Die Wahl Gudeas ist ihre Handlung
Das tigi-Lied an Bau für Gudea nennt sie Kind Ans und Trägerin göttlicher Kräfte. Sie wählt Gudea in der Versammlung; er soll sie in Lagaš preisen. Die wiederholten Strophen führen also nicht bloß eine gefällige Begleiterin vor. Bau entscheidet über den Rang eines Herrschers und besitzt selbst die Befugnis zu Urteil und Entscheidung.
Ningirsu blickt sie im selben Lied zustimmend an; ihr Tisch im E-tarsirsir wird gerühmt. Die Beziehung steht neben ihrer eigenen Autorität. Die Tempelbaudichtung lässt Bau und Ningirsu später im neu eingerichteten Haus ruhen. Das ist ein konkreter literarischer Zusammenhang, keine nachträglich aus allen mesopotamischen Göttinnen zusammengesetzte Ehegeschichte.
Verwandtschaften und Funktionen ändern sich nach Ort und Text
Brischs Fachprofil verortet Bau/Baba vor allem in Girsu und im Stadtstaat Lagaš. Es unterscheidet die Beziehung zu Ningirsu von der Verbindung mit Zababa in Kiš. Für die altbabylonische Zeit beschreibt es Verbindungen mit Heilgöttinnen. Der historische Überblick macht damit unterschiedliche Kontexte sichtbar; er ist keine eigene Lektüre aller dort verzeichneten Inschriften.
Im Gula-Hymnus spricht eine mit Bau benannte Stimme von Entscheidungen, Fürsorge für Schwache und Gesundheit für Verehrende. Dieser spätere literarische Bezug ergänzt das Bild. Er ersetzt das Gudea-Lied nicht und macht dessen örtliche Namen nicht überflüssig.
Bau und Baba sind benannte Lesungen
Das Fachprofil erläutert die umstrittene Lesung des Namens und verzeichnet Bau sowie Baba. Der Titel dieses Zugangs behält beide Formen. Aus einer modernen bevorzugten Schreibung entsteht hier keine neue Göttin.
Die gleiche Untersuchung meldet keine sicher belegte Bilddarstellung. Das ist ein begrenzter Forschungsstand, kein Beweis für jede jemals hergestellte Darstellung. Ein unbeschriftetes Göttinnenbild wird deshalb nicht allein wegen eines Heilungsbezugs Bau zugewiesen.
Sie wirkt am Bau und bezieht eigene Räume
Während der Gründung salbt Bau die von Gatumdug geborenen Ziegel mit Öl und Zedernessenz. Später richtet Gudea sich eigens an sie: Ihre Gemächer seien vorbereitet, sie möge dort angenehm wohnen. Ihr Einzug wird als Übernahme des eigenen Hauses erzählt und mit dem Tigris bei Hochwasser und einem fruchtbaren Garten verglichen.
Bau erscheint damit in mehreren Momenten des Baugeschehens: als Beteiligte an der Ausstattung, als angesprochene Bewohnerin und als Autorität in eigenen Räumen. Die Bilder des fließenden Wassers und des Gartens werden im Zusammenhang dieser Erzählung gelesen; sie verleihen nicht jeder Bau-Darstellung überall dieselben Attribute.
Sieben benannte Kinder treten mit einer gemeinsamen Bitte auf
Die Verse 1058–1069 nennen Zazaru, Ickur-pa-ed, Ur-agrunta-ea, He-girnuna, He-caga, Zurju und Zarju. Die Übersetzung bezeichnet sie als Baus Siebenlinge und Ningirsus Nachkommenschaft und nennt sie dessen geliebte lukur-Mädchen. Sie treten vor Ningirsu und bitten freundlich für Gudea.
Jeder der sieben Namen erhält hier seinen ausdrücklich begrenzten gemeinsamen Eintrag. Die Passage verteilt auf sie keine sieben verschiedenen Lebensläufe oder Schutzfunktionen. Ihre Rolle in der Szene ist Fürbitte für den Bauherrn. Die Bezeichnung lukur bleibt als Wort dieses Lesetexts kenntlich und wird nicht durch eine unbelegte moderne Berufszuordnung ersetzt.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Benannte örtliche und literarische Rollen
Ausschließlich direkt gelesene Texte und ausdrücklich alsFachübersicht/Bildbeschreibung bezeichneteBelege; keine universelleLebens-/Kultgeschichte.
Baus Bauhandlung, eigene Gemächer und die benannte Fürbittegruppe ihrer sieben Kinder
Konkrete Rolle und Familienbezeichnungen der Gudea-Dichtung; keine Gleichsetzung jeder lokalen Bau-/Baba-Überlieferung.
Verbundener Zugang zu allen neunzehn Namensabschnitten des Gula-Hymnus
Quellenbezogene Ich- oder Partnerrolle erschlossen, andere lokale und erzählerische Identitäten bleiben erhalten.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Ein tigi-Lied an Bau für Gudea
Eigenes Werk; lokale Anreden und Varianten nicht mit sämtlichen anderen Götterüberlieferungen vereinheitlicht.
Antiker Werkzusammenhang; konkrete Überlieferung nicht aus moderner Webseitenrevision datiert.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL 2.3.2: englischer Lesetext
1–47 vollständig mit Lücken und Revisionsende gelesen.
Übersetzung 1998, Korrektur/Aufbereitung 1999, Layout 2001.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Überlieferter Text
Der Bau von Ningirsus Tempel: Gudea-ZylinderA/B
Eigenes Werk; lokale Anreden und Varianten nicht mit sämtlichen anderen Götterüberlieferungen vereinheitlicht.
Antiker Werkzusammenhang; konkrete Überlieferung nicht aus moderner Webseitenrevision datiert.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL 2.1.7: englischer Lesetext
Alle angebotenen englischen Abschnitte 1–1363 der Zylinder A und B samt bezeichneten Lücken und Revisionsende vollständig tatsächlich gelesen. Die frühere Mittellücke ist geschlossen: 12 protokollierte, lückenlos zusammengefügte Ausgabefenster umfassen den gesamten 56023-Zeichen-Lesetext. Kein erneuter Abruf oder erneute Extraktion. Keine neue sumerische Partiturkollation.
Übersetzungsrevision März/April 1998; Korrekturen/Publikation Juli 1998 laut Seite.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Überlieferter Text
Bullussa-rabis Hymnus an Gula
200 Verse mit neunzehn Lobabschnitten zu verbundenen Göttinnen/Partnern und abschließender Bitte. Zuschreibung an Bullussa-rabi und Identitätsverbindungen quellengebunden.
Laut eBL-Einleitung wahrscheinlich mittelbabylonisch komponiert; bekannte Handschriften aus dem ersten Jahrtausendv.Chr.
Sprache: Akkadisch
Benutzte Ausgabe
eBL, L III.7, Standardbabylonisch: englische Lesefelder
Alle 200 englischen Felder tatsächlich gelesen; Variantenhinweise aus der getrennt benannten Einleitung. Keine eigene vollständige Handschriftenkollation.
Record 09.05.2021; gesichert 17.10.2026.
Sprache: Englisch nach Akkadisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Bau im sumerischen Gudea-Lied und in der Tempelbaudichtung, darunter ihre Bauhandlung, eigenen Räume und sieben Fürbittekinder; der akkadische Gula-Hymnus und die örtliche Kultgeschichte bleiben gesonderte Vergleiche.
- Verwendeter Ausschnitt
- Archivierte Lesetexte und ausdrücklich bezeichnete Quellenfenster. Verwendete Fassungen und gelesener Umfang stehen bei den einzelnen Quellen. Fachartikel, Bildbeschreibungen und eigenes Bildsehen bleiben unterschieden.
- ETCSL 2.3.2: Ein tigi-Lied an Bau für Gudea
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzung 1998, Korrektur/Aufbereitung 1999, Layout 2001.
1–47 vollständig mit Lücken und Revisionsende gelesen.
Moderne englische Übersetzung. Keine eigene sumerische Kollation/Objekt-/Grabungsprüfung. Bildhafte göttliche/soziale Ansprüche nicht automatisch als unabhängig bestätigte Durchführung behandelt. Abgerufen am 2026-10-17.
- ETCSL 2.1.7: Der Bau von Ningirsus Tempel: Gudea-Zylinder A/B
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzungsrevision März/April 1998; Korrekturen/Publikation Juli 1998 laut Seite.
Alle angebotenen englischen Abschnitte 1–1363 der Zylinder A und B samt bezeichneten Lücken und Revisionsende vollständig tatsächlich gelesen. Die frühere Mittellücke ist geschlossen: 12 protokollierte, lückenlos zusammengefügte Ausgabefenster umfassen den gesamten 56023-Zeichen-Lesetext. Kein erneuter Abruf oder erneute Extraktion.
Moderne zusammengesetzte englische Übersetzung mit unsicheren Stellen und Fehlabschnitten. Keine eigene sumerische Kollation, Tafelautopsie oder vollständige Grabungs-/Objektprüfung. Göttliche Hilfe und soziale Erneuerung sind Ansprüche der Tempeldichtung, keine allein dadurch unabhängig bestätigten Maßnahmen. Abgerufen am 2026-10-17.
- Baba (goddess)
Nicole Brisch · 2019
Ganzer Hauptartikel samt lokalen Partner-/Kultbezügen, historischer Heilgöttinnen-Verbindung, Bildzuschreibungsgrenze, Namensdiskussion und Bibliografieliste tatsächlich gelesen.
Historische Fachzusammenstellung in benanntem Seitenstand, keine eigene Feldforschung, vollständige neue Korpus-/Keilschriftprüfung oder selbst ausgeführte Sichtung/Nutzungsprüfung der erwähnten Bilder. Verbindungen verschiedener Gottheiten an die einzelnen Belege gebunden. Abgerufen am 2026-10-17.
- eBL: L III.7 Bullussa-rabi’s Hymn to Gula, standardbabylonischer Lesetext
Zsombor J. Földi (Edition); Adrian C. Heinrich/Enrique Jiménez (Revision); Benjamin R. Foster (englische Übersetzung) · Editionsrecord Publikationsdatum 09.05.2021; gesicherter Abruf 17.10.2026.
Alle 200 vorhandenen englischen Übersetzungsfelder im ganzen 10853 Zeichen-Derivat einschließlich Editor/Übersetzerrecord tatsächlich gelesen; keine fehlenden englischen Felder.
Keine vollständige akkadische Apparatkollation oder Autopsie aller Handschriften. Zusammenführung im Hymnus bleibt werkbezogen; medizinisches Selbstrühmen keine heutige Therapieanweisung oder bestätigte Wirksamkeit. Abgerufen am 2026-10-17.
- eBL: L III.7 Bullussa-rabi’s Hymn to Gula, Werkeinleitung
Electronic Babylonian Library, Ludwig-Maximilians-Universität München · Gesicherter Stand 17.10.2026.
Ganze Werkeinleitung, Einzelkapitelzuordnung und Bibliografiemetadaten tatsächlich gelesen: Aufbau, wahrscheinliche Komposition, erste Jahrtausend-Zeugen, Varianten 53/197, Autorzuschreibung und Grenzen.
Keine Volllektüre der verlinkten Lambert/Földi/Baker-Aufsätze oder eigene Autorschaftsentscheidung. Huzirina-Fragment nur als möglicherweise verwandte Komposition, nicht als sicherer eigener Zeuge integriert. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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