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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Pazuzu: Ein gefährlicher Blick zum Schutz

Ein nur wenige Zentimeter großer Bronzekopf richtet seinen Blick nach außen. Seine bedrohliche Erscheinung wurde in bestimmten Zusammenhängen als Abwehr gegen andere Gefahren genutzt.

2 Minuten Lesezeit

Die Aufhängung gibt dem Gesicht eine Richtung

Der bronzene Pazuzu-Anhänger 1993.181 im Metropolitan Museum ist 4,3 Zentimeter hoch und wird ins achte bis siebte Jahrhundert v. Chr. datiert. Der Katalog verbindet die aufgerissenen Gesichtszüge mit Pazuzu und erklärt die Aufhängung: An einer Kette getragen, sollte das Gesicht nach außen blicken.

So hat die Form einen Gebrauchszusammenhang. Der Katalog beschreibt Pazuzu als gefährliches Windwesen, das dennoch gegen Lamaštu eingesetzt werden konnte. Ein Kopfanhänger und eine vollständige geflügelte Figur sind unterschiedliche Formen derselben benannten Gestalt; die kleine Bronze ist keine verkleinerte Aufnahme einer nachgewiesenen riesigen antiken Kultstatue.

Schützen bedeutet hier nicht überall gut sein

Graff untersucht, wie gefährliche Wesen beschwichtigt oder gegen andere gerichtet werden konnten. Pazuzus Funktion erschließt sich daher nicht allein aus einem freundlichen oder schrecklichen Aussehen. Auf der Louvre-Plakette AO22205 wird er an der Rückseite beschrieben; auf der Vorderseite wird Lamaštu abgewehrt.

Damit unterscheiden sich Figur und Einsatz. Pazuzu wird durch diese Verwendung nicht zum unbeschränkt wohltätigen Gott, und Lamaštu erhält nicht automatisch dieselbe Schutzrolle. Die Benennung der einzelnen Darstellungen bleibt an ihren jeweiligen Objektkatalog gebunden.

Ein Film ist eine andere Überlieferungsebene

Graff stellt die antiken Kleinobjekte der Rezeption im Film The Exorcist von 1973 und in Roberto Cuoghis Arbeit von 2008 gegenüber. Die moderne Vorstellung eines besitzergreifenden Horrorwesens erklärt den ursprünglichen Zweck der tragbaren Abwehrbilder nicht von selbst.

Hier wird diese Gegenüberstellung als Aussage der Kuratorin verwendet. Es wird weder eine eigene vollständige Filmsichtung noch eine neue Szenenanalyse behauptet. Für den historischen Figurenzugang bleiben der konkrete Anhänger und der beschriebene Schutzgebrauch die Ausgangspunkte.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

TragbarerKopf,Louvre-PlaketteundbenannterRezeptionsvergleich
1993.181/AO22205undGraff2014;keineneuevollständigeFilmsichtungoderphysischeObjektautopsie.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte mesopotamische Abwehr- und Portalobjekte; keine vereinheitlichte Geschichte sämtlicher Schutzwesen
Verwendeter Ausschnitt
Die jeweils benannten archivierten Objektkataloge, Fachtexte und gegebenenfalls lexikalischen oder literarischen Belege. Katalogbeschreibung, fachliche Zuschreibung und die gesondert belegte Betrachtung einzelner Bilder bleiben unterscheidbar. Keine neue eigene Keilschrift- oder Ritualedition.
  1. Pendant with the head of Pazuzu, The Met1993.181

    The Metropolitan Museum of Art, Ancient West Asian Art · Neuassyrisches Objekt, etwa 8.–7. Jh. v. Chr.; moderner Katalogstand.

    Gesamter Haupttext L3–14, Objektangaben L41–49 und sichtbares Public-Domain-Label L17 sowie allgemeiner Bildhinweis L70 tatsächlich gelesen.

    Noch keine neue Bilddatei übernommen oder betrachtet, keine eigene Autopsie und kein aus dem Katalog abgeleiteter genauer Grabungsort. Rechtekennzeichnung ist ein Ausgangspunkt für spätere konkrete Bildübernahme, keine behauptete Übernahme einer unbekannten Fremdaufnahme. Abgerufen am 2026-10-17.

  2. Pazuzu: Beyond Good and Evil

    Sarah Graff, Associate Curator, The Metropolitan Museum of Art · 29.09.2014

    Ganzer HauptartikelL47–84 einschließlich Autor-/Datumszeile und Bildunterschriften tatsächlich gelesen. Verwendet historische Kleinobjekte, Abwehrfunktion und als Artikelvergleich bezeichnete moderne Rezeption.

    Keine eigene Sichtung des Films The Exorcist, der eingebetteten Videos oder von Cuoghis Werk. Bildbeschreibungen des Artikels nicht als neue eigene Objekt-/Pixelprüfung ausgegeben. Keine universelle Gut/Böse-Lehre aus der Kuratorinnen-Deutung abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-17.

  3. Plaque des Enfers, LouvreAO22205

    Musée du Louvre, Département des Antiquités orientales · Katalogdatierung neuassyrisch 911–604 v. Chr.; moderner Eintrag.

    Hauptbeschreibung, Maße/Material, Datierungs-/Herkunfts-/Erwerbsangaben L55–132 tatsächlich gelesen; Bibliografieanfang L152–166 nur als Liste gesehen, keine Volltextlektüre.

    Keine eigene Foto-/Keilschriftprüfung und keine Rechteübernahme der Louvre-Aufnahmen. Hund(?) und Priester(?) bleiben Katalogvorbehalte; angeblicher Erwerb in Syrien kein archäologisch gesicherter Fundkontext. Moderner Titel keine eigene antike Werktitelidentität. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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