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MythaneumDas Museum der Mythologien

Gegenstand

Der Nibelungenhort: Besitz gibt Handlungsmacht

Der Hort im Nibelungenlied und der nordische Goldkonflikt um Hǫgni sind verbundene Motive, aber unterschiedliche Besitzhandlungen.

2–3 Minuten Lesezeit

Siegfried gewinnt nicht Fáfnirs Sagaschatz

Hagen berichtet im Nibelungenlied von Siegfrieds Auseinandersetzung mit Schilbung, Nibelung und Alberich um den Hort. Das ist ein anderer Erwerbsweg als Regins Familienbericht und der Drachenkampf der Völsunga saga.

Ähnliche Namen und das Schatzmotiv machen die Werke nicht austauschbar. Die Gegenstandsseite hält beide Quellengänge getrennt, statt einen scheinbar lückenlosen Weg desselben physischen Horts zu erfinden.

Kriemhild verliert den Zugriff auf ihr Eigentum

Nach Siegfrieds Tod kommt der Hort im Nibelungenlied als Kriemhilds Eigentum nach Worms. Mit Verteilungen gewinnt sie Einfluss. Hagen fürchtet die Wirkung und versenkt den Hort im Rhein; die Erzählung nennt das Unrecht.

Atlakviða verknüpft Gold dagegen mit Atlis Forderung und Gunnarrs Wissen nach Hǫgnis Tod. Das ist nicht dieselbe Enteignung Kriemhilds. Personen, Täter und Zugriff werden auch im Register als getrennte Zusammenhänge geführt.

Die Figur in ihren Quellen

Nibelungenschatz

Genau der benannte Quellen-/Objektzusammenhang; keine automatische Gleichsetzung verschiedener Fassungen, Räume, Individuen oder physischer Gegenstände.

Die Figur in ihren Quellen

Nibelungenhort im mittelhochdeutschen Epos

Getrennt benannter Kontext innerhalb des Vergleichs; keine Verschmelzung der Beispiele.

Die Figur in ihren Quellen

Goldkonflikt in der verglichenen Atlakviða

Getrennt benannter Kontext innerhalb des Vergleichs; keine Verschmelzung der Beispiele.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Nibelungenlied: Hagens Rat, Verrat und Ende · begrenzter Lesebeleg

Shumway-Übersetzung: Aventiure III zu Hagens Einführung, XV–XVI zur Mordlist, XIX zum Hort, XXIII–XXIV zur Einladung und Hagens Warnung, XXXIII zum Tod Ortliebs und XXXIX zu Gefangennahme und Tod in benannten Passagen gelesen.

Historische Übersetzung; heutiges Lesedatum ist keine Textdatierung.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Atlakviða in grœnlenzka in Pettits Ausgabe 2023 · Hǫgni-Lesestellen

Gedruckte S. 657–678/PDF 674–695 als Kapitelausschnitt erschlossen. Einleitung und englische Strophen 6–27 in benannten PDF-Stellen gelesen: Warnring, Reise, Kampf, Hjalli und Hǫgnis Herz. Drei Original-PDF-Seiten tatsächlich visuell betrachtet.

Edition 2023, keine Datierung der erzählten Handlung.

Sprache: Altnordischer Text mit englischer Übersetzung

Benutzte Ausgabe

Morris/Magnússon: The Story of the Volsungs, Auswahl

XIII–XV, XVIII–XX, XXIV, XXVI–XXX und benannte Vorredenstellen. Übersetzerergänzungen ausdrücklich getrennt; keine neue Edda-Ausgabe daraus erschlossen.

Benutzte digitale Fassung nennt 1888 als Druckgrundlage; nicht pauschal mit dem Erstdruck 1870 gleichgesetzt.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Shumway: The Nibelungenlied, ausgewählte Aventiuren

III in benanntem Ausschnitt; VII; X ab Hilfsangebot zur zweiten Nacht; XIV–XVI. Keine Gesamtlektüre oder Kollation der Handschriften.

1909; digitale Fassung stellt Anmerkungen zu den Kapiteln um.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Nibelungenlied

Anonymes mittelhochdeutsches Werk; nicht identisch mit Völsunga saga oder Wagners Opernzyklus.

Um 1200 nach Badischer Landesbibliothek.

Sprache: Mittelhochdeutsch

Überlieferter Text

Atlakviða · Atli-Dichtung

Von Atlamál getrennte Atli-Dichtung. Der hier benutzte Pettit-Lesezugang zu 6–27 ist als eigene Ausgabe ausgewiesen.

Werkidentität, keine genaue Entstehungsdatierung in diesem Profil festgesetzt.

Sprache: Altnordisch

Überlieferter Text

Völsunga saga

Anonyme Prosa mit Versen; unterschiedliche Kapitelzählungen der Ausgaben bleiben sichtbar.

Zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts nach Gottfried-Portal; kein Datum der erhaltenen Haupthandschrift damit gleichgesetzt.

Sprache: Altnordisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Die jeweils benannten nordischen und germanischen Text-/Objektzusammenhänge; keine einheitliche universale Welten- oder Ausrüstungsliste.
Verwendeter Ausschnitt
Die je Abschnitt einzeln bezeichneten Textfenster und Zeugnisse.
  1. Nibelungenlied: Hagens Rat, Verrat und Ende

    Daniel Bussier Shumway; englische Prosaübersetzung 1909, Project Gutenberg

    Shumway-Übersetzung: Aventiure III zu Hagens Einführung, XV–XVI zur Mordlist, XIX zum Hort, XXIII–XXIV zur Einladung und Hagens Warnung, XXXIII zum Tod Ortliebs und XXXIX zu Gefangennahme und Tod in benannten Passagen gelesen.

    1909er englische Prosaübersetzung, kein vollständiger Kommentar sämtlicher Aventiuren. Hagen von Tronje ist eine verwandte kontinentale Rolle, keine in jedem Ereignis identische Hǫgni-Biografie. Erzählerlob für Tapferkeit rechtfertigt die benannten Tötungen nicht. Abgerufen am 2026-09-28.

  2. Atlakviða in grœnlenzka: Hǫgnis Rolle im benannten Text

    Atlakviða in grœnlenzka; Edward Pettit, zweisprachige Edition 2023

    Gedruckte S. 657–678/PDF 674–695 als Kapitelausschnitt erschlossen. Einleitung und englische Strophen 6–27 in benannten PDF-Stellen gelesen: Warnring, Reise, Kampf, Hjalli und Hǫgnis Herz. Drei Original-PDF-Seiten tatsächlich visuell betrachtet.

    Strophen 8 und 19 haben editorische Unsicherheiten bei Sprecher beziehungsweise Bezugswort; keine sichere individuelle Tat aus zweideutiger Formulierung ableiten. Hjalli stirbt in diesem Lied. Abgerufen am 2026-09-28.

  3. Nibelungenlied: Werkentstehung und überlieferte Handschriften

    Badische Landesbibliothek Karlsruhe

    Hauptabsatz unter UNESCO-Weltdokumentenerbe Nibelungenlied und Links zu Handschriften A, B, C gelesen.

    Benutzt für die Einordnung des Werks um 1200 und die Unterscheidung von Werk und Handschriften. Kein Digitalisat kollationiert, keine eigene Zuordnung von Shumways Text zu einer Einzelhandschrift. Abgerufen am 2026-09-27.

  4. Völsunga saga: Schatz, Drachenkampf und Verrat

    William Morris und Eiríkr Magnússon; englische Übersetzung, hier digitale Fassung auf Grundlage der Ausgabe 1888

    Editorische Herkunftsangabe; Übersetzervorrede zum Drachenkampf, Vogelversen und Brynhild; Kapitel XIII–XV, XVIII–XX, XXIV und XXVI–XXX vollständig mit zugehörigen Anmerkungen gelesen.

    Kapitelzählung dieser digitalen Ausgabe; keine Gesamtlektüre, keine Handschriftenkollation. Eingefügte Vogelverse in XIX und Verse bei Brynhilds Erwachen in XX ausdrücklich als Übersetzereingriffe behandelt. Historische Vorredenurteile über Völker, Geschlecht oder Religion nicht übernommen. Abgerufen am 2026-09-27.

  5. Nibelungenlied: Hagens Bericht, Täuschung und Siegfrieds Tod

    Daniel Bussier Shumway; englische Prosaübersetzung 1909, Project Gutenberg

    Editorische Herkunftsangabe und Übersetzervorwort; Aventiure III, Ankunft und Hagens Bericht über Hort und Drachenblut; VII vollständig; X ab Siegfrieds Hilfsangebot an Gunther nach dessen Bericht über die Hochzeitsnacht bis Kapitelende; XIV–XVI vollständig samt Anmerkungen gelesen.

    Begrenzte Auswahl, keine Gesamtlektüre des Epos. Kapitel X nicht vollständig gelesen. Figurenbehauptung über sexuelle Beziehung in XIV von erzählter Gewalt und Übergabe an Gunther in X unterschieden. Historische Erläuterungen nicht pauschal als heutige Forschung übernommen. Abgerufen am 2026-09-27.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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