Zum Museumsinhalt
MythaneumDas Museum der Mythologien

Gegenstand

Mjölnir: Der Hammer ist hergestellt und kann fehlen

Snorris Ausrüstungsliste, die Schmiedewette und das gestohlene Werkzeug der Þrymskviða setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

2 Minuten Lesezeit

Eine Waffe gewinnt den Wettbewerb

Gylfaginning XXI nennt Mjöllnir unter Thors Ausrüstung. In der Schmiedegeschichte der Skáldskaparmál XXXV fertigt Sindri den Hammer; Brokkr bedient den Blasebalg. Ein kurzer Aussetzer führt zum als Mangel bezeichneten kurzen Griff.

Die Richter wählen den Hammer dennoch zur größten Verteidigung gegen die Reifriesen. Die genannten Rückkehr- und Treffereigenschaften sind Behauptungen dieser Erzählung, keine Werte eines historischen Fundstücks.

Der Verlust macht Abhängigkeiten sichtbar

Die Þrymskviða lässt Thors Hammer verschwinden. Hilfe, Beratung und die Verkleidung als Braut führen dazu, dass er im Hochzeitsritual wieder in seine Nähe gelangt.

Der Gegenstand ist deshalb mehr als ein dauerhaft verfügbares Erkennungszeichen. Der Hammeranhänger im Museum wird als anderes historisches Objekt untersucht; er ist nicht die erhaltene Waffe dieser Erzählung.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Sif: Benennungen und goldenes Haar in Skáldskaparmál · Brodeur 1916

XXI vollständig, in der benutzten Ausgabe in eckigen Klammern; XXXV vollständig einschließlich Gabe, Entscheidung und Wettausgang erneut gelesen.

1916: benutzte Übersetzung.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Bellows: Þrymskviða

Vollständige Þrymskviða einschließlich Schluss 33.

Digitale Wiedergabe mit Ausgabeangabe 1936 auf der Titelseite.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Brodeur 1916: Gylfaginning, Thor-Auswahl

Kapitel XXI und XLIV–XLVIII; eigener Lektüreumfang neben dem unveränderten Odin-Nachweis.

1916

Sprache: Englisch

Erhaltener Textzeuge

Þrymskviða im Codex Regius GKS 2365 4to

Werkbezogener Textzeugenverweis auf dieselbe Sammelhandschrift. Überlieferungsangabe nach Bellows; keine eigene Blattkollation.

Handschrift um 1270 nach der Institutsmitteilung; keine exakte Jahresgrenze.

Sprache: Altnordisch

Überlieferter Text

Snorris Edda

Bibliografische Werkidentität; nur die im Quellenregister genannten Teile gelesen.

Werk- und Stoffgeschichte nicht mit Datum der benutzten Übersetzung gleichgesetzt.

Sprache: Altnordisch

Überlieferter Text

Þrymskviða

Eigenständige Gedichtidentität; Lektüreumfang in den Ausgabedatensätzen.

Gedichtentstehung hier nicht genauer datiert; Handschrift und Ausgabe getrennt.

Sprache: Altnordisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Die jeweils benannten nordischen und germanischen Text-/Objektzusammenhänge; keine einheitliche universale Welten- oder Ausrüstungsliste.
Verwendeter Ausschnitt
Die je Abschnitt einzeln bezeichneten Textfenster und Zeugnisse.
  1. Sif: Benennungen und goldenes Haar in Skáldskaparmál

    Snorri Sturluson; Arthur Gilchrist Brodeur, englische Übersetzung 1916

    XXI vollständig, in der benutzten Ausgabe in eckigen Klammern; XXXV vollständig einschließlich Gabe, Entscheidung und Wettausgang erneut gelesen.

    Begrenzte Lektüre der historischen englischen Brodeur-Übersetzung 1916, keine Gesamtlektüre oder eigene Handschriftenkollation. Klammerzeichen in XXI beobachtet; keine unabhängig geprüfte Aussage zur Handschriftenverteilung dieses Abschnitts. Poetische Benennung und Erzählhandlung getrennt. Abgerufen am 2026-09-27.

  2. New Electronic Edition of the Codex Regius of the Poetic Edda

    Árni Magnússon Institute for Icelandic Studies, 13. November 2024

    Vollständige kurze Institutsmitteilung mit Signatur GKS 2365 4to, Datierung um 1270 und Beschreibung der digitalen Ausgabe gelesen.

    Mitteilung über eine Handschrift und Edition, keine hier durchgeführte Autopsie sämtlicher Blätter, Transkription oder Kollation. Handschriftendatum datiert weder einzelne Dichtungen noch Thor als Gottheit. Abgerufen am 2026-09-27.

  3. Þrymskviða / Thrymskvitha: The Lay of Thrym

    Henry Adams Bellows, englische Übersetzung; Internet Sacred Text Archive

    Einleitung und vollständiges Gedicht einschließlich Schlusszeile 33 nach Bellows sowie zugehörige Anmerkungen gelesen. Titelseite des digitalen Gesamttexts mit Ausgabeangabe 1936 geprüft.

    Keine Volllektüre der Lieder-Edda oder Handschriftenkollation. Bellows’ frühe Datierung um 900 und religionsgeschichtliche Kommentare werden nicht als heutiger Konsens übernommen. Strophenzählung weicht von Jónsson ab; digital steht vor Strophe 18 irrtümlich 8. Abgerufen am 2026-09-27.

  4. Gylfaginning: Thors Ausrüstung, Útgarða-Loki und Fischzug

    Snorri Sturluson; Arthur Gilchrist Brodeur, englische Übersetzung 1916; Wikisource

    Kapitel XXI und XLIV–XLVIII vollständig gelesen. Besonders die Rahmendiskussion, Prüfungen, Auflösung und ausdrückliche konkurrierende Aussagen zum Überleben der Schlange geprüft.

    Neue, begrenzte Thor-Lektüre derselben Ausgabe; der frühere Odin-Lektürenachweis bleibt unverändert. Keine Gesamtlektüre, altnordische Kollation oder universale Biografie. Brodeurs Gürtelstärke wird nicht mit Zahlen anderer Übersetzungen vermischt. Abgerufen am 2026-09-27.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.