Ein konkret zugeordnetes Bildzeugnis

Eine Gabe steht am Ende einer Verhandlung
Nach dem Konflikt um die Rinder und dem Tausch der Leier nähern sich Apollon und Hermes im Hymnus an. Apollon gibt Hermes einen Stab und spricht über Zeichen und Weissagung. Zugleich behält er die Kenntnis von Zeus’ Beschlüssen für sich.
Der Gegenstand begleitet somit eine ausgehandelte Zuständigkeit. Er ermächtigt Hermes im gelesenen Zusammenhang nicht automatisch zu jeder möglichen Weissagung. Auch die genannte Botentätigkeit zum Hades wird hier nicht zu einer vollständigen Beschreibung aller griechischen Jenseitsvorstellungen erweitert.
Auf der Lekythos hält die Figur den Stab quer
Auf dem lokal gezeigten Foto läuft eine bärtige Gestalt nach rechts. Sie hält einen langen Stab quer vor dem Körper; sein linkes Ende ist geschwungen. Flügelformen an den Füßen, der Hut und der kurze Mantel ergänzen die Reisezeichen.
Der Met-Katalog identifiziert die Figur als Hermes und den Stab als Kerykeion. Das dem Tithonos-Maler zugeschriebene Gefäß wird dort um 480–470 v. Chr. datiert. Diese Identifizierung und Datierung folgen dem Museumskatalog; sie werden nicht aus einer von uns entzifferten Inschrift gewonnen.
Das Bild ergänzt den Text, illustriert aber nicht seine Übergabe
Die Vase zeigt weder Apollons Geschenkübergabe noch Hermes als Säugling. Ihre Botenfigur ist ein eigenständiges antikes Bildzeugnis. Der Stab in der Hymnenerzählung und das Kerykeion im Gefäßbild werden deshalb mit ihren jeweiligen Belegen nebeneinander gezeigt.
Die Reproduktion ist lokal gespeichert und als Public Domain beziehungsweise CC0 nach dem Met-Nachweis ausgewiesen. Das antike Gefäß ist der historische Bildträger; der erzählte Gegenstand wird nicht als darin erhaltenes originales göttliches Werkzeug angeboten.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Benutzte Ausgabe
Homerischer Hymnus 4 an Hermes nach Evelyn-White
Verse 1-580 vollstaendig gelesen; Textluecken und Uebersetzeranmerkungen kenntlich halten.
Historische englische Uebersetzung von 1914; nicht die antike Entstehungszeit.
Sprache: Englisch nach altgriechischem Text
Überlieferter Text
Homerischer Hymnus 4 an Hermes
Eigenstaendige Erzaehlung von Hermes’ Geburt, Leier, Rinderdiebstahl und Ausgleich mit Apollon.
Antiker Hymnus; Verfasser und genaues Entstehungsjahr hier nicht festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Die benannten griechischen beziehungsweise römischen Text- und Bildzeugnisse; keine werkübergreifend einheitliche Ausrüstungsliste.
- Verwendeter Ausschnitt
- Homerischer Hymnus 4,414–574; attische Lekythos The Met 25.78.2 als eigenständiger Bildträger.
- Homerischer Hymnus 4 an Hermes: List, Leier und Ausgleich
Homerische Hymnen; englische Uebersetzung Hugh G. Evelyn-White · antiker Text; historische englische Uebersetzung
Hymnus 4, Verse 1-580 vollstaendig gelesen: Schildkroete und Leier, Rinder und Spuren, Streit mit Apollon und vor Zeus, Lyra-Tausch, neue Aemter und Grenzen der Weissagung.
Dichterische Erzaehlung in historischer englischer Uebersetzung; Hermes’ Luegen sind Figurenrede. Die Opferportionen belegen keinen zeitlos festen Olympierkreis. Kein Beleg fuer alle lokalen Hermes-Kulte. Abgerufen am 2026-09-28.
- Met 25.78.2: Hermes als Bote auf attischer Lekythos
The Metropolitan Museum of Art, Department of Greek and Roman Art · laufender Museumskatalog; antikes Objekt
Die Met-Objektseite und Open-Access-API zur Lekythos ca. 480–470 v. Chr. gelesen: Hermes mit Chlamys, Petasos, Flügelsandalen und Kerykeion; Public-Domain-Metadaten geprüft.
Späteres antikes Bild der Botenrolle, keine Illustration des Hermes-Hymnus und kein Beleg für alle Hermes-Funktionen. Abgerufen am 2026-09-28.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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