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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Rašnu: Kann die Waage einen König bevorzugen?

Rašnu wird im Yasht zur Anrufung an vielen Weltorten gesucht. Der spätere Mēnōg ī Xrad lässt Rašn Taten wägen, ohne einem König mehr Gewicht zu geben als dem geringsten Menschen.

13–15 Minuten Lesezeit

Ein Richter soll zur Wahrheitsprobe kommen

Der Rashn Yasht lässt Ahura Mazdā eine Anrufung erklären. In Darmesteters Übersetzung sollen Feuer, Zweigbündel, Milch und Öle für ein var bereitstehen; dann wird Rashnu um Beistand gebeten. Die Fassung nennt dieses var eine ordeal, eine Wahrheitsprobe oder ein Gottesurteil. Die gestellte Frage ist nicht nur, wer Recht hat, sondern wer die Wahrheit zuverlässig erkennen kann.

Leon Goldman zeigt, dass die Deutung umstritten ist. Neben der verbreiteten Lesart als Prüfung nennt er Pirarts Auffassung eines Opferraums. Selbst die Anweisung zu den Zweigen klingt in den Übersetzungszugängen verschieden: Darmesteter schreibt von einem dreizweigigen Baresman gegen den Sonnenweg, Goldman von einem Drittel entlang des Sonnenwegs. Die Station legt solche Unterschiede offen und baut daraus keine rekonstruierte Versuchsanleitung.

Den Richter kann kein Weltort ausschließen

Nach den Anrufungen zählt der Hymnus mögliche Aufenthaltsorte Rašnus auf. Die Formel führt durch sieben Weltregionen, zum Meer Vouru-Kasha und zum Baum mit Pflanzensamen, dann in Gebirge und zu Sternen, Mond und Sonne. Wo immer er sich befindet, soll der Wahrnehmende zur Bitte kommen.

In dieser Folge werden Anāhitās Strom und Tištryas Stern ausdrücklich genannt. Das verbindet Figuren innerhalb desselben Textes, ohne sie gleichzusetzen. Goldman ordnet die Orte als stilisierte Kosmografie. Die Station liest die Folge als religiöse Weltbeschreibung und Anspruch auf umfassende Anwesenheit; sie gibt sie nicht als heutige Landkarte oder genaue Sternkarte aus.

Name und Text lassen mehrere Zugänge zu

Malandra erläutert Rašnu und sein Beiwort razišta aus dem Bedeutungsfeld des Geraden und Gerechten. Goldman stellt dazu unterschiedliche Namensübersetzungen vor: Gerechtigkeit, Richter und Orientierung. Die sprachliche Erklärung hilft beim Verständnis, ersetzt jedoch nicht die konkrete Handlung einer Textstelle.

Auch die Zählung verlangt Aufmerksamkeit. Goldman beschreibt einen Zusammenhang mit 39 Versen und einem Schlussvers 38; Darmesteters benutzte digitale Fassung läuft bis 40 und markiert Abschnitt 38 ausdrücklich als dunkel. Alle Belegstellen dieser Seite folgen dem jeweils genannten Zugang. Eine modern übersetzte Passage darf deshalb nicht unter derselben Nummer als wortgleicher älterer Text erscheinen.

Am vierten Morgen zählt der Rang nicht

Der Mēnōg ī Xrad beschreibt die Seele nach dem Tod zunächst drei Nächte lang beim Körper. Am vierten Morgen führt der gefährliche Weg zur Chinwad-Brücke. Mihr, Srosh und Rashn wirken an der Entscheidung mit; Rashn wägt an einer Waage, die keiner Seite einen Gefallen tut.

Der Text wird ungewöhnlich ausdrücklich: Nicht einmal um eine Haarbreite darf sie sich ungerecht bewegen. Einen Herrscher oder König behandelt sie wie den geringsten Menschen. Gewogen werden die Taten, nicht der gesellschaftliche Rang. Das ist der Anspruch dieser religiösen Jenseitsrede, keine Behauptung, historische Gerichte hätten immer entsprechend gehandelt.

Die Rechnung ist mehr als eine einzige Szene

Das Dādestān ī Dēnīg fragt im dreizehnten Kapitel, ob gute und schlechte Handlungen einfach gegeneinander aufgerechnet werden. Die Antwort unterscheidet bereits gesühnte Verfehlungen und die verbleibende Bilanz. Im folgenden Kapitel haben Vohuman, Mihr, Srosh und Rashnu verschiedene Aufgaben; für die Rechnung der drei Nächte nennt Wests Fassung Srosh und Rashnu.

Solche Erläuterungen erweitern das Profil des Richters, ohne jeden Text auf dieselbe Erzählung zu reduzieren. Die Waage des mittelpersischen Werks, die Anrufung des Yasht und die moderne Deutung ihrer Wörter bleiben verschiedene Belege. Gerade dadurch erhält Rašnu ein eigenes Profil neben Mithra als Vertragshüter und Sraoša als Beschützer.

Auf dem Weg begegnet die Seele auch sich selbst

Der Mēnōg ī xrad nennt Frazishto und Nizishto als Gegner und Vizaresh als denjenigen, der die böse Seele bindet. Der gerechten Seele treten dagegen die eigenen guten Taten als sprechende junge Frau entgegen. Sie deutet ihre Schönheit selbst über das frühere Handeln: Schutz vor Unterdrückung, Hilfe für Gäste und Wahrrede statt Bestechung.

Nach dem schweren Weg folgt Fürsorge. Die himmlischen Wesen fragen nach dem Erlebten; Ohrmazd lässt die Fragen beenden und ordnet Ruhe und Nahrung an. Die Zusage nennt ausdrücklich gerechte Männer und Frauen. Die verglichene Passage (2.110–163) endet mit der Erkenntnis der bösen Seele an der Brücke.

Die Fragen des Dādestān ī dēnīg verteilen Zuständigkeiten: Vohuman zählt im Leben dreimal täglich, Mihr beaufsichtigt Versprechen, Srosh und Rashnu wirken an der dreitägigen Rechnung, und Ohrmazd kennt die abschließende Rechnung. Diese Folge ist keine einzelne für jedes Werk identische Gerichtsszene.

Wahrheitsprobe, Gegner und sprechende eigene Taten

Benannte RolleErzählter oder referierter ZusammenhangStelle
Saoka im Rashn YashtSaoka, von Mazda geschaffen, begleitet in der Anrufung das hilfreiche Kommen Ahura Mazdas und Rašnus neben Wind und königlicher Glory.12.4, 6
Frazishto im Mēnōg ī xradFrazishto erscheint als Dämon unter den Gegnern der Seele auf ihrem Weg zur Chinwad-Brücke.2.115
Nizishto im Mēnōg ī xradNizishto wird neben Frazishto als weiterer dämonischer Gegner beim Aufstieg der Seele genannt.2.115
Vizaresh im Mēnōg ī xradAm vierten Tag bindet Vizaresh die Seele des Bösen mit einer Schlinge und führt sie trotz Sroshs Widerstand zur Brücke, wo Rashn ihre Bosheit erkennt.2.158–163
Die sprechende Gestalt der eigenen guten TatenDie guten Taten treten der gerechten Seele als schöne junge Frau entgegen. Sie erklärt sich selbst als die guten Gedanken, Worte und Werke der verstorbenen Person und erinnert an Fürsorge und Wahrrede.2.123–139
Die gerechten Seelen des ausgewählten JenseitswegsDie Seele wartet drei Nächte, passiert mit Sroshs Hilfe die weite Brücke, begegnet den eigenen Taten und erreicht über gute Gedanken, Worte und Werke das Licht. Die abschließende Zusage nennt ausdrücklich Mann und Frau.2.114–157

Betroffene, Fürsorge und die Fragen der Rechnung

Benannte RolleErzählter oder referierter ZusammenhangStelle
Die erschrockenen Seelen des ausgewählten JenseitswegsDie Seele des Bösen irrt und klagt drei Tage und Nächte, sieht ihre Verfehlungen und wird von Vizaresh zur Prüfung geführt.2.158–163
Die himmlische BegrüßungsgruppeEngel und Erzengel befragen den Ankommenden. Ohrmazd unterbricht die Fragen nach dem schweren Weg und ordnet Nahrung, Ruhe und einen geschmückten Thron an.2.147–157
Die Menschen im Rückblick der TatengestaltUnterdrückte, bedürftige Gäste aus Nähe und Ferne, räuberische oder bestechliche Handelnde und falsche Zeugen machen den Rückblick auf die eigenen Entscheidungen konkret.2.131–135
Hund und Vogel am vergänglichen KörperDie Belehrung nennt Hund und Vogel am Körper, bevor sie die dreitägige Nähe der Seele beschreibt.2.110–114
Fragende und antwortende Stimmen der RechnungFragen nach Ausgleich, Zuständigkeiten und dreitägigem Ritual steuern die Antworten. Sie unterscheiden vorläufige Rechnung, Schutz und endgültige Reinigung.13.1–4, 14.1–8, 28.1–7
Die an Verfehlungen gebundenen StrafgeisterDie Antwort verknüpft die Strafe einer Seele mit dem Geist, mit dem ihre Verfehlung verbunden ist, und unterscheidet die Stufen bis zur Reinigung.14.6–8

Die Forschung benennt Helfer und markiert eine ergänzte Rahmenfigur

Goldman nennt Dāmōiš Upamana unter den an der Wahrheitsprobe beteiligten Größen. Darmesteters ältere Fassung gibt an dieser Stelle eine anders klingende englische Wendung wieder. Gnoli referiert dazu eine Namenserklärung und eine Verbindung mit Verethraghna. Die unterschiedlichen Zugänge werden genannt, statt aus jeder englischen Wendung eine weitere sicher verschiedene Person zu machen.

Die Frage am Anfang kommt nach Goldman von einem unbenannten Wahrhaftigen, vermutlich Zarathushtra; Darmesteter setzt den vermuteten Namen in Klammern. Auch Goldmans Geschwisterreihe mit der mazdayasnianischen Daēnā ist ein ausdrücklich referierter Yasht-17-Beleg. Beides sind genau bezeichnete Ergänzungen, keine Lizenz für einen überall geltenden Familienbaum.

Die konkret benannten Rollen dieses Vergleichs

Rolle im FachartikelWas der benannte Zugang erläutertStelle
Dāmōiš Upamana in den FachartikelnGoldman nennt Dāmōiš Upamana unter den Mitwirkenden der Wahrheitsprobe. Gnoli beschreibt ihn als alter ego Verethraghnas und referiert Gershevitchs Namenserklärung.Erster Hauptabsatz; THE RAŠN YAŠT, Absatz zu Versen 3–8
Xvarənah und königliche Glory im FachvergleichGoldman nennt die Glory der Kauui-Dynastie unter den Mitwirkenden der Wahrheitsprobe; Gnoli führt eine Vogelform des Xvarənah als Vergleich an.THE RAŠN YAŠT, Absatz zu Versen 3–8; Absatz zu den Gestaltwechseln
Die mazdayasnianische Daēnā im Goldman-ReferatIm über Goldman erschlossenen Yasht-17-Beleg steht die Daēnā mit Sraosha, Mithra und Aši in Rašnus Geschwisterreihe; als Eltern werden Ahura Mazdā und Ārmaiti genannt.RAŠNU, genealogischer Absatz
Der unbenannte Wahrhaftige im Rashn YashtDie eröffnende Frage kommt nach Goldman von einem nicht namentlich identifizierten Wahrhaftigen, vermutlich Zarathushtra; Darmesteter ergänzt Zarathushtra in Klammern.THE RAŠN YAŠT, erster Handlungsabsatz; 12.1–2

Die Figur in ihren Quellen

Rašnu

Eigenes Rašnu-Profil; Rashnu/Rašnu und mittelpersischer Rašn bleiben benannte, textbezogene Namensprofile. Keine Gleichsetzung mit indischem Varuṇa, keine sichere historische Ordaltechnik aus unklaren Ritualwörtern und keine Rückprojektion jeder späteren Waagenbeschreibung in Yasht 12.

Ein Richter soll zur Wahrheitsprobe kommen
Yasht 12.3–6; RAŠNU, Diskussion von varah; THE RAŠN YAŠT, Absatz zu Versen 3–8

Den Richter kann kein Weltort ausschließen
Yasht 12.9–37, besonders 16–17, 24 und 27 sowie 33–34; THE RAŠN YAŠT, Kosmografie und sieben Gruppen

Name und Text lassen mehrere Zugänge zu
Erster Hauptabsatz zu Name und Epitheton; RAŠNU und THE RAŠN YAŠT, Handschriften und Verszählung; Yasht 12.38–40

Am vierten Morgen zählt der Rang nicht
Mēnōg ī Xrad 2.114–122, nach West

Die Rechnung ist mehr als eine einzige Szene
Dādestān ī Dēnīg 13.1–4 und 14.2–5, nach West

Figuren und Namen in den Textstellen

Die Namen führen zu den besprochenen Szenen und Quellen. Eine kurze Nennung, eine Herkunftsangabe und eine ausgeführte Handlung bleiben unterschiedliche Rollen. Ähnliche Namen ergeben keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Wahrheitsprobe, Gegner und sprechende eigene Taten

Saoka im Rashn Yasht

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Saoka, von Mazda geschaffen, begleitet in der Anrufung das hilfreiche Kommen Ahura Mazdas und Rašnus neben Wind und königlicher Glory.

Leitfrage: Welche weitere benannte Helfergestalt gehört zur Wahrheitsprobe?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 12.4, 6 · Rashn Yasht: Anrufung, Wahrheitsprobe und Weltorte

Frazishto im Mēnōg ī xrad

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Frazishto erscheint als Dämon unter den Gegnern der Seele auf ihrem Weg zur Chinwad-Brücke.

Leitfrage: Wie bleibt ein einzelner benannter Gegner neben bekannteren Mächten sichtbar?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.115 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Nizishto im Mēnōg ī xrad

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Nizishto wird neben Frazishto als weiterer dämonischer Gegner beim Aufstieg der Seele genannt.

Leitfrage: Was unterscheidet die eigene Namensstelle von einer unbestimmten Dämonenmenge?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.115 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Vizaresh im Mēnōg ī xrad

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Am vierten Tag bindet Vizaresh die Seele des Bösen mit einer Schlinge und führt sie trotz Sroshs Widerstand zur Brücke, wo Rashn ihre Bosheit erkennt.

Leitfrage: Wer bindet und führt die Seele in diesem begrenzten Abschnitt?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.158–163 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Die sprechende Gestalt der eigenen guten Taten

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Die guten Taten treten der gerechten Seele als schöne junge Frau entgegen. Sie erklärt sich selbst als die guten Gedanken, Worte und Werke der verstorbenen Person und erinnert an Fürsorge und Wahrrede.

Leitfrage: Wie begegnet eine Person den Folgen ihres eigenen Handelns als sprechendem Gegenüber?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.123–139 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Die gerechten Seelen des ausgewählten Jenseitswegs

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Die Seele wartet drei Nächte, passiert mit Sroshs Hilfe die weite Brücke, begegnet den eigenen Taten und erreicht über gute Gedanken, Worte und Werke das Licht. Die abschließende Zusage nennt ausdrücklich Mann und Frau.

Leitfrage: Wer empfängt Hilfe und was weitet die Schlusszusage über die männliche Beispielstimme hinaus?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.114–157 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Betroffene, Fürsorge und die Fragen der Rechnung

Die erschrockenen Seelen des ausgewählten Jenseitswegs

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Die Seele des Bösen irrt und klagt drei Tage und Nächte, sieht ihre Verfehlungen und wird von Vizaresh zur Prüfung geführt.

Leitfrage: Welche eigene Stimme erhält die gefährdete Seele vor der Prüfung?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.158–163 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Die himmlische Begrüßungsgruppe

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Engel und Erzengel befragen den Ankommenden. Ohrmazd unterbricht die Fragen nach dem schweren Weg und ordnet Nahrung, Ruhe und einen geschmückten Thron an.

Leitfrage: Welche Fürsorge folgt auf den Weg und die Rechnung?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.147–157 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Die Menschen im Rückblick der Tatengestalt

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Unterdrückte, bedürftige Gäste aus Nähe und Ferne, räuberische oder bestechliche Handelnde und falsche Zeugen machen den Rückblick auf die eigenen Entscheidungen konkret.

Leitfrage: Wessen Erfahrungen stehen hinter den gewogenen guten und schlechten Taten?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.131–135 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Hund und Vogel am vergänglichen Körper

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Die Belehrung nennt Hund und Vogel am Körper, bevor sie die dreitägige Nähe der Seele beschreibt.

Leitfrage: Welche Körperperspektive eröffnet die folgende Seelenreise?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 2.110–114 · Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

Fragende und antwortende Stimmen der Rechnung

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Fragen nach Ausgleich, Zuständigkeiten und dreitägigem Ritual steuern die Antworten. Sie unterscheiden vorläufige Rechnung, Schutz und endgültige Reinigung.

Leitfrage: Wie strukturieren die Fragen unterschiedliche Aufgaben statt einer einzigen Gerichtsszene?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 13.1–4, 14.1–8, 28.1–7 · Dādestān ī Dēnīg: Rechnung und Schutz in den drei Nächten

Die an Verfehlungen gebundenen Strafgeister

Profil: Quellengebundene Rolle oder ausdrücklich vermitteltes Teilprofil

Die Antwort verknüpft die Strafe einer Seele mit dem Geist, mit dem ihre Verfehlung verbunden ist, und unterscheidet die Stufen bis zur Reinigung.

Leitfrage: Wie bestimmt eine an die Tat gebundene Strafrolle die Rechnung?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 14.6–8 · Dādestān ī Dēnīg: Rechnung und Schutz in den drei Nächten

Die konkret benannten Rollen dieses Vergleichs

Dāmōiš Upamana in den Fachartikeln

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Goldman nennt Dāmōiš Upamana unter den Mitwirkenden der Wahrheitsprobe. Gnoli beschreibt ihn als alter ego Verethraghnas und referiert Gershevitchs Namenserklärung.

Leitfrage: Wie lässt eine neuere Lesart einen in der älteren Übersetzung anders wiedergegebenen Namen erkennen?

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Beleg: Erster Hauptabsatz · Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

Dāmōiš Upamana in den Fachartikeln

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Goldman nennt Dāmōiš Upamana unter den Mitwirkenden der Wahrheitsprobe. Gnoli beschreibt ihn als alter ego Verethraghnas und referiert Gershevitchs Namenserklärung.

Leitfrage: Wie lässt eine neuere Lesart einen in der älteren Übersetzung anders wiedergegebenen Namen erkennen?

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Beleg: THE RAŠN YAŠT, Absatz zu Versen 3–8 · Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

Xvarənah und königliche Glory im Fachvergleich

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Goldman nennt die Glory der Kauui-Dynastie unter den Mitwirkenden der Wahrheitsprobe; Gnoli führt eine Vogelform des Xvarənah als Vergleich an.

Leitfrage: Wann wird die begehrte Macht als eigene Größe in einer Anrufung genannt?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: THE RAŠN YAŠT, Absatz zu Versen 3–8 · Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

Xvarənah und königliche Glory im Fachvergleich

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Goldman nennt die Glory der Kauui-Dynastie unter den Mitwirkenden der Wahrheitsprobe; Gnoli führt eine Vogelform des Xvarənah als Vergleich an.

Leitfrage: Wann wird die begehrte Macht als eigene Größe in einer Anrufung genannt?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: Absatz zu den Gestaltwechseln · Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

Die mazdayasnianische Daēnā im Goldman-Referat

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Im über Goldman erschlossenen Yasht-17-Beleg steht die Daēnā mit Sraosha, Mithra und Aši in Rašnus Geschwisterreihe; als Eltern werden Ahura Mazdā und Ārmaiti genannt.

Leitfrage: Welche weibliche Gestalt gehört zur konkret referierten Geschwisterreihe?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: RAŠNU, genealogischer Absatz · Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

Der unbenannte Wahrhaftige im Rashn Yasht

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Die eröffnende Frage kommt nach Goldman von einem nicht namentlich identifizierten Wahrhaftigen, vermutlich Zarathushtra; Darmesteter ergänzt Zarathushtra in Klammern.

Leitfrage: Wer fragt, wenn der Übersetzungszugang den vermuteten Namen erst ergänzt?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: THE RAŠN YAŠT, erster Handlungsabsatz · Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

Der unbenannte Wahrhaftige im Rashn Yasht

Profil: Begrenztes Fachartikel- oder Vergleichsprofil

Die eröffnende Frage kommt nach Goldman von einem nicht namentlich identifizierten Wahrhaftigen, vermutlich Zarathushtra; Darmesteter ergänzt Zarathushtra in Klammern.

Leitfrage: Wer fragt, wenn der Übersetzungszugang den vermuteten Namen erst ergänzt?

Zur besprochenen Textstelle

Beleg: 12.1–2 · Rashn Yasht: Anrufung, Wahrheitsprobe und Weltorte

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Rashn Yasht: Anrufung und Weltorte

Darmesteters Yasht 12.0–40 ruft Rašnu an verschiedenen Weltorten an. Umstrittene Ritualwörter und eine abweichende Forschungszählung bleiben markiert. Die spätere Richterwaage wird nicht als vollständige Handlung dieses Hymnus ausgegeben.

Jüngere avestische Textüberlieferung; historische Übersetzungsausgabe laut Webkopf 1898.

Sprache: Avestisch; benutzter englischer Zugang

Benutzte Ausgabe

Darmesteter: Yasht 12.0–40

Nur Yasht 12.0–40 im angegebenen Zugang gelesen. Andere Übersetzer, Werkdatierung und Zählung bleiben ausdrücklich getrennt.

Jüngere avestische Textüberlieferung; historische Übersetzungsausgabe laut Webkopf 1898.

Sprache: Tatsächlich benutzte englische Übersetzung, keine eigene Kollation

Überlieferter Text

Mēnōg ī Xrad: Weg und unparteiische Waage

Wests 2.110–163 liefert die ausdrücklich unparteiische Waage am Jenseitsweg. Besonders 2.119–122 verweigert sie auch Königen jede Bevorzugung. Die Kapitelangabe gilt West und ersetzt nicht ungeprüft andere Forschungsverweise.

West, Sacred Books of the East 24, 1885; vermutete Werkdatierung der Webeinleitung von diesem Übersetzungsdatum unterschieden.

Sprache: Mittelpersische Überlieferung; historischer englischer Zugang

Benutzte Ausgabe

West: Mēnōg ī Xrad 2.110–163, nach West

Nur Mēnōg ī Xrad 2.110–163, nach West im angegebenen Zugang gelesen. Andere Übersetzer, Werkdatierung und Zählung bleiben ausdrücklich getrennt.

West, Sacred Books of the East 24, 1885; vermutete Werkdatierung der Webeinleitung von diesem Übersetzungsdatum unterschieden.

Sprache: Tatsächlich benutzte englische Übersetzung, keine eigene Kollation

Überlieferter Text

Dādestān ī Dēnīg: Rechnung und dreitägiger Schutz

Wests Kapitel 13, 14 und 28 ergänzen die Rechnung und das Zusammenwirken verschiedener Helfer. Diese Lektüre ist ein eigener mittelpersischer Zugang; sie dient nicht als Beleg einer unveränderten avestischen Gerichtsszene.

West, Sacred Books of the East 18, 1882; digitale Edition 1996, aktualisiert 2022. Webkopf vermittelt Zuordnung des Werks ins 9. Jahrhundert.

Sprache: Mittelpersisch; historischer englischer Zugang

Benutzte Ausgabe

West: Dādestān ī Dēnīg 13.1–4, 14.1–8 und 28.1–7, nach West

Nur Dādestān ī Dēnīg 13.1–4, 14.1–8 und 28.1–7, nach West im angegebenen Zugang gelesen. Andere Übersetzer, Werkdatierung und Zählung bleiben ausdrücklich getrennt.

West, Sacred Books of the East 18, 1882; digitale Edition 1996, aktualisiert 2022. Webkopf vermittelt Zuordnung des Werks ins 9. Jahrhundert.

Sprache: Tatsächlich benutzte englische Übersetzung, keine eigene Kollation

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte avestische und mittelpersische Textschichten mit gesonderter moderner Forschung
Verwendeter Ausschnitt
Darmesteter, Yasht 12.0–40; West, Mēnōg ī Xrad 2.110–163 und Dādestān ī Dēnīg 13.1–4, 14.1–8, 28.1–7; Malandra und Goldman als zugeordnete Forschung.
  1. Rashn Yasht: Anrufung, Wahrheitsprobe und Weltorte

    James Darmesteter (Übers.); Webedition Joseph H. Peterson, avesta.org · Webkopf: Sacred Books of the East, American Edition, 1898. Datierung des alten Hymnus davon verschieden; kein selbst kollationierter Druck.

    Webkopf und digital nummerierter Yasht 12.0–40 tatsächlich gelesen, einschließlich im Webauszug ausgelassener Mond-/Sonnenstellen 33–34 im gespeicherten Text. Besonders 3–8 (Ritus und Epitheta), 9–37 (Weltorte), 38 (als obscure markiert), 39–40 (Schlussformeln). Kein Abgleich sämtlicher 13 von Goldman genannter Handschriften.

    Historical English translation through a digital edition, not a new Avestan/Pahlavi translation or independently collated manuscript. Ritual promises, violence and judgments remain historical religious statements; no contemporary practical prescription or uniform belief of all communities. Each locator follows its named edition, not silently another numbering. Goldman zählt in seinem Editionszusammenhang 39 Verse und Schlussvers 38; Darmesteters digitaler Zugang führt bis 40. Unterschiede der Zählung bleiben sichtbar. Die Übersetzung von varah als ordeal ist eine deutungsabhängige Lesart, keine Empfehlung einer Wahrheitsprobe. Abgerufen am 2026-10-03.

  2. Goldman: Rašnu, umstrittene Wahrheitsprobe und Kosmografie

    Leon Goldman · Encyclopaedia Iranica; veröffentlicht 3. Oktober 2012; aktualisiert 5. September 2013

    Bibliografischer Kopf und gesamter Haupttext RAŠNU und THE RAŠN YAŠT, einschließlich sieben Gruppen der Kosmografie und Schlusssatz, tatsächlich im gespeicherten Text gelesen. Keine Prüfung aller 13 Manuskripte oder sämtlicher bibliografischer Werke.

    Goldman vermittelt konkurrierende Deutungen von Name und varah, unter anderem Pirarts sacrificial space; keine selbst gelesene Pirart-Monografie. Seine 39-Verse-Zählung und Darmesteters 0–40-Zugang bleiben getrennt. Moderne Sternidentifikationen nicht als im Hymnus enthaltene moderne Karte ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-03.

  3. Malandra: Rašnu als Richter und Rašn im späteren Totengericht

    William W. Malandra · Encyclopaedia Iranica; Veröffentlicht 23. Mai 2013; aktualisiert 28. Juli 2015

    Bibliografischer Kopf und sämtliche vier Hauptabsätze von RAŠN bis zu den mittelpersischen Belegen vor See also tatsächlich aus dem gespeicherten Text gelesen. Bibliografie nicht als selbst gelesener Bücherbestand ausgegeben.

    Ableitung, redaktionelle Schichten und Vergleich mit indischen Gestalten sind Forschung. Persepolis-Tafeln nicht unabhängig gelesen. Die modernen Verweise auf MX/GrBd nicht blind auf Wests Kapitelzählung übertragen; indischer Varuṇa kein Alias. Abgerufen am 2026-10-03.

  4. Mēnōg ī Xrad: Richterwaage und zwei Vae am Jenseitsweg

    E. W. West (Übers.); digitale Transkription Joseph H. Peterson · Webkopf: Sacred Books of the East 24, Oxford, 1885. Webintro nennt vermutete Kompilation im 6. Jahrhundert nach Boyce; keine eigene Datierungsprüfung aller Handschriften.

    Bibliografischer Kopf und Kapitel 2.110–163 tatsächlich gelesen: drei Nächte, vierter Morgen, guter/schlechter Vae, Srosh, Mihr und Rashn, unparteiische Waage und Übergang der Seelen. Nur diese Passage, nicht das ganze Buch.

    Historical English translation through a digital edition, not a new Avestan/Pahlavi translation or independently collated manuscript. Ritual promises, violence and judgments remain historical religious statements; no contemporary practical prescription or uniform belief of all communities. Each locator follows its named edition, not silently another numbering. Webseitige wahrscheinliche Werkdatierung nicht mit Übersetzungsjahr verwechselt. Malandras Rašn-Artikel verweist für diesen Zusammenhang auf MX 1.71ff. in einem anderen Übersetzungszugang; hier gelten die selbst gelesenen West-Locatoren 2.114ff. Abgerufen am 2026-10-03.

  5. Dādestān ī Dēnīg: Rechnung und Schutz in den drei Nächten

    E. W. West (Übers.); digitale Edition Joseph H. Peterson · Webkopf: Sacred Books of the East 18, Oxford, 1882; Webedition 1996, aktualisiert 24. Februar 2022. Kopf zitiert Zuordnung des Werkes ins 9. Jahrhundert durch Kotwal/Boyd 1982.

    Bibliografischer Kopf und Kapitel 13.1–4, 14.1–8 und 28.1–7 tatsächlich im gespeicherten Text gelesen. Rechnung und Ausgleich, eigene Aufgaben von Vohuman/Mihr/Srosh/Rashnu, Begründung der dreitägigen Srosh-Zeremonie. Keine Gesamtlektüre der 92 Fragen oder des zitierten modernen Buches.

    Historical English translation through a digital edition, not a new Avestan/Pahlavi translation or independently collated manuscript. Ritual promises, violence and judgments remain historical religious statements; no contemporary practical prescription or uniform belief of all communities. Each locator follows its named edition, not silently another numbering. Kapitelzählung und Fragezählung unterscheiden sich: Kapitel 14 beginnt mit dreizehnter Frage. Keine automatische Übernahme von Malandras DD 13.2–3 als identischer West-Namensstelle; West 14.4 nennt die beiden Wächter der Rechnung. Die Webseite weist CC BY 4.0 aus; keine pauschale Lizenzbehauptung für andere Webtexte. Abgerufen am 2026-10-03.

  6. Gnoli: Verethragna und die zusammengesetzte Gestalt seines Hymnus

    Gherardo Gnoli · Encyclopaedia Iranica III/5, S. 510–513; benutzter Untereintrags-Webkopf ohne eigenes Publikationsdatum, keine genauere Jahresangabe aus dem Druck selbst geprüft

    Bibliografischer Kopf und Hauptabsätze von BAHRĀM, original meaning bis zum Ende des Absatzes The Bahrām yašt appears to be something of a patchwork tatsächlich gelesen: Epitheta, zehn Gestalten, Rede-/Denksiege, Federpassagen und wiederholte Textblöcke. Evolution of Bahrām und spätere Regionalabschnitte nicht als vollständige Lektüre ausgegeben.

    Forschung über jüngere avestische Texte, keine selbstständige indo-iranische Rekonstruktion. Behauptete Ursprünge und entwicklungsgeschichtliche Reihenfolgen als Interpretation benennen. Die Tierbestimmung des vārəγna weicht von Darmesteters raven ab; keine gesicherte zoologische Identität oder Gleichsetzung mit indischen Gestalten. Abgerufen am 2026-10-03.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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