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MythaneumDas Museum der Mythologien

Ort

Jötunheimr: Eine Herkunft ist noch kein vollständiges Land

Snorris Angrboða-Notiz nennt Jötunheimar als Herkunftsrahmen. Sie liefert weder eine allgemeine Lebensbeschreibung seiner Bewohner noch eine sichere Karte.

2 Minuten Lesezeit

Angrboðas Kinder gehören zu einer begrenzten Prosastelle

Gylfaginning XXXIV führt Angrboða als gýgr in Jötunheimar ein und nennt mit Loki drei Kinder: Fenrir, Jörmungandr und Hel. Der vorhergehende Satz über Sigyn und ihren Sohn wird davon getrennt gehalten.

Die Ortsangabe bezeichnet hier den Rahmen einer Verwandtschaftsnotiz. Sie erzählt keine Begegnung mit Loki und lokalisiert kein heute auffindbares Haus Angrboðas.

Ein Name erklärt nicht alle Reisen und Figuren

Die benannten Jötnar und ihre Begegnungen erhalten eigene Profile. Eine gemeinsame Raumbezeichnung legt weder einen für alle geltenden Charakter noch eine einzige Reiseordnung fest.

Jötunheimr beziehungsweise die Form Jötunheimar der zitierten Stelle wird daher nicht ungeprüft mit jedem fremden Hof und jeder außerhalb der Götterwelt erzählten Burg gleichgesetzt. Die jeweilige Erzählung muss die Verbindung selbst tragen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Angrboða und Lokis Kinder: Gylfaginning 34

Gylfaginning 27/1–22 nach Faulkes, Kapitel XXXIV nach Brodeur; drei Kinder, Orakel, Entführung und Zuordnung werden quellengetreu getrennt.

Faulkes 2005/2011 und Brodeur 1916 sind Ausgaben, nicht die Datierung des Stoffes.

Sprache: Altnordischer kritischer Text und historische englische Übersetzung

Benutzte Ausgabe

Brodeur: Gylfaginning, Fenrir-Auswahl

XXV/XXXIV vollständig und zwei benannte LI-Prosapassagen; keine Gesamtlektüre der Ausgabe.

1916

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Snorris Edda

Bibliografische Werkidentität; nur die im Quellenregister genannten Teile gelesen.

Werk- und Stoffgeschichte nicht mit Datum der benutzten Übersetzung gleichgesetzt.

Sprache: Altnordisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Die jeweils benannten nordischen und germanischen Text-/Objektzusammenhänge; keine einheitliche universale Welten- oder Ausrüstungsliste.
Verwendeter Ausschnitt
Die je Abschnitt einzeln bezeichneten Textfenster und Zeugnisse.
  1. Angrboða und Lokis Kinder in Gylfaginning 34

    Snorri Sturluson; Anthony Faulkes, kritische Edition

    Gylfaginning 27/1–22 einschließlich Angrboða, drei Kindern, Prophezeiung und Bewertung durch die Götter; Original-PDF-Seite Index 58 tatsächlich betrachtet.

    Altnordischer kritischer Text; keine eigene Handschriftenkollation. Die Stelle erzählt keine eigene Handlung Angrboðas und keine Biografie ihrer Eltern. Die abwertende Blut-Herkunftsrede ist Urteil der erzählten Götter. Abgerufen am 2026-09-28.

  2. Gylfaginning: Týr und Fenrirs Bindung, Kapitel XXV, XXXIV und Auswahl LI

    Snorri Sturluson; englische Übersetzung Arthur Gilchrist Brodeur (1916), Wikisource

    XXV und XXXIV vollständig gelesen; in LI die beiden Prosapassagen ab Then shall happen und When these tidings come to pass bis vor dem folgenden Völuspá-Zitat.

    Keine Gesamtlektüre dieser neuen Quellenaufnahme. Eigene deutsche Nacherzählung nach der historischen englischen Übersetzung, keine altnordische Neuedition. Rahmenrede, Figurenrede und heutige Deutung werden unterschieden. Keine Lokalisierung der erzählten Insel und keine Ritualrekonstruktion. Abgerufen am 2026-09-27.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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