hier vorkommen: junger Mensch, Rind und weißes Pferd. Die gemeinsame Bildsprache macht die beiden Figuren nicht identisch. Ihre eigenen Hymnen organisieren verschiedene Aufgaben: Erscheinungen und Sieg hier, die Freisetzung von Wasser dort.

Erscheinungsform, Vergleich und Kommentar sind verschiedene Stimmen

Die zehn Erscheinungsformen gehören zur benannten Hauptfigur. Die Vogelfederrede, der Saena-Vergleich und die Klage über die Seele des Rindes haben daneben eigene Rollen. Tiervergleiche tragen Sehschärfe oder Schnelligkeit; das Museum macht daraus keine zoologisch geprüften Leistungsangaben.

Darmesteters Anmerkungen verbinden Vogelbilder mit Sīmurgh, nennen Rudabah, Rustam und Isfendyar und führen eine Widdergeschichte von Ardashir und Ardavan an. Das sind ausdrücklich vermittelte Vergleiche. Sie ersetzen keine zusätzlich gelesenen Epos- oder Kārnāmag-Passagen. Dasselbe gilt für die als Quellenverweise genannten antiken und neueren Autoren.

Vogel, Rind und Überlieferungsrollen

Rolle im Hymnus oder KommentarErzählter ZusammenhangStelle bei Darmesteter
Der Varenjana-Vogel und seine FederDie Vogelform trägt Schnelligkeit; später versprechen Feder und Knochen Schutz. Die Anmerkung verbindet Varenjana mit Varaghna.14.19–21, 34–40; Anmerkung 29
Saena in Verethraghnas VergleichDer große Saena-Vogel und wasserreiche Wolken dienen als Bilder für Verethraghnas Wirken an Haus und Herde. Darmesteter nennt dazu in der Anmerkung den Simurgh.14.41; Anmerkung 36
Die Seele des Rindes in der SiegeshymneVerethraghna beklagt, dass die weise Seele des Rindes nicht angemessen verehrt werde, während Daevas und ihre Verehrer Blut vergießen.14.54–56; Anmerkung 46
Strength und Victory als begleitende SchutzmächteAuf Hörnern und Stirn der Erscheinungsformen stehen Strength und Victory; die Kampfrede segnet sie als zwei Bewahrende und Erhaltende.14.7, 9, 44–45
Die Vyambura-DaevasSie bringen mit Daeva-Verehrern die benannten Pflanzen und Hölzer ans Feuer; ihre erhofften Schläge misslingen.14.55–56; Anmerkung 47
Kara-Fisch, Pferd und Geier als SehbilderZarathushtra erhält in der Rede Sehschärfe nach den Vergleichen mit dem Kara-Fisch unter Wasser, dem Pferd in regnerischer Nacht und dem fern sehenden Geier.14.29, 31, 33
Väter, Söhne, Geschwister, Athravans und SchülerDie mächtige Rede soll nur vom Vater an den Sohn, zwischen Brüdern derselben Mutter oder vom Athravan an den Schüler weitergegeben werden.14.46

Bittende, Betroffene und die Stimme des Übersetzers

Rolle im Hymnus oder KommentarErzählter ZusammenhangStelle bei Darmesteter
Die unbenannten kriegerischen BittstimmenFederträger, ein Fürst und seine Söhne sowie weitere Ich-Stimmen verbinden Schutz mit dem Wunsch, das nachrückende Heer zu zerschlagen.14.37–38, 42–46, 57–60
Die in der Siegeshymne AusgeschlossenenDie Rede schließt als Mörder, sexuell oder religiös abgewertet bezeichnete Menschen von den Gaben aus und droht bei Verstoß mit dem Entzug der Heilkraft und kollektivem Unheil.14.51–53
Daeva-Verehrer in Verethraghnas BlutklageSie werden neben den Daevas als blutvergießende und am Feuer handelnde Gegenseite genannt; ihre erhoffte Gewalt misslingt.14.54–56
Die bedrohten Heere der SiegeshymneAufgestellte Heere, Verfolgte und Vertragsbrecher sind Ziel der Trennungs-, Tötungs- und Lähmungsbilder. Die Schlussformeln führen die Bedrohung einzelner Kämpfer bis zur kollektiven Katastrophe.14.43–48, 53, 57–60, 62–63
Rinder und menschliche Abhängigkeit im SchlusslobDas Rind wird mit Kraft, Nahrung, Kleidung und Ackerbau verbunden. Die Anmerkung erläutert eine Lesart von Versorgung des Rindes und dessen Gegengabe.14.61; Anmerkung 56
Ardashir in Darmesteters WiddervergleichDer Übersetzer vergleicht den Widder mit einer Erzählung, in der ein Widder Ardashir auf der Flucht folgt und der Übergang königlicher Glory gedeutet wird.Anmerkung 21 zu 14.23
Ardavan in Darmesteters WiddervergleichArdavan erkennt in der vom Übersetzer angeführten Geschichte den Widder als Zeichen, dass die königliche Glory zu seinem Rivalen übergeht.Anmerkung 21 zu 14.23

Die Fachbegriffe lösen einige Fragen und lassen andere offen

Gnoli benennt den mit Verethraghna verbundenen Vanaintī Uparatāt. Seine Beschreibung des Vogels als Greifvogel steht neben Darmesteters älterem raven. Bei den Vyamburas geht die Abweichung weiter: Darmesteters Wortlaut spricht von Daevas neben ihren menschlichen Verehrern; Gnoli beschreibt die Vyamburas als unbekanntes Volk. Beide Einordnungen werden bezeichnet, ohne aus dieser Gegenüberstellung allein eine sichere Wort- oder Volksidentität abzuleiten.

Der Saena-Vogel hat außerdem einen anderen Vergleichsrahmen. Goldman nennt in der Ortsfolge des Rashn Yasht den Saena-Baum; Kreyenbroek berichtet vom jährlichen Vermischen seiner Samen mit Wasser durch den Vogel und ihrer Verteilung durch Tištrya. Die jeweilige Quelle bleibt sichtbar. Die Vogelrolle ist keine ungeprüfte Gleichsetzung mit Karshipta oder jeder späteren Sīmurgh-Erzählung.

Die konkret benannten Rollen dieses Vergleichs

Rolle im FachartikelWas der benannte Zugang erläutertStelle
Vanaintī Uparatāt im Bahrām-FachartikelGnoli nennt Vanaintī Uparatāt als siegreichen Vorrang, mit dem Verethraghna verbunden ist; Darmesteters Rahmenformeln verwenden crushing Ascendant.Absatz In the Avesta; 14.0, 64
Kavis und Karapans als Gegnerbezeichnungen im FachartikelGnoli nennt Kavis und Karapans unter den Gegnerkategorien Verethraghnas.Absatz In the Avesta

Sēn und Sēnmurw bleiben nach ihren Belegen beschrieben

Schmidt referiert widersprüchliche mittelpersische Einordnungen: ein sehr großer Vogel, ein eierlegender Vogel und eine fledermausartige Gestalt mit Zähnen und säugender Ernährung. Er deutet diesen Befund als Zusammentreffen verschiedener Vorstellungen. Das ist keine Aufforderung, die Körperangaben zu einer einzigen verlässlichen Anatomie zusammenzubauen.

Auch die Zuordnung einer sasanidischen Mischgestalt mit Hundekopf und Vogelmerkmalen bleibt ein Forschungsvorgang. Schmidt beschreibt Darstellungen und schlägt Ursachen für ihre Entstehung vor; einzelne astrale oder königliche Erklärungen nennt er unsicher. Hier wird sein Bericht erschlossen. Eine eigene Betrachtung der erwähnten Münzen, Reliefs und Stoffe ist damit nicht behauptet.

Die Figur in ihren Quellen

Verethragna

Eigenes Verethragna-Profil für Yasht 14. Der benannte jüngere avestische Hymnus ist das Ausgangszeugnis; spätere Warahrān-/Bahrām-Profile werden nicht aus dem Namen vollständig rekonstruiert. Die Vogelgestalt vārəγna bleibt zoologisch und übersetzungsgeschichtlich begrenzt. Indra, Viṣṇu und armenischer Vahagn werden nicht zu Aliasidentitäten erklärt.

Zehn Erscheinungen tragen dieselbe Kraft
Yasht 14.1–27

Der Vogel ist kein sicherer Rabe
Yasht 14.19–21 und zugehörige unsichere Anmerkungen; Absatz zur Zehnerfolge und Vogelgestalt vārəγna

Siegen kann auch bedeuten, eine Antwort zu finden
Yasht 14.28–33; Absatz After the description of the incarnations of the god

Eine Feder verspricht Schutz
Yasht 14.34–46, besonders Anmerkungen zu 44

Wiederholungen öffnen einen Vergleich
Yasht 14.17, 7, 9 und 48–53; Yasht 8.13–34 und 56–61; Absatz The Bahrām yašt appears to be something of a patchwork

Figuren und Namen in den Textstellen

Die Namen führen zu den besprochenen Szenen und Quellen. Eine kurze Nennung, eine Herkunftsangabe und eine ausgeführte Handlung bleiben unterschiedliche Rollen. Ähnliche Namen ergeben keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Vogel, Rind und Überlieferungsrollen

Der Varenjana-Vogel und seine Feder

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Vogelform trägt Schnelligkeit; später versprechen Feder und Knochen Schutz. Die Anmerkung verbindet Varenjana mit Varaghna.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Der Varenjana-Vogel und seine Feder bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.19–21, 34–40; Anmerkung 29 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Saena: Vogelvergleich und Samenbaum

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Saena in Verethraghnas Vergleich bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.41; Anmerkung 36 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Die Seele des Rindes in der Siegeshymne

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Verethraghna beklagt, dass die weise Seele des Rindes nicht angemessen verehrt werde, während Daevas und ihre Verehrer Blut vergießen.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die Seele des Rindes in der Siegeshymne bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.54–56; Anmerkung 46 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Strength und Victory als begleitende Schutzmächte

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Auf Hörnern und Stirn der Erscheinungsformen stehen Strength und Victory; die Kampfrede segnet sie als zwei Bewahrende und Erhaltende.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Strength und Victory als begleitende Schutzmächte bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.7, 9, 44–45 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Vyambura: eine unterschiedlich eingeordnete Gegnergruppe

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die Vyambura-Daevas bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.55–56; Anmerkung 47 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Kara-Fisch, Pferd und Geier als Sehbilder

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Zarathushtra erhält in der Rede Sehschärfe nach den Vergleichen mit dem Kara-Fisch unter Wasser, dem Pferd in regnerischer Nacht und dem fern sehenden Geier.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Kara-Fisch, Pferd und Geier als Sehbilder bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.29, 31, 33 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Väter, Söhne, Geschwister, Athravans und Schüler

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die mächtige Rede soll nur vom Vater an den Sohn, zwischen Brüdern derselben Mutter oder vom Athravan an den Schüler weitergegeben werden.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Väter, Söhne, Geschwister, Athravans und Schüler bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.46 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Bittende, Betroffene und die Stimme des Übersetzers

Die unbenannten kriegerischen Bittstimmen

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Federträger, ein Fürst und seine Söhne sowie weitere Ich-Stimmen verbinden Schutz mit dem Wunsch, das nachrückende Heer zu zerschlagen.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die unbenannten kriegerischen Bittstimmen bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.37–38, 42–46, 57–60 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Die in der Siegeshymne Ausgeschlossenen

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Rede schließt als Mörder, sexuell oder religiös abgewertet bezeichnete Menschen von den Gaben aus und droht bei Verstoß mit dem Entzug der Heilkraft und kollektivem Unheil.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die in der Siegeshymne Ausgeschlossenen bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.51–53 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Daeva-Verehrer in Verethraghnas Blutklage

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Sie werden neben den Daevas als blutvergießende und am Feuer handelnde Gegenseite genannt; ihre erhoffte Gewalt misslingt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Daeva-Verehrer in Verethraghnas Blutklage bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.54–56 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Die bedrohten Heere der Siegeshymne

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Aufgestellte Heere, Verfolgte und Vertragsbrecher sind Ziel der Trennungs-, Tötungs- und Lähmungsbilder. Die Schlussformeln führen die Bedrohung einzelner Kämpfer bis zur kollektiven Katastrophe.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die bedrohten Heere der Siegeshymne bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.43–48, 53, 57–60, 62–63 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Rinder und menschliche Abhängigkeit im Schlusslob

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Das Rind wird mit Kraft, Nahrung, Kleidung und Ackerbau verbunden. Die Anmerkung erläutert eine Lesart von Versorgung des Rindes und dessen Gegengabe.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Rinder und menschliche Abhängigkeit im Schlusslob bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 14.61; Anmerkung 56 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Ardashir in Darmesteters Widdervergleich

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Der Übersetzer vergleicht den Widder mit einer Erzählung, in der ein Widder Ardashir auf der Flucht folgt und der Übergang königlicher Glory gedeutet wird.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Ardashir in Darmesteters Widdervergleich bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht Anmerkung 21 zu 14.23 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Ardavan in Darmesteters Widdervergleich

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Ardavan erkennt in der vom Übersetzer angeführten Geschichte den Widder als Zeichen, dass die königliche Glory zu seinem Rivalen übergeht.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Ardavan in Darmesteters Widdervergleich bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht Anmerkung 21 zu 14.23 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Die Fachbegriffe lösen einige Fragen und lassen andere offen

Saena: Vogelvergleich und Samenbaum

Profil: Saena beim Samenbaum in zwei Fachzugängen

Leitfrage: Welche zusätzliche Zuordnung ist belegt und welche Frage bleibt offen?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Goldman, kosmografische Gruppe II, Vers 17; Kreyenbroek, letzter Hauptabsatz · Kreyenbroek: Schöpfung, Vermischung und Trennung · Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

Vyambura: eine unterschiedlich eingeordnete Gegnergruppe

Profil: Unterschiedliche Klassifikation in Übersetzung und Fachartikel

Leitfrage: Welche zusätzliche Zuordnung ist belegt und welche Frage bleibt offen?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter 14.55–56; Gnoli, Absatz After the description of the incarnations · Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

Die konkret benannten Rollen dieses Vergleichs

Vanaintī Uparatāt im Bahrām-Fachartikel

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Gnoli nennt Vanaintī Uparatāt als siegreichen Vorrang, mit dem Verethraghna verbunden ist; Darmesteters Rahmenformeln verwenden crushing Ascendant.

Leitfrage: Welcher Name gehört nach dem Fachartikel zur begleitenden Vorrangsformel?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absatz In the Avesta · Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

Vanaintī Uparatāt im Bahrām-Fachartikel

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Gnoli nennt Vanaintī Uparatāt als siegreichen Vorrang, mit dem Verethraghna verbunden ist; Darmesteters Rahmenformeln verwenden crushing Ascendant.

Leitfrage: Welcher Name gehört nach dem Fachartikel zur begleitenden Vorrangsformel?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 14.0, 64 · Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

Kavis und Karapans als Gegnerbezeichnungen im Fachartikel

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Gnoli nennt Kavis und Karapans unter den Gegnerkategorien Verethraghnas.

Leitfrage: Wie bleibt eine Gegnerkategorie vom gleichlautenden Titel anderer Erzählfiguren unterschieden?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absatz In the Avesta · Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

Sēn und Sēnmurw bleiben nach ihren Belegen beschrieben

Saena: Vogelvergleich und Samenbaum

Profil: Sēn und Sēnmurw in Schmidts quellenkritischem Vergleich

Leitfrage: Welche zusätzliche Quellenrolle wird hier ausdrücklich unterschieden?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absätze 36–38 und 48–64 · Schmidt: Sīmurgh im Epos und in mystischer Literatur

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Warharan Yasht: Erscheinungen und Arten von Sieg

Darmesteters Yasht 14.0–64 verbindet zehn Erscheinungen, Siege in Rede und Denken sowie die Federpassage. Gnolis andere Bestimmung des Vogels bleibt sichtbar; die deutsche Erklärung behauptet keine gesicherte Tierart.

Überlieferter jüngerer avestischer Hymnus; benutzter englischer Webzugang nennt die amerikanische Ausgabe von 1898 und digitale Bearbeitung 1995. Keine Datierung einer kosmischen Erzählzeit.

Sprache: Avestisch; benutzter Zugang auf Englisch

Benutzte Ausgabe

Darmesteters englischer Zugang: Yasht 14.0–64

Yasht 14.0–64 vollständig im bezeichneten Umfang gelesen. Schreibweisen der digitalen Ausgabe vereinheitlicht; Lücken und Fragezeichen bleiben erhalten. Das Datum des benutzten Übersetzungszugangs ist kein Entstehungsdatum des Hymnus.

Überlieferter jüngerer avestischer Hymnus; benutzter englischer Webzugang nennt die amerikanische Ausgabe von 1898 und digitale Bearbeitung 1995. Keine Datierung einer kosmischen Erzählzeit.

Sprache: Historische englische Übersetzung; keine eigene avestische Kollation

Überlieferter Text

Tištar Yasht: Erwartung, Niederlage und Wasser

Der bereits erschlossene Yasht 8 dient dem begrenzten Vergleich wiederkehrender Gestalten. Die Tištrya-Handlung wird dadurch weder zu einer zweiten Verethragna-Biografie noch zu einer festgelegten Entwicklungsstufe desselben Hymnus.

Überlieferter jüngerer avestischer Hymnus; benutzter englischer Webzugang nennt die amerikanische Ausgabe von 1898 und digitale Bearbeitung 1995. Keine Datierung einer kosmischen Erzählzeit.

Sprache: Avestisch; benutzter Zugang auf Englisch

Benutzte Ausgabe

Darmesteters englischer Zugang: Yasht 8.0–62

Yasht 8.0–62 vollständig im bezeichneten Umfang gelesen. Schreibweisen der digitalen Ausgabe vereinheitlicht; Lücken und Fragezeichen bleiben erhalten. Das Datum des benutzten Übersetzungszugangs ist kein Entstehungsdatum des Hymnus.

Überlieferter jüngerer avestischer Hymnus; benutzter englischer Webzugang nennt die amerikanische Ausgabe von 1898 und digitale Bearbeitung 1995. Keine Datierung einer kosmischen Erzählzeit.

Sprache: Historische englische Übersetzung; keine eigene avestische Kollation

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ein ausdrücklich benannter jüngerer avestischer Hymnus; historische englische Übersetzung und gesonderte Forschung
Verwendeter Ausschnitt
Darmesteters englischer Yasht 14.0–64; begrenzter Vergleich mit Yasht 8 und Gnolis benanntem Forschungsabschnitt.
  1. Warharan Yasht: Zehn Erscheinungen und verschiedene Arten von Sieg

    James Darmesteter (Übers.); digitale Webedition Joseph H. Peterson, avesta.org · Webkopf: Sacred Books of the East, American Edition, 1898; digitale Edition 1995, Schreibweisen vereinheitlicht. Kein unabhängig kollationierter Druck oder avestischer Handschriftenzeuge.

    Webkopf und Yasht 14.0–64 vollständig gelesen; 42–64 zusätzlich im gespeicherten Text. Alle zehn Gestalten 2–27, Siege im Denken und Reden 28–33, Vogelfeder 34–46, Kriegs- und Ritualpassagen 47–64. Die sichtbaren Fragezeichen einzelner Wörter sind Teil des benutzten Übersetzungszugangs.

    Historische englische Übersetzung, keine eigene avestische Kollation und keine gesamte Avesta-Lektüre. Lücken und Fragezeichen des Übersetzers bleiben Unsicherheit; historische Feindbilder und ausschließende Ritualvorschriften sind Aussagen des Textes, keine heutige Anleitung oder Aussage über alle heutigen Gemeinden. Digitale Bearbeitung nicht als freie Lizenz aller Seiteninhalte ausgegeben. Der als raven übersetzte Vogel wird nicht als sicher bestimmte Tierart behandelt: Gnoli nennt vārəγna einen Falken beziehungsweise Greifvogel. Die Sanskrit-Vergleiche der Forschung sind keine unabhängig gelesenen indischen Primärtexte. Abgerufen am 2026-10-03.

  2. Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

    Gherardo Gnoli · Encyclopaedia Iranica III/5, S. 510–513; benutzter Untereintrags-Webkopf ohne eigenes Publikationsdatum, keine genauere Jahresangabe aus dem Druck selbst geprüft

    Bibliografischer Kopf und Hauptabsätze von BAHRĀM, original meaning bis zum Ende des Absatzes The Bahrām yašt appears to be something of a patchwork tatsächlich gelesen: Epitheta, zehn Gestalten, Rede-/Denksiege, Federpassagen und wiederholte Textblöcke. Evolution of Bahrām und spätere Regionalabschnitte nicht als vollständige Lektüre ausgegeben.

    Forschung über jüngere avestische Texte, keine selbstständige indo-iranische Rekonstruktion. Behauptete Ursprünge und entwicklungsgeschichtliche Reihenfolgen als Interpretation benennen. Die Tierbestimmung des vārəγna weicht von Darmesteters raven ab; keine gesicherte zoologische Identität oder Gleichsetzung mit indischen Gestalten. Abgerufen am 2026-10-03.

  3. Tištar Yasht: Ein Stern verliert und gewinnt den Regenkampf

    James Darmesteter (Übers.); digitale Webedition Joseph H. Peterson, avesta.org · Webkopf: Sacred Books of the East, American Edition, 1898; digitale Edition 1995, Schreibweisen vereinheitlicht. Kein unabhängig kollationierter Druck oder avestischer Handschriftenzeuge.

    Webkopf und Yasht 8.0–62 vollständig gelesen, der Schluss 56–62 zusätzlich im gespeicherten Text. Besonders 13–34 (drei Gestalten, Niederlage, namentliche Anrufung durch Ahura Mazdā, Sieg und Verteilung des Wassers), 39–40 und 50–55 (weitere Gegner).

    Historische englische Übersetzung, keine eigene avestische Kollation und keine gesamte Avesta-Lektüre. Lücken und Fragezeichen des Übersetzers bleiben Unsicherheit; historische Feindbilder und ausschließende Ritualvorschriften sind Aussagen des Textes, keine heutige Anleitung oder Aussage über alle heutigen Gemeinden. Digitale Bearbeitung nicht als freie Lizenz aller Seiteninhalte ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-03.

  4. Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

    Leon Goldman · Encyclopaedia Iranica; veröffentlicht 3. Oktober 2012; aktualisiert 5. September 2013

    Bibliografischer Kopf und gesamter Haupttext RAŠNU und THE RAŠN YAŠT, einschließlich sieben Gruppen der Kosmografie und Schlusssatz, tatsächlich im gespeicherten Text gelesen. Keine Prüfung aller 13 Manuskripte oder sämtlicher bibliografischer Werke.

    Goldman vermittelt konkurrierende Deutungen von Name und varah, unter anderem Pirarts sacrificial space; keine selbst gelesene Pirart-Monografie. Seine 39-Verse-Zählung und Darmesteters 0–40-Zugang bleiben getrennt. Moderne Sternidentifikationen nicht als im Hymnus enthaltene moderne Karte ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-03.

  5. Kreyenbroek: Schöpfung, Vermischung und Trennung

    Philip G. Kreyenbroek · Encyclopaedia Iranica VI/3, 1993, S. 303–307; Webfassung aktualisiert 14. August 2013

    Bibliografischer Kopf und vollständiger Hauptartikel von The orthodox myth bis zum Ende von Earth, mountains, and plants tatsächlich gelesen. Bibliografie nur angezeigter Anfang; keine Lektüre aller zitierten Werke.

    Forschungsdarstellung, kein eigener mittelpersischer Textzeuge. Rekonstruktionen eines vor-zoroastrischen Opfermodells bleiben Hypothesen des Autors. Die hier verwendeten Greater-Bundahishn-Verweise folgen Anklesaria und werden nicht als West-Kapitelnummern übernommen. Keine Feldbeobachtung heutiger Gemeinden. Abgerufen am 2026-10-03.

  6. Schmidt: Sīmurgh im Epos und in mystischer Literatur

    Hanns-Peter Schmidt · Encyclopaedia Iranica; veröffentlicht 20. Juli 2002, aktualisiert 19. Juli 2013

    Kopf und die früher dokumentierten begrenzten Webabschnitte zu Namen, früheren Texten, Interpretation und epischen/mystischen Funktionen tatsächlich gelesen. Die Grenze früherer Gestaltvorstellungen wird am Absatz beginnend We do not know how Ferdowsi festgemacht. Der weitere Artikel ist nicht als eigene belegte Gesamtlektüre registriert. Bibliografie und dort zitierte Originale sind keine selbst gelesene Bibliothek.

    Schmidts avestische/mittelpersische Quellen sowie Mohl- und ʿAṭṭār-Zugang hier vermittelt. Astronomische, biologische und historische Rekonstruktionen ausdrücklich Forschungsdeutungen; nicht sichere Merkmale des Eposvogels. Gleichnamiger feindlicher Vogel, Helferin und mystischer König keine automatische einheitliche Biografie. Hauptfigurfrage braucht zusätzlich tatsächlich gelesene Primärausschnitte. Keine ursprüngliche literarische Visualisierung belegt. Abgerufen am 2026-10-04.

  7. Agathangelos: Fassungen, hagiografischer Aufbau und Grenzen der Kultnachrichten

    Robert W. Thomson · Encyclopaedia Iranica I/6, S. 607–608, veröffentlicht 15. Dezember 1984; Website nennt Aktualisierung 6. Juni 2018.

    Vollständiger Hauptartikel einschließlich Bibliografie gelesen. Armenische A-Fassung in zweiter Hälfte des fünften Jahrhunderts, A- und V-Versionen, behauptete Augenzeugenschaft, chronologische Verdichtung, biblische/hagiografische Muster, Erez und zusammenfassende Götterbezeichnungen.

    Die Zusammenfassung ersetzt nicht den selbst gelesenen historischen französischen Text. Abweichende Gruppierung von Gottheiten sichtbar lassen; keine starre überall geltende Pantheonliste herstellen. Genannte Handschriften und moderne Gesamtausgaben nicht unabhängig gelesen. Nur eigene deutsche Erläuterung und Verlinkung; keine freie Volltext-Reproduktionslizenz belegt. Abgerufen am 2026-10-04.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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