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MythaneumDas Museum der Mythologien

Exponat

Eglė: Eine Rückkehr zwischen zwei Lebenswelten

Eine Aufnahme von 1883 führt vom erzwungenen Heiratsversprechen über einen verhinderten Besuch zur tödlichen Intrige. Der Vergleich mit einer zweiten Fassung und einem Ballett zeigt, was spätere Deutungen verändern.

11–14 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Welche Geschichte wird hier erzählt?

Der Ausgangstext heißt Apė Eglę ir Žilviną. Sein elektronischer Editionsnachweis nennt eine Aufnahme 1883 in Moskau, den ersten Druck 1904 in Jonas Basanavičius’ Sammlung als Nummer 194 und die benutzte Wiedergabe nach Kostas Aleksynas’ Edition von 1997. Der Aufnahmeort ist keine Datierung der erzählten Vorgänge; der Erzähler wird hier nicht namentlich ausgewiesen.

Eglė findet nach dem Baden eine sprechende Schlange in ihrem Hemd. Sie kann es erst gegen ein Heiratsversprechen zurückbekommen. Später erzwingt eine Schlangenschar auch bei den Eltern die Herausgabe der Tochter. An der Küste wartet ein junger Mann, der sich als jene Schlange vorstellt. Eine Insel bildet den Übergang zum Hochzeitspalast unter dem Wasser.

Eine Begegnung an der Küste

Eine junge Frau am bewachsenen Ufer sieht einen jungen Mann an, der im flachen Wasser steht. Hinter ihr liegt ein Holzhaus; auf dem Wasser erscheint eine ferne Insel.
Heutige KI-Interpretation zur Küstenbegegnung in Apė Eglę ir Žilviną: Eglė trifft den jungen Mann, der sich als die zuvor begegnete Schlange zu erkennen gibt. Küste und Insel folgen dem benannten Erzählabschnitt; Gesichter, Kleidung, Haus, Licht und Landschaft sind frei gestaltet. Keine historische Rekonstruktion und kein überliefertes Originalbild.

Die heutige KI-Illustration greift Eglės Begegnung mit dem jungen Mann auf. Haus, Kleidung, Gesichter und Küstenform sind frei gestaltet. Das Bild zeigt einen erzählten Übergang; es rekonstruiert keine historische Hochzeit oder bestimmte Landschaft.

Der Besuchswunsch verändert das ruhige Familienleben

Nach neun Jahren leben Eglė, ihr Mann und vier Kinder in der Wasserwelt. Als der älteste Sohn nach seinen Großeltern fragt, erinnert Eglė sich an ihre Herkunftsfamilie. Ihr Mann lässt sie erst ziehen, nachdem sie unerschöpfliche Seide, eiserne Schuhe und Brot ohne verfügbare Gefäße bewältigt hat. Eine alte Nachbarin erklärt die Lösungen.

Der Besuch soll drei Tage dauern. Žilvinas erklärt Eglė einen Ruf, an dessen Milchschaum oder Blutschaum sie erkennen kann, ob er lebt. Die Kinder müssen das Geheimnis bewahren. Die Regel schafft einen Rückweg und zugleich eine mögliche Verletzbarkeit: Wer den Ruf kennt, kann den Ehemann an die Küste holen.

Gastfreundschaft verbirgt eine gewaltsame Absicht

Eglės Verwandte empfangen sie mit großer Freude, sodass neun Tage vergehen. Sie planen jedoch, sie dauerhaft bei sich zu behalten und den Mann zu töten. Die Brüder schlagen die drei Söhne, die schweigen, und bedrohen Drebulė mit Ruten. Aus Angst gibt die Tochter den Ruf preis. Die zwölf Brüder locken Žilvinas hervor und töten ihn.

Für die Verwandten bedeutet Rückkehr, dass Eglė bei ihnen bleiben soll. Für Eglė ist es zunächst ein Besuch, auf den die Heimfahrt zum Mann folgt. Den Kindern wird die Wahl durch Gewalt genommen. Die Geschichte zeigt damit mehrere unvereinbare Interessen; die freundliche Begrüßung beweist keinen sicheren Schutzraum.

Die Baumverwandlung beendet den Konflikt nicht versöhnlich

An der Küste erhält Eglė das Todessignal und hört Žilvinas’ Stimme. Sie verwandelt die Tochter in eine zitternde Espe, die Söhne in starke Bäume und sich selbst in eine Fichte. Der Erzähler verbindet das Zittern der Espe mit Drebulės Angst vor den Onkeln und mit der Preisgabe des Vaters. Dieses Naturerklärungsbild trägt zugleich ein hartes Urteil über das Kind.

Die Perspektive der bedrohten Tochter bleibt deshalb wichtig. Nicht sie ersinnt die Intrige oder führt die Sensen. Eglės Schlussrede reagiert auf den Tod ihres Mannes, beendet aber auch die bisherige menschliche Lebensform der Kinder. Wer nur Treue belohnt und Verrat bestraft sieht, überspringt die zuvor ausdrücklich geschilderte Gewalt.

Eine zweite Fassung verteilt die Rollen neu

Žaltys ir mergaitė wurde 1904 von Jadvyga Teofilė Juškytė aufgezeichnet; der benutzte elektronische Text folgt der Edition von 1995. Die Königstochter verspricht einer Schlange die Ehe für einen verlorenen Ring. Weder sie noch der Ehemann erhalten die Namen Eglė und Žilvinas. Zwei Söhne und eine Tochter ersetzen die vier Kinder des Ausgangstexts.

Hier hilft die Schlangenmutter bei Glasschuhen, Wachsrad und Seide. Ein einzelner Bruder erpresst die Tochter und tötet den Mann. Am Ende antwortet die Schlangenmutter mit einem Bild der Söhne als Eichen und der Tochter als grünem Frosch; ein ausdrücklicher Wandel der Frau zur Fichte fehlt. Die vier von Leonardas Sauka herausgegebenen Forschungs- und Fassungsbände von 2007/2008 belegen einen größeren Editionsrahmen. Ihr Gesamtbestand wurde für diesen Vergleich nicht gelesen.

Die Ballettbearbeitung rückt Eglės Entwicklung ins Zentrum

Die offizielle Beschreibung des litauischen Nationaltheaters nennt Eduardas Balsys als Komponisten und George Williamson als Choreografen der Inszenierung mit Premiere am 20. November 2015. Williamson erklärt, vom Baumfinale ausgegangen zu sein. Er möchte Eglės Wandel vom naiven Mädchen zur Frau mit folgenreichen Entscheidungen verständlich erzählen.

Das ist ein ausdrücklich gesetzter Schwerpunkt einer späteren Bühnenbearbeitung. Die Beschreibung ist keine selbst gesehene Aufführung und kein Ersatz für die zwei Erzähltexte. Auch Žmuidas Deutung von 2011, die den Konflikt als Machtkampf um Leben und Tod liest, gehört auf eine andere Ebene: Sie stellt eine historische Rekonstruktion zur Diskussion, ohne die erzählten Vorgänge als nachgewiesene Vorgeschichte auszuweisen.

Fassungen und Belege unterscheiden

Werk, Überlieferung und Lesezugang

Werk

Apė Eglę ir Žilviną

Apė Eglę ir Žilviną, ganze drei Textseiten einschließlich Fußnoten und Editionsnachweis. Aufnahme 1883 in Moskau, Erstdruck 1904 Nr. 194, elektronische Wiedergabe nach Aleksynas 1997. Kein individuell benannter Erzähler oder unabhängig kollationierter Erstdruck.

Aufnahme 1883 in Moskau; Erstabdruck 1904, Nr. 194.

Sprache: Litauisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Benutzter Lesezugang

Apė Eglę ir Žilviną: elektronischer Zugang nach Aleksynas 1997

PDF S. 1–3 vollständig gelesen; keine unabhängige Prüfung des Drucks von 1904.

Wiedergabe nach Jono Basanavičiaus tautosakos biblioteka, Band 3, 1997.

Sprache: Litauisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Werk

Žaltys ir mergaitė

Žaltys ir mergaitė, ganze zwei Textseiten einschließlich Fußnoten und Editionsnachweis. Aufzeichnung Jadvyga Teofilė Juškytė 1904, Erstdruck 1904 Nr. 84, Wiedergabe nach Aleksynas 1995. Namen Eglė und Žilvinas sowie die Verwandlung der Frau zur Fichte fehlen.

Aufnahme von Jadvyga Teofilė Juškytė 1904; Erstabdruck Nr. 84.

Sprache: Litauisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Benutzter Lesezugang

Žaltys ir mergaitė: elektronischer Zugang nach Aleksynas 1995

PDF S. 4–5 vollständig gelesen; keine Namens- oder Schlussangleichung mit der ersten Fassung.

Wiedergabe nach Jono Basanavičiaus tautosakos biblioteka, Band 2, 1995.

Sprache: Litauisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Werk

Vier Eglė-Bände: institutioneller Editionsnachweis

Nur die vier LLTI-Katalogeinträge zu Saukas Editionen 2007/2008. Nachweis des Editionsrahmens, keine Lektüre der vier Bände oder aller darin verzeichneten Sprachfassungen.

LLTI-Katalog; vier Einträge für 2007/2008.

Sprache: Litauischer Vermittlungs- oder Forschungstext; englische Zusammenfassung bei Žmuida

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Pasaka Eglė žalčių karalienė: vier Bände im institutionellen Publikationsnachweis

Werk

Eglė-Ballett: offizielle Beschreibung der Inszenierung von 2015

Nur archiviertes Fenster zu Mitwirkenden, Balsys, Williamson und seiner Interpretation sowie Premiere 20. November 2015. Keine Aufführung oder Filmaufnahme gesehen; keine aktuelle Spielplanbehauptung.

LNOBT, Beschreibung und angegebene Premiere 20. November 2015.

Sprache: Litauischer Vermittlungs- oder Forschungstext; englische Zusammenfassung bei Žmuida

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Eglė žalčių karalienė: dokumentierte Ballettbearbeitung mit Premiere 2015

Werk

Žmuida: Eglė als Konflikt um Leben und Tod

Žmuida 2011, S. 159–161 und 167–169 in zwei archivierten Fenstern. Forschungsthese zum Konflikt um Leben und Tod; S. 162–166 und referierte vollständige weitere Varianten nicht gelesen.

Tautosakos darbai XLII, 2011, S. 159–169; nur bezeichnete Fenster.

Sprache: Litauischer Vermittlungs- oder Forschungstext; englische Zusammenfassung bei Žmuida

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Eglė žalčių karalienė: gyvybės ir mirties domenas – begrenzte Lektüre

Benutzter Lesezugang

Vier Eglė-Bände: institutioneller Editionsnachweis: benutzter Zugang

Nur die vier LLTI-Katalogeinträge zu Saukas Editionen 2007/2008. Nachweis des Editionsrahmens, keine Lektüre der vier Bände oder aller darin verzeichneten Sprachfassungen.

LLTI-Katalog; vier Einträge für 2007/2008.

Sprache: Begrenzter archivierter Textzugang

Quellen zu diesem Lesezugang: Pasaka Eglė žalčių karalienė: vier Bände im institutionellen Publikationsnachweis

Benutzter Lesezugang

Eglė-Ballett: offizielle Beschreibung der Inszenierung von 2015: benutzter Zugang

Nur archiviertes Fenster zu Mitwirkenden, Balsys, Williamson und seiner Interpretation sowie Premiere 20. November 2015. Keine Aufführung oder Filmaufnahme gesehen; keine aktuelle Spielplanbehauptung.

LNOBT, Beschreibung und angegebene Premiere 20. November 2015.

Sprache: Begrenzter archivierter Textzugang

Quellen zu diesem Lesezugang: Eglė žalčių karalienė: dokumentierte Ballettbearbeitung mit Premiere 2015

Benutzter Lesezugang

Žmuida: Eglė als Konflikt um Leben und Tod: benutzter Zugang

Žmuida 2011, S. 159–161 und 167–169 in zwei archivierten Fenstern. Forschungsthese zum Konflikt um Leben und Tod; S. 162–166 und referierte vollständige weitere Varianten nicht gelesen.

Tautosakos darbai XLII, 2011, S. 159–169; nur bezeichnete Fenster.

Sprache: Begrenzter archivierter Textzugang

Quellen zu diesem Lesezugang: Eglė žalčių karalienė: gyvybės ir mirties domenas – begrenzte Lektüre

Figuren und Namen in den Texten

Die Einträge folgen dem jeweiligen Werk. Eigene Handlungen, kurze Namensnennungen und Herkunftsangaben bleiben unterscheidbar. Gleiche oder ähnliche Namen ergeben noch keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Apė Eglę ir Žilviną

15 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (15)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Eglė, die jüngste Tochter

Das Heiratsversprechen entsteht unter Druck. Später sucht sie die Rückkehr zu ihrer Herkunftsfamilie und verfügt am Schluss über die Baumgestalten.

Menschliche Hauptfigur dieser Erzählung; daraus folgt keine unabhängig belegte historische Verehrung als Göttin.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1–3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die zwei älteren Schwestern

Sie baden mit Eglė. Die älteste versucht, die Schlange mit einem Stock aus dem Hemd zu vertreiben.

Hier keine drei Ersatzbräute mit Kuh und Schwein; diese Szene gehört nur zur zweiten Fassung.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Eltern und zwölf Brüder

Die erschrockenen Eltern geben Eglė heraus; bei ihrem Besuch planen die Verwandten, sie dauerhaft zu behalten. Die zwölf Brüder töten den Mann.

Planung der Familie und Tötung durch die Brüder bleiben unterscheidbar; keine unbenannten Angehörigen mit freien Eigennamen versehen.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1 und 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Schlange und der junge Mann

Der junge Mann erklärt sich an der Küste als die sprechende Schlange aus dem Ärmel.

Ausdrückliche Verbindung im Text, keine ergänzte Fluch- oder Verzauberungsvorgeschichte.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Schlangenschar und ihre Brautwerber

Die Schar umringt das Elternhaus, während die Brautwerber nach innen gelangen. Sie führt Eglė zur Küste.

Gruppenrollen dieser Fassung; keine voneinander erfundenen Schlangengötter.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Aržuolas, der älteste Sohn

Seine Frage nach den Großeltern löst Eglės Erinnerung aus. Er verrät den Ruf trotz Schlägen nicht.

Quellenform des Namens und Rolle als ältester Sohn; moderne Schreibnormalisierung begründet keine zusätzliche Person.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1 und 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Vuosis und Beržas, die weiteren Söhne

Auch sie werden von den Onkeln befragt und geschlagen und behalten das Geheimnis.

Eigene benannte Kinder im Ausgangstext; nicht mit den zwei namenlosen Söhnen der anderen Fassung identifiziert.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 1 und 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Drebulė, die bedrohte Tochter

Sie gibt den Ruf aus Angst vor den gezeigten Ruten preis und wird am Schluss zur zitternden Espe.

Die geschilderte Drohung bleibt sichtbar. Die Tötung führen die Brüder aus; keine nachträglich erfundene freie Verratsentscheidung.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die alte Nachbarin als Helferin

Sie erklärt alle drei Lösungswege für Seide, Schuhe und Brot.

Unbenannte alte Frau dieser Fassung, nicht automatisch die Schlangenmutter des zweiten Textes.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 2 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Kröte in der Seide

Aus der verbrannten Seide wird die Kröte sichtbar, die den Faden hervorbrachte.

Erzähltes Hindernis, keine Mutter oder geheime Identität einer anderen Gestalt ergänzt.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 2 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Der Schmied und die eisernen Schuhe

Auf Rat der alten Frau lässt Eglė den Schmied die Schuhe erhitzen, sodass sie sich abtragen lassen.

Eigenständiger menschlicher Helfer ohne Namen; keine Zuordnung zu einem baltischen Schmiedegott.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 2 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Žilvinas als Ehemann und Vater

Er erschwert den Besuch, erlaubt ihn nach den Aufgaben und erklärt den geheimen Ruf. Die Kinder sollen ihn nicht weitergeben.

Kontrolle, Abschiedswunsch und spätere Gefährdung gehören zu dieser Handlung; kein pauschal guter oder böser Ehemann aller Fassungen.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 2–3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Sensen tragenden Brüder

Mit dem erpressten Ruf locken alle zwölf den Mann hervor und töten ihn.

Hier zwölf Täter; nicht der einzelne Bruder der anderen Erzählung.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Stimme aus der Tiefe

Nach dem Blutschaum hört Eglė die Stimme des Mannes, die Täter und Preisgabe benennt.

Posthume Stimme im Erzähltext; keine tatsächliche Wiederbelebung oder Hinzufügung der Schlangenmutter.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Söhne, Espe und Fichte im Schluss

Eglės Rede verwandelt die Söhne in starke Bäume, die Tochter in die Espe und sie selbst in die Fichte.

Ausdrücklicher Verwandlungsschluss dieser Fassung; kein in jeden verwandten Text eingefügtes Finale.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, S. 3 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Žaltys ir mergaitė

8 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (8)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Die namenlose Königstochter

Für den verlorenen Ring verspricht sie der Schlange die Ehe. Sie kehrt später mit den Kindern zur Herkunftsfamilie zurück.

Sie wird im Text nicht Eglė genannt. Ring und königliche Herkunft gehören nicht in den Anfang der 1883er Fassung.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 4–5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Schwestern und die Ersatzbräute

Erst erscheint die ältere Schwester, dann eine Kuh mit Kopftuch und ein Schwein. Die Schlange erkennt die Vertauschungen.

Drei genau bezeichnete Versuche; die Tiere werden nicht zu tatsächlichen Ehefrauen oder Gottheiten.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 4 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Der namenlose Schlangenehemann

Er gibt den Ring heraus, holt die Braut, stellt Aufgaben und erklärt den Ruf.

Der Name Žilvinas fehlt. Der Text enthält keine Küstenerklärung eines schönen jungen Mannes wie der erste Text.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 4–5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die als Schlangenmutter bezeichnete Helferin

Žalčio motė gibt den Rat zu Glasschuhen, Wachsrad und Seide; am Ende antwortet žalčio motina.

Die im Text genannte Beziehung bleibt erhalten. Sie wird nicht mit der alten Nachbarin aus der ersten Fassung zusammengelegt.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 4 und 5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Zwei Söhne und eine Tochter

Die Söhne schweigen bei der Befragung; die Tochter gibt den Ruf unter Drohung preis.

Hier drei namenlose Kinder; keine Eintragung der vier Baumnamen des Ausgangstexts.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 4–5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Der einzelne Bruder und die Sense

Er erpresst den Ruf über mehrere Nächte, holt den Mann hervor und tötet ihn mit der Sense.

Ein Täter im Text, keine zwölf Brüder aus dem anderen Erzählablauf.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 4–5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Der zurückhaltende Vater

Er will die Frau nach dem Anblick der Sense am Aufbruch hindern; sie geht dennoch zur Küste.

Eigene Handlung nach der Rückkehr des Bruders; kein ausformulierter gemeinsamer Tötungsplan ergänzt.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Die Eichen- und Froschbilder im letzten Satz

Die Schlangenmutter antwortet mit Bildern der beiden Söhne wie Eichen und der Tochter wie einem grünen Frosch.

Die Vergleichsform wird nicht stillschweigend zur ausdrücklich erzählten Verwandlung aller Beteiligten umgeschrieben. Eine Fichtenverwandlung der Frau fehlt.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, S. 5 · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Vier Eglė-Bände: institutioneller Editionsnachweis

1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (1)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Vier Bände und ihre Sprachgruppen

Die Einträge unterscheiden litauische Varianten, lettische Varianten, weitere Sprachgruppen und Forschung.

Bibliografischer Rahmen; keine Behauptung, alle Bände, Sprachen, Erzähler oder Figuren darin gelesen zu haben.

Beleg: LLTI, vier Katalogeinträge · Pasaka Eglė žalčių karalienė: vier Bände im institutionellen Publikationsnachweis

Eglė-Ballett: offizielle Beschreibung der Inszenierung von 2015

1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (1)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Eglė in Williamsons beschriebenem Ballett

Williamson beschreibt den Weg vom naiven Mädchen zur Frau, die folgenschwere Entscheidungen trifft, ausgehend vom Baumfinale.

Selbstauskunft zur Inszenierung; keine selbst gesehene Aufführung, neue Bühnenbiografie oder heutige Spielplanprüfung.

Beleg: Offizielle Beschreibung, Premiere 20. November 2015 · Eglė žalčių karalienė: dokumentierte Ballettbearbeitung mit Premiere 2015

Žmuida: Eglė als Konflikt um Leben und Tod

2 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (2)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Weitere Kinder- und Vogelenden im Forschungsreferat

Die Fenster zitieren abweichende lettische und litauische Enden und vergleichen Vogel-, Baum- und Todesszenen.

Nur die konkret vermittelten Ausschnitte. Keine unabhängig ganz gelesenen weiteren Fassungen; ihre Gewalt wird nicht in die beiden Ausgangstexte eingebaut.

Beleg: Žmuida, S. 160–161 und 167, Fußnoten · Eglė žalčių karalienė: gyvybės ir mirties domenas – begrenzte Lektüre

Athene, Zeus und weitere Vergleichsgestalten

Der Autor nutzt mythologische Bezüge für seine These zum Wandel von Geschlechter- und Sakralordnungen.

Referenzen seines Modells, keine quellenübergreifende Identität oder neu produzierte vollständige Profile.

Beleg: Žmuida, S. 167–168 · Eglė žalčių karalienė: gyvybės ir mirties domenas – begrenzte Lektüre

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Zwei benannte litauische Erzählfassungen und getrennte spätere Deutung.
Verwendeter Ausschnitt
Apė Eglę ir Žilviną, Aufnahme 1883, im elektronischen Zugang nach Aleksynas 1997.
  1. Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

    Jonas Basanavičius (Sammlung); Kostas Aleksynas (Edition); Šaltiniai (elektronischer Zugang) · Fassung 1: Aufnahme 1883 in Moskau, Erstabdruck 1904 Nr. 194; benutzte Wiedergabe nach 1997. Fassung 2: Jadvyga Teofilė Juškytė, Aufnahme 1904, Erstabdruck Nr. 84; benutzte Wiedergabe nach 1995.

    Alle fünf PDF-Seiten vollständig gelesen, einschließlich beider Erzählungen Apė Eglę ir Žilviną und Žaltys ir mergaitė, Schlussverse und Editionsnachweise.

    Elektronische Wiedergabe der benannten Editionen, keine unabhängige Prüfung der Drucke von 1904 oder der Handschriften. Erster Erzähler und Herkunft nicht genannt; Moskau ist der angegebene Aufnahmeort. Zweite Fassung nennt weder Eglė noch Žilvinas als Namen. Ältere Schreibweisen und redaktionelle Worterklärungen unterscheiden; keine heutigen Kommentare oder Bilder kopieren. Abgerufen am 2026-10-03.

  2. Pasaka Eglė žalčių karalienė: vier Bände im institutionellen Publikationsnachweis

    Lietuvių literatūros ir tautosakos institutas; Leonardas Sauka (Herausgeber der vier Bände) · Band 1–2: 2007; Band 3–4: 2008.

    Nur die vier Katalogeinträge gelesen: litauische, lettische und weitere Sprachfassungen sowie Forschungsband; Titel, Herausgeber, Jahr, Umfang und ISBN.

    Bibliografischer Nachweis, keine Lektüre der vier Bände oder ihres gesamten Variantenbestandes. Seitenzahlen und ISBN gehören zum Publikationsnachweis; keine umfassende Inventar- oder Identitätsentscheidung daraus ableiten. Abgerufen am 2026-10-03.

  3. Eglė žalčių karalienė: dokumentierte Ballettbearbeitung mit Premiere 2015

    Lietuvos nacionalinis operos ir baleto teatras; Eduardas Balsys (Musik), George Williamson (Choreografie) · Premiere dieser Inszenierung: 20. November 2015 laut Theaterseite.

    Angaben zu Urhebern und gesamte Erläuterung von Werkgeschichte, Williamsons Deutung und Premiere gelesen. Der Choreograf setzt beim Baumfinale und Eglės Wandel an.

    Offizielle Beschreibung der Inszenierung, kein selbst angesehenes Ballett oder unabhängig geprüftes Libretto. Aufführungsarchiv-URL 2026 ist nicht das Premierenjahr. Keine wechselnde Besetzung, Termine, Fotos, Filmstills oder choreografische Einzelheiten übernehmen. Abgerufen am 2026-10-03.

  4. Eglė žalčių karalienė: gyvybės ir mirties domenas – begrenzte Lektüre

    Eugenijus Žmuida; Lietuvių literatūros ir tautosakos institutas · Tautosakos darbai XLII, 2011, S. 159–169.

    S. 159–161 und 167–169 tatsächlich vollständig gelesen: Genrefrage, benannte ältere Interpretationen, Schlussfolgerung und englische Zusammenfassung.

    Keine Volllektüre des elfseitigen Aufsatzes; S. 162–166 nicht gelesen. Die Rekonstruktion eines archaischen Konflikts um Kontrolle über Leben und Tod ist die Interpretation des Autors, keine bewiesene Datierung, Geschlechtergeschichte oder allgemein anerkannte ursprüngliche Erzählbedeutung. Zitierte ältere Studien und zusätzliche Fassungen nicht unabhängig gelesen. Abgerufen am 2026-10-03.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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