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MythaneumDas Museum der Mythologien

Gegenstand

Gleipnir: Ein dünnes Band und ein gebrochenes Versprechen

Sechs außergewöhnliche Bestandteile, ein verlangtes Pfand und die verweigerte Freilassung verbinden den Gegenstand mit verschiedenen Interessen.

1–2 Minuten Lesezeit

Weichheit verbirgt die erzählte Bindekraft

Gylfaginning XXXIV lässt Skírnir Gleipnir bei Zwergen beschaffen. Katzentrittsgeräusch, Frauenbart, Felswurzeln, Bärensehnen, Fischatem und Vogelspeichel gehören zur Zutatenreihe.

Das weiche Band wirkt gerade nicht wie die zuvor gesprengten Fesseln. Die kunstvolle Erklärung der Zutaten ist keine biologische Aussage oder reproduzierbare Herstellungsanleitung.

Fenrir verlangt Sicherheit und erhält sie nicht

Fenrir vermutet Täuschung und fordert eine Hand im Maul als Pfand. Týr stellt sie zur Verfügung. Als das Band hält, lassen die Götter den Wolf dennoch nicht frei; Týr verliert die Hand.

Die gelungene Bindung und das nicht eingelöste Versprechen sind zwei Perspektiven derselben Handlung. Der Gegenstand ersetzt nicht das Gespräch, durch das er angelegt werden kann.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Angrboða und Lokis Kinder: Gylfaginning 34

Gylfaginning 27/1–22 nach Faulkes, Kapitel XXXIV nach Brodeur; drei Kinder, Orakel, Entführung und Zuordnung werden quellengetreu getrennt.

Faulkes 2005/2011 und Brodeur 1916 sind Ausgaben, nicht die Datierung des Stoffes.

Sprache: Altnordischer kritischer Text und historische englische Übersetzung

Benutzte Ausgabe

Brodeur: Gylfaginning, Fenrir-Auswahl

XXV/XXXIV vollständig und zwei benannte LI-Prosapassagen; keine Gesamtlektüre der Ausgabe.

1916

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Snorris Edda

Bibliografische Werkidentität; nur die im Quellenregister genannten Teile gelesen.

Werk- und Stoffgeschichte nicht mit Datum der benutzten Übersetzung gleichgesetzt.

Sprache: Altnordisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Die jeweils benannten nordischen und germanischen Text-/Objektzusammenhänge; keine einheitliche universale Welten- oder Ausrüstungsliste.
Verwendeter Ausschnitt
Die je Abschnitt einzeln bezeichneten Textfenster und Zeugnisse.
  1. Angrboða und Lokis Kinder in Gylfaginning 34

    Snorri Sturluson; Anthony Faulkes, kritische Edition

    Gylfaginning 27/1–22 einschließlich Angrboða, drei Kindern, Prophezeiung und Bewertung durch die Götter; Original-PDF-Seite Index 58 tatsächlich betrachtet.

    Altnordischer kritischer Text; keine eigene Handschriftenkollation. Die Stelle erzählt keine eigene Handlung Angrboðas und keine Biografie ihrer Eltern. Die abwertende Blut-Herkunftsrede ist Urteil der erzählten Götter. Abgerufen am 2026-09-28.

  2. Gylfaginning: Týr und Fenrirs Bindung, Kapitel XXV, XXXIV und Auswahl LI

    Snorri Sturluson; englische Übersetzung Arthur Gilchrist Brodeur (1916), Wikisource

    XXV und XXXIV vollständig gelesen; in LI die beiden Prosapassagen ab Then shall happen und When these tidings come to pass bis vor dem folgenden Völuspá-Zitat.

    Keine Gesamtlektüre dieser neuen Quellenaufnahme. Eigene deutsche Nacherzählung nach der historischen englischen Übersetzung, keine altnordische Neuedition. Rahmenrede, Figurenrede und heutige Deutung werden unterschieden. Keine Lokalisierung der erzählten Insel und keine Ritualrekonstruktion. Abgerufen am 2026-09-27.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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