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Insekten

Blaue Holzbiene

Xylocopa violacea

Schwarzer Körper, blau schillernde Flügel und kräftige Kiefer: Die Blauschwarze Holzbiene nagt Nistgänge in totes Holz. Zum Fressen besucht sie Blüten – Holz ist der Baustoff ihres Kinderzimmers.

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Große schwarze Holzbiene mit blauviolett schillernden Flügeln an einem runden Eingang in sonnenbeschienenem Totholz.
KI-generierte, fotorealistische Darstellung einer weiblichen Blauen Holzbiene an einem erfundenen Nistplatz; keine dokumentarische Aufnahme.

Xylocopa violacea; weitere ähnlich dunkle Holzbienen sind nicht eingeschlossen. Farbglanz allein ist kein vollständiger Bestimmungsschlüssel.

Auf einen Blick

Körperlänge
Weibchen 22–30 mm; Männchen 20–25 mmGeschlechtsgetrennte Bereiche nach BUND; Körperlänge, nicht Flügelspannweite. Einzeltiere können sich innerhalb der Bereiche unterscheiden.BUND
Verbreitung
Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa bis ZentralasienIn Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten nach Norden und Nordosten ausgebreitet; keine gleichmäßige Besiedlung des gesamten genannten Raums.Paul Westrich · Wildbienen.info

Viel Schwarz und ein blauer Lichtschimmer

Die große Wildbiene wirkt auf den ersten Blick hummelartig. Ihr Körper ist dunkel; besonders auffällig schimmern die dunklen Flügel blau bis violett. Der Glanz verändert sich mit dem Lichteinfall.

Sie besucht sonnige Gärten, Parks, Streuobstbestände und Waldränder. Wo Blüten und geeignetes Totholz nahe beieinanderliegen, finden erwachsene Tiere Nahrung und Weibchen Platz für ihre Brut. Die auffällige Farbe reicht allerdings nicht aus, um jede ähnliche Holzbiene sicher bis zur Art zu bestimmen.

Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg BUND Paul Westrich · Wildbienen.info

Ein Gang mit mehreren Kinderzimmern

Das Weibchen nagt selbst einen Hohlraum in abgestorbenes Holz. Das Material muss bearbeitbar sein, darf aber nicht völlig zerfallen. Ein Nest kann mehrere Gänge enthalten. Darin liegen Brutzellen hintereinander; Trennwände bestehen aus abgenagten, mit Speichel verbundenen Holzpartikeln.

In jede Zelle kommt Larvenproviant, an dem ein Ei abgelegt wird. Die Larve lebt von diesem Vorrat. Die Art nistet solitär: Eine Ansammlung von Eingängen bedeutet nicht, dass dort ein arbeitsteiliges Honigbienenvolk mit Königin und Arbeiterinnen lebt.

Paul Westrich · Wildbienen.info BUND

Blütenbesuch kann zwei verschiedene Wege nehmen

Holzbienen nutzen Pollen und Nektar vieler Pflanzen. Bei passenden Blüten streifen sie Staubbeutel und andere Blütenteile; dabei können sie Pollen übertragen.

Manchmal liegt der Nektar jedoch hinter einer langen Blütenröhre. Statt durch deren normale Öffnung zu gelangen, kann die Biene seitlich ein Loch hineinbeißen. Bei diesem Nektarraub erreicht sie den Nektar, ohne den üblichen Bestäubungsweg zu nehmen. Das macht sie nicht grundsätzlich zu einer schlechten Bestäuberin: Entscheidend sind Blütenbau und Art des jeweiligen Besuchs.

Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg BUND

Erwachsene Tiere überstehen den Winter

Die neue Generation erscheint im Spätsommer. Männchen und Weibchen überwintern als erwachsene, noch unverpaarte Tiere in geeigneten Hohlräumen. Die Paarung folgt im nächsten Frühling; anschließend beginnt der Nestbau.

An milden Wintertagen können einzelne Tiere ihre Verstecke zeitweise verlassen und Blüten aufsuchen. Ein solcher Ausflug ist nicht automatisch ein vorzeitiger Beginn der Brut. Für die dauerhafte Ansiedlung müssen Nistplätze und ein ausreichendes Blütenangebot während der aktiven Monate zusammenkommen.

Paul Westrich · Wildbienen.info

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Quellen und Bildnachweis

Stand: 2026-10-30

Bild: KI-generierte, fotorealistische Darstellung für Wissenschaftswelle; keine dokumentarische Aufnahme.