Exponat 01 · Orientierung · SLAM
Roboter finden ihren Weg
Wie entsteht eine Karte, wenn ein Roboter seinen eigenen Standort noch nicht genau kennt?
Exponat erkunden ↗Themenraum · 6 Exponate
Sechs Stationen führen von räumlicher Orientierung und gelernten Bewegungen zu automatisierten Experimenten und weichen Roboterkörpern. Du kannst erkennen, welche Leistung jeweils gezeigt wurde und welche Voraussetzungen sie braucht.
In deinem Tempo · Quellen an jedem Exponat · Stand: 5. September 2026
Bild vergrößern ↗Eine Raumfrage · verschiedene Zugänge
Beginne bei einer Frage, die dich interessiert, oder folge den Stationen des Rundgangs.
Exponat 01 · Orientierung · SLAM
Wie entsteht eine Karte, wenn ein Roboter seinen eigenen Standort noch nicht genau kennt?
Exponat erkunden ↗Exponat 02 · Robotermodelle · RT-1 und RT-2
Wie kann die Aufforderung, einen Gegenstand zu holen, zu einer Bewegung des Greifers werden?
Exponat erkunden ↗Exponat 03 · Handlungslernen · Diffusion Policy
Wie lernt ein Roboter einen brauchbaren Ablauf, wenn mehrere Wege zum Ziel führen?
Exponat erkunden ↗Exponat 04 · Automatisierte Wissenschaft · Hefeforschung
Was muss ein Laborroboter zusätzlich können, damit aus Messungen eine geprüfte Vermutung wird?
Exponat erkunden ↗Exponat 05 · Automatisiertes Labor · Versuchsauswahl
Wie können getrennte Laborstationen zu einer lernenden Versuchsschleife werden?
Exponat erkunden ↗Exponat 06 · Material und Antrieb · Octobot
Wie kann ein Roboter seine Arme bewegen, ohne starre Motoren und eine harte Steuerung mitzuführen?
Exponat erkunden ↗Die Werkstatt der Erkenntnis
Vergleiche die gezeigte Leistung mit der weitergehenden Behauptung. Ein selbstständiger Ablauf kann räumlich, motorisch oder wissenschaftlich anspruchsvoll sein – das sind unterschiedliche Aufgaben.
Eine Frage an deinen Blick
Ein Roboter führt wiederholt dieselbe Armbewegung ohne äußere Steuerleitung aus. Welche Aussage ist allein dadurch belegt?
Selbstständige Ausführung, Lernen und Navigation sind unterscheidbare Fähigkeiten. Ein genau beschriebener kleiner Erfolg ist aufschlussreicher als eine unbelegte große Schlussfolgerung.
Die Erklärung mit Quellen lesen ↗Die Idee dieser Ausstellung
Eine Maschine soll einen Gegenstand versetzen. Schon dieser einfache Auftrag verbindet mehrere Fragen: Wo befindet sie sich, welcher Gegenstand ist gemeint, welche Bewegung passt und woran wird Erfolg erkannt? Die Stationen dieses Raums öffnen diese Fragen einzeln. Dadurch kannst du ihre späteren Verbindungen besser beurteilen.
Es gibt keinen vorgeschriebenen Wissensstand. Die Exponate beginnen mit Gegenständen, Wegen und Versuchen. Kleine ausdrücklich erfundene Beispiele helfen bei den Prinzipien; konkrete historische Ergebnisse sind mit ihren Quellen verbunden. Die Bilder zeigen freie Anschauungsszenen, keine fotografischen Belege. Wenn du nur wenig Zeit hast, geben die Kerngedanken jeder Station eine kurze Orientierung.
Die ersten drei Exponate behandeln Informationen, die eine Handlung ermöglichen. Eine Karte verknüpft Beobachtungen im Raum. Eine sprachliche Anweisung beschreibt einen Auftrag. Eine Demonstration verbindet Eindrücke mit Handlungen. Das sind unterschiedliche Arten von Information, und keine von ihnen ersetzt automatisch alle anderen.
Der Übergang ins Labor fügt eine weitere Ebene hinzu. Eine Handlung verändert dort die Bedingungen einer Messung. Ihr Ergebnis kann die nächste Auswahl beeinflussen. Die Frage lautet jetzt nicht mehr nur, ob ein Gegenstand am richtigen Ort landet. Es geht darum, ob der ausgeführte Versuch eine begründete Aussage über den untersuchten Gegenstand ermöglicht.
Das Wort autonom taucht in mehreren Originalveröffentlichungen auf. Es bezeichnet aber nicht überall denselben Umfang. Bei einem weichen Demonstrator geht es um einen Ablauf ohne äußere Versorgungsleine. Bei einem Labor kann es die Auswahl des nächsten Versuchs innerhalb vorbereiteter Möglichkeiten betreffen. Eine sprachlich geführte Manipulation stellt wiederum andere Anforderungen.
Die drei Befundkarten machen diese Unterschiede überprüfbar. Lies erst die Beobachtung und formuliere dann die Aussage, die sie trägt. An der Lernfrage kannst du die Unterscheidung selbst anwenden. So gewinnt ein historisches Resultat an Klarheit, ohne dass du jede technische Einzelheit der Maschine kennen musst.
Auch ein selbstständig ablaufender Versuch hat Voraussetzungen. Jemand legt die Frage fest, baut Geräte zusammen, sammelt Beispiele, ordnet Daten und entscheidet, welche Abweichung noch zum Ziel passt. Die Ausstellung nennt bekannte Forschungsbeiträge und zeigt zugleich die gemeinsame Arbeit hinter ihnen.
Für den Besuch ist dabei eine praktische Frage hilfreich: Welche Entscheidungen wurden tatsächlich an das System übertragen? Ihre Antwort kann von Station zu Station verschieden sein. Sie muss nicht schon eine allgemeine Aussage darüber enthalten, ob eine Maschine als Wissenschaftler gelten soll. Zunächst lässt sich genauer beobachten, welche Schritte sie unter welchen Bedingungen ausführt.
Der weiche Roboter am Ende erweitert die Vorstellung davon, wie eine Maschine gebaut sein kann. Damit führt er zugleich zur Sammlung zurück: Neue Materialien, biologische Systeme und Messverfahren eröffnen andere Wege, Fragen zu stellen und praktisch zu bearbeiten. Diese Verbindung bedeutet keine Gleichsetzung von Technik und Lebewesen.
Du kannst den Raum als sechsteiligen Rundgang besuchen oder an einem einzelnen Gegenstand verweilen. Von jedem Exponat führen Quellenrückwege, verwandte Stationen und die Raumübersicht weiter. Für deinen eigenen roten Faden genügt eine Frage: Was musste hier zusammenkommen, damit aus einer Möglichkeit ein belegter Ablauf wurde?
Dein nächster Weg
Der Rundgang verbindet die Exponate. In der Sammlung erreichst du die anderen Themenräume.