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Seesterne

Blauer Seestern

Linckia laevigata

Auf einem tropischen Riff bewegt sich der Blaue Seestern langsam über bewachsene Oberflächen. Seine kleinen Röhrenfüßchen arbeiten unter den langen Armen. Trotz des Namens ist diese Art nicht immer blau – und ein farbiger Rücken zeigt längst nicht alles über ihr Leben.

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Blauer Seestern mit fünf langen, rund endenden Armen und fein gekörnter blauer Oberseite auf bewachsenem Korallenkalk in einer flachen Riffszene.
KI-generierte, fotorealistische Darstellung der blauen Farbform von Linckia laevigata in einer erfundenen Riffszene. Keine dokumentarische Aufnahme; die Unterseite mit Mund und Röhrenfüßchen ist verdeckt.

Linckia laevigata (Linnaeus, 1758), akzeptierte Art nach World Asteroidea Database / WoRMS; ursprüngliche Kombination Asterias laevigata als Suchname. Gehört zu Echinodermata. Die abweichende Chordata-Brotkrume in der SeaLifeBase-Seite wurde nicht übernommen. Linckia multifora und Linckia guildingi sind andere Arten.

Auf einen Blick

Größe
Bis etwa 40 cm über die gesamte SternformSeaLifeBase führt 40,0 cm als maximale Weite (WD), männlich beziehungsweise ohne Geschlechtsangabe, nach Schoppe 2000. Keine Länge eines einzelnen Arms, kein durchschnittliches ausgewachsenes Tier; ungleich lange Arme und Messausrichtung beeinflussen Vergleiche.SeaLifeBase · Palomares und Pauly, Herausgeber
Besonderheit
Dieselbe Art besitzt unterschiedliche FarbformenBlau ist häufig auffällig, aber auch andere Farben sind beschrieben. Ober- und Unterseite können sich unterscheiden; die Museums-Projektseite ist kein abschließender Nachweis der genetischen Ursache.Natural History Museum London · Suzanne Williams und Projektteam

Lange Arme, kleine Mitte und mehr als eine Farbe

Meist trägt der Blaue Seestern fünf lange Arme mit abgerundeten Enden. Sie gehen von einer vergleichsweise kleinen Körpermitte aus. Seine Oberfläche wirkt fein gekörnt; große Dornen oder auffällige Höcker fehlen.

Der Name beschreibt nur eine Farbform. Auch gelbe, orangefarbene, graue oder violette Tiere gehören zu Linckia laevigata. Ober- und Unterseite können verschieden aussehen. Farbe und Armzahl allein sichern die Bestimmung deshalb nicht. Die ähnliche Linckia multifora besitzt dagegen eine mehrfarbig gefleckte Oberfläche. Die akzeptierte Art gehört zu den Seesternen im Stamm der Stachelhäuter, nicht zu den Fischen.

Natural History Museum London · Suzanne Williams und Projektteam World Register of Marine Species · World Asteroidea Database / Christopher Mah Harvard University · Museum of Comparative Zoology

Ein Riff bietet viele unterschiedliche Oberflächen

Linckia laevigata lebt im tropischen Indopazifik. SeaLifeBase beschreibt Vorkommen auf Felsen, abgestorbenen Korallenskeletten und Riffschutt, außerdem zwischen Schwämmen, größeren Algen und Seegras. Die zusammengestellten Tiefenangaben reichen vom Flachwasser bis etwa 60 Meter; nicht jedes Tier nutzt diesen gesamten Bereich. Jungtiere verstecken sich unter Steinen und Korallen.

Für den Seestern ist ein Riff damit mehr als die bunte Kulisse eines Unterwasserbildes. Unterschiedliche Untergründe bieten Deckung und tragen verschiedenartige Aufwüchse. Ein abgestorbenes Korallenskelett ist biologisch nicht leer: Seine Oberfläche kann weiterhin von kleinen Organismen besiedelt sein.

SeaLifeBase · Palomares und Pauly, Herausgeber

Die Mahlzeit liegt oft als Aufwuchs auf dem Untergrund

Der Speiseplan lässt sich nicht einfach als Jagd auf große Beute beschreiben. Die Artenübersicht nennt abgestorbenes organisches Material, kleine Wirbellose in Algenrasen und tote Tiere. Algenaufwuchs und Bakterienfilme werden ebenfalls als wahrscheinliche Nahrungsquellen aufgeführt.

Das Wort „wahrscheinlich“ gehört hier zur Aussage: Nicht jeder Kontakt eines Seesterns mit einem bewachsenen Stein belegt, was er gerade verdaut. Ebenso wenig lässt sich aus einer einzelnen Beobachtung der Speiseplan jeder Population ableiten. Wer das Tier verstehen möchte, muss auch die dünnen Lebensschichten auf seinem Untergrund mitdenken.

SeaLifeBase · Palomares und Pauly, Herausgeber

Unter den Armen arbeiten kleine Röhrenfüßchen

Die Bewegung geschieht langsam. In Längsfurchen auf der Unterseite sitzen kleine Röhrenfüßchen. Auch die Mundöffnung liegt unten; bei der Nahrungsaufnahme kann der Magen nach außen gestülpt sein. Ein Blick auf den blauen Rücken zeigt daher nur einen Teil des Tieres.

Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung werden Eier beziehungsweise Spermien ins Wasser abgegeben. Die allgemeine Seestern-Entwicklung führt über eine Larve zur jungen Sternform. Unterschiedlich lange Arme können dagegen verschiedene Ursachen haben: Die „Kometenform“ mit einem langen Arm, die das Londoner Museum zum Vergleich zeigt, gehört dort zur verwandten Linckia multifora. Sie ist kein Beleg dafür, dass aus jedem abgetrennten Arm dieses Blauen Seesterns ein vollständiges neues Tier entstehen muss.

Natural History Museum London · Suzanne Williams und Projektteam SeaLifeBase · Palomares und Pauly, Herausgeber

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Quellen und Bildnachweis

Stand: 2026-10-30

Bild: KI-generierte, fotorealistische Darstellung für Wissenschaftswelle; keine dokumentarische Aufnahme.