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MythaneumDas Museum der Mythologien

Historisches Objekt

Eine Shuten-dōji-Bildrolle von 1700

Was belegt der historische Gegenstand über eine viel ältere Erzählzeit?

2–3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein identifizierter Gegenstand begrenzt den Zugang

Ausgangspunkt ist F1998.26.1 im National Museum of Asian Art. Der Katalog nennt Kanō Shōun, die Datierung1700 und Seide mit Tusche, Farbe, Gold und Silber. Die Rolle gehört laut Eintrag zu einem Dreierset. Dieses Profil erschließt zunächst den benannten Zeugen, ohne alle drei Rollen als gesichtet auszugeben.

Die Geschichte besitzt eine andere Zeit

Das Label setzt die Handlung ins zehnte Jahrhundert: Raikō und seine Krieger kommen als Mönche verkleidet in die Festung und töten den nach einem Getränk eingeschlafenen Shuten-dōji.1700 datiert den Bildzeugen, nicht dieses Ereignis. Ein historisches Bild ist kein Beweis eines realen Kampfes.

Ein Auftrag wird aus Beteiligten erschlossen

Die Institution deutet den kostbaren Träger und die Beteiligung hochrangiger Kalligraphen als Hinweis auf einen hochrangigen Auftraggeber. Das ist eine begründete Kataloginterpretation; sie benennt keinen von uns unabhängig nachgewiesenen Auftraggeber.

Ein Bereich ist gesichtet, die Rolle noch nicht vollständig

Der direkte Archivkatalog und der ausgewählte Bildbereich002 sind jetzt erschlossen. Die Aufnahme umfasst eine höfische Szene mit angrenzenden Schriftflächen. Weitere Bereiche und die vollständige Bildschrift bleiben eigene Arbeiten; weder die gesamte erste Rolle noch das Dreierset werden als vollständig gesichtet ausgegeben.

Text und Rollbild sind getrennte Zeugen

Reiders Übersetzung erschließt Shibukawas Druckfassung. Sie ersetzt weder die Bildsichtung noch die Schriftlektüre von F1998.26.1.

Ein ausgewählter Bereich der ersten Rolle

Ein breiter Rollbildbereich zeigt sitzende höfisch gekleidete Gestalten in gestaffelter Architektur mit grünen Böden, Wolkenbändern und seitlichen Schriftflächen.
Ausgewählter BildbereichFS-F1998.26.1_002 der ersten Shuten-Dōji-Rolle,F1998.26.1. Kanō Shōun,1700 nach Katalog; die Aufnahme zeigt eine höfische Versammlung. Keine gesamte Rolle und kein Shuten-Dōji-Porträt; Bildschrift und einzelne Figurenidentitäten nicht selbst entziffert. Foto:Smithsonian National Museum of Asian Art/Freer Gallery of Art,CC0. Bereitgestellte Datei unverändert, WebP nur proportional verkleinert. Bildnachweis Bildlizenz

Die Auswahl zeigt eine andere Handlungsebene

Hier ist eine höfische Versammlung sichtbar. Die Figuren werden ohne Schriftlektüre nicht einzeln benannt. Der Bereich002 ist Teil von F1998.26.1; er zeigt weder den ganzen Bildträger noch den Kampf. Die benannte Shibukawa-Übersetzung bleibt ein anderer Textzeuge.

Das konkrete Zeugnis

Objektdaten

Aufbewahrungsort
Smithsonian National Museum of Asian Art, Freer Gallery of Art Collection
Inventar und betrachteter Teil
F1998.26.1
Material
Tusche, Farbe, Gold und Silber auf Seide laut Katalog.
Datierung
1700 laut Katalog; Erzählhandlung davon getrennt.
Fund- und Sammlungskontext
Vorbesitz Deborah und David Chodoff; Erwerb mit Mitteln der Friends of Asian Arts nach Katalog.
Benennung und Einordnung
The Tale of Shuten Dōji, eine Rolle eines Dreiersets nach institutionellem Eintrag.
Grenzen des Nachweises
Katalogprovenienz ist keine lückenlose Herkunftskette. Direkter Archivtext inzwischen gelesen und ein benannter Bildbereich betrachtet; vollständige Rolle und Bildschrift nicht erschlossen.

Die historische Sache befindet sich in der genannten Sammlung. Hier betrachten wir ihre digitale Reproduktion; deren Bildnachweis und Lizenz stehen direkt am Bild.

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Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Shuten Dōji: die Shibukawa-Druckfassung

Dieser Werkzugang bezeichnet die in Reiders Übersetzung erschlossene Shibukawa-Fassung. Er ersetzt keine vollständige Gegenüberstellung aller Ōe- und Ibuki-Zeugen und keine Einordnung einer historischen Bildrolle als dieselbe Ausgabe.

Die benannte Shibukawa-Druckfassung gehört ins 18. Jahrhundert; die hier verwendete englische Übersetzung erschien 2005. Historische Bildrollen sind eigene Zeugnisse.

Sprache: Japanisch

Benutzte Ausgabe

Reider 2005: Shuten Dōji: Drunken Demon

Gelesen wurden die Einleitung auf den Seiten 207–211, die vollständige Übersetzung auf den Seiten 212–228, die Anmerkungen 1–48 und die Bibliografie bis Seite 231. Reider nennt Ichiko 1958 mit einer Gegenprüfung anhand Ōshima 1974 als Grundlage; dies ist ihre Editionsangabe, keine eigene japanische Kollation. Widersprüchliche Namenszuordnungen und Größenangaben bleiben als Unterschiede im benannten Text sichtbar.

2005; übersetzte Shibukawa-Druckfassung18.Jahrhundert

Sprache: Englisch

Welche Zeit ist gemeint?

  • 1700: Datierung F1998.26.1 nach Katalog; kein Ereignisdatum der erzählten Handlung.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ein historischer Shuten-dōji-Bildrollenzeuge
Verwendeter Ausschnitt
F1998.26.1: direkt gelesener institutioneller Archivtext und ausgewählter Bildbereich002. Hersteller-/Kalligraphenangaben nach Katalog, keine eigene Signaturlektüre; keine gesamte erste Rolle oder Dreierset-Sichtung.
  1. The Tale of Shuten Dōji, F1998.26.1

    Smithsonian National Museum of Asian Art · Objekt1700lautKatalog

    Indexierter institutioneller Eintrag zu F1998.26.1: gesamtes Label und sichtbare Hersteller/Kalligraphen/Datierung/Medium/Identität gelesen. Direkte Abrufe404 beziehungsweise nicht zugänglich; Quelle über gezielte web.run-Suche gelesen. Andere im Ergebnis enthaltene Rollen nur Orientierung; keine Scrolltexte oder Bilder gesehen.

    Nur benannter institutioneller Text; Erzähl-/Glaubensbehauptungen und interpretierte Bildrollen quellengebunden. Keine eigene Inschriftentzifferung, Bildsichtung, Film-/Sammlungsabnahme oder umfassende Religionsgeschichte. Abgerufen am 2026-10-09.

  2. Shuten Dōji: Drunken Demon, Shibukawa-Übersetzung

    Noriko T. Reider / Asian Folklore Studies64 · 2005; übersetzte Shibukawa-Druckfassung18.Jahrhundert

    Reider2005, Einleitung207–211, vollständige Übersetzung212–228, Noten1–48 und Bibliografie228–231 gelesen; historische Bilder nicht gesichtet, japanische Editionen nicht kollationiert.

    Englische Übersetzung nachIchiko1958mitŌshima1974GegenprüfunglautÜbersetzerin; keine eigene japanische Originallektüre oder Kollation aller Ōe-/Ibuki-Zeugen. Inschrift-/Bildpixel nicht gelesen. Politisch-religiöse Texturteile nicht Museumurteil. Keine Rauschmittel-/Ritualanleitung. Tochterzuordnung Hanazono/Yoshida und Größen10/20feet widersprüchlich/wechselnd im benannten Text; nicht harmonisiert. Abgerufen am 2026-10-09.

  3. The Tale of Shuten Dōji,F1998.26.1: direkter Archivkatalog und Bildbereich002

    Smithsonian National Museum of Asian Art · 1700lautKatalog

    Direkter Archivtext Maker(s), Datierung, Medium, Maße37.6x1880.7cm, Geografie, Credit, Provenienz samtNote1, Label, Referenzliste und konkrete CC0-Ausweisung gelesen. ManifestFS-F1998.26.1_002Metadaten undTermsofUse-Lizenzlink gelesen. Bereitgestellte Bildbereichdatei2400x828werkzeugseitig2048x707 und sämtliche480/960/1536WebP tatsächlich betrachtet. Keine Bildschrift-/Signaturentzifferung oder drei vollständigen Rollen gesichtet.

    KatalogCC0 und separat indexierteCollectionsSearchCC0 bestätigenReuse; ManifestMetadataUsageCC0 allein nicht als Fotolizenz benutzt. Zwei generischeModalvorlagen enthaltenCC0/UsageConditionsApply; konkreteObjektfreigabe nichtdurchallgemeineVorlageersetzt. Bild002höfischerVersammlungsbereich, keineganze18.807mRolle/Schwertkampf. Figurenidentitäten nichtohneSchriftlektüreerschlossen. Abgerufen am 2026-10-09.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-09. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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