Zwei Nareau und ein enger Anfang
Grimbles veröffentlichte Probe beginnt mit einem ersten Nareau ohne genannte Eltern. Er findet unter der harten Himmelsfläche einen Hohlraum und lässt aus Sand und Wasser eine Familie entstehen. Später übergibt er Na Atību die Arbeit und geht. Ein jüngerer Nareau, Sohn Atībus und Teakeas, setzt sie fort.
Die zunächst regungslosen Wesen beginnen auf seine Berührungen hin zu bewegen, zu sprechen, zu sehen und zu hören. Aufstehen können sie dennoch nicht: Ihre Stirnen stoßen an den Himmel. Das Problem ist nun der Raum, nicht bloß das Fehlen von Leben.
Das Heben braucht mehrere Kräfte
Riiki, der große Aal, stemmt den Himmel hoch. Doch er haftet noch fest. Na Kika schlägt mit den Armen, zwei Rochen schneiden seitlich, Tabakea drückt mit dem Rücken und die Welle drängt von unten. Weitere Beteiligte schieben, blasen, rollen oder lösen die Verbindung. Erst gemeinsam ermöglichen sie das Heben.
Riiki kann nicht einfach fortgehen: Der Himmel würde wieder fallen. Nareau ruft vier Frauen, die seine Ecken tragen sollen. Ihre Füße verwurzeln sich; die vier Richtungen erhalten bleibende Stützen. Die Frauen stehen damit am entscheidenden Übergang vom kurzen Anheben zur dauerhaften Ordnung.
Nareau: zwei Rollen, mehrere Arbeiten

Nareau: zwei Rollen, mehrere Arbeiten
Erster und jüngerer Nareau
Moa-ni-bai ist der zuerst handelnde Nareau, dessen Eltern nicht genannt werden. Te Kikinto ist der Sohn Na Atībus und Teakeas. Ein Auftrag ist keine genealogische Gleichsetzung.
Die Helfer leisten Verschiedenes
Riiki hebt; Na Kika, die beiden Rochen Baka-naaneku und Te-auanei, Tabakea und die Welle lösen und heben auf unterschiedliche Weise. Das Ergebnis ist gemeinsame Arbeit.
Vier Stützfrauen machen den Raum dauerhaft
Die vier Make-Frauen erhalten die Richtungsnamen Nord, Süd, Ost und West. Sie übernehmen die Himmelsecken, ihre Füße verwurzeln sich. Riiki kann erst danach weichen.
Andere regionale Rollen
Uriam bespricht weitere Eltern- und Schöpferzusammenhänge. Deren Namen werden nicht als zusätzliche Eltern dieser beiden Rollen in die Beru-Probe eingefügt.
Die Ordnung bleibt mit Gewalt verbunden
Nach der Hebung bleibt es dunkel. Der jüngere Nareau tötet seinen Vater, um Licht zu gewinnen; Teakea stirbt ebenfalls. Der Text verbindet Augen, Gehirn, Fleisch und Knochen Atībus mit Himmelslichtern, Gestein und dem Ahnenbaum in Samoa.
Oktopus und Welle wirken auch bei der Landbildung zusammen. Danach nennt die Probe Tarawa, Beru und weitere Abstammungsfolgen, die Grimble nur teilweise abdruckt. Das ist eine erzählte Ordnung von Welt und Verwandtschaft, keine geologische oder biologische Erklärung.
Beru als Aufzeichnung, Tarawa als Forschungszusammenhang
Grimble nennt Beru als Herkunft dieses Texts und beschreibt einen älteren Erzähler, dessen Enkel mitschrieb. Ihre Namen nennt die Einleitung nicht. Uriam bespricht denselben Beleg später unter Tarawa-Kosmogonien. Aufzeichnungsort und spätere traditionsgeschichtliche Einordnung werden deshalb getrennt angegeben.
Eine Fassung unter mehreren
Uriam vergleicht regional unterschiedliche Schöpfer- und Verwandtschaftsrollen. Der hier gewählte Nareau-Zusammenhang wird deshalb nicht als für ganz Kiribati oder Mikronesien verbindlich ausgegeben. Seine gekürzte Wiedergabe ersetzt auch nicht die ausführlicheren Helferrollen des Drucks von 1922.
Weiterdenken
Wer macht einen geöffneten Raum dauerhaft bewohnbar?
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Myths from the Gilbert Islands
Veröffentlichte Probe eines durch älteren Erzähler/Enkel und Sammler vermittelten Texts, dann vergleichender Sammlerkommentar.
1922, Folklore33,91–112.
Sprache: Historische englische Übersetzung mit gilbertesischen Namen
Benutzte Ausgabe
Web-Transkription der Druckseiten 91–98
Vollständige publizierte Probe§1–7 gelesen, ihre Auslassungen bleiben ausdrücklich erhalten; nicht vollständiger Aufsatz.
Digitaler Transkriptionsstand laut tatsächlich gelesenen Seiten; kein Originalscan kollationiert.
Sprache: Englisch nach 1922-Druck; Namen Na Arean/Na Areau
Überlieferter Text
In Their Own Words: History and Society in Gilbertese Oral Tradition
Eigene Quellenkritik zu Überlieferung, Kanon und Geschichte; keine unkommentierte Wiedergabe einer einzigen Inseltradition.
1995.
Sprache: Englische Forschungsdarstellung eines I-Kiribati-Historikers
Benutzte Ausgabe
ANU-Repository-Scan der 1995-Ausgabe
Vollständiges Kapitel11 und bezeichnete Vorseiten gelesen; weitere Kapitel nicht als gelesen geführt.
Copyright 1995,226PDFseiten, gedruckte Zählung abweichend.
Sprache: Englisch; gilbertesische Namen und zitierte englische Textproben
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Gewählte Beru-Aufzeichnung in Grimbles1922-Druckprobe; Uriams regionale Zuordnung/Varianten als gesonderte Forschungsperspektive.
- Verwendeter Ausschnitt
- Grimble1922,S91–98 mit ausgewiesenen Auslassungen; Uriam1995,Kapitel11 als unabhängige Untersuchung.
- Arthur Grimble: Myths from the Gilbert Islands — veröffentlichte Schöpfungsprobe aus Beru
Arthur Grimble, Übersetzer/Sammler; unbenannter älterer Erzähler und sein schreibender Enkel · Folklore33,1922,Aufsatz91–112; hier91–98
Acht aufeinanderfolgende Web-Transkriptionsseiten399–406, gedruckt91–98, tatsächlich gelesen: Einleitung und ganze dort veröffentlichte Probe§1–7 bis zu Grimbles Abbruch, danach Beginn seines Kommentars. Keine Bildkollation der Originaldruckseiten.
Sammler veröffentlicht ausdrücklich nur einen Ausschnitt und lässt örtliche/genealogische Angaben aus; nicht gesamte diktierte Erzählung, gesamter Aufsatz91–112 oder eine eigene gilbertesische Übersetzung. Aufzeichnungsort Beru nach Fußnote97. Rassifizierende/koloniale Wertungen und historische Etymologien nicht als moderne Fakten übernommen. Wikisource-Prüfstatus keine eigene Qualitätsabnahme. Nicht das gesperrte1989Buch. Abgerufen am 2026-10-15.
- Kambati K. Uriam: In Their Own Words — Kapitel11 zur Entstehung eines Überlieferungskanons
Kambati K. Uriam, I-Kiribati-Historiker; Vorwort H.E.Maude · 1995, The Journal of Pacific History, Canberra
Titel/Copyright/Vorwort/Inhalt und vollständiges Autoren-Vorwort samt Dank gelesen; vollständiges Kapitel11, gedruckt114–133/PDF130–149, gelesen; acht bezeichnete Quellenbilder einschließlich Genealogietabelle132 tatsächlich gesehen. Katalogtext gelesen.
Nicht gesamtes226seitiges Buch oder Kapitel12. Keine ganze Grimble-Ausgabe dadurch gelesen. Urheberrecht 1995 laut tatsächlich gesehenem Impressum; Repository OpenAccess keine allgemeine Abdrucklizenz. Kanon-/Migrationsmodell als Autoreninterpretation, keine gesicherte genetische/Rassen-/Besiedlungsrekonstruktion oder historische Identität Teakea=Tabakea übernommen. Abgerufen am 2026-10-15.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.

