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MythaneumDas Museum der Mythologien

Ort

Delphi und Pytho: Mehrere Geschichten beginnen am Orakel

Hymnus, Mythografie und Tragödie erzählen unterschiedlich, wie Apollon an das Orakel gelangt. Ihr gemeinsamer Ortsbezug macht daraus keine einheitliche Gründungsgeschichte.

2–3 Minuten Lesezeit

Eine Suche, eine Schlange und neue Dienstleute

Der Homerische Apollo-Hymnus führt von der Geburt auf Delos zur Suche nach einem Orakelort. Bei Pytho tötet Apollon eine weibliche Schlange. Die Erzählung verbindet die neue Ordnung mit Gewalt und mit kretischen Männern, die in den Dienst des Heiligtums eingebunden werden.

Die Bibliotheke erzählt dagegen knapp von Delphi, Themis als Orakelgeberin und Python als Wächter des Zugangs. Diese Namen und die Übernahme des Orakels werden nicht nachträglich zum Wortlaut des Hymnus erklärt.

Die Pythia spricht auf der Bühne eine andere Folge aus

Am Anfang der Eumeniden nennt die Pythia Gaia, dann Themis und Phoibe als frühere Inhaberinnen des Orakels. Phoibe habe den Sitz an Apollon weitergegeben. Der Ort besitzt in dieser Figurenrede eine überlieferte Vorgeschichte.

Eine tragische Rede ist kein historisches Übergabeprotokoll. Auch der ähnliche Klang von Phoibe und Apollons Beinamen Phoibos macht beide nicht zu derselben Gestalt. Der Ortszugang bewahrt die unterschiedlichen Stimmen, statt aus ihnen eine sichere Amtsliste zusammenzusetzen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Bibliotheke Buch 1 nach Frazer: Apollon, Delphi und Marsyas

1,4,1–2 gelesen; Python/Schlange und Marsyas-Wettstreit nur in den tatsächlich belegten Passagen.

Historische englische Übersetzung; das Digitalisat datiert nicht die antike Erzählung.

Sprache: Englisch nach antikem Text

Benutzte Ausgabe

Eumeniden nach Smyth: Phoibes Delphische Orakelfolge

Pythias Prolog 1–20; dramatische Rede über Gaia, Themis, Phoibe und Apollo.

Historische Übersetzung 1926, digital bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Homerischer Hymnus 3 an Apollon nach Evelyn-White

Hymnus 3, benannte delische und pythische Abschnitte gelesen; keine Gesamtlektüre der Hymnensammlung.

Historische englische Übersetzung; das Digitalisat datiert nicht die antike Erzählung.

Sprache: Englisch nach antikem Text

Benutzte Ausgabe

Theogonie 404–452 nach Evelyn-White

Gemeinsame Genealogie und Hekate-Ehren gelesen; keine Gesamtausgabe kollationiert.

Historische Übersetzung 1914

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.

Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.

Sprache: Altgriechisch

Überlieferter Text

Aischylos: Eumeniden

Werkidentität getrennt von historischen englischen Übersetzungen. Die jeweils verknüpften Ausgabedatensätze benennen die gelesenen Ausschnitte; keine vollständige Werklektüre oder Handschriftenkollation behauptet.

Athenische Tragödie, 458 v. Chr. aufgeführt; einzelne verwendete Passage.

Sprache: Altgriechisch

Überlieferter Text

Homerische Hymnen

Sammlungsbezeichnung für einzelne Hymnen. Gemeinsam archiviert oder verglichen, aber nach Nummer und tatsächlichem Lesebereich zitiert.

Antike Hymnen verschiedener Entstehungszusammenhänge; keine einheitliche Autorschaft oder Handlungszeit.

Sprache: Altgriechisch

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Die jeweils zitierten griechischen beziehungsweise römischen Text- und Zeugniszusammenhänge.
Verwendeter Ausschnitt
Die unter den Abschnitten einzeln bezeichneten Textfenster und Quellenzeugnisse.
  1. Eumeniden 1–20: Phoibe in der Delphischen Orakelfolge

    Aischylos; englische Übersetzung Herbert Weir Smyth · Athenische Tragödie 458 v. Chr.; historische englische Übersetzung 1926

    Prolog der Pythia, Verse 1–20, vollständig gelesen: Erde, Themis, Phoibe und Apollo werden als Reihenfolge des Delphischen Orakels in einer dramatischen Gebetsrede genannt; Phoibe gibt den Sitz Apollo als Gabe, dessen Beiname Phoibos im Text auf sie bezogen wird.

    Die Pythia spricht im Rahmen einer Tragödie; die Szene ist keine lückenlose historische Eigentumsliste des Delphischen Heiligtums. Die Namensbeziehung Phoibe/Phoibos bedeutet keine Identität der Titanide mit Apollo oder einer anderen gleichnamigen Gestalt. Historische Übersetzung ohne eigene griechische Kollation. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Bibliotheke 1,4,1–2: Apollon und Marsyas

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung James G. Frazer · antiker Text; historische englische Übersetzung

    Abschnitte 1,4,1–2 gelesen: delphischer Orakelanspruch, Tötung der Schlange, Musikwettbewerb mit Marsyas, vorherige Abmachung und Strafe.

    Mythografische Erzählung, kein Beleg für den tatsächlichen Ablauf eines Wettstreits. Marsyas-Fassung nicht mit Midas- oder Pan-Stoffen vermischen. Abgerufen am 2026-09-28.

  3. Homerischer Hymnus 3 an Apollon: Delos und Pytho

    Homerische Hymnen; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · antiker Text; historische englische Übersetzung

    Hymnus 3 in den benannten delischen und pythischen Passagen gelesen: 1–18, 89–166, 179–206, 207–386 und 388–546; Orakelgründung, Schlange, Telphusa, kretische Dienstleute und Musikkontext.

    Dichterische Ortserklärung, keine archäologische Chronologie. Schlangenwesen im Hymnus weiblich; nicht automatisch dieselbe Python-Fassung wie bei Pseudo-Apollodor. Abgerufen am 2026-09-28.

  4. Theogonie 404–452: Leto, Asteria und Hekates Ehren

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    404–409: Koios/Phoibe und die Töchter Leto/Asteria, Asteria mit Perses; 410–452: Hekate als deren Tochter, von Zeus bewahrte Rechte in Himmel, Erde und Meer, Hilfe bei Königen, Wettkämpfen, Pferden, Fischfang und Herden sowie Kinderpflege. Nur dieser Textabschnitt für die drei Profile gelesen.

    Historische englische Übersetzung ohne griechische Kollation. Hesiod gibt Hekate breite Ehren, aber hier weder eine Kreuzweg-Szene noch eine pauschale moderne Hexenrolle. Leto ist hier genealogisch kurz; Asteria wird noch nicht zur Insel Delos. Keine spätere Fassung rückwirkend einsetzen. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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