Eine Rauchsäule führt zu einer gefährlichen Unterkunft
Drei Brüder verlassen ihre Mutter. Als es im Wald dunkel wird, steigen sie nacheinander auf einen Baum. Erst der Jüngste entdeckt in der Ferne eine dünne Rauchsäule. Sie führt zu einem Schloss, dessen Tür ihnen Basa-Andre öffnet. Die Frau warnt vor ihrem Mann: Basa-Jaun werde sie fressen. Die Brüder wenden ein, draußen könne ihnen dasselbe geschehen. Daraufhin lässt sie die drei hinein und versteckt sie.
Als der Hausherr heimkehrt, bemerkt er die Fremden und bedroht auch seine Frau. Sie muss die Brüder einzeln hervorholen. Er macht sie zu seinen Dienern und nimmt sie am nächsten Tag mit auf die Jagd. Aus der Aufnahme für eine Nacht ist ein Dienstverhältnis geworden. Der Text schildert weder eine freie Rückkehr noch die Übergabe einer allgemeinen Naturweisheit.
Die Schwester muss ihre eigene Familiengeschichte erst erfahren
Zu Hause wächst die kleine Schwester heran. Erst als die Grundbesitzerin ihr wegen gestohlenen Maises ein schlimmes Ende wie den Brüdern vorhersagt, erfährt sie überhaupt von deren Fortgang. Sie lässt sich von ihrer Mutter Spinngerät und einen kleinen Kuchen geben und macht sich auf den Weg. Im Schloss erkennen sich die Geschwister zunächst nicht. Auch sie tritt in den Dienst Basa-Jauns.
Dann wird das Mädchen immer schwächer. Sie erklärt einem Bruder, dass der Herr abends ihren kleinen Finger durch die Tür verlangt und daran saugt. Die Geschwister planen seinen Tod und töten ihn in einer Schlucht. Die Aufzeichnung spart die genaue Tötungsweise aus. Ein heutiges Bild soll diese Lücke nicht mit einer erfundenen Kampftechnik füllen.
Drei Zähne verändern die Machtverhältnisse
Basa-Andre bringt drei große Zähne ins Haus und weist das Mädchen an, beim abendlichen Fußwaschen jedem Bruder einen Zahn ins Wasser zu legen. Danach sind die drei Brüder zu Ochsen geworden. Ihre Schwester treibt sie auf die Weide und muss mit ihnen außerhalb des bisherigen menschlichen Alltags zurechtkommen.
Später trifft sie Basa-Andre unter einer Brücke. Nun droht das Mädchen mit einem glühenden Ofen, falls die Frau die Verwandlung nicht rückgängig mache. Basa-Andre nennt eine bestimmte Talsenke, drei Haselstöcke und jeweils drei Schläge auf den Rücken. Das Mädchen führt die Anweisung aus; die Brüder werden wieder Menschen. Am Ende leben die vier Geschwister im Schloss.
Erzählhandlung und Sammlererklärung sind zwei verschiedene Dinge
Webster schreibt diese Geschichte Estefanella Hirigaray zu. Seine Anmerkung erklärt den abrupten Schluss damit, dass die Erzählerin müde geworden sei. Das ist eine bemerkenswerte Angabe zur Vermittlung: Das Ende gehört zu einem konkreten Aufnahme- und Übersetzungsweg und ist keine vollständige Lebenschronik eines Waldwesens.
Der Sammler vermutet außerdem, das fließende Wasser gebe dem Mädchen Macht über die Frau. In der Erzählung selbst steht diese Erklärung nicht. Sicher erzählt sind die Begegnung unter der Brücke, die Drohung und die daraufhin erhaltene Anweisung. Das Wissen wird in einer konflikthaften Verhandlung zugänglich.
Deine Frage an die Überlieferung
Was verändert sich an deinem Urteil über die Rettung, wenn du auch Basa-Andres anfänglichen Schutz und die spätere Drohung des Mädchens beachtest?
Heutige Illustration des bezeichneten Erzählmoments

Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Basque Legends: gesammelte Erzählungen mit Sammlerrahmen
Gemeinsam gelesen sind Einleitung, Kapitel I/II/IV und deren Anmerkungen. Andere Kapitel und Vinsons eigener Sprachaufsatz sind nicht damit erschlossen.
Gewählter Druck zweite Ausgabe 1879; ursprüngliche Lern- und Mitteilungszeiten nur soweit im Text genannt.
Sprache: Englische Übersetzung baskischer Erzählungen; einzelne baskische Benennungen, keine eigene baskische Kollation
Benutzte Ausgabe
Webster: Basque Legends, zweite Ausgabe, London 1879
Konkreter gelesener Druckweg mit Erzählerzuschreibungen, Übersetzerangaben und Websters eigenen vorläufigen Naturmythenvergleichen; kein Tonprotokoll.
Zweite Ausgabe 1879, digitale Ausgabe Project Gutenberg 34902 mit Bearbeitungsstand 15.12.2022.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Websters englische Vermittlung von Estefanella Hirigarays Basa-Jauna-Erzählung.
- Verwendeter Ausschnitt
- Zweite Ausgabe 1879, Kapitel IV S. 49–53 und Anmerkungen 44–49; keine selbst gelesene Cerquand-Erzählung.
- Basque Legends: zweite Ausgabe 1879, ausgewählte ganze Kapitel und Sammlerrahmen
Wentworth Webster; mit einem eigenen Anhang von Julien Vinson, der hier nicht vollständig gelesen ist · Zweite Ausgabe, London: Griffith and Farran / Walbrook & Co., 1879; digitale Ausgabe Project Gutenberg 34902, Stand 2022.
Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und ganze Einleitung gelesen. Kapitel I S. 1–19, Kapitel II S. 20–41 und Kapitel IV S. 47–63 vollständig samt zugehörigen Anmerkungen 1–35 und 38–61. Kapitel III, übrige Kapitel und Vinsons Sprachaufsatz nicht als gelesen behauptet.
Englische Sammlerübersetzung und geordnete Auswahl, keine selbst gehörte baskische Aufführung und keine Kollation des baskischen Wortlauts. Webster räumt Glättungen ein; Naturmythendeutung, Typenvergleich, Herkunfts- und Namenshypothesen bleiben seine Positionen. Verweise auf Cerquand, Campbell, Ovid und andere Bücher bedeuten keine eigene Lektüre dieser Werke. Abgerufen am 2026-10-16.
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Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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