Kopffüßer
Gemeiner Kalmar
Loligo vulgaris
Acht Arme und zwei lange Fangtentakel bilden den Fangapparat des Gemeinen Kalmars. Flossen und Wasserstrahl bewegen seinen weichen Körper, während die nächste Generation in befestigten Eikapseln heranwächst.
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Loligo vulgaris Lamarck, 1798, akzeptierte Art in Myopsida und Loliginidae nach WoRMS. Zwischenränge wie Coleoidea und Decapodiformes sind ausgelassen. Loligo forbesii und die früher teils als Unterart behandelte Loligo reynaudii bleiben eigenständige Arten und sind nicht eingeschlossen.
Auf einen Blick
- Größe
- Häufig etwa 15–25 cm MantellängeOrientierungsbereich der FAO; Kopf, Arme und Fangtentakel sind nicht mitgemessen. Die Quelle nennt auch größere Mantellängen von etwa 30–40 cm. Keine reine Gesamtlängenangabe, kein für alle Geschlechter gleiches Mittel und kein neu bestätigter Größenrekord.Food and Agriculture Organization of the United Nations · FAO Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS
- Lebensspanne
- Ungefähr ein JahrDORIS nennt aus Statolithenuntersuchungen abgeleitete Schätzungen von etwa 10–16 Monaten. Bedingungen und Populationen variieren; kein garantierter Zeitpunkt oder aus dem KI-Bild bestimmtes Alter.Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS
- Besonderheit
- Acht Arme und zwei FangtentakelDie beiden längeren Tentakel tragen Saugnäpfe an ihren Fangkeulen. Sie werden bei Vergleichen nicht als zwei zusätzliche gewöhnliche Arme behandelt.Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS Marine Biological Association · MarLIN / Emily Wilson
Acht Arme halten, zwei Fangtentakel reichen weiter
Der Gemeine Kalmar besitzt acht Arme und zwei längere Fangtentakel. An den Armen sitzen Saugnäpfe entlang der Innenseiten. Bei den beiden Fangtentakeln konzentrieren sich die Saugnäpfe dagegen auf die verbreiterten Endstücke, die Fangkeulen. Die langen schlanken Schäfte sind nicht durchgehend mit Saugnäpfen besetzt.
Beim Beutefang können die Tentakel vorschnellen und das erfasste Tier zur Armkrone ziehen. Dort wird es gehalten und mit dem im Zentrum liegenden Schnabel zerkleinert. Fische, Krebstiere und andere Kopffüßer gehören zu seiner Nahrung. Welche Beute wichtig ist, verändert sich mit Lebensraum und Körpergröße.
Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS Marine Biological Association · MarLIN / Emily WilsonDie übliche Längenangabe lässt viel vom Tier weg
Hinter Kopf und Augen liegt der längliche, muskulöse Mantel. Zwei seitliche Flossen bilden im hinteren Bereich gemeinsam eine annähernd rautenförmige Fläche. Sie erstrecken sich über ungefähr zwei Drittel der Mantellänge.
Für Größenvergleiche wird häufig genau dieser Mantel gemessen. Kopf, Arme und Fangtentakel bleiben dabei unberücksichtigt. Die FAO nennt als häufige Größenordnung etwa 15 bis 25 Zentimeter Mantellänge. Ein Tier mit einer solchen Angabe ist insgesamt also länger. Oberwerte aus anderen Übersichten sind erst dann sinnvoll vergleichbar, wenn klar ist, welche Strecke jeweils gemeint ist.
Food and Agriculture Organization of the United Nations · FAO Marine Biological Association · MarLIN / Emily Wilson Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORISFlossen und Wasserstrahl übernehmen verschiedene Aufgaben
Mit den Flossen kann sich der Kalmar langsam bewegen und seine Lage im Wasser verändern. Für rasche Bewegungen arbeitet der muskulöse Mantel: Er presst Wasser aus der Mantelhöhle durch den Trichter. Der ausgestoßene Wasserstrahl erzeugt einen Rückstoß. Die Ausrichtung des Trichters beeinflusst dabei die Bewegungsrichtung.
Im Körper liegt außerdem eine schmale, federartige Stützstruktur, der Gladius. Sie besteht aus organischem Material und ist nicht als äußere Schale sichtbar. Die Kombination aus weichem Körper, innerer Stütze, Flossen und Mantelmuskulatur ermöglicht sehr unterschiedliche Bewegungen.
Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS Marine Biological Association · MarLIN / Emily WilsonDie Hautfarbe ist kein unveränderlicher Artaufdruck
Ein Gemeiner Kalmar kann hell und durchscheinend wirken oder deutlich rötlich-braun gefleckt erscheinen. Kleine Pigmentorgane, die Chromatophoren, verändern ihre sichtbare Fläche. So kann sich das Farbbild schnell wandeln.
Farbe allein reicht deshalb nicht für eine sichere Artbestimmung. Der ähnliche Loligo forbesii wird unter anderem anhand der Saugnäpfe auf den Fangkeulen unterschieden. Bei Loligo vulgaris sind die mittleren Saugnäpfe dort deutlich größer als die randlichen. Solche Merkmale sind auf einem gewöhnlichen Unterwasserfoto oft nicht ausreichend erkennbar.
Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS Marine Biological Association · MarLIN / Emily WilsonFreies Schwimmen und geeignete Untergründe gehören zusammen
Die Art lebt im östlichen Atlantik und im Mittelmeer. Sie nutzt küstennahe Meeresbereiche, kann sich nahe dem Grund aufhalten und zur Jagd in die Wassersäule aufsteigen. Saisonale Wanderungen verbinden unterschiedliche Aufenthaltsgebiete.
Eine starre Bindung an nur einen Bodentyp beschreibt ihren Lebensraum schlecht. Besonders zur Fortpflanzung wird aber wichtig, dass geeignete feste Strukturen vorhanden sind. An ihnen lassen sich die Eikapseln befestigen. Bewegliche erwachsene Tiere und ortsfest abgelegter Nachwuchs stellen damit unterschiedliche Anforderungen an dasselbe Meeresgebiet.
Food and Agriculture Organization of the United Nations · FAO Marine Biological Association · MarLIN / Emily WilsonDer Nachwuchs beginnt in befestigten Kapseln
Die Eier liegen in länglichen, gallertigen Kapseln, die in Büscheln an geeigneten Untergründen befestigt werden. Solche Gelege können etwa an Felsvorsprüngen oder anderen festen Strukturen entstehen. Jede Kapsel enthält mehrere Eier; ein Büschel besteht entsprechend aus vielen einzelnen Embryonen.
Nach der Entwicklung schlüpfen winzige Kalmare, die zunächst im freien Wasser leben. Ihre weitere Entwicklung und der Zeitpunkt der Fortpflanzung hängen von den örtlichen Bedingungen ab. Der Lebenszyklus ist vergleichsweise kurz: Aus Untersuchungen der Wachstumsstrukturen in den Statolithen werden für die Art Lebensspannen in der Größenordnung von ungefähr einem Jahr abgeleitet. Ein einzelnes Foto verrät dieses Alter jedoch nicht.
Food and Agriculture Organization of the United Nations · FAO Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORISWeitere Tiere

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EntdeckenQuellen und Bildnachweis
Stand: 2026-10-29
- Loligo vulgaris Lamarck, 1798 · AphiaID 140271 · World Register of Marine Species · WoRMS · abgerufen 2026-10-29
- Loligo vulgaris · Encornet européen · Fédération française d’études et de sports sous-marins · DORIS · abgerufen 2026-10-29
- Common squid · Loligo vulgaris · Marine Biological Association · MarLIN / Emily Wilson · abgerufen 2026-10-29
- Loligo vulgaris · Artbeschreibung und Mantellänge · Food and Agriculture Organization of the United Nations · FAO · abgerufen 2026-10-29
Bild: KI-generierte, fotorealistische Darstellung für Wissenschaftswelle; keine dokumentarische Aufnahme.
