Exponat 01 · Keelings atmosphärische CO₂-Messreihe
Luftmessungen über Jahre vergleichbar halten
Wie wird aus einzelnen Luftproben eine Zeitreihe, in der sich Änderungen der Atmosphäre von örtlichen Einflüssen unterscheiden lassen?
Exponat erkunden ↗Themenraum · 7 Exponate
Sieben Stationen verbinden Luftmessreihen, Klimamodelle, Eisarchive, Lichtvergleiche, Landschaftsbilder, Ozeanprofile und Satellitenbahnen. Verfolge, was tatsächlich gemessen wird und welche zusätzliche Arbeit eine gemeinsame Aussage trägt.
In deinem Tempo · Quellen an jedem Exponat · Stand: 8. September 2026
Bild vergrößern ↗Eine Raumfrage · verschiedene Zugänge
Beginne bei einer Frage, die dich interessiert, oder folge den Stationen des Rundgangs.
Exponat 01 · Keelings atmosphärische CO₂-Messreihe
Wie wird aus einzelnen Luftproben eine Zeitreihe, in der sich Änderungen der Atmosphäre von örtlichen Einflüssen unterscheiden lassen?
Exponat erkunden ↗Exponat 02 · Manabe und Wetheralds Strahlungs-Konvektionsmodell
Wie verändert sich ein berechneter Gleichgewichtszustand, wenn Kohlendioxid und die Annahme über Wasserdampf verändert werden?
Exponat erkunden ↗Exponat 03 · Vostok-Eiskern und eingeschlossene Luft
Warum haben das umgebende Eis und seine eingeschlossene Luft nicht genau dasselbe Alter?
Exponat erkunden ↗Exponat 04 · Antarktische Ozonmessungen mit dem Dobson-Instrument
Wie wird aus überraschend niedrigen Lichtmessungen ein belastbarer Befund über die Atmosphäre?
Exponat erkunden ↗Exponat 05 · Landsat, MSS und das EROS-Datenarchiv
Was zeigt ein farbiges Satellitenbild, wenn seine Farben nicht unmittelbar denen des menschlichen Sehens entsprechen?
Exponat erkunden ↗Exponat 06 · Argo und autonome Profilierbojen
Wie entsteht aus vielen frei driftenden Instrumenten ein vergleichbarer Einblick in das Innere des Ozeans?
Exponat erkunden ↗Exponat 07 · GRACE und die Vermessung des Schwerefelds
Wie können zwei Satelliten großräumige Veränderungen von Wasser und Eis erschließen, ohne diese unmittelbar zu fotografieren?
Exponat erkunden ↗Die Werkstatt der Erkenntnis
Drei Fälle trennen Beobachtung, Zuordnung und die Reichweite einer gemeinsamen Darstellung.
Eine Frage an deinen Blick
Viele Argo-Instrumente messen an unterschiedlichen Orten und Zeiten. Welche Aussage beschreibt das gemeinsame Ergebnis angemessen?
Ein verteiltes Beobachtungsnetz erweitert die Abdeckung. Seine Aussage wird belastbar, wenn Ort, Zeit, Messprogramm und Qualitätsprüfung der einzelnen Beiträge nachvollziehbar bleiben.
Die Erklärung mit Quellen lesen ↗Die Idee dieser Ausstellung
Die Erde wird nicht von einem einzigen Instrument vollständig erfasst. Eine Luftstation bestimmt Gaskonzentrationen, eine Profilierboje untersucht Meerwasser, ein Satellitenpaar erschließt das Schwerefeld. Diese Größen gehören zu einem gemeinsamen System, bleiben aber unterschiedliche Beobachtungen. Atmosphärische Messung Ein Netz im Ozean Die Bahnmessung von GRACE Frage deshalb zuerst nach dem unmittelbaren Signal. Erst danach lässt sich beurteilen, welche zusätzliche Rechnung oder Interpretation einen weitergehenden Schluss ermöglicht.
Die Keeling-Reihe und die antarktischen Ozonmessungen zeigen den Wert fortgesetzter Beobachtung. Geräte müssen geprüft, Referenzen erhalten und ungewöhnliche Ergebnisse untersucht werden. Eine langfristige Luftreihe Die Prüfung des Ozonbefunds Eine Zeitreihe entsteht nicht allein dadurch, dass viele Zahlen hintereinanderstehen. Ihr Nutzen hängt davon ab, ob sich Veränderungen des Gegenstands von Veränderungen des Messverfahrens unterscheiden lassen. Auch Datenarchive und die Menschen, die sie pflegen, gehören zu dieser wissenschaftlichen Leistung.
Der Eiskern speichert unterschiedliche Spuren vergangener Bedingungen. Seine Deutung braucht unter anderem die getrennte zeitliche Zuordnung von Eis und eingeschlossener Luft. Die beiden Archive von Vostok Das Strahlungs-Konvektionsmodell untersucht dagegen einen berechneten Gleichgewichtszustand unter festgelegten Annahmen. Die Modellsäule Archiv und Modell sind verschiedene Erkenntniswege. Ihre Ergebnisse lassen sich sinnvoll verbinden, wenn deutlich bleibt, welche Größe rekonstruiert wurde und welche Beziehung unter welchen Voraussetzungen berechnet ist.
Landsat macht sichtbar, wie aus getrennten Messbändern ein lesbares Landschaftsbild wird. Die gewählte Farbe ist Teil der Darstellung und muss erklärt werden. Messband und Anzeigefarbe Auch eine GRACE-Karte beruht auf einer Auswertung mit eigener räumlicher Reichweite. Großräumige Wasserfragen Die Museumsillustrationen begleiten diese Verfahren als freie Anschauungen. Sie enthalten keine eigenen Messdaten und ersetzen weder die historischen Originale noch die methodische Erklärung ihrer Aussage.
Der Rundgang führt durch alle sieben Beobachtungswege. Drei Befundkarten fragen nach den zwei Uhren im Eis, einer roten Landschaft und einer veränderten Massenverteilung. Das Quiz prüft die Reichweite eines Ozeannetzes. Du kannst auch bei einer vertrauten Messgröße beginnen und über die Querverbindungen weitergehen. Achte jeweils auf vier Fragen: Was wurde erfasst, womit wurde verglichen, wie wurde das Ergebnis zugeordnet und welche zusätzliche Aussage braucht weitere Belege?
Die Quellen sind den Aussagen im Text zugeordnet. Originalstudien, Sammlungstexte und eigene Einordnung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Einige Fachtexte sind beim Verlag nur teilweise frei zugänglich.
Charles D. Keeling: The Concentration and Isotopic Abundances of Carbon Dioxide in the Atmosphere. Tellus 12, 200–203, 1960.
Kalibrierung, Auswahl nach Luftbedingungen, mehrere Standorte, jahreszeitlicher Verlauf und längerfristige Änderung. Ozeanaufnahme nicht als null beschrieben. Keine aktuelle Konzentration oder eigene Messdatenauswertung.
← Zur Textstelle: Ein Planet, viele MessgrößenScripps Institution of Oceanography: The History of the Keeling Curve. 3. April 2013.
Institutioneller Rückblick auf fortgesetzte Messung, Vergleichbarkeit und Finanzierung. Kein Ersatz des Originals; keine historischen Gegenwartszahlen auf heute übertragen.
← Zur Textstelle: Vergleichbarkeit braucht dauerhafte ArbeitSyukuro Manabe und Richard T. Wetherald: Thermal Equilibrium of the Atmosphere with a Given Distribution of Relative Humidity. Journal of the Atmospheric Sciences 24, 241–259, 1967.
Säulenmodell und Gleichgewicht, feste relative oder absolute Feuchte, Wolken und Randbedingungen. Former/latter-Unstimmigkeit gegen Abstract und Tabelle 5 geprüft. Keine regionale Prognose oder aktueller Sensitivitätswert.
← Zur Textstelle: Archive und Modelle stellen verschiedene FragenJean Robert Petit et al.: Climate and atmospheric history of the past 420,000 years from the Vostok ice core, Antarctica. Nature 399, 429–436, 1999.
Eisisotope, eingeschlossene Gase, GT4-Altersmodell und zeitliche Unsicherheit. Verwendeter oberer Abschnitt nicht mit gesamter Bohrlänge gleichgesetzt. Lokaler Temperaturanzeiger nicht globales Thermometer; keine exakte Verzögerung oder heutige Konzentration.
← Zur Textstelle: Archive und Modelle stellen verschiedene FragenSune Olander Rasmussen, Niels Bohr Institute: Interpretation of ice cores. Ask about climate, 2008.
Durchlässiger Firn und späterer Porenabschluss; Luft jünger als umgebendes Eis. Beispielhafte Abschlusstiefen nicht als weltweit feste Grenze verwendet.
Joseph C. Farman, Brian G. Gardiner und Jonathan D. Shanklin: Large losses of total ozone in Antarctica reveal seasonal ClOx/NOx interaction. Nature 315, 207–210, 1985.
Starker jahreszeitlicher Gesamtozonverlust und damalige Einordnung. Keine vollständige spätere Reaktionschemie aus dem Abstract abgeleitet; BAS-Zugriffsblock dokumentiert.
Jonathan Shanklin: Reflections on the ozone hole. Nature 465, 34–35, 6. Mai 2010.
Zusammenarbeit, Instrumentkontrolle und langfristige Beobachtung. Abbildung mit 11-Tage-Minimum und umgekehrter FCKW-Achse nicht als Rohdaten übernommen. Keine pauschale Behauptung automatisch gelöschter Satellitendaten; damalige Erholungsprognose nicht aktuell.
← Zur Textstelle: Vergleichbarkeit braucht dauerhafte ArbeitNOAA Global Monitoring Laboratory: Operations Handbook – Ozone Observations with a Dobson Spectrophotometer, Kapitel 2.
Ausgewählte UV-Paare, Absorptionsvergleich, Geometrie und Dobson-Einheit. Optischer Nullausgleich nicht null Ozon; Säule nicht räumliche Lochgeometrie.
NASA Science: Landsat – MSS. Institutionelle Instrumentbeschreibung.
Vier frühe Bänder: zwei sichtbar, zwei nahinfrarot; Spiegel, Detektoren und Flugbewegung. Kein thermisches Infrarot; Wiederkehr keine Wolkenfreiheit. Auffällige spätere Landsat-3-Tabellenzahl nicht verwendet.
USGS EROS Earthshots: What the Colors Mean.
Zuordnung von Messbändern zu RGB und Vegetation in Falschfarbe. Späteres Landsat-8-Beispiel nicht als konkrete frühe MSS-Bandkombination übertragen.
← Zur Textstelle: Ein Bild ist eine AuswahlAllen H. Watkins: The EROS Data Center. U.S. Geological Survey; gelesene Ausgabe mit Druckangabe 1981.
Autorenname Allen am Originalbild geprüft. Druckangabe 1981 nicht still mit abweichendem Katalogjahr gleichgesetzt. Historische Speicherung, Auswahl, Kataloge und Qualitätskontrolle; keine damaligen Lieferzeiten als heutiges Angebot.
Argo Program, UC San Diego: History of Argo.
Internationaler Aufbau und damaliges Ziel von 3.000 Instrumenten im November 2007. Keine daraus abgeleitete aktuelle Flottengröße.
Argo Program, UC San Diego: Frequently Asked Questions.
Ölbewegung und äußeres Volumen statt neuer Ballastmasse. Kerngedanke einer Profilfahrt; Core, Deep und BGC nicht gleichgesetzt. Widersprüchliche aktuelle Zahlen und Kosten nicht übernommen.
Argo Science Team: On the Design and Implementation of Argo – An Initial Plan for a Global Array of Profiling Floats. 1998.
Ergänzung anderer Meeresmessungen und Satellitenaltimetrie. Frühe Skizze und unterschiedliche Planwerte nicht als heutiger einheitlicher Zehn-Tage-Zyklus ausgegeben.
← Zur Textstelle: Ein Planet, viele MessgrößenDean Roemmich, Russ Davis, Steve Riser, Breck Owens, Silvia Garzoli und Gregory Johnson: Argo, Bericht für FY 2009 im National Oceanographic Partnership Program.
Druckoffsets, Datenqualitätskontrolle und spätere fachliche Prüfung. Auffällige Summen damaliger US-Teilzahlen nicht übernommen.
NASA JPL Physical Oceanography Distributed Active Archive Center: GRACE. Missionsbeschreibung.
Mission von 2002, zwei Satelliten und Abstandsmessung als Zugang zum Schwerefeld. Keine Laserstrecke der späteren Nachfolgemission zurückprojiziert.
Byron D. Tapley, Srinivas Bettadpur, Michael Watkins und Christoph Reigber: The gravity recovery and climate experiment: Mission overview and early results. Geophysical Research Letters 31, 2004, DOI 10.1029/2004GL019920.
Mikrowellenmessung, GPS, Beschleunigung und Orientierung. GGM01S aus 111 Beobachtungstagen über mehrere Monate 2002 nicht monatliches Einzelprodukt. Geoidgenauigkeit nicht räumliche Auflösung; externe und interne Vergleiche getrennt.
← Zur Textstelle: Ein Planet, viele MessgrößenNASA JPL: GRACE Mission: 15 Years of Watching Water on Earth. 14. März 2017.
Historischer institutioneller Rückblick: großräumige Massenänderungen, Wasser und Eis. Keine direkte Beobachtung einzelner Brunnen oder aktuelle Bestandszahlen.
← Zur Textstelle: Ein Bild ist eine AuswahlRedaktion: Benjamin Metzig. Erste vollständige Fassung dieser Sammlung vom 8. September 2026. Generative KI diente als Werkzeug für Text und Bild.
Hinweis oder Korrektur an die RedaktionDein nächster Weg
Der Rundgang verbindet die Exponate. In der Sammlung erreichst du die anderen Themenräume.