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Seesterne

Blutroter Seestern

Echinaster (Echinaster) sepositus

Auf Felsen fällt sein kräftiges Rot sofort auf. Meist fünf lange Arme tragen den Blutroten Seestern über den Untergrund. Die eigentliche Laufarbeit übernehmen viele kleine Füßchen auf der Unterseite.

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Blutroter Seestern mit fünf langen roten, fein uneben strukturierten Armen vollständig auf einem felsigen Meeresboden mit violetten Kalkalgen.
KI-generierte, fotorealistische Darstellung eines Blutroten Seesterns auf einem erfundenen Mittelmeerfelsen; keine dokumentarische Aufnahme und kein Versuchstier.

Akzeptierter WoRMS-Name mit Untergattung: Echinaster (Echinaster) sepositus. Die gebräuchliche Zweinamensform Echinaster sepositus bezeichnet dieselbe Art; Untergattung nicht als zusätzliche Filterstufe eingeschoben.

Auf einen Blick

Körperdurchmesser
Etwa 10–20 cmDurchmesser über die Arme nach DORIS; keine Länge eines einzelnen Arms. Natürliche Armhaltung verändert den abgebildeten Abstand der Spitzen.DORIS · FFESSM, Équipe de rédaction du profil
Verbreitung
Mittelmeer, Ärmelkanal und östlicher AtlantikVor allem auf geeigneten festen Untergründen; rote Farbe allein unterscheidet nicht alle ähnlichen Seesternarten.DORIS · FFESSM, Équipe de rédaction du profil

Die Oberseite zeigt nur die halbe Geschichte

Die Arme sind lang, rundlich und mit vielen kleinen unregelmäßigen Erhebungen besetzt. Meist sind es fünf; auch abweichende Armzahlen kommen vor. Auf der Unterseite verlaufen die Ambulakralrinnen mit den kleinen Füßchen. Sie stellen Kontakt zum Untergrund her.

Ein Foto von oben lässt diese Lauforgane kaum erkennen. Auch der Mund liegt unten. Wer die Art betrachtet, sollte daher rote Oberfläche, Form der Arme und Unterseite als verschiedene Merkmale auseinanderhalten.

DORIS · FFESSM, Équipe de rédaction du profil

Kleine Nahrung auf dem Untergrund

Der Seestern nutzt organische Partikel und kleine am Boden lebende Organismen, darunter Schwämme und Würmer. Nahrung gelangt entlang der Unterseite zur Mundregion.

Das bekannte Bild eines Seesterns, der eine große Muschel aufzieht, beschreibt daher nicht automatisch den wichtigsten Nahrungserwerb jeder Seesternart. Sein felsiger Lebensraum bietet ein vielfältiges Angebot im kleinen Maßstab.

DORIS · FFESSM, Équipe de rédaction du profil

Eier und Spermien gelangen ins Wasser

Die Befruchtung erfolgt außerhalb des Körpers. Tiere können sich zum Abgeben der Keimzellen auf ihren Armen aufrichten. Die Geschlechter sind überwiegend getrennt; auch zwittrige Tiere sind beschrieben.

Ein aufgerichteter Seestern muss deshalb anders eingeordnet werden als ein Tier, das gerade über einen Stein kriecht. Haltung und biologischer Zusammenhang gehören zusammen.

DORIS · FFESSM, Équipe de rédaction du profil

Was ein Regenerationsversuch tatsächlich untersucht

In einer Originalstudie verglichen Forschende die frühe Armreparatur dieses Seesterns mit der eines Schlangensterns. Beim Blutroten Seestern entfernten sie das äußere Drittel eines Arms und untersuchten anschließend die Wundregion.

Sie verfolgten, wie die Oberfläche wieder geschlossen wurde, Zellen reagierten und Gewebe umgebaut wurde. Dabei kamen mikroskopische und molekulare Methoden zum Einsatz. Das macht die Art zu einem hilfreichen Modell für Reparaturvorgänge.

Das konkrete Versuchsobjekt bleibt wichtig: Ein verletzter Arm an einem ansonsten erhaltenen Tier und ein isoliertes Armstück sind verschiedene Situationen. Aus der Beobachtung einer Reparatur folgt deshalb keine beliebige Vermehrungsregel.

Cinzia Ferrario und Mitautoren · Developmental Biology433,297–309

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Quellen und Bildnachweis

Stand: 2026-10-30

Bild: KI-generierte, fotorealistische Darstellung für Wissenschaftswelle; keine dokumentarische Aufnahme.