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MythaneumDas Museum der Mythologien

Objektzugang

Onakunle Aribikona: Ein benannter Ṣàngó-Stab

Der Holzstab 1983.603.5 verbindet eine namentliche Künstlerzuordnung, eine kniende weibliche Figur und eine nur teilweise dokumentierte Sammlungsgeschichte.

3 Minuten Lesezeit

Der Künstler gehört an den Anfang

Die Zuschreibung an Onakunle Aribikona macht aus dem Stab ein namentlich zugeordnetes Werk. Material, Region, Datierung und Inventarnummer halten es von anderen Ṣàngó-Darstellungen unterscheidbar. Sein Künstler ist ein Mensch der Objektgeschichte, keine weitere Gestalt aus den Königserzählungen.

Der Katalogtitel nennt eine kniende weibliche Figur. Diese konkrete Benennung ist der Ausgangspunkt für die Gestaltung des Werks. Sie wird hier als Katalogangabe vermittelt; eine neue Untersuchung von Gesicht, Schnitzspuren oder weiteren Oberflächendetails liegt nicht vor.

Der Umriss lenkt den Blick nach oben

In der regulären Katalogansicht steht der vergleichsweise schmale Körper unter einem breiten Doppelbeilmotiv. Die Arme sind seitlich vom Körper abgesetzt. Die ausladende Form über dem Kopf und die offenen Zwischenräume geben dem kleinen Stab einen deutlich gegliederten Umriss.

Der Katalog deutet diese Figur als Verehrende, die Ṣàngós Zeichen trägt. Bildform und Deutung lassen sich so aufeinander beziehen: Sichtbar ist das ausladende Motiv über ihrem Kopf; dessen religiöse Rolle erklärt der Kommentar. Feine Gesichtszüge und Schnitzspuren sind in dieser Ansicht nicht sicher zu beurteilen.

Dargestellte Person und Verehrte sind verschiedene Rollen

Der Kommentar beschreibt die devote Person auf einem ose-Ṣàngó-Stab als Gegenüber der verehrten Macht. Das erlaubt nicht, jede dargestellte Frau als Ṣàngó selbst zu beschriften. Gerade die Beziehung zwischen Verehrender und Verehrtem ist eine eigene Gestaltungsfrage.

Auch die im Kommentar erklärte Verbindung solcher Stäbe mit Festen und dem Doppelbeil bleibt eine zugeordnete Katalogaussage. Sie belegt weder einen von uns beobachteten Einsatz dieses Einzelstücks noch eine für alle Zeiten gleiche Bildform. Die Zuordnung des konkreten Werks ersetzt keine Untersuchung anderer Künstler und örtlicher Kontexte.

1983 ist eine Besitzstation, kein Entstehungsjahr

Der geöffnete Provenienznachweis nennt Martin L. Schulman als Besitzer spätestens 1983. Im selben Jahr dokumentiert die Erwerbungsangabe seine Schenkung. Die Inventarnummer und der Sammlungszugang datieren deshalb nicht automatisch die Herstellung.

Davor bleibt eine Lücke. Weder die Herkunftsregion Gbongan noch die allgemeine Beschreibung religiöser Verwendung nennt den ursprünglichen Auftraggeber oder jeden Besitzerwechsel. Eine Objektbiografie darf diese fehlenden Stationen sichtbar lassen.

Das Einzelwerk ist kein vollständiges Figurenleben

Die benachbarten Beiträge lesen unterschiedliche Ṣàngó-Erzählungen und religiöse Vermittlungen. Ein materieller Stab kann andere Fragen beantworten als ein gedruckter Bericht: Wer hat gestaltet, was nennt der Katalog, und welche Sammlungsgeschichte ist dokumentiert?

Dieser Zugang behandelt darum ein bestimmtes Werk. Er macht seine kniende Figur weder zur universellen Vorlage sämtlicher Ṣàngó-Bilder noch zum Beweis für jede Handlung, die unter dem Namen erzählt wird.

Stelle eine Frage an genau dieses Werk

Öffne den verlinkten Originalkatalog und trenne die Künstlerzuordnung von den allgemeinen Aussagen zur Verehrung. Welche Information gehört sicher zum Stab 1983.603.5, und welche würde für ein anderes Werk einen eigenen Nachweis benötigen?

Das konkrete Zeugnis

Objektdaten

Das konkrete Werk im Met-Katalog öffnen

Der Link führt zum benannten Originalanbieter. Dieses Quellenporträt bietet eine eigene sachliche Beschreibung; die Aufnahme wird hier nicht kopiert oder automatisch abgespielt.

Originalanbieter
The Metropolitan Museum of Art, New York
Inventar und betrachteter Teil
1983.603.5 · Katalogzugang zu einem einzelnen Stab
Material
Holz, nach Katalogangabe
Datierung
20. Jahrhundert; genauer Herstellungszeitpunkt im benutzten Nachweis nicht bestimmt
Fund- und Sammlungskontext
Martin L. Schulman spätestens 1983; Schenkung an das Museum 1983, nach dokumentiertem Provenienztab und Erwerbungsangabe.
Benennung und Einordnung
Onakunle Aribikona; Ṣàngó-Stab mit kniender weiblicher Figur, Gbongan/Nigeria nach Met-Katalog.
Grenzen des Nachweises
Frühere Besitzstationen, genauer Auftrag und ursprünglicher Einsatz dieses Stabs sind nicht gesichert. Detailbildanalyse und Rechte an einer eigenen Bildübernahme bleiben offen.

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Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Konkreter ose-Ṣàngó-Stab mit benannter Urheberschaft; religiöse Verwendung nur nach ausdrücklich zugeordnetem Katalogkommentar.
Verwendeter Ausschnitt
Met 1983.603.5: gesicherter Katalog-/Provenienzzugang und am 21. Oktober 2026 tatsächlich betrachtete reguläre Bildansicht. Keine vergrößerte Detailaufnahme oder lokale Bildübernahme.
  1. Sango Staff: Kneeling Female Figure (Ose Sango), 1983.603.5

    The Metropolitan Museum of Art; Werk Onakunle Aribikona

    Katalogtext mit Künstler, 20. Jahrhundert, Gbongan, Nigeria, Holz, Schenkung von 1983 und Nummer gelesen. Provenienz-Tab in der regulären Oberfläche tatsächlich geöffnet: Martin L. Schulman spätestens 1983. Screenshot zeigt den Tab und kleine Vorschaubilder; kein vergrößertes Detailbild gesichtet. Keine Datei oder Bildübernahme. Am 21. Oktober 2026 zusätzlich reguläre Bildansicht, kurzer Kuratorentext und Overview-Felder tatsächlich betrachtet beziehungsweise gelesen; keine Bildvergrößerung oder Dateiübernahme.

    Vorprovenienz, konkreter Herstellungszeitpunkt, ursprünglicher Schrein und Aufführungstermin nicht gesichert. Die allgemeine Ose-Sango-Verwendungsbeschreibung belegt keinen beobachteten Einsatz dieses Einzelobjekts. Bild ausdrücklich nicht zum Download oder Vergrößern angeboten; keine Umgehung oder pauschale Open-Access-Freigabe. Autoren-, Sammlungs- und Ritualrollen bleiben getrennt. Abgerufen am 2026-10-21.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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