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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Gatumdug: Schutz für einen Bauherrn

Gudea bittet Gatumdug um Schutz auf seinem Weg. Die als Stadtmutter angerufene Göttin steht auch beim Entstehen der Tempelziegel an seiner Seite.

3 Minuten Lesezeit

Eine Bitte um Begleitung

Auf seinem Weg zur Traumdeutung sucht Gudea Gatumdug auf. Das Gebet nennt sie Tochter Ans und Gründerin von Lagaš. Er spricht sie als Mutter und Vater an und schreibt ihr seine Geburt im Heiligtum zu. Diese Anreden begründen den beanspruchten göttlichen Beistand des Bauherrn.

Die Bitte wird konkret: Gatumdug soll ihn wie Schatten und Schutz umgeben, ihre günstige Hand über ihn halten und schützende Gestalten vor und neben ihm gehen lassen. Der Text berichtet anschließend, sie habe sein Gebet angenommen. Daraus entsteht keine unabhängig belegte menschliche Abstammung oder moderne psychologische Diagnose des Herrschers.

Nachlesen: [1] 52–89

Auch Ziegel können geboren werden

Später nennt die Dichtung Gudea einen im Heiligtum von Gatumdug Geborenen. Bei der Gründung des Tempels wird das Geburtsbild auf das Baumaterial übertragen: Gatumdug bringt die Ziegel mit Ausrufen zur Welt, während Bau sie mit Öl und Zedernessenz salbt.

Die Rollen sind aufeinander bezogen und unterscheidbar. Gatumdug lässt entstehen, Bau stattet aus; Enki setzt Fundamentpflöcke und Nanše betreut Orakelbotschaften. In dieser gemeinsamen Handlung erhält Gatumdug eine eigene Stellung, statt nur als Name in einer Verwandtschaftsliste zu erscheinen.

Der Stadtbezug erhält verschiedene Stimmen

Kreberniks Übersicht der frühdynastischen Zame-Hymnen nennt Gatumdug bei Lagaš. In der benutzten älteren ETCSL-Schreibweise steht der Name als Jatumdug. Die Klage um Urim nennt sie wiederum beim verlassenen Haus Lagaš.

Hymnischer Ortsbezug, Gudeas Schutzbitte und die Formel der Stadtklage leisten Unterschiedliches. Die Belege werden deshalb mit ihren Werken verbunden. Dass die Klage vom Verlassen spricht, erzählt weder Gatumdugs ganze Geschichte noch beweist es eine endgültige Auflösung jeder späteren Verbindung zur Stadt.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Was leisten Eltern- und Geburtsanreden in einer Erzählung über einen historischen Herrscher?
Gudea bittet Gatumdug um Schutz auf seinem Weg. Die als Stadtmutter angerufene Göttin steht auch beim Entstehen der Tempelziegel an seiner Seite.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Der Bau von Ningirsus Tempel: Gudea-ZylinderA/B

Eigenes Werk; lokale Anreden und Varianten nicht mit sämtlichen anderen Götterüberlieferungen vereinheitlicht.

Antiker Werkzusammenhang; konkrete Überlieferung nicht aus moderner Webseitenrevision datiert.

Sprache: Sumerisch

Benutzte Ausgabe

ETCSL 2.1.7: englischer Lesetext

Alle angebotenen englischen Abschnitte 1–1363 der Zylinder A und B samt bezeichneten Lücken und Revisionsende vollständig tatsächlich gelesen. Die frühere Mittellücke ist geschlossen: 12 protokollierte, lückenlos zusammengefügte Ausgabefenster umfassen den gesamten 56023-Zeichen-Lesetext. Kein erneuter Abruf oder erneute Extraktion. Keine neue sumerische Partiturkollation.

Übersetzungsrevision März/April 1998; Korrekturen/Publikation Juli 1998 laut Seite.

Sprache: Englisch nach Sumerisch

Überlieferter Text

Die Klage um Urim

Eigener, in der modernen Edition zusammengesetzt vermittelter Textzusammenhang; Unterschiede anderer Dichtungen bleiben erkennbar.

Antiker Werkzusammenhang; keine neue präzise Erstkompositions- oder Einzeltafeldatierung.

Sprache: Sumerisch

Benutzte Ausgabe

ETCSL 2.2.2, englischer Lesetext

Vollständiger vorhandener englischer Umfang tatsächlich gelesen: 1–438 mit elfkirugu-Abschnitten, Refrains, Varianten und Fehlstellen.

Moderne Übersetzungs-/Aufbereitungsdaten laut Revisionsgeschichte, gesichert17.10.2026.

Sprache: Englisch nach Sumerisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte Rollen in der Tempelbaudichtung für Gudea; bei Gatumdug ein eigener Stadtklage- und früher Hymnenvergleich
Verwendeter Ausschnitt
Vollständig gelesene verfügbare ETCSL-Übersetzung 1–1363 mit Fehlstellen; keine eigene sumerische Kollation oder unabhängig vollständige Bauchronik.
  1. ETCSL 2.1.7: Der Bau von Ningirsus Tempel: Gudea-Zylinder A/B

    Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzungsrevision März/April 1998; Korrekturen/Publikation Juli 1998 laut Seite.

    Alle angebotenen englischen Abschnitte 1–1363 der Zylinder A und B samt bezeichneten Lücken und Revisionsende vollständig tatsächlich gelesen. Die frühere Mittellücke ist geschlossen: 12 protokollierte, lückenlos zusammengefügte Ausgabefenster umfassen den gesamten 56023-Zeichen-Lesetext. Kein erneuter Abruf oder erneute Extraktion.

    Moderne zusammengesetzte englische Übersetzung mit unsicheren Stellen und Fehlabschnitten. Keine eigene sumerische Kollation, Tafelautopsie oder vollständige Grabungs-/Objektprüfung. Göttliche Hilfe und soziale Erneuerung sind Ansprüche der Tempeldichtung, keine allein dadurch unabhängig bestätigten Maßnahmen. Abgerufen am 2026-10-17.

  2. Zame/i-Hymnen: frühdynastische Kulttopographie und Namen

    M. Krebernik · Reallexikon der Assyriologie 15, Lieferung Juli 2017; Gesamtband 2016–2018

    Ganzen Artikel S. 203–205 samt Tabelle und Autorenangabe im bereits vorhandenen Text gelesen, Dateizeilen 26741–26922. Die übrigen mit ausgegebenen Zeilen gehören zu Nachbarlemmata und gelten nicht als neue Ganzlektüren. Tabelle auf PDF-S. 254, gedruckt 204, zusätzlich tatsächlich als Bild betrachtet, insbesondere Zeilen/Strophen 24, 25, 37 und 38. Lieferungsangaben PDF-S. 1–2 gelesen.

    Fachliche Übersicht, keine neue eigene Edition der Zame-Handschriften oder aller verlinkten Lexikonlemmata. Unsichere Toponyme und Tabellenkorrelationen bleiben als solche erkennbar; keine sicheren Kultorte aus Fragezeichen abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-17.

  3. ETCSL 2.2.2: Die Klage um Urim

    Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzungsbearbeitung1998–2000 und elektronische Aufbereitung1999–2001 je nach Text; genaue Revisionsgeschichte im gesicherten Lesetext.

    Ganzer vorhandener englischer Lesetext tatsächlich gelesen: 1–438 mit elfkirugu-Abschnitten, Refrains, Varianten und Fehlstellen; einschließlich Revisionsgeschichte.

    Zusammengesetzte Übersetzung; keine eigene sumerische Kollation, Datierung einer Erstkomposition oder Tafelautopsie. Literarische Rede und Bitte nicht als neutrale Ereignisreportage oder Nachweis abgeschlossener Wiederherstellung behandelt. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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