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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Vāyu: Welche Seite des Windes wird angerufen?

Ahura Mazdā selbst bittet Vāyu um Hilfe. Der Ram Yasht verehrt ausdrücklich den Anteil, der dem guten Geist gehört; ein mittelpersischer Jenseitsweg unterscheidet guten und schlechten Vae.

13–15 Minuten Lesezeit

Sogar Ahura Mazdā bittet um Hilfe

Der Ram Yasht beginnt mit der Bitte um Vāyus Beistand. Unter den Bittenden steht Ahura Mazdā selbst: Er möchte die Schöpfung Angra Mainyus schlagen, während die Schöpfung des guten Geistes unversehrt bleiben soll. Vāyu gewährt diese Bitte. Der Hymnus macht seine Macht sichtbar, indem sogar der Schöpfer sich an ihn wendet.

Doch die Formel verehrt ausdrücklich nur den Anteil Vāyus, der Spenta Mainyu gehört. Das steht bereits in Abschnitt 5 und wird am Schluss wiederholt. Die Begrenzung ist Teil des Textes. Sie darf weder zu einer bloß freundlichen Naturgewalt verkürzt noch zum Beweis einer in ganz Iran einheitlichen höchsten Gottheit erweitert werden.

Eine grausame Bitte wird abgewiesen

Aži Dahāka tritt mit denselben prunkvollen Opferbedingungen auf wie andere Bittende: goldener Sitz, goldene Überdachung und Gaben. Er möchte die sieben Weltregionen von Menschen leeren. Vāyu verweigert ihm die erbetene Gunst. Danach bittet Thraetaona, Aži Dahāka zu überwinden, und erhält Hilfe.

Die Reihe enthält auch andere Anliegen. Hutaosa bittet, im Haus Vishtaspas geliebt und gut aufgenommen zu werden; junge Frauen wünschen einen verständigen Mann, der sie gut behandeln werde. Der Hymnus verbindet also kriegerische und häusliche Hoffnungen. Er berichtet keine nachgewiesenen historischen Erfolge dieser Anrufungen.

Die Namen reichen über beide Schöpfungen

In den Abschnitten 43 und 44 erklärt Vāyu seine Namen dadurch, dass er die Schöpfungen des guten und des bösen Geistes erreicht oder schlägt. Weitere Namen bezeichnen Vorwärts- und Rückwärtsbewegung, Trennen und Zusammenführen, Waffenstärke und Wohlergehen. Die lange Reihe zeigt, wie verschieden seine Wirksamkeit vorgestellt wird.

Darmesteter gibt die erste Namensdeutung als Durchqueren beider Welten wieder; Malandra betont das Verfolgen oder Erreichen. Die Unterschiede betreffen den Textzugang, nicht zwei sicher rekonstruierte alte Lebensgeschichten. Malandra hält Teile der Namensliste für eine späte redaktionelle Zusammenstellung. Diese Einordnung bleibt seine Forschungsdeutung.

Am Jenseitsweg treten guter und schlechter Vae auseinander

Eine andere Unterscheidung ist im Mēnōg ī Xrad unmittelbar lesbar. Am vierten Morgen nach dem Tod helfen Srosh, der gute Vae und Warharan beim Weg zur Chinwad-Brücke. Dagegen stehen Astwihad, der schlechte Vae und weitere bedrohliche Mächte. Die beiden Vae haben in dieser Szene entgegengesetzte Aufgaben.

Malandra stellt daneben weitere avestische und mittelpersische Belege zu Schutz und Tod. Diese zusätzlichen Werke sind hier über seinen Forschungsbericht zugänglich. Die Station trennt diesen vermittelten Überblick vom selbst gelesenen mittelpersischen Weg. Sie behauptet weder, sämtliche älteren Hymnen enthielten schon zwei klar getrennte Vāyu-Figuren, noch eine überall identische Entwicklung.

Wind, Raum und Rām sind keine einfache Namensliste

Malandra unterscheidet Vāyu vom ebenfalls belegten Vāta, der auch das gewöhnliche Windphänomen bezeichnet. Er diskutiert außerdem spätere Vorstellungen von Wāy als Raum und Zusammenhänge mit Zeit. Solche kosmologischen Rekonstruktionen können mehrere Textkontexte erklären; sie ergeben kein für alle Überlieferungen verbindliches System.

Auch der Titel Ram Yasht verlangt Vorsicht. Die Eingangs- und Schlussanrufung der benutzten Darmesteter-Fassung nennt Rama Hvastra neben Vayu. Malandra betont dagegen die fehlende Rolle Rāmans im eigentlichen Hymnus und eine unklare Verbindung beider Gestalten. Die Station hält diese verschiedenen Ebenen offen. Ein ähnlicher Titel oder späterer Vergleich reicht nicht, um Rāman, Vāta und Vāyu überall als dieselbe Person zu behandeln.

Wiederkehrende Namen tragen andere Bitten

Haoshyangha, Yima, Azi Dahaka, Thraetaona, Keresaspa und Husravah begegnen auch in Anāhitās Hymnus. Ihre Wiederkehr macht die einzelnen Anliegen vergleichbar: Keresaspa bittet hier um Rache für Urvakhshaya und um Gewalt gegen Hitaspa, während der Ābān Yasht seinen Wunsch gegen Gandarewa nennt. Die Lebensläufe werden dadurch nicht beliebig austauschbar.

Neben den Helden bitten Hutaosa und eine Gruppe junger Frauen um gutes Zusammenleben. Die spätere Namensanrufung richtet sich auch an Verwundete und Gefesselte. Die lange Reihe von Vāyus Selbstbenennungen bleibt eine Rede derselben Gestalt; sie wird nicht in Dutzende weitere Götter aufgeteilt.

Benannte Bitten und ihre Angehörigen

Rolle im Hymnus oder KommentarErzählter ZusammenhangStelle bei Darmesteter
Takhma Urupa im Rām YashtEr bittet um Sieg über Daevas und Menschen, Yatus und Pairikas und darum, Angra Mainyu als Pferd dreißig Jahre um die Erde zu reiten. Die Bitte wird gewährt.15.11–13
UrvakhshayaKeresaspa nennt ihn als Bruder, den er rächen möchte.15.28
HitaspaKeresaspa möchte Hitaspa schlagen und an seinen Wagen jochen; die Gunst wird gewährt.15.28–29
AurvasaraEr opfert am Weißen Wald und bittet darum, Husravah möge ihn nicht treffen und er selbst möge entkommen. Danach enthält die Übersetzung einen gegenläufigen Satz über Husravahs Zuschlagen und schließlich die Gewährungsformel.15.31–33
HutaosaDie Frau aus dem Naotara-Haus mit vielen Brüdern bittet darum, im Haus König Vishtaspas geliebt und gut aufgenommen zu werden. Ihre Bitte wird gewährt.15.35–37
Hutaosas Naotara-Haus und unbenannte BrüderDie Herkunftsangabe bestimmt Hutaosa über das Naotara-Haus und viele Brüder.15.35
Die jungen Bittstellerinnen im Rām YashtDie als sexuell unerfahren beschriebenen jungen Frauen wünschen einen jungen, schönen, kundigen, redegewandten Mann, der sie lebenslang gut behandelt und mit dem sie Kinder bekommen. Die Gunst wird gewährt.15.39–41

Schutzrollen und Stellen mit offener Namensfrage

Rolle im Hymnus oder KommentarErzählter ZusammenhangStelle bei Darmesteter
Die erbetenen Ehemänner der BittstellerinnenDie Männer sind zunächst über die gewünschten Eigenschaften und das erhoffte Zusammenleben bestimmt.15.40–41
Tyrann, Ashemaogha und GefangenführendeVāyus Namen werden gegen einen angreifenden Landesherrscher, einen religiös als Ashemaogha abgewerteten Gegner und bei Fesselung oder Verschleppung angerufen.15.49–52
Die Gefesselten in Vāyus SchutzanrufungMenschen werden in Fesseln gehalten, gelegt oder fortgeschleppt; die Anrufung verspricht ihre Flucht aus den Händen der Bewachenden und aus dem Gefängnis.15.52
Der unbenannte Wasserverteiler im Rām YashtDie Anrufung gilt den Wassern und demjenigen, der sie verteilt.15.1 und Wiederholungen
Peace und Weal in der AnrufungDie Anrufung wendet sich an Peace mit freundlichem Atem und an Weal als zwei gemeinsam genannte Größen.15.1
Ahura in der Gandarewa-ZeileNach Keresaspas Bitte nennt die Übersetzung den unter Wasser lebenden Gandarewa als Sohn Ahuras in der Tiefe und als alleinigen Herrn der Tiefe.15.28
Hausgemeinschaft und opfernde Stimme im Rām YashtDie Anrufung gilt dem Haus, seinem Herrn und dem Gaben darbringenden Menschen; später fragt eine Stimme nach der richtigen Verehrung und die Antwort richtet sich an Zarathushtra.15.1, 54–58

Zwei Stellen lassen sich nicht glatt weitererzählen

Aurvasara will in Darmesteters Vers 32 vor Husravah entkommen. Gleich danach steht jedoch ein Satz, Husravah und die anderen sollten ihn treffen; anschließend folgt die Gewährungsformel. Ohne einen weiteren kollationierten Text lässt sich daraus keine bruchlose Geschichte sicher herstellen. Die Station bewahrt die widersprüchliche Anschlussformulierung als Grenze dieses Zugangs.

Unmittelbar nach Keresaspas Bitte um Rache für seinen Bruder und gegen Hitaspa nennt die Übersetzung den im Wasser lebenden Gandarewa als Sohn Ahuras in der Tiefe. Die Namen werden erhalten, aber weder Hitaspa und Gandarewa noch dieser Ahura und Ahura Mazda allein aus der Nachbarschaft der Sätze gleichgesetzt.

Auch die Selbstnamen Vāyus enthalten Unsicherheit: Ainiva und Keredharisha tragen bei Darmesteter Fragezeichen. Sie bleiben unsichere Namensformen derselben Rede. Die Anrufung verehrt ausdrücklich den zum guten Geist gehörenden Anteil, obwohl Vāyu seine Reichweite über beide Schöpfungen beschreibt.

Guter und schlechter Vae verlangen genaue Quellenangaben

Im Mēnōg ī xrad stehen der gute und der schlechte Vae auf verschiedenen Seiten des Weges. Astwihad wird dort neben dem schlechten Vae genannt. Malandra bespricht dagegen eine Bundahishn-Stelle, die Astwihād als schlechten Wāy bezeichnet. Die unterschiedlichen Zuordnungen werden nach Textstelle bewahrt.

Auch der Titel Rām Yasht ist nicht schon eine Gleichsetzung aller Namen. Die benutzte digitale Fassung nennt Rama Hvastra in den Rahmenformeln 0 und 58. Malandra schreibt, Rāman werde im Hymnus nicht genannt. Die Abweichung des abgegrenzten Text- beziehungsweise Begriffsgebrauchs wird kenntlich gehalten; sie wird weder durch Weglassen der Rahmenformeln noch durch eine unbewiesene Absichtserklärung des Forschers geglättet.

Der gute Vae als Begleiter

Benannte RolleErzählter oder referierter ZusammenhangStelle
Der gute Vae im ausgewählten JenseitswegDer gute Vae hilft mit Srosh und Warharan beim Weg der Seele. Malandra erläutert die Unterscheidung von gutem und schlechtem Wāy in den mittelpersischen Texten.2.115; Absätze zur Unterscheidung des Good Wāy und Bad Wāy

Der schlechte Vae und die unterschiedliche Zuordnung

Benannte RolleErzählter oder referierter ZusammenhangStelle
Der schlechte Vae im ausgewählten JenseitswegDer Mēnōg ī xrad nennt den schlechten Vae unter den Gegnern neben Astwihad. Malandra bespricht daneben eine Bundahishn-Formulierung, die Astwihād als schlechten Wāy bezeichnet.2.115; Absätze zur Todesrolle und zitiertem Bundahishn

Windbezeichnung und Eigenname bleiben unterscheidbar

Malandras Sprachabsatz unterscheidet Vāta von Vāyu. Der Bahrām-Artikel verknüpft dagegen den Windgestaltwechsel mit der knappen Form Vāta (Vayu). Diese beiden Fachformulierungen werden bezeichnet, ohne die Unterschiede in Wortgebrauch und Textfunktion durch eine einzige Aliasliste zu ersetzen.

Die konkret benannten Rollen dieses Vergleichs

Rolle im FachartikelWas der benannte Zugang erläutertStelle
Vāta im vergleichenden WindbefundMalandra unterscheidet Vāta als Gottheit und Windbezeichnung von Vāyu als Eigennamen. Gnoli verbindet Verethraghnas Windform mit der knappen Benennung Vāta (Vayu).Einleitender Sprachabsatz; Absatz zu den Gestaltwechseln

Die Figur in ihren Quellen

Vāyu

Eigenes iranisches Vāyu-Profil mit den benannten Namensformen Vayu und später Wāy/Vae. Vāta als Naturphänomen und Gottheit, Rāman/Rām, indischer Vāyu und bildliche Kušan-Zuweisungen nicht pauschal zu einer Aliasidentität zusammengezogen. Guter und schlechter Vae bleiben konkret auf den mittelpersischen Text bezogene Unterscheidungen.

Sogar Ahura Mazdā bittet um Hilfe
Yasht 15.1–5 und 57–58

Eine grausame Bitte wird abgewiesen
Yasht 15.19–25 und 35–41

Die Namen reichen über beide Schöpfungen
Yasht 15.42–48; Namensdeutung 43–44; Absätze über Redaktion und Epitheta 43–48

Am Jenseitsweg treten guter und schlechter Vae auseinander
Mēnōg ī Xrad 2.114–120, nach West; Absätze zur ambivalenten Natur, Vendidad und gutem/schlechtem Wāy

Wind, Raum und Rām sind keine einfache Namensliste
Einleitung; Raum-/Zeitmodelle; Abschnitt zum Titel Rām Yasht und Rāman; Yasht 15.0 und 58

Figuren und Namen in den Textstellen

Die Namen führen zu den besprochenen Szenen und Quellen. Eine kurze Nennung, eine Herkunftsangabe und eine ausgeführte Handlung bleiben unterschiedliche Rollen. Ähnliche Namen ergeben keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Benannte Bitten und ihre Angehörigen

Takhma Urupa im Rām Yasht

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Er bittet um Sieg über Daevas und Menschen, Yatus und Pairikas und darum, Angra Mainyu als Pferd dreißig Jahre um die Erde zu reiten. Die Bitte wird gewährt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Takhma Urupa im Rām Yasht bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.11–13 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Urvakhshaya

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Keresaspa nennt ihn als Bruder, den er rächen möchte.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Urvakhshaya bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.28 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Hitaspa

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Keresaspa möchte Hitaspa schlagen und an seinen Wagen jochen; die Gunst wird gewährt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Hitaspa bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.28–29 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Aurvasara

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Er opfert am Weißen Wald und bittet darum, Husravah möge ihn nicht treffen und er selbst möge entkommen. Danach enthält die Übersetzung einen gegenläufigen Satz über Husravahs Zuschlagen und schließlich die Gewährungsformel.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Aurvasara bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.31–33 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Hutaosa

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Frau aus dem Naotara-Haus mit vielen Brüdern bittet darum, im Haus König Vishtaspas geliebt und gut aufgenommen zu werden. Ihre Bitte wird gewährt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Hutaosa bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.35–37 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Hutaosas Naotara-Haus und unbenannte Brüder

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Herkunftsangabe bestimmt Hutaosa über das Naotara-Haus und viele Brüder.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Hutaosas Naotara-Haus und unbenannte Brüder bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.35 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Die jungen Bittstellerinnen im Rām Yasht

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die als sexuell unerfahren beschriebenen jungen Frauen wünschen einen jungen, schönen, kundigen, redegewandten Mann, der sie lebenslang gut behandelt und mit dem sie Kinder bekommen. Die Gunst wird gewährt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die jungen Bittstellerinnen im Rām Yasht bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.39–41 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Schutzrollen und Stellen mit offener Namensfrage

Die erbetenen Ehemänner der Bittstellerinnen

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Männer sind zunächst über die gewünschten Eigenschaften und das erhoffte Zusammenleben bestimmt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die erbetenen Ehemänner der Bittstellerinnen bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.40–41 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Tyrann, Ashemaogha und Gefangenführende

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Vāyus Namen werden gegen einen angreifenden Landesherrscher, einen religiös als Ashemaogha abgewerteten Gegner und bei Fesselung oder Verschleppung angerufen.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Tyrann, Ashemaogha und Gefangenführende bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.49–52 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Die Gefesselten in Vāyus Schutzanrufung

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Menschen werden in Fesseln gehalten, gelegt oder fortgeschleppt; die Anrufung verspricht ihre Flucht aus den Händen der Bewachenden und aus dem Gefängnis.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Die Gefesselten in Vāyus Schutzanrufung bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.52 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Der unbenannte Wasserverteiler im Rām Yasht

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Anrufung gilt den Wassern und demjenigen, der sie verteilt.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Der unbenannte Wasserverteiler im Rām Yasht bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.1 und Wiederholungen · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Peace und Weal in der Anrufung

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Anrufung wendet sich an Peace mit freundlichem Atem und an Weal als zwei gemeinsam genannte Größen.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Peace und Weal in der Anrufung bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.1 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Ahura in der Gandarewa-Zeile

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Nach Keresaspas Bitte nennt die Übersetzung den unter Wasser lebenden Gandarewa als Sohn Ahuras in der Tiefe und als alleinigen Herrn der Tiefe.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Ahura in der Gandarewa-Zeile bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.28 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Hausgemeinschaft und opfernde Stimme im Rām Yasht

Profil: Konkrete Rolle im bezeichneten Hymnenfenster

Die Anrufung gilt dem Haus, seinem Herrn und dem Gaben darbringenden Menschen; später fragt eine Stimme nach der richtigen Verehrung und die Antwort richtet sich an Zarathushtra.

Leitfrage: Was trägt diese Stelle zur Rolle von Hausgemeinschaft und opfernde Stimme im Rām Yasht bei?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Darmesteter, Yasht 15.1, 54–58 · Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

Der gute Vae als Begleiter

Der gute Vae im ausgewählten Jenseitsweg

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Der gute Vae hilft mit Srosh und Warharan beim Weg der Seele. Malandra erläutert die Unterscheidung von gutem und schlechtem Wāy in den mittelpersischen Texten.

Leitfrage: Welche spätere Schutzrolle unterscheidet die Quelle ausdrücklich von einer schädigenden?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.115 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Der gute Vae im ausgewählten Jenseitsweg

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Der gute Vae hilft mit Srosh und Warharan beim Weg der Seele. Malandra erläutert die Unterscheidung von gutem und schlechtem Wāy in den mittelpersischen Texten.

Leitfrage: Welche spätere Schutzrolle unterscheidet die Quelle ausdrücklich von einer schädigenden?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absätze zur Unterscheidung des Good Wāy und Bad Wāy · Malandra: Vāyu zwischen Schutz, Tod und verschiedenen kosmologischen Deutungen

Der schlechte Vae und die unterschiedliche Zuordnung

Der schlechte Vae im ausgewählten Jenseitsweg

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Der Mēnōg ī xrad nennt den schlechten Vae unter den Gegnern neben Astwihad. Malandra bespricht daneben eine Bundahishn-Formulierung, die Astwihād als schlechten Wāy bezeichnet.

Leitfrage: Warum kann eine Namensbeziehung in verschiedenen Texten unterschiedlich ausfallen?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.115 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Der schlechte Vae im ausgewählten Jenseitsweg

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Der Mēnōg ī xrad nennt den schlechten Vae unter den Gegnern neben Astwihad. Malandra bespricht daneben eine Bundahishn-Formulierung, die Astwihād als schlechten Wāy bezeichnet.

Leitfrage: Warum kann eine Namensbeziehung in verschiedenen Texten unterschiedlich ausfallen?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absätze zur Todesrolle und zitiertem Bundahishn · Malandra: Vāyu zwischen Schutz, Tod und verschiedenen kosmologischen Deutungen

Die konkret benannten Rollen dieses Vergleichs

Vāta im vergleichenden Windbefund

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Malandra unterscheidet Vāta als Gottheit und Windbezeichnung von Vāyu als Eigennamen. Gnoli verbindet Verethraghnas Windform mit der knappen Benennung Vāta (Vayu).

Leitfrage: Welche Namen müssen neben dem Wort für den Wind unterschieden werden?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Einleitender Sprachabsatz · Malandra: Vāyu zwischen Schutz, Tod und verschiedenen kosmologischen Deutungen

Vāta im vergleichenden Windbefund

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Malandra unterscheidet Vāta als Gottheit und Windbezeichnung von Vāyu als Eigennamen. Gnoli verbindet Verethraghnas Windform mit der knappen Benennung Vāta (Vayu).

Leitfrage: Welche Namen müssen neben dem Wort für den Wind unterschieden werden?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absatz zu den Gestaltwechseln · Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Ram Yasht: Vāyu und die verehrte Seite

Darmesteters Yasht 15.0–58 umfasst Bitten, Namensreihen und die ausdrücklich verehrte Seite Vāyus. Der Titel Rām Yasht allein beweist keine überall identische Aliasfigur. Weitere von Malandra besprochene Texte sind hier Forschungszugänge.

Jüngere avestische Textüberlieferung; historische Übersetzungsausgabe laut Webkopf 1898.

Sprache: Avestisch; benutzter englischer Zugang

Benutzte Ausgabe

Darmesteter: Yasht 15.0–58

Nur Yasht 15.0–58 im angegebenen Zugang gelesen. Andere Übersetzer, Werkdatierung und Zählung bleiben ausdrücklich getrennt.

Jüngere avestische Textüberlieferung; historische Übersetzungsausgabe laut Webkopf 1898.

Sprache: Tatsächlich benutzte englische Übersetzung, keine eigene Kollation

Überlieferter Text

Mēnōg ī Xrad: Weg und unparteiische Waage

Im gelesenen West-Ausschnitt 2.110–163 stehen guter und schlechter Vae auf verschiedenen Seiten des Jenseitswegs. Dieses spätere Doppelprofil wird mit der avestischen Anrufung verglichen, ohne alle Wind-, Raum- und Todesvorstellungen zu einem System zu glätten.

West, Sacred Books of the East 24, 1885; vermutete Werkdatierung der Webeinleitung von diesem Übersetzungsdatum unterschieden.

Sprache: Mittelpersische Überlieferung; historischer englischer Zugang

Benutzte Ausgabe

West: Mēnōg ī Xrad 2.110–163, nach West

Nur Mēnōg ī Xrad 2.110–163, nach West im angegebenen Zugang gelesen. Andere Übersetzer, Werkdatierung und Zählung bleiben ausdrücklich getrennt.

West, Sacred Books of the East 24, 1885; vermutete Werkdatierung der Webeinleitung von diesem Übersetzungsdatum unterschieden.

Sprache: Tatsächlich benutzte englische Übersetzung, keine eigene Kollation

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte avestische und mittelpersische Textschichten mit gesonderter moderner Forschung
Verwendeter Ausschnitt
Darmesteter, Yasht 15.0–58; West, Mēnōg ī Xrad 2.110–163; Malandras weiterer Forschungsüberblick bleibt von eigenständiger Primärlektüre getrennt.
  1. Ram Yasht: Vāyus Hilfe und die ausdrücklich verehrte Seite

    James Darmesteter (Übers.); Webedition Joseph H. Peterson, avesta.org · Webkopf: Sacred Books of the East, American Edition, 1898. Datierung des alten Hymnus davon verschieden; kein selbst kollationierter Druck.

    Webkopf und Yasht 15.0–58 vollständig gelesen. Besonders 2–5 (Bitte Ahura Mazdās und Verehrung des Spenta-Mainyu-Anteils), 19–25 (verweigerte/gewährte Bitte), 35–41 (Frauen als Bittende), 42–48 (Namen und beide Schöpfungen), 49–58 (Schutzanrufung, Goldattribute und Schluss).

    Historical English translation through a digital edition, not a new Avestan/Pahlavi translation or independently collated manuscript. Ritual promises, violence and judgments remain historical religious statements; no contemporary practical prescription or uniform belief of all communities. Each locator follows its named edition, not silently another numbering. Der Titel Rām Yasht beweist keine in allen Texten einheitliche Aliasidentität Rāman/Vāyu. Noch nicht gelesene Vendidad-/Aogemadaeca-Texte werden lediglich als durch Malandra vermittelte Forschung benannt. Abgerufen am 2026-10-03.

  2. Malandra: Vāyu zwischen Schutz, Tod und verschiedenen kosmologischen Deutungen

    William W. Malandra · Encyclopaedia Iranica; Veröffentlicht 17. September 2014; aktualisiert 20. Juli 2015

    Bibliografischer Kopf und gesamter Haupttext vom Lemma VĀYU bis zum letzten Absatz zur gemeinsamen Bittendenfolge in Yasht 5 und 15 tatsächlich gelesen. Bibliografie nur als Referenzliste, nicht sämtliche Werke selbst gelesen.

    Primordiale Raum-/Zeitmodelle, Zurvanismus, Rivalensekten und rekonstruierte indo-iranische Doppelprofile sind benannte Forschungspositionen, kein allgemein gesichertes Pantheonsystem. Vendidad/Aogemadaeca und GrBd in diesem Paket nicht unabhängig gelesen; kein Buchbeleg allein durch sekundäres Zitat. Abgerufen am 2026-10-03.

  3. Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

    E. W. West (Übers.); digitale Transkription Joseph H. Peterson · Webkopf: Sacred Books of the East 24, Oxford, 1885. Webintro nennt vermutete Kompilation im 6. Jahrhundert nach Boyce; keine eigene Datierungsprüfung aller Handschriften.

    Bibliografischer Kopf und Kapitel 2.110–163 tatsächlich gelesen: drei Nächte, vierter Morgen, guter/schlechter Vae, Srosh, Mihr und Rashn, unparteiische Waage und Übergang der Seelen. Nur diese Passage, nicht das ganze Buch.

    Historical English translation through a digital edition, not a new Avestan/Pahlavi translation or independently collated manuscript. Ritual promises, violence and judgments remain historical religious statements; no contemporary practical prescription or uniform belief of all communities. Each locator follows its named edition, not silently another numbering. Webseitige wahrscheinliche Werkdatierung nicht mit Übersetzungsjahr verwechselt. Malandras Rašn-Artikel verweist für diesen Zusammenhang auf MX 1.71ff. in einem anderen Übersetzungszugang; hier gelten die selbst gelesenen West-Locatoren 2.114ff. Abgerufen am 2026-10-03.

  4. Ābān Yasht: Wasser, Bitten und Anāhitā

    James Darmesteter (Übers.); digitale Webedition Joseph H. Peterson, avesta.org · Webkopf: Sacred Books of the East, American Edition, 1898; digitale Edition 1995, Schreibweisen vereinheitlicht. Kein unabhängig kollationierter Druck oder avestischer Handschriftenzeuge.

    Webkopf und Yasht 5.0–133 vollständig gelesen. Besonders 1–8 (Wasser und Körper), 17–31 (gewährte und verweigerte Bitten), 85–96 (Anrufung und Ausschlüsse) sowie 120–133 (vier Wetterpferde und reich geschmückte Gestalt). Keine Lektüre des gesamten Khorda Avesta.

    Historische englische Übersetzung, keine eigene avestische Kollation und keine gesamte Avesta-Lektüre. Lücken und Fragezeichen des Übersetzers bleiben Unsicherheit; historische Feindbilder und ausschließende Ritualvorschriften sind Aussagen des Textes, keine heutige Anleitung oder Aussage über alle heutigen Gemeinden. Digitale Bearbeitung nicht als freie Lizenz aller Seiteninhalte ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-03.

  5. Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

    Gherardo Gnoli · Encyclopaedia Iranica III/5, S. 510–513; benutzter Untereintrags-Webkopf ohne eigenes Publikationsdatum, keine genauere Jahresangabe aus dem Druck selbst geprüft

    Bibliografischer Kopf und Hauptabsätze von BAHRĀM, original meaning bis zum Ende des Absatzes The Bahrām yašt appears to be something of a patchwork tatsächlich gelesen: Epitheta, zehn Gestalten, Rede-/Denksiege, Federpassagen und wiederholte Textblöcke. Evolution of Bahrām und spätere Regionalabschnitte nicht als vollständige Lektüre ausgegeben.

    Forschung über jüngere avestische Texte, keine selbstständige indo-iranische Rekonstruktion. Behauptete Ursprünge und entwicklungsgeschichtliche Reihenfolgen als Interpretation benennen. Die Tierbestimmung des vārəγna weicht von Darmesteters raven ab; keine gesicherte zoologische Identität oder Gleichsetzung mit indischen Gestalten. Abgerufen am 2026-10-03.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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