Zum Museumsinhalt
MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Gu: Eisenarbeit und ein wanderndes Objekt

Welche Biografie hat ein Gu gewidmetes Werk, und warum ersetzen seine Wege keine allgemeine Götterbiografie?

2 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Zwei Gegenstände, getrennte Wege

Zwei Spalten unterscheiden Akati Ekplekendos älteres Werk mit den Zugängen von 1892/1894 von Simon Akatis neuem Werk aus dem Jahr 1970.

Gu: zwei Werke, eigene Geschichten

Beaujeans benannter Objektvergleich, veröffentlicht 2018

Akati Ekplekendo

  • Gou gewidmete Eisenfigur: Hämmern, Schmieden und Nieten im beschriebenen Herstellungszugang.
  • 1892 · Ouidah: Das Werk wird im französischen Kriegs-/Beutezusammenhang genommen.
  • 1894 · Trocadéro: Überführung in einen Museumskontext. Die frühere Geschichte bleibt umstritten.
  • Keine heutige Standortbehauptung.

Simon Akati

  • Fotografien als Vorlage: Eine neue Arbeit folgt einer fotografischen Vermittlung.
  • 1970 · Abomey: Neues Werk für das Museum mit einem eigenen Auftrag.
  • Ein anderer Gegenstand: Kein weiterer Besitzwechsel derselben älteren Eisenfigur.
  • Keine Kopie eines historischen Fotos.

Wer machte welchen Gegenstand, und über welchen Weg wird er vermittelt?

Redaktionelles Leseschema. Keine Statuenreproduktion oder aktuelle Restitutionsbehauptung.

Beleg: Gaëlle Beaujean 2018, ausgewählter Beitrag S. 12–18.

Redaktionelle Quellenkarte nach Beaujeans 2018 Beitrag. Die ältere Gou-Figur und Simon Akatis spätere Arbeit besitzen verschiedene materielle Geschichten. Das Schema übernimmt keine Fotografien und macht keine Aussage über heutige Standorte oder Restitution. Grafik vergrößern Textgrundlage

Eine Arbeit hat einen Urheber

Beaujean beschreibt eine Gou gewidmete Eisenfigur von Akati Ekplekendo. Ihre Herstellung verbindet Schmieden, Hämmern und Nieten. Berichte über Herkunft und Gefangennahme des Künstlers widersprechen sich; die Forscherin stellt sie nebeneinander.

Eine Kriegsbeute erhält neue Bedeutungen

Nach Beaujeans Darstellung wurde das Werk 1892 bei Ouidah von einem französischen Offizier genommen und 1894 dem Trocadéro-Museum gegeben. Museum, Kunstausstellung und Fotografie veränderten später seine Wahrnehmung. Dieser Gegenstandsweg bleibt von der religiösen Gestalt unterschieden.

Ein neues Werk in Abomey

1970 fertigte Simon Akati nach Fotografien eine neue Figur für das Museum in Abomey. Sie ist eine eigene Arbeit mit einem eigenen Auftrag. Das Profil behandelt beide Werke getrennt und behauptet keinen gegenwärtigen Standort oder heutigen Restitutionsstatus aus dem Bericht von 2018.

Eine Frage an den Blick

Beginne beim konkreten Gegenstand: Wer machte ihn, welche Bezeichnung bekam er und über welchen Weg kam die Beschreibung zu uns? Ein wiedererkennbares Motiv allein beantwortet diese Fragen nicht. Der Vergleich mit Ògún führt deshalb zu einer anderen belegten Werk- und Erzählgeschichte.

Die Figur in ihren Quellen

Gu / Gou im ausgewählten Objektzugang

Religiöse Gestalt von den ihr gewidmeten Werken und Kunstschaffenden unterschieden.

Benannte Fassung
12–17

Person im Quellenbezug

Akati Ekplekendo

Benannter Schmied und Künstler; abweichende Herkunftsberichte bleiben nebeneinander stehen.

Benannte Fassung
12–14

Person im Quellenbezug

Simon Akati

Eigenes neues Werk 1970 nach Fotografien, nicht Urheber des älteren Werks.

Benannte Fassung
17

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Ältere Gou gewidmete Eisenfigur

Werkbiografie im ausgewählten Forschungsbeitrag; kein universelles Götterporträt.

Benannte Fassung
12–17

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Simon Akatis neues Gou-Werk von 1970

Eigener datierter Gegenstand mit eigenem Auftrag.

Benannte Fassung
17

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

La statue de fer dédiée à Gou

Ausgewählter publizierter Vermittlungsweg, keine vollständige Urfassung aller regionalen Traditionen.

Tagung 2016; HiCSA-Band online Februar 2018, gedruckt 12–18.

Sprache: Gedrucktes Französisch

Benutzte Ausgabe

La statue de fer dédiée à Gou: benutztes öffentliches PDF

Benannte Lesefenster und materielle Datei im Quellenregister.

Tagung 2016; HiCSA-Band online Februar 2018, gedruckt 12–18.

Sprache: Publikationssprache mit quellengebundenen Namensformen; keine unabhängige Originalsprachen-Kollation.

Welche Zeit ist gemeint?

  • Die hier behandelte Erzählzeit beziehungsweise ein historisch datiertes Figurenleben ist nicht bestimmt.
  • Die Formierungszeit des ganzen Stoffs ist durch die ausgewählten Belege nicht festgestellt; eine Veröffentlichung ist kein Ursprungsjahr.
  • Ein frühester Gesamtbeleg wird aus den ausgewählten Text-/Objektfenstern nicht behauptet.
  • 1892: das ältere Werk wird nach Beaujeans Darstellung bei Ouidah im französischen Beutezusammenhang genommen.
  • 1894: Überführung des älteren Werks in den Trocadéro-Museumskontext.
  • 1970: Simon Akati fertigt nach Fotografien ein neues Werk für das Museum in Abomey; keine weitere Besitzstation derselben älteren Figur.
  • 2018: Veröffentlichung des gewählten Beaujean-Beitrags; seine Objektangaben beweisen keinen heutigen Standort oder Restitutionsstatus.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Gu-/Gou-Bezug zweier getrennter Eisenwerke und ihrer vermittelten Objektgeschichten.
Verwendeter Ausschnitt
Beaujean 12–18: Akati Ekplekendos älteres Werk und Simon Akatis neues Werk getrennt. Kein heutiger Standort oder Restitutionsstatus aus diesem historischen Beitrag abgeleitet.
  1. Gaëlle Beaujean: La statue de fer dédiée à Gou, 2018

    Gaëlle Beaujean; Band herausgegeben von Didier Houénoudé und Maureen Murphy

    111-Seiten-Band archiviert. Titel, Inhaltsverzeichnis und Beitrag 12–18 vollständig textuell gelesen; Titel/12/15 als PNG gesehen. Tagung 2016, Veröffentlichung Februar 2018 laut Titelblatt getrennt.

    Unterschiedliche Herkunftsberichte bleiben zugeschrieben. Kein eigener Doumé-/Abomey-Besuch, keine vollständige Provenienzprüfung aller Originalarchive. Aussagen zu derzeitiger Aufstellung oder Restitution nicht aus 2018 als Stand 2026 behauptet. Keine Abbildungen übernommen; keine private Ritualanleitung. Abgerufen am 2026-10-11.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-11. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.