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MythaneumDas Museum der Mythologien

Historische Tontafel · externer Nachweis

Ein Enūma-eliš-Fragment: Sieben Zeilen und eine ganze Erzählung

Das Fragment BM099961 gehört zum Anfang des babylonischen Schöpfungsepos. Seine sieben beschädigten Zeilen zeigen, weshalb eine moderne Gesamtausgabe viele Textzeugen benötigt.

3–4 Minuten Lesezeit

Mehrere Nummern bezeichnen dasselbe Objekt

Der unabhängige CDLI-Datensatz P479350 verbindet die Museumsnummer BM099961 mit der Erwerbsnummer 1883-01-21 AH,2323. Er verweist zugleich auf die Museumsadresse 1883,0121.2323 und den eBL-Eintrag BM.99961. Die Nummern bezeichnen hier unterschiedliche heutige Ordnungen desselben Objekts.

CDLI führt den Schriftträger als Tontafel in der Sammlung des British Museum und datiert ihn als neubabylonisch. Das Datum in der Erwerbsnummer ist davon zu unterscheiden. Ein genauer antiker Fundort wird in diesem Datensatz nicht genannt; der allgemeinere eBL-Herkunftseintrag Babylonia ersetzt keine genaue Grabungszuordnung.

Sieben beschädigte Zeilen sind kein vollständiger Anfang

Die CDLI-Transkription kennzeichnet den Anfang und die Fortsetzung als abgebrochen. Sie verzeichnet sieben Zeilen einer Vorderseite und ordnet sie den Versen 118–124 der ersten Enūma-eliš-Tafel zu. Die Auslassungszeichen gehören deshalb zur Aussage über den erhaltenen Text.

Die eBL-Ausgabe weist demselben Zeugen ebenfalls diese sieben Stellen zu. Doch ihre durchgehende Lesefassung enthält wesentlich mehr Wörter als die jeweilige fragmentarische Zeugenzeile. Wir vergleichen hier veröffentlichte Transkriptionen, nicht eine neu betrachtete oder selbst entzifferte Tafeloberfläche.

Der Ausschnitt liegt mitten in einer Aufforderung zum Krieg

Im zusammengesetzten Lesetext sprechen Götter zu Tiāmat. Sie werfen ihr vor, nach Apsûs Tod untätig geblieben zu sein, erinnern an den gefangenen Mummu und beklagen die fehlende Ruhe. Sie fordern sie zum Krieg auf. Das Fragment gehört somit zu einer bestimmten Rede, nicht zum gesamten Wasseranfang oder zu Marduks späterer Weltgestaltung.

Auch eine passende moderne Übersetzung macht die erhaltenen Reste nicht vollständig. Beim Anfang von Vers 124 erläutert die eBL-Ausgabe ausdrücklich eine unsichere Lesung. Die Zeugenlesungen und die Rekonstruktion werden deshalb nicht als wortgleiche, überall sicher erhaltene Fassung ausgegeben.

Was eine moderne Ausgabe hinzufügt

Die eBL-Kapitelansicht erschließt zahlreiche Zeugen mit eigener Museumsnummer, Zuordnung und Fachliteratur. Die fortlaufende Erzählung entsteht aus ihrer Gegenüberstellung und aus ausdrücklich markierten Ergänzungen. Das kleine Fragment trägt einen begrenzten, überprüfbaren Anteil dazu bei.

Der institutionelle Datensatz ist über den Objektlink erreichbar. Von hier führt der Weg zur Quellenbibliothek des Enūma eliš: Dort lässt sich der ganze siebenstufige Lesebogen verfolgen. Weder dieses Einzelstück noch ein Foto davon könnte allein sämtliche Episoden des Epos belegen.

Das konkrete Zeugnis

Objektdaten

Zum institutionellen CDLI-Objektdatensatz P479350

Der Link führt zum benannten Originalanbieter. Dieses Quellenporträt bietet eine eigene sachliche Beschreibung; die Aufnahme wird hier nicht kopiert oder automatisch abgespielt.

Originalanbieter
British Museum, London
Inventar und betrachteter Teil
1883,0121.2323; BM099961; CDLI P479350
Material
Ton
Datierung
CDLI: neubabylonisch, ca. 626–539 v. Chr.; keine Datierung der erzählten Ereignisse
Fund- und Sammlungskontext
CDLI nennt in diesem Datensatz keinen präzisen Fundort; eBL führt den Zeugen unter Babylonia.
Benennung und Einordnung
Fragmentarischer Zeuge der Enūma-eliš-Tafel I, zugeordnet I 118–124; Identität über Museums-/Erwerbsnummer und externe Referenzschlüssel abgeglichen.
Grenzen des Nachweises
Keine eigenständige Grabungsaktenprüfung; AH und Sippar-Buchtitel nicht als Beweis eines genauen Fundortes übernommen.

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Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Enūma eliš

Werkidentität; nur die ausdrücklich genannten Abschnitte und Übersetzungen gelesen.

Entstehung umstritten; diskutierter Kontext nicht mit Alter einer Abschrift gleichgesetzt.

Sprache: Akkadisch

Benutzte Ausgabe

eBL: Enūma eliš I–VII, gesicherter Stand 17. Oktober 2026

Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der sieben Tafeln tatsächlich gelesen. Die zwei verknüpften Zeugen sind ausdrücklich nur Beispiele aus Tafel I, keine vollständige Handschriftenliste und kein alleiniger Ursprung des Lesetexts. Zwei englische Felder in VII fehlen; keine Ergänzung aus anderen Sprachen.

Laufende digitale Ausgabe; publicationDate in den Tafelmetadaten 2021-07-13; Abruf 2026-10-17.

Sprache: Englisch nach Akkadisch

Erhaltener Textzeuge

BM099961 / CDLI P479350: Fragment zu Enūma eliš I 118–124

Sieben beschädigte Vorderseitenzeilen nach CDLI/eBL; CDLI Museums-/Erwerbsnummer und Referenzschlüssel verbinden den geplanten Nachweis mit diesem Zeugen. Kein vollständiger Tafel-I-Text.

CDLI: Neo-Babylonian (ca. 626–539 BC); moderne Erwerbsnummer 1883 nicht mit antiker Entstehung verwechselt.

Sprache: Akkadisch

Erhaltener Textzeuge

Enūma eliš I: K.5419.C

Bibliothekszeuge aus Ninive laut eBL-Metadaten. Lambert 2013: Ms. I A Hier nur Handschrifteneintrag gelesen; keine neue Kolophonübersetzung, kein Objektfoto geprüft.

Neuassyrisch laut eBL-Metadaten; kein exaktes Herstellungsjahr oder Erstkompositionsdatum abgeleitet.

Sprache: Akkadisch

Erhaltener Textzeuge

Enūma eliš I: K.4488

Bibliothekszeuge aus Ninive laut eBL-Metadaten. K.4488+K.7871+K.16969. Lambert 2013: Ms. I B Hier nur Handschrifteneintrag gelesen; keine neue Kolophonübersetzung, kein Objektfoto geprüft.

Neuassyrisch laut eBL-Metadaten; kein exaktes Herstellungsjahr oder Erstkompositionsdatum abgeleitet.

Sprache: Akkadisch

Welche Zeit ist gemeint?

  • Neubabylonischer Textzeuge laut CDLI
  • Moderne Transkriptionen und zusammengesetzter Lesetext; keine antike vollständige Handschrift

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Einzelzeuge der ersten Enūma-eliš-Tafel im Vergleich mit einem modernen zusammengesetzten Lesetext.
Verwendeter Ausschnitt
BM099961 = CDLI P479350; Museumsregistrierung 1883,0121.2323. Sieben beschädigte Zeugenzeilen, nicht das ganze Epos.
  1. CDLI P479350: BM099961, Enūma-eliš-Fragment

    Cuneiform Digital Library Initiative, Datensatz mit Editionsverweisen

    Ganzer 3913 Byte-JSON-Datensatz aus dokumentierter museum_no-Suche gelesen: Inventar/Erwerb, Referenzschlüssel, Material, Sammlung, Sprache, Periode und vollständige verfügbare Siebenzeilen-ATF-Transkription. Lesbare Objektadresse per HEAD 200 bestätigt.

    Keine Bildpixel oder Foto-Nachnutzungsrechte eingesehen; Sammlungs-Lizenzfeld ist keine pauschale Bildfreigabe. Keine eigene Keilschriftkollation, neue Volllektüre der zitierten Bücher oder genauer Grabungsnachweis. HTML der Objektseite nicht ausgeführt; Fachangaben über JSON gelesen. Abgerufen am 2026-10-17.

  2. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet I

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel I vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen. Zusätzlich die Handschriftenmetadaten der Einträge id 1 und 2 gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

  3. eBL: Poem of Creation (Enūma eliš), Werkseinleitung und Bibliografie

    electronic Babylonian Library, LMU München

    Gesamte Werkseinleitung, sieben Kapitelbeschreibungen und bibliografische Metadaten gelesen; keine Volllektüre der im Literaturverzeichnis genannten Bücher.

    Zusammenfassender wissenschaftlicher Überblick; Datierungsmodell als Forschungsposition, Ritualgebrauch als Aussage des Überblicks. Keine eigene Kollation oder Aufführungsbeobachtung. Abgerufen am 2026-10-17.

  4. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet II

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel II vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

  5. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet III

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel III vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

  6. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet IV

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel IV vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

  7. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet V

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel V vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

  8. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet VI

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel VI vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

  9. eBL: Poem of Creation, Standard Babylonian, Tablet VII

    Adrian C. Heinrich (Herausgeber); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung); Revisionsbeteiligte laut Tafelmetadaten · Laufende digitale Ausgabe; Metadaten publicationDate 2021-07-13, gesicherter Stand 2026-10-17

    Alle bereitgestellten englischen Übersetzungsfelder der Tafel VII vollständig tatsächlich gelesen, einschließlich Lücken und Unsicherheiten; Herausgeber-/Übersetzermetadaten gelesen.

    Zusammengesetzter digitaler Lesetext. Keine eigene Akkadischübersetzung, Keilschriftkollation, vollständige Lesung des Variantenapparats oder arabischen Übersetzung. Zwei Felder (62b, 121b) enthalten keine englische Übersetzung und wurden nicht ergänzt. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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