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MythaneumDas Museum der Mythologien

Ort

Styx: Fernes Wasser für einen bindenden Eid

Hesiod unterscheidet die Göttin Styx, ihren entlegenen Wohnort und das Wasser, das Iris für den Eid der Götter holt.

2 Minuten Lesezeit

Ein Name bezeichnet verschiedene Zusammenhänge

Styx trifft bei Hesiod eine Entscheidung: Sie kommt mit ihren Kindern als Erste zu Zeus, als er Verbündete sucht. Das zugehörige Figurenprofil verfolgt diese Handlung. Der vorliegende Ortszugang beginnt bei einem anderen Abschnitt desselben Gedichts.

Dort wohnt Styx fern von den übrigen Göttern. Bei Streit oder einer zu entscheidenden Lüge schickt Zeus Iris, damit sie das kalte Wasser für den Eid holt. Göttin, Wohnort, Wasser und Schwur sind aufeinander bezogen, aber nicht austauschbar.

Felsen und Dunkel ordnen eine kosmische Landschaft

Hesiod beschreibt das Wasser mit Felsen, Dunkel und einem abgezweigten Anteil des Okeanos. Die Entfernung gehört zur Bedeutung des Eids: Sein Wasser wird eigens von einer Botin herbeigebracht.

Dieser Textzugang setzt keine Stecknadel an einen heutigen Fluss. Er gibt auch keine Route wieder, die Verstorbene nach allen griechischen Vorstellungen durchlaufen müssten. Eine menschliche Bestattungspraxis ist mit diesen Versen ebenfalls nicht beschrieben.

Der falsche Eid hat eine erzählte Zeitfolge

Wer als Gott beim Wasser der Styx falsch schwört, verliert laut Hesiod zunächst für ein Jahr Atem und Anteil an Nektar und Ambrosia. Darauf folgen neun Jahre ohne Teilnahme an den Versammlungen der Unsterblichen; im zehnten Jahr ist die Rückkehr möglich.

Diese Sanktion erklärt die Bindekraft des Wassers innerhalb der Dichtung. Sie ist keine Beschreibung einer von Menschen beobachteten Wirkung und kein Beleg für einen überall gleich verwendeten Unterweltsfluss.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie 346–403 und 775–806 nach Evelyn-White

Styx' Herkunft, Kinder, Zeus-Beziehung und Eidwasser in begrenzten Passagen.

Historische Übersetzung 1914

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Hesiod zugeschriebene griechische Genealogie und kosmische Dichtung
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 346–366, 383–403 und 775–806 nach Evelyn-White.
  1. Theogonie 346–403 und 775–806: Styx, ihre Kinder und der Eid

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    346–366: Styx unter den Okeaniden; 375–403: Pallas, vier Kinder, Styx' Gang zu Zeus, Zusage und Ehrung; 775–806: Styx' Wohnort und Eidwasser mit Folgen des Meineids. Nur diese Stellen für den Komplex gelesen.

    Historische englische Übersetzung ohne griechische Kollation. Die Zeilen geben Zelos keine Einzelhandlung und Nike keine feste bildliche Gestalt; Eidwasser ist eine Erzählung über die Götter, kein menschliches Ritualprotokoll. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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