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MythaneumDas Museum der Mythologien

Exponat

Yōkai werden gesammelt: ein Buch ordnet die Begegnung

Was verändert sich, wenn aus einer Parade einzelne Buchbilder werden?

3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein bestimmtes Buch statt eines ewigen Bestiariums

Ausgangspunkt ist Sekien­s dreibändiges Hyakki yagyō, im Smithsonian unterFSC-GR-780.621.1-3 auf1776 datiert. Der Katalog nennt Künstler, Herausgeber und Verleger. Das Exponat behandelt damit ein hergestelltes Druckwerk und seine Vermittlung, keine anonyme uralte Gesamtliste japanischer Wesen.

Die einzelne Darstellung bekommt eine Umgebung

Das Kataloglabel beschreibt eine Neuordnung gegenüber älteren Paraden: Einzelwesen werden mit Umgebungsdetails präsentiert. In der dort erläuterten Öffnung von Band2 stehen lebender und toter Geist nebeneinander. Die Platzierung schafft Vergleichsmöglichkeiten; sie ist nicht schon eine naturkundliche Taxonomie.

Nachlesen: [1] Label54–55

Benennung kann selbst eine kreative Handlung sein

Alts Bibliotheksbeitrag nennt Wortspiele, literarische Anspielungen und personifizierte Redewendungen neben Tieren und Hausgeräten. Das Exponat führt Erfindung deshalb als mögliche Gestaltung des Buches, ohne jedes einzelne Wesen ungeprüft als Sekien­s eigene Erfindung zu deklarieren.

Die Buchausgabe begrenzt den Zeugen

Der Smithsonian-Katalog behandelt 1776. Mehrere Bildunterschriften des Bibliotheksbeitrags nennen dagegen eine Ausgabe von 1805. Entwurf, Druckausgabe und heutige Erklärung sind eigene Zeitebenen. Der hier eingebundene NDL-Bildbereich ist ausdrücklich als Ausgabe von 1805 beschriftet; er wird nicht zum sichtbaren Exemplar des Smithsonian-Katalogs von 1776 erklärt.

Der benannte Buchbildbereich: 木魅 (Kodama)

Zwei bekleidete Gestalten stehen zwischen Bäumen auf einer gealterten Buchbildfläche; oben rechts steht der Titel 木魅.
木魅 (Kodama) aus der von der NDL auf 1805 datierten Ausgabe 百鬼夜行 3巻拾遺3巻 [1], Toriyama Sekien, Verlag Nagano-ya Kankichi, Signatur 辰-23, PID 2553975, R0000009. Vom Anbieter ausgewählter Bildbereich, unverändert lokal gespeichert; Webansichten nur proportional verkleinert. Überschrift erkannt, längere Beschriftung nicht vollständig gelesen. Source: NDL Image Bank, National Diet Library, Japan (https://www.ndl.go.jp/imagebank). Public Domain/PDM; Quellenangabe erforderlich. Bildnachweis

1805 ist eine konkrete Ausgabe, keine Ursprungsdatierung

Die hier gezeigten Bildbereiche gehören zum NDL-Buchzeugen von 1805. Der getrennte Smithsonian-Katalogzeuge ist auf 1776 datiert. Diese Angaben beschreiben verschiedene Ausgaben und belegen weder das erste Auftreten einer Gestalt noch die unveränderte Gestalt aller späteren Drucke. Die Bilder können konkret verglichen werden; eine vollständige Kollation beider Bücher ist damit nicht erfolgt.

Heutige Begleitillustration: Buchblätter und mehrdeutige Schatten

Angehobene helle Blätter eines genähten Buches werfen mehrdeutige Schatten auf eine dunkle Lesefläche.
KI-generierter eigener Raumeinstieg: überlagerte Buchblätter und ihre Schatten verweisen auf das Sammeln und Deuten von Geschichten. Das unbeschriftete Buch ist frei gestaltet, keine Reproduktion eines Sekien- oder Mitford-Zeugen. Textgrundlage

Zwei Bilder leisten verschiedene Arbeit

Die historische Kodama-Seite zeigt einen bestimmten Druck von 1805. Die danebenstehende KI-Illustration zeigt ein frei gestaltetes, unbeschriftetes Buch mit Schatten. Sie lädt zum Nachdenken über das Sehen und Deuten ein. Sie bildet weder Sekiens Buch noch eine historische Lesesituation nach und liefert keinen weiteren Beleg für Kodamas Erscheinung.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Tales of Old Japan

Mitfords englische Sammlung ist ein eigener Vermittlungszeuge. Hier sind die beiden benannten Fuchsgeschichten, die eigene Vorrede und die zugehörigen Anmerkungen erschlossen; andere Geschichten und die historischen Bilder wurden dadurch nicht ausgewertet.

Eigene Vorrede: London, 7. Januar 1871. Das gelesene digitale Titelblatt nennt 1910; beide Angaben bezeichnen verschiedene Ebenen.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Mitford / Gutenberg: The Foxes’ Wedding und The Foxes

Gelesen wurden The Foxes’ Wedding und The Foxes, Mitfords eigene Vorrede sowie die Anmerkungen 55, 56, 57 und 77. Andere Geschichten, Anhänge, historische Bilder und referierte Bühnenstücke wurden nicht ausgewertet. Aussagen des Vermittlers werden nicht als unabhängig bestätigte Ereignisse oder als allgemeine Fuchsbiografie behandelt.

Benannte digitale Fassung mit Titelblatt 1910 und Vorrede von 1871.

Sprache: Englisch

Welche Zeit ist gemeint?

  • 1776: Smithsonian-Buchzeuge, nicht Entstehung aller enthaltenen Gestalten.
  • 1805: spätere Ausgabe in ausgewählten Bildunterschriften des Bibliotheksbeitrags.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Yōkai-Bücher, belebte Dinge und veränderliche Tengu
Verwendeter Ausschnitt
Benannte Sekien-Buchkataloge und zwei ausgewählte NDL-Bildbereiche von1805. Konkrete Bildbeobachtungen sind dokumentiert; keine Gesamtlektüre der Bücher, aller Yōkai-Namen oder längeren Bildschriften.
  1. Hyakki yagyō, FSC-GR-780.621.1-3

    Smithsonian National Museum of Asian Art · Buch1776lautKatalog

    Metadaten24–49 und gesamtes Label53–55 gelesen; beschriebene Öffnung von Band2 mit ikiryō/shiryō. Keine Buchseiten-/Bildsichtung, kein gesamter Buchtext gelesen.

    Eigene begrenzte Inhaltswiedergabe; Fach- und Katalogdeutung von eigener Primärtext-/Bildlektüre getrennt. Keine Vollsammlung, kein garantiertes Ritualwissen, keine pauschale Kami-Identität. Medienrechte nicht aus bloßer Erreichbarkeit ableiten. Abgerufen am 2026-10-09.

  2. Toriyama Sekien’s Spooky Parade

    Matt Alt, Gastbeitrag unter Erin Rushing / Smithsonian Libraries · 14.Oktober2016

    Indexierter Hauptbeitrag vollständig gelesen: benannte Werke/Bildunterschriften, Wortspiele, Phänomene, Hausgeräte und moderne Vermittlung. Abbildungen nicht angesehen. Fehlerhafte1776-Washington-Amtseid-Verknüpfung sowie zeitlose/evolutionäre Werberhetorik nicht für historische Tatsachen verwendet.

    Eigene begrenzte Inhaltswiedergabe; Fach- und Katalogdeutung von eigener Primärtext-/Bildlektüre getrennt. Keine Vollsammlung, kein garantiertes Ritualwissen, keine pauschale Kami-Identität. Medienrechte nicht aus bloßer Erreichbarkeit ableiten. Abgerufen am 2026-10-09.

  3. NDL Image Bank: Sekien-Bilder und Ausgabe 1805

    National Diet Library · Ausgabe 1805; heutige digitale Vermittlung

    Themenseite: Bildtitel und konkrete IIIF-Bildrouten für 木魅 und 天狗; bibliographische Metadaten des Manifests 2553975 und des NDL-Katalogeintrags; zwei Originalbildbereiche und alle sechs Webansichten tatsächlich betrachtet.

    Keine vollständige Buchlektüre, keine kollationierte Transkription der längeren Beschriftungen; Ausgabe 1805 nicht mit Smithsonian-Zeuge 1776 gleichgesetzt. Bildbereiche vom Anbieter gewählt; keine eigenen Ausschnitte. Image-Bank-Gemeinfreiheit mit Quellenangabe, keine CC0-Behauptung. Abgerufen am 2026-10-09.

  4. Tales of Old Japan: The Foxes’ Wedding und The Foxes

    A. B. Mitford / Lord Redesdale · Gelesene Fassung Titelblatt1910; eigene Vorrede London7. Januar1871

    The Foxes’ Wedding vollständig bis The History of Sakata Kintoki; The Foxes vollständig bis The Grateful Foxes; eigene Vorrede vollständig; Noten55/56/57/77 vollständig gelesen. Verweise auf Appendix/Prince and Badger nicht nachgelesen. Bilder und übrige Geschichten nicht ausgewertet.

    Eigene begrenzte Inhaltswiedergabe eines benannten Zeugen. Übersetzer-/Katalogbehauptungen nicht zu unabhängig verifizierten Ereignissen oder universeller Fuchsbiografie erklären; referierte Bücher/Anhänge/Bühnenstücke nicht selbst gelesen. Abgerufen am 2026-10-09.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-09. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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