Geführter Rundgang · 5 Stationen
Was Namen und Bilder wirklich belegen
Woran erkennen wir die Reichweite eines einzelnen religiösen Zeugnisses?
Folge den ursprünglichen fünf Stationen. Der Weg wechselt bewusst zwischen benanntem Bild, mehreren Fundorten, lokaler Weihung, Fremdbericht und sprachlicher Forschung.
Die folgenden Kurzbetrachtungen bilden den Überblick. Die vollständigen Exponate sind eine zusätzliche Vertiefung und nicht in dieser Zeit enthalten.
Wie wird die Dauer geschätzt?
180–220 Wörter pro Minute, dazu 50 Sekunden Betrachtung im Überblick beziehungsweise 125 Sekunden in der Vertiefung. Überblick: 472 Wörter; Vertiefung: 6195 Wörter.
Rundgangstexte, Fragen, Übergänge und sichtbare Bildbeschriftungen; Vertiefung zusätzlich die gemeinsamen Exponat-Lesertexte mit Werk- und Figurenkontexten. Externe Lektüre und ausführliche Quellenlisten nicht eingerechnet. Betrachtungszeit geschätzt, noch nicht durch Besuchstests kalibriert. Eigene Pausen und längeres Nachlesen kommen hinzu.
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Station 1 von 5
Ein Bild bekommt einen Namen
Vergleiche das benannte Pariser Zeugnis mit nur zugeschriebenen gehörnten Bildern. Achte auf die unterschiedliche Sicherheit der Benennung.

Genauer hinsehen: Welche Buchstaben oder welcher Kontext tragen hier den Namen?
Vollständiges Exponat: Cernunnos: Wann bekommt ein Bild einen Namen? · Zur passenden Textstelle
Epona führt uns anschließend zu mehreren Orten und verschiedenen Belegarten.
Zur nächsten Kurzbetrachtung →Station 2 von 5
Verbreitung ist keine Einheitsgeschichte
Halte die beiden Bilder und die namentlichen Weihungen auseinander. Ein wiederkehrendes Pferdemotiv erzählt noch keine gemeinsame Reise.

Genauer hinsehen: Was zeigt der einzelne Fund, und was würde erst der Vergleich zeigen?
Vollständiges Exponat: Epona: Bilder, Inschriften und Fundorte · Zur passenden Textstelle
In Bath wird die Beziehung zwischen Name, Ort und Anliegen besonders konkret.
Zur nächsten Kurzbetrachtung →Station 3 von 5
Ein Name in einem lokalen Anliegen
Lies zunächst die beiden Weihungen mit ihren unterschiedlichen menschlichen Anliegen. Der daneben dokumentierte Bronzekopf ist ein eigener Gegenstand; seine museale Benennung ersetzt keine Inschriftenlesung.

Genauer hinsehen: Welche Verbindung steht in der Inschrift, und welche ergänzen wir selbst?
Vollständiges Exponat: Sulis in Bath: Name, Anliegen und Minerva · Zur passenden Textstelle
Der nächste Halt wechselt von der lokalen Weihung zu einem römischen Fremdbericht.
Zur nächsten Kurzbetrachtung →Station 4 von 5
Drei Quellenlagen statt eines Pantheons
Vergleiche die drei Felder: abweichende Inschriftenform, konkrete Mars-Anrede und beschriftete Baumhandlung tragen verschiedene Aussagen.

Grafikinhalt als Text lesen
Drei Namen, drei unterschiedliche Quellenlagen
Taranis in Lucan I 446: Vergleich mit Tanaro in RIB 452, einem Chester-Altar von 154 n. Chr. Die konkrete Namensform und Jupiter-Verbindung liefern kein Radbild.
Teutates in Lucan I 445: RIB 219 nennt Marti Toutati auf einer silbernen Votivplakette aus Barkway. RIB 1017 bleibt wegen beschädigter und ergänzter Buchstaben unsicherer.
Esus in Lucan I 445: Ein Pariser Relief zeigt nach institutioneller Dokumentation die Benennung ESUS bei einer Baumhandlung. Der Vers erklärt diese Handlung nicht.
Die absichtlich verschiedenen Feldgrößen messen keine Überlieferungsmenge. Gedicht, örtliche Weihung und benanntes Bild bleiben unterschiedliche Belegarten.
Genauer hinsehen: Warum sind die drei Felder absichtlich unterschiedlich ausführlich?
Vollständiges Exponat: Taranis, Teutates und Esus: drei verschiedene Quellenlagen · Zur passenden Textstelle
An der Küste bleibt anschließend sogar die sprachliche Einordnung offen.
Zur nächsten Kurzbetrachtung →Station 5 von 5
Ein offener Name verbindet mehrere Kontexte
Unterscheide Küstenfundort, Herkunft eines Salzhändlers und den sprachlichen Vorschlag der Forschung. Keine dieser Angaben ersetzt die anderen.

Genauer hinsehen: Welche Aussage wäre sicher genug für eine Karte, welche braucht ein Fragezeichen?
Vollständiges Exponat: Nehalennia: Küstenzeugnisse und eine offene Sprachfrage · Zur passenden Textstelle
Kehre zu einem Figurenprofil zurück und prüfe dort Name, Ort, Gattung und Erhaltungszustand gemeinsam.
Zum Abschluss →Was sich auf diesem Weg verändert hat
Halte bei einem neuen Vergleich zuerst fest, was tatsächlich überliefert ist. Frage danach, welche Verbindung die Quelle trägt und welche als Hypothese erkennbar bleiben muss.
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