Ein Künstler statt einer anonymen Sammelkategorie
Der Met-Katalog ordnet das Werk Oklenyi of Okungaga zu. Die Materialangabe Holz und Pigment, die Datierung in die Mitte des 20. Jahrhunderts und die Nummer 1972.74.2 machen den Gegenstand auffindbar. Diese Angaben beziehen sich auf ein einzelnes Werk.
Idoma und Okpoto sowie Otukpa/Okungaga(?) sind benannte Katalogbezüge. Das Fragezeichen bleibt erhalten. Eine genaue Werkstattadresse oder eine lückenlose Herstellungsbiografie wird nicht aus den unterschiedlich bestimmten Ortsangaben ergänzt.
Zwei angehobene Hände, ein eigener Aufbau
Die kleine Katalogansicht zeigt die Figur von vorn mit angehobenen Armen und gebeugten Beinen. Die Hände stehen seitlich vom Kopf. Die großen Formverhältnisse sind erkennbar; feine Merkmale von Mund, Zähnen oder Narben lassen sich hier nicht sicher beurteilen.
Der Met-Kommentar deutet die erhobenen Arme als Lobgestus. Im Vergleich zum Ṣàngó-Stab des Aribikona trägt dieses Werk eine andere Silhouette: Dort erweitert das Doppelbeilmotiv den Umriss über dem Kopf. Beide Werke behalten ihre eigenen Künstler- und religiösen Zuordnungen.
Auftrag und Vermittlung gehören zur Beschreibung
Der kurze Kuratorentext stellt örtliche Auftraggeber, Bezüge zu Igala-Nachbarn und Roy Siebers Dokumentation in den Zusammenhang des Werks. Diese Vermittlung wird als Museumsdarstellung bezeichnet. Sie ist kein von uns geführtes Gespräch mit dem Künstler oder den Auftraggebenden.
Das ist für die Einordnung entscheidend: Die religiöse Beziehung ist nicht allein aus einem vermeintlich allgemeinen Wasserwesen-Typ abzulesen. Benannte Kunstschaffende und Auftragssituationen verhindern, dass verschiedene Gegenstände nur zu austauschbaren Beispielen desselben Namens werden.
Anjenu bleibt ein bestimmter Zugang
Der Katalog beschreibt Beziehungen zu Mami-Wata-Bildern und weiteren Igala-/Hausa-Zugängen. Solche Verbindungen erlauben einen Vergleich. Sie machen die Figur jedoch nicht zum identischen Porträt jeder andernorts unter einem ähnlichen Namen verehrten Gestalt.
Der Werkzugang führt deshalb zurück zum regional gegliederten Portal. Ähnliche Attribute oder Bezeichnungen sind der Anlass, den Quellenweg genauer zu prüfen; sie liefern für sich allein keinen universellen Stammbaum.
Welche Besitzstationen der Katalog nennt
Der tatsächlich geöffnete Provenienzreiter nennt einen Erwerb durch Roy Sieber in Okungaga(?) um 1958. Für spätestens 1972 steht dort Marvin Chasin in New York in eckigen Klammern. Die Objektübersicht nennt den Rogers Fund und das Jahr 1972 für den Museumszugang.
Diese kurzen Angaben erweitern die Objektbiografie, ohne jede Weitergabe und ihre Umstände zu erklären. Der unsichere Ortsname bleibt unsicher. Die Werkdatierung in die Mitte des 20. Jahrhunderts wird weiterhin von der Erwerbung 1972 unterschieden.
Vergleiche zwei benannte Werke
Stelle dieses Werk neben Onakunle Aribikonas Ṣàngó-Stab. Was ist jeweils über Künstler, Material und Sammlung bekannt? Welche religiöse Zuordnung beschreibt die konkrete Quelle, und an welcher Stelle braucht die Objektbiografie einen weiteren Beleg?
Das konkrete Zeugnis
Objektdaten
Das Anjenu-Werk 1972.74.2 im Met-Katalog öffnen
Der Link führt zum benannten Originalanbieter. Dieses Quellenporträt bietet eine eigene sachliche Beschreibung; die Aufnahme wird hier nicht kopiert oder automatisch abgespielt.
- Originalanbieter
- The Metropolitan Museum of Art, New York
- Inventar und betrachteter Teil
- 1972.74.2 · institutionell bestimmter Einzelgegenstand
- Material
- Holz und Pigment, nach Katalogangabe
- Datierung
- Mitte des 20. Jahrhunderts, nach Katalogangabe; nicht aus der Inventarnummer abgeleitet
- Fund- und Sammlungskontext
- Nach dem geöffneten Met-Provenienzeintrag: Erwerb durch Roy Sieber in Okungaga(?) um 1958; [Marvin Chasin, New York, spätestens 1972]. Museumszugang: Rogers Fund, 1972.
- Benennung und Einordnung
- Oklenyi of Okungaga; Anjenu-Figur mit konkret beschriebenen örtlichen Bezügen, kein universelles Mami-Wata-Porträt.
- Grenzen des Nachweises
- Kurzer institutioneller Provenienzeintrag, keine unabhängig gesicherte vollständige Besitzfolge oder vollständigen Erwerbungsumstände. Reguläre kleine Katalogansicht betrachtet; keine vergrößerte Detailaufnahme oder gesicherte lokale Bildlizenz.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte Anjenu-Figur im Idoma-/Okpoto-Kontext nach einem konkreten Met-Katalog; Beziehungen zu weiteren Bildwegen nur soweit dort beschrieben.
- Verwendeter Ausschnitt
- Met 1972.74.2: Künstler- und Objektangaben, kurzer Kuratorentext, reguläre kleine Bildansicht sowie der am 21. Oktober 2026 tatsächlich geöffnete Provenienzreiter. Keine vollständige Vorprovenienz oder vergrößerte Detailansicht.
- Oklenyi 1972.74.2: Anjenu im benannten Idoma-Objektkontext
The Metropolitan Museum of Art
Kuratorischer Haupttext und Objektfelder mit Künstlerzuordnung, unsicherem Ort, Datierung und Material gelesen; am 21. Oktober 2026 reguläre kleine Katalogansicht tatsächlich gesehen und Provenance-Reiter geöffnet: Roy Sieber um 1958; Marvin Chasin spätestens 1972, im Katalog in Klammern. Credit Line Rogers Fund, 1972.
Der Anjenu-Zugang ist kein identisches Mami-Wata-Götterporträt. Der kurze Provenienzeintrag erklärt nicht jede Weitergabe oder deren Bedingungen. Spezifischer Ausschluss von Download und Vergrößerung respektiert; keine Bilddatei importiert. Krankheit und Fertilität sind zugeschriebene religiöse Deutungen, keine medizinischen Beweise. Abgerufen am 2026-10-21.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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