Ein Name bezeichnet verschiedene Zusammenhänge
Styx trifft bei Hesiod eine Entscheidung: Sie kommt mit ihren Kindern als Erste zu Zeus, als er Verbündete sucht. Das zugehörige Figurenprofil verfolgt diese Handlung. Der vorliegende Ortszugang beginnt bei einem anderen Abschnitt desselben Gedichts.
Dort wohnt Styx fern von den übrigen Göttern. Bei Streit oder einer zu entscheidenden Lüge schickt Zeus Iris, damit sie das kalte Wasser für den Eid holt. Göttin, Wohnort, Wasser und Schwur sind aufeinander bezogen, aber nicht austauschbar.
Felsen und Dunkel ordnen eine kosmische Landschaft
Hesiod beschreibt das Wasser mit Felsen, Dunkel und einem abgezweigten Anteil des Okeanos. Die Entfernung gehört zur Bedeutung des Eids: Sein Wasser wird eigens von einer Botin herbeigebracht.
Dieser Textzugang setzt keine Stecknadel an einen heutigen Fluss. Er gibt auch keine Route wieder, die Verstorbene nach allen griechischen Vorstellungen durchlaufen müssten. Eine menschliche Bestattungspraxis ist mit diesen Versen ebenfalls nicht beschrieben.
Der falsche Eid hat eine erzählte Zeitfolge
Wer als Gott beim Wasser der Styx falsch schwört, verliert laut Hesiod zunächst für ein Jahr Atem und Anteil an Nektar und Ambrosia. Darauf folgen neun Jahre ohne Teilnahme an den Versammlungen der Unsterblichen; im zehnten Jahr ist die Rückkehr möglich.
Diese Sanktion erklärt die Bindekraft des Wassers innerhalb der Dichtung. Sie ist keine Beschreibung einer von Menschen beobachteten Wirkung und kein Beleg für einen überall gleich verwendeten Unterweltsfluss.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Theogonie 346–403 und 775–806 nach Evelyn-White
Styx' Herkunft, Kinder, Zeus-Beziehung und Eidwasser in begrenzten Passagen.
Historische Übersetzung 1914
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Hesiod zugeschriebene griechische Genealogie und kosmische Dichtung
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 346–366, 383–403 und 775–806 nach Evelyn-White.
- Theogonie 346–403 und 775–806: Styx, ihre Kinder und der Eid
Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914
346–366: Styx unter den Okeaniden; 375–403: Pallas, vier Kinder, Styx' Gang zu Zeus, Zusage und Ehrung; 775–806: Styx' Wohnort und Eidwasser mit Folgen des Meineids. Nur diese Stellen für den Komplex gelesen.
Historische englische Übersetzung ohne griechische Kollation. Die Zeilen geben Zelos keine Einzelhandlung und Nike keine feste bildliche Gestalt; Eidwasser ist eine Erzählung über die Götter, kein menschliches Ritualprotokoll. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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