Auch der Bau hat benannte Zuschauer
Die Reise beginnt mit Nanna-Suens Entschluss, die Stadt seiner Eltern aufzusuchen. Beim Bootsbau zählt der Text Materialien aus verschiedenen Herkunftsgebieten auf. Utu freut sich, und auch Gibil wird als sich freuende Gestalt genannt. Anschließend fehlen viele Zeilen oder sind nur fragmentarisch erhalten.
Gibils Name wird hier für diesen konkreten Zusammenhang erschlossen. Die kurze Freudenformel beschreibt weder ein vollständiges Bauhandwerk noch alle religiösen Aufgaben der Gestalt. Aus der Textlücke entsteht keine zusätzlich erfundene Etappe.
Drei Namen tragen den wiederholten Willkommensruf
Ningirida begrüßt das Boot in der Passage, die Enegir vor den Gaben und Urim hinter ihnen nennt. Cerida erscheint in einer weiteren Begrüßung mit Larsa und Enegir als Wegmarken. Ninunuga begrüßt das Boot in der Folge, in der Shuruppag voraus und Unug zurückliegt.
Die Ausrufe ähneln einander, doch die Namen bleiben getrennt. Die drei Frauen werden deshalb nicht zu einer einzigen Gastgeberin zusammengezogen. Ihre im Text genannten Orte werden ebenso wenig automatisch zu einer vollständigen Karte ihrer Verehrung. Eine weitergehende Namensverbindung Ceridas mit Aya wäre gesondert zu belegen.
Am Haus des Vaters wird ein bestimmter Pförtner gerufen
Vor dem Haus seines Vaters fordert Nanna den Pförtner zum Öffnen auf. Die Rede wiederholt den Ruf und nennt den Namen Kalkal. Die Ankunft braucht also mehr als eine zurückgelegte Strecke: Der Zugang zu einem Haus wird eigens erbeten.
Kalkal ist hier der angesprochene Türhüter dieser Szene. Eine allgemeine Ämtergeschichte aller Unterwelts- oder Tempeltore lässt sich daraus nicht gewinnen. Der Nanna-Zugang verfolgt, wie die Reise, die Gaben und die Begegnung mit dem Vater im ganzen ausgewählten Werk zusammenhängen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Wie entsteht aus wiederholten Begrüßungen ein Weg zwischen verschiedenen göttlichen Häusern?
Beim Bau des Bootes wird Freude genannt, unterwegs wiederholen sich Willkommensrufe, am Ziel muss ein Pförtner öffnen.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Nanna-Suens Reise nach Nibru
Eigener, in der modernen Edition zusammengesetzt vermittelter Textzusammenhang; Unterschiede anderer Dichtungen bleiben erkennbar.
Antiker Werkzusammenhang; keine neue präzise Erstkompositions- oder Einzeltafeldatierung.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL 1.5.1, englischer Lesetext
Vollständiger vorhandener englischer Umfang tatsächlich gelesen: 1–352 mit großer Lücke83–146 und weiteren Fragmenten.
Moderne Übersetzungs-/Aufbereitungsdaten laut Revisionsgeschichte, gesichert17.10.2026.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Gibil, Ningirida, Cerida, Ninunuga und Kalkal als unterschiedliche benannte Rollen in Nannas Reise nach Nibru
- Verwendeter Ausschnitt
- Benannte moderne zusammengesetzte Lesetexte mit Varianten und Fehlstellen; keine eigene Keilschriftkollation.
- ETCSL 1.5.1: Nanna-Suens Reise nach Nibru
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzungsbearbeitung1998–2000 und elektronische Aufbereitung1999–2001 je nach Text; genaue Revisionsgeschichte im gesicherten Lesetext.
Ganzer vorhandener englischer Lesetext tatsächlich gelesen: 1–352 mit großer Lücke83–146 und weiteren Fragmenten; einschließlich Revisionsgeschichte.
Zusammengesetzte Übersetzung; keine eigene sumerische Kollation, Datierung einer Erstkomposition oder Tafelautopsie. Literarische Rede und Bitte nicht als neutrale Ereignisreportage oder Nachweis abgeschlossener Wiederherstellung behandelt. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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