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Knorpelfische

Zebrahai

Stegostoma tigrinum

Der Name passt vor allem zum Jungtier: Junge Zebrahaie tragen helle Bänder auf dunklem Grund. Erwachsene werden hell und gepunktet. Mit ihrem langen Schwanz und flachen Kopf leben sie vor allem an Riffen und auf benachbarten Sandböden.

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Erwachsener, dunkel gepunkteter Zebrahai mit fünf sichtbaren Kiemenspalten, Rückenleisten und langem Schwanz auf Sand neben einem Riff.
KI-generierte, fotorealistische Darstellung eines erwachsenen Zebrahais auf einem erfundenen Riffboden; keine dokumentarische Aufnahme und kein Tier des Schutzprojekts.

Aktueller Name Stegostoma tigrinum; das ältere verbreitete Stegostoma fasciatum wird als Suchsynonym geführt, ohne eine zweite Art anzulegen.

Auf einen Blick

Gesamtlänge
Häufig unter 2,3 m; berichtet bis knapp 3,7 mNational Aquarium: Längen unter 7,5 Fuß häufiger, größtes berichtetes Maß knapp 12 Fuß. Gerundete Umrechnung einschließlich des langen Schwanzes; kein Mittelwert und keine Behauptung, jedes Tier erreiche das Maximum.National Aquarium, Baltimore
Verbreitung
Tropischer Indischer Ozean und westlicher PazifikRiffe und angrenzende Sandflächen; australische Nachweise und saisonale Ansammlungen sind nicht gleichmäßig über das gesamte Areal verteilt.Museums Victoria · Dianne J. Bray, Fishes of Australia

Vom gestreiften Jungtier zum gepunkteten Erwachsenen

Junge Zebrahaie sind dunkel und tragen auffällige helle Querbänder sowie größere helle Flecken. Beim Wachsen löst sich das Muster nach und nach auf. Der erwachsene Hai hat viele dunkle Punkte auf einem gelblichen bis graubraunen Grund.

Deshalb wird er regional auch als Leopardenhai bezeichnet. Dieser Trivialname ist jedoch mehrdeutig und wird für andere Haiarten verwendet. Der wissenschaftliche Name Stegostoma tigrinum bezeichnet hier eindeutig den Zebrahai; in älteren Quellen steht oft Stegostoma fasciatum.

Museums Victoria · Dianne J. Bray, Fishes of Australia National Aquarium, Baltimore

Ein langer Schwanz hinter einem breiten Kopf

Der stumpfe, abgeflachte Kopf und die breiten Brustflossen passen zu einem Tier, das häufig auf dem Boden ruht. Über den Rücken ziehen sich deutliche Längsleisten. Der lange obere Schwanzlappen trägt erheblich zur Gesamtlänge bei.

Ein Maß einschließlich Schwanz beschreibt daher etwas anderes als die Länge von Kopf und Rumpf. Auch die zwei Rückenflossen sitzen vergleichsweise weit hinten: Der Zebrahai hat nicht die Silhouette eines großen, hochflossigen Freiwasserjägers.

National Aquarium, Baltimore Museums Victoria · Dianne J. Bray, Fishes of Australia

Nachts zwischen Riff und Sand

Zebrahaie bewohnen flache tropische Küstengewässer, Riffe und benachbarte Sandflächen. Häufig liegen sie tagsüber am Grund. Nachts fressen sie vor allem Schnecken und Muscheln, daneben beispielsweise Krabben, Garnelen und kleine Fische.

Das Riff bietet damit nicht nur eine Ruhekulisse. In seinen Spalten und am umgebenden Boden liegt ein Teil des Nahrungsangebots. Dass ein Tier gerade still liegt, bedeutet nicht, dass es im gesamten Tageslauf unbeweglich bleibt.

Museums Victoria · Dianne J. Bray, Fishes of Australia

Eikapseln mit Haltefasern

Weibchen legen feste Eikapseln. Faserige Anhänge verankern die Kapseln am Untergrund; die Jungen entwickeln sich darin außerhalb des mütterlichen Körpers. Der Zebrahai gehört somit zu den eierlegenden Haien.

Für Schutzprogramme lassen sich solche Eier unter kontrollierten Bedingungen untersuchen und transportieren. Das Aquarium of the Pacific meldete 2025 seine Beteiligung an einem ReShark-Projekt: Befruchtete Eier sollen Jungtiere für ausgewählte Schutzgebiete in Raja Ampat liefern. Genetische Herkunft, tierärztliche Kontrollen und Beobachtung nach einer Freisetzung gehören zum Projekt. Eine geplante Aussetzung ist allerdings noch kein Nachweis einer erholten Wildpopulation.

Museums Victoria · Dianne J. Bray, Fishes of Australia Aquarium of the Pacific

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Quellen und Bildnachweis

Stand: 2026-10-30

Bild: KI-generierte, fotorealistische Darstellung für Wissenschaftswelle; keine dokumentarische Aufnahme.