Die falsche Tante und die hilfreichen Gaben
In The Baba Yaga schickt eine Stiefmutter ein namenloses Mädchen zu ihrer eigenen Schwester. Vorher sucht das Kind eine andere, als wirkliche Tante bezeichnete Frau auf. Deren Rat hilft bei Birke, Türen, Hunden und Katze. Verwandtschaft ist hier kein verlässliches Schutzversprechen: Die gefährliche Tante will das Mädchen essen, die andere bereitet seine Rettung vor.
Speck für die Katze und weitere Gaben machen eine Flucht möglich. Der Katze gehören nun die Helferrolle und der Rat über Kamm und Handtuch; Baba Jaga verfolgt. Ralstons Herkunftsnote ordnet diese Erzählung einer bei Afanasiev bezeichneten Voronezh-Fassung zu. Die Ortsangabe wird durch den englischen Zugang vermittelt, nicht durch eine eigene Befragung vor Ort.
Vasilissa erhält Hilfe und bleibt in Gefahr
Vasilissa the Fair erzählt eine andere Begegnung. Eine Puppe, die Vasilissa von ihrer sterbenden Mutter erhalten hat, hilft beim Bewältigen der Aufgaben. Baba Jaga droht mit dem Essen der Besucherin und verlangt Arbeit. Sie beantwortet auch Fragen über die weißen, roten und schwarzen Reiter; ihre Erklärungen verbinden diese mit Tag, Sonne und Nacht.
Als Vasilissa den mütterlichen Segen als Grund ihrer Hilfe nennt, weist Baba Jaga sie fort und gibt ihr das erbetene Licht in einem Schädel. Dieses Licht tötet später die Stiefmutter und deren Töchter. Baba Jaga kann somit eine benötigte Gabe aushändigen und trotzdem eine bedrohliche Figur bleiben. Hilfreich und freundlich sind in dieser Handlung keine gleichbedeutenden Wörter.
Ivan muss bei ihr die Stuten hüten
In Marya Morevna benötigt Ivan ein Pferd, das ihm gegen Koščej hilft. Baba Jaga besitzt außergewöhnliche Stuten und verspricht ein gutes Pferd nach drei Tagen Dienst. Elf Köpfe auf Pfählen und ein noch leerer Pfahl machen die tödliche Bedingung deutlich. Die Stuten verschwinden nacheinander; ein Vogel, eine Löwin und Bienen helfen beim Zurückbringen.
Am Ende raten die Bienen, ein schwaches Fohlen zu stehlen. Baba Jaga verfolgt Ivan und stürzt durch eine geschwächte Brücke. Sie ist hier Besitzerin und gefährliche Arbeitgeberin, nicht einfach eine freiwillige Schenkerin. Tiere und Fluchttechnik verändern, wer die Oberhand behält.
Eine Figur, mehrere benannte Erzählwege
Diese Texte bilden keine Folge aus Baba Jagas Jugend, Beruf und Tod. Ihre Rollen entstehen in den jeweiligen Begegnungen. Auch die bekannte Hütte auf Hühnerbeinen ist nicht in jede Szene einzutragen: Die hier verglichenen Mädchenmärchen nennen sie an ihren Hüttenstellen nicht ausdrücklich. Das Bild des eigenen Schwellenexponats folgt deshalb einer gewöhnlichen Hütte mit Webstuhl.
Ralston ordnet und übersetzt im neunzehnten Jahrhundert ältere Sammlungszugänge. Seine anschließenden Deutungen vergleichen die Gestalt mit Schlangen und anderen Erzählwelten. Solche Überlegungen gehören zur historischen Forschungsgeschichte. Sie beweisen weder, dass Baba Jaga eine überall gleich verehrte Göttin war, noch dass alle Märchen auf eine einzige ursprüngliche Biographie zurückgehen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Die falsche Tante und die hilfreichen Gaben
The Baba Yaga: Blöcke1106–1139; Anm.161: AfanasievI3b, Voronezh
Vasilissa erhält Hilfe und bleibt in Gefahr
Vasilissa the Fair: Blöcke1151–1233; Anm.182: AfanasievIV44; Schluss1232–1233 eingeklammert zusammengefasst
Ivan muss bei ihr die Stuten hüten
Marya Morevna: Blöcke667–817; Anm.101: AfanasievVIII8
Eine Figur, mehrere benannte Erzählwege
Vorwort; The Baba Yaga: unmittelbar folgende Erläuterungen, Blöcke1140–1150; benannte Hüttenstellen der beiden Mädchenmärchen
Fassungen und Belege unterscheiden
Werk, Überlieferung und Lesezugang
Werk
Russian Fairy Tales: Ralstons Auswahl
Vorwort, vier benannte Haupttexte, unmittelbar nachfolgende Kommentare und die vier Herkunftsnoten. Der Band ist ein historischer Auswahl-/Übersetzungszugang; seine Vergleichsreferate sind keine unabhängig gelesenen zusätzlichen Gesamterzählungen.
Benutzte Hurst-Titelseite ohne Druckjahr; historische Sammlung des neunzehnten Jahrhunderts.
Sprache: Englisch
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Benutzter Lesezugang
Ralston: vier Texte im Gutenberg-Zugang22373
Gelesene vier Erzählungen, Vorwort und Herkunftsnoten; keine unabhängige Datierung des benutzten Drucks oder Kollation mit allen Afanasiev-Ausgaben.
Elektronische Ausgabe2007; benutzter Hurst-Druck mit undatierter HTML-Titelseite.
Sprache: Englisch
Quellen zu diesem Lesezugang: Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Werk
The Baba Yaga
The Baba Yaga, vollständiger Haupttext Blöcke 1106–1139: namenlose Tochter, zwei verschiedene Tanten, beschenkte Hausgenossen, Flucht und väterliche Tötung der Stiefmutter. Die nachfolgenden Referate 1140ff. gehören nicht in diese Handlung.
Benannter Erzähltext in Ralstons historischer Auswahl, kein Datierungsbeleg für das erzählte Geschehen.
Sprache: Englischer Übersetzungszugang nach russischer Sammlung
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Werk
Vasilissa the Fair
Vasilissa the Fair, Haupttext 1151–1231 und geklammerte Fortsetzung 1232–1233. Mutter, Puppe, Reiter, Aufgaben, Schädellicht und vermittelte Königshof-Folge bleiben von den anschließenden Puppenvergleichen getrennt.
Benannter Erzähltext in Ralstons historischer Auswahl, kein Datierungsbeleg für das erzählte Geschehen.
Sprache: Englischer Übersetzungszugang nach russischer Sammlung
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Werk
Marya Morevna
Marya Morevna, vollständiger Haupttext 667–817: Schwestern und Vogelgatten, verbotene Kammer, Gefangenschaft, Wiederbelebung, Tierhilfe und Pferdeweg. Keine Ei-Todesfolge in diesem Text; spätere Variantenreferate ab 818 bleiben gesondert.
Benannter Erzähltext in Ralstons historischer Auswahl, kein Datierungsbeleg für das erzählte Geschehen.
Sprache: Englischer Übersetzungszugang nach russischer Sammlung
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Figuren und Namen in den Texten
Die Einträge folgen dem jeweiligen Werk. Eigene Handlungen, kurze Namensnennungen und Herkunftsangaben bleiben unterscheidbar. Gleiche oder ähnliche Namen ergeben noch keine gemeinsame Lebensgeschichte.
The Baba Yaga
12 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen
Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang
Handelnde im Märchen (12)
Rollen und Handlungen gehören zu dieser konkreten Fassung.
Das namenlose Mädchen
Die Tochter der ersten Ehe sucht vor dem gefährlichen Auftrag ihre wirkliche Tante auf. Sie beschenkt die Beteiligten am Haus, gewinnt Fluchthilfe und errichtet mit Handtuch und Kamm Hindernisse. Zuhause berichtet sie dem Vater, was geschehen ist.
Kein Vasilissa-Name im Haupttext. Die Rückkehr macht die spätere Tötung der Stiefmutter nicht zur Tat des Mädchens.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1107–1139 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der Vater des namenlosen Mädchens
Er heiratet nach dem Tod seiner Frau erneut und ist beim Auftrag abwesend. Bei seiner Rückkehr fragt er nach der Tochter, hört ihren Bericht und erschießt seine zweite Frau.
Seine Tötung wird vom Schluss erzählt; sie ist kein bloßer Auszug oder eine Versöhnung. Nicht mit Vasilissas Kaufmannsvater vereinigen.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1107–1139 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die verstorbene erste Frau
Der Tod der ersten Frau eröffnet die neue Haushaltsordnung. Ihr Kind bleibt bei dem Vater und dessen neuer Frau.
Keine eigene Rede, Puppe oder Segensgabe in dieser Fassung; die Mutter aus Vasilissa hat einen anderen Textzugang.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1107–1107 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die Stiefmutter als Auftraggeberin
Sie misshandelt die Tochter und schickt sie unter dem Vorwand von Nadel und Faden zur eigenen Schwester. Später nennt sie dem Vater diesen Besuch als Aufenthaltsort. Der zurückgekehrte Vater tötet sie.
Die Erzählerstimme schreibt ihr den Tötungswunsch zu. Keine Bezeichnung als biologische Mutter des Mädchens.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1107–1139 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die wirkliche Tante des Mädchens
Die zuerst besuchte Tante bereitet das Mädchen auf Birke, Türen, Hunde und Katze vor. Sie nennt passende Gaben und ermöglicht so die späteren Beziehungen am Haus.
Die als wirkliche Tante bezeichnete Helferin bleibt von der Schwester der Stiefmutter getrennt; kein zusätzlicher Eigenname.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1108–1112 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Baba Yaga als Schwester der Stiefmutter
Sie lässt die Besucherin weben und weist die Magd an, ein Bad vorzubereiten, weil sie das Mädchen essen will. Nach der Flucht misshandelt sie ihre Hausgenossen und verfolgt das Kind. Den Fluss überwinden ihre Ochsen; der Wald hält sie auf.
Dies ist die Verfolgerin dieses Märchens. Ihr Rückzug ist nicht der Feuertod aus Marya Morevna.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1113–1131 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die beschenkte Magd
Das Mädchen bittet die Magd, das Bad durch nasses Holz und ein Sieb zu verzögern, und schenkt ihr ein Tuch. Später erklärt die Magd Baba Yaga, sie habe von der Besucherin bekommen, was ihre Herrin ihr vorenthielt.
Die Bitte allein beweist nicht jede einzelne Verzögerungshandlung. Die Magd spricht selbst im abschließenden Streit.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1118–1130 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die Katze am Webstuhl
Nach der Speckgabe nennt die Katze den Fluchtplan und übergibt Kamm und Handtuch. Sie setzt sich selbst an den Webstuhl und antwortet der Herrin anstelle des geflohenen Mädchens.
Ein konkret handelndes Tier, keine allgemeine Hausgeistidentität und keine Katze aus einem anderen Variantenreferat.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1124–1130 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die Hunde am Haus
Die Hunde lassen das Mädchen nach den gereichten Broten passieren. Im Streit mit Baba Yaga begründen sie ihr Verhalten mit dieser Gabe und der früheren Vernachlässigung.
Erklärter Gruppeneintrag; keine aus dem Plural erfundene Anzahl oder Einzelnamen.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1112–1130 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die sprechenden Türen
Das Mädchen ölt die Scharniere. Die Türen lassen es passieren und erklären später selbst, warum sie der Besucherin anders begegnen als ihrer Herrin.
Im Erzähltext handeln und sprechen Türen. Daraus wird keine historische Sachbehauptung oder neue Personengattung.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1112–1130 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die Birke am Fluchtweg
Die Birke lässt die Besucherin nach der Bandgabe vorbei. Gegenüber Baba Yaga begründet sie ihre Hilfe mit der unterschiedlichen Behandlung.
Die anthropomorphe Rolle gehört dieser Erzählung; keine allgemeine Baumverehrung daraus ableiten.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1112–1130 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Baba Yagas Ochsen
Baba Yaga holt die Ochsen nach dem ersten Hindernis. Sie trinken den aus dem Handtuch entstandenen Fluss leer und ermöglichen die erneute Verfolgung.
Unbenannte Tiergruppe. Das zweite Hindernis beseitigen sie im gelesenen Text nicht.
Beleg: The Baba Yaga: archivierte Blöcke 1131–1131 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Vasilissa the Fair
18 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen
Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang
Handelnde im Märchen (18)
Rollen und Handlungen gehören zu dieser konkreten Fassung.
Vasilissa the Fair
Die Tochter bewahrt die Puppe, versorgt sie mit Nahrung und nimmt ihren Rat an. Sie geht zum Lichtauftrag, erledigt Aufgaben mit Hilfe, begrenzt ihre Fragen und kehrt mit dem Schädel zurück. Der geklammerte Schluss führt sie über Webarbeit und Hemden an den Königshof.
Nicht das namenlose Mädchen aus The Baba Yaga. Die letzte Lebensfolge liegt im Zugang als geklammerte Zusammenfassung vor.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1152–1233 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Vasilissas sterbende Mutter
Die Mutter übergibt der achtjährigen Tochter die Puppe und ihren Segen. Sie erklärt, das Kind solle die Puppe bei Not füttern und um Rat bitten.
Der Segen wird später von Vasilissa genannt. Keine zusätzliche Herkunftsgeschichte der Puppe oder Gleichsetzung mit anderen toten Müttern.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1152–1152 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der Kaufmann als Vasilissas Vater
Er heiratet eine Witwe mit zwei Töchtern und hält sie zunächst für eine geeignete Mutter. Seine lange Geschäftsreise schafft den Zeitraum der Bedrohung. Im geklammerten Schluss kehrt er zurück und lebt bei der verheirateten Tochter.
Seine Rückkehr enthält hier keine Tötung der Stiefmutter; nicht mit dem Vater aus The Baba Yaga harmonisieren.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1152–1233 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die Witwe als Stiefmutter
Sie verteilt schwere Arbeit, blockiert die Heiratsangebote und bereitet den Lichtverlust vor. Ihre Töchter schicken Vasilissa fort. Nach deren Rückkehr nimmt sie das Schädellicht an und wird von seinen Flammen getötet.
Erzählte Misshandlung und Tod, keine von Vasilissa ausdrücklich ausgesprochene Tötungsabsicht ergänzen.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1153–1231 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die beiden Stiefschwestern
Die eine Tochter arbeitet an Spitzen, die andere an Strümpfen; eine von ihnen löscht auf mütterliche Anordnung die Kerze. Beide erklären ihr eigenes Arbeitsgerät zur ausreichenden Lichtquelle und drängen Vasilissa hinaus. Beide sterben mit ihrer Mutter.
Die löschende Schwester wird nicht eindeutig einer Handarbeit zugeordnet. Gruppeneintrag ohne erfundene Vornamen.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1153–1231 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Vasilissas abgewiesene Freier
Heiratswillige junge Männer werben um Vasilissa. Die Stiefmutter weist sie mit dem Vorrang der älteren Töchter ab und richtet ihren Ärger danach gegen Vasilissa.
Unbenannte Gruppe; keine individuellen Verlobungen oder ein bestimmter späterer Ehemann belegt.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1158–1160 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die gefütterte Puppe
Die Puppe erhält Nahrung, tröstet und berät Vasilissa. Sie erledigt Aufgaben, weist den Weg und unterstützt im geklammerten Schluss die Herstellung des feinen Gewebes. Vasilissa behält sie nach diesem Schluss bei sich.
Ein handelnder Gegenstand dieser Fassung; nicht automatisch eine Ahnenseele. Ralstons nachfolgende Puppenvergleiche sind eine andere Textebene.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1152–1233 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der weiße Reiter
Der weiße Reiter erscheint bei der Dämmerung und erneut am Morgen. Auf Vasilissas Frage bezeichnet Baba Yaga ihn als ihren hellen Tag.
Die Erklärung stammt aus Baba Yagas Rede. Keine unabhängig geprüfte kosmische Gottheit oder Gleichsetzung mit anderen Reitern.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1174–1214 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der rote Reiter
Der rote Reiter begleitet den Sonnenaufgang. Baba Yaga bezeichnet ihn im Gespräch als ihre rote Sonne.
Eine quellengebundene Figurenrede; nicht automatisch Saulė, Saule oder ein historischer Sonnengott.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1175–1216 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der schwarze Reiter
Der schwarze Reiter verschwindet am Tor, worauf die Nacht einsetzt. Baba Yaga erklärt ihn als ihre dunkle Nacht und nennt alle drei ihre Diener.
Von den zwei anderen Reitern getrennt; keine moralische Gleichsetzung von Schwarz und Böse aus der Farbe.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1178–1218 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Baba Yaga als Aufgabenstellerin
Sie bindet die Lichtgabe an Hausarbeit und Sortieraufgaben unter der Drohung, Vasilissa zu essen. Sie beantwortet Fragen zu den Reitern, missbilligt die Hilfe durch den mütterlichen Segen und entlässt Vasilissa mit einem leuchtenden Schädel.
Die Gabe beendet diese Begegnung; sie beweist keine unveränderliche hilfreiche oder böse Gesamtidentität in allen Märchen.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1179–1226 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die drei Paar Hände
Auf Baba Yagas Ruf tragen drei Paar Hände das Korn fort und später die Mohnsamen zum Ölpressen. Vasilissa denkt an sie, fragt aber nicht nach ihnen.
Keine Besitzer, Körper oder Einzelnamen genannt. Die unterlassene Frage bleibt unterlassen; keine geheime Identität ergänzen.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1204–1219 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der sprechende Schädel als Lichtgabe
Baba Yaga gibt einen Schädel vom Zaun auf einem Stock mit. Er fordert Vasilissa auf, ihn zur Stiefmutter zu bringen; seine Augen verfolgen und verbrennen die drei Gegnerinnen. Im geklammerten Schluss wird er begraben.
Vom übrigen leuchtenden Zaunbestand unterschieden; kein Eigenname oder früherer menschlicher Besitzer genannt.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1225–1232 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die Nachbarn als vergebliche Feuergeber
Der Haushalt berichtet, dass von Nachbarn geholtes Feuer beim Hereintragen jeweils erlosch. Das erklärt seine Aufnahme von Vasilissas Licht.
Nur berichtete Hilfe, keine ausgespielte Begegnung oder namentlich bekannte Nachbarn.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1230–1230 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die alte Gastgeberin in der Stadt
Im geklammerten Schluss wohnt Vasilissa bei einer alten Frau. Diese bringt das geschenkte Gewebe zum König. Später nimmt Vasilissa sie in ihren Dienst.
Diese Frau erscheint in der geklammerten Fortsetzung, nicht als Tante oder Puppe und nicht als die alte Gastgeberin des anderen Märchens.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1232–1233 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der König im geklammerten Schluss
Er lässt aus dem feinen Stoff Hemden machen, fordert Vasilissas Erscheinen am Hof und heiratet sie.
Nur im geklammerten Schluss des benutzten Zugangs; keine vorangehende Werbung oder innere Zustimmungsszene erfinden.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1232–1233 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Die erfolglos gesuchten Näherinnen
Für den außergewöhnlichen Stoff findet sich zunächst niemand, der ihn zu Hemden verarbeiten kann. Schließlich wird er Vasilissa anvertraut.
Erklärte Funktionsgruppe in der Zusammenfassung; kein Beleg für ein bestimmtes Gewerberecht oder tatsächliche Textiltechnik.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1232–1232 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der Bote vom Königshof
Nach Fertigstellung der Hemden verlangt ein Bote Vasilissas sofortiges Erscheinen vor dem König.
Unbenannter Vermittler des geklammerten Schlusses. Der zuvor aufgebrochene Überbringer der Hemden wird nicht ohne Beleg mit ihm identifiziert.
Beleg: Vasilissa the Fair: archivierte Blöcke 1232–1232 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Marya Morevna
1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen
Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang
Handelnde im Märchen (1)
Rollen und Handlungen gehören zu dieser konkreten Fassung.
Baba Yaga als Besitzerin der Stuten
Baba Yaga fordert dreitägigen Hütedienst unter Todesdrohung. Sie weist die heimgekehrten Stuten zu immer neuen Fluchtorten an. Nach dem Fohlendiebstahl verfolgt sie Ivan und stirbt auf der brechenden Brücke über dem Feuerfluss.
Dieser Tod gehört Marya Morevna. Er ist kein nachträgliches Ende der Baba Yaga aus den anderen drei Texten.
Beleg: Marya Morevna: archivierte Blöcke 763–803 · Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte russische Märchen in Ralstons historischem englischem Auswahl- und Übersetzungszugang.
- Verwendeter Ausschnitt
- The Baba Yaga und Vasilissa the Fair sowie Marya Morevna im historischen Ralston-/Gutenberg-Zugang 22373; Herkunftsnoten 161, 182 und 101.
- Russian Fairy Tales: vier benannte Märchen und Ralstons Vorwort
W. R. S. Ralston; historischer englischer Auswahl- und Übersetzungszugang; Project Gutenberg22373 · Neunzehntes Jahrhundert; benutzter Hurst-Druck ohne Jahresangabe auf der HTML-Titelseite; elektronische Ausgabe2007.
Vorwort mit eigenen Anmerkungen; vollständige Erzähltexte The Baba Yaga, Vasilissa the Fair, Marya Morevna und Koshchei the Deathless samt unmittelbar anschließenden Erläuterungen; vier zugehörige Herkunftsnoten101,112,161,182 tatsächlich gelesen. Vasilissas Schluss ist im benutzten Zugang eingeklammert zusammengefasst.
Nur benannte Textfenster, keine ganze Sammlung oder russische Originalkollation. Afanasiev-Stellen über Ralston vermittelt. Perm und Voronezh sind Herkunftsangaben seiner Anmerkungen, keine selbst überprüfte Feldforschung. Seine Gleichsetzungen, Sonnen-/Schlangendeutungen und weltweiten Parallelen sind historische Forschung, kein heutiger Konsens. Unterschiedliche Datumsangaben der Gutenberg-Metadaten nicht zu einer gesicherten Druckjahresangabe vereinheitlicht. Keine Bilder übernommen. Abgerufen am 2026-10-03.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.
