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Höhere Krebse

Japanische Riesenkrabbe

Macrocheira kaempferi

Ihre Beine überspannen mehrere Meter, ihr Panzer bleibt dagegen viel kleiner. Die Japanische Riesenkrabbe durchstreift den Meeresboden auf langen, dünnen Laufbeinen und nutzt sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.

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Orange-weiß gemusterte Japanische Riesenkrabbe mit zwei Scherenbeinen und acht langen dünnen Laufbeinen auf dunklem Meeresgrund.
KI-generierte, fotorealistische Darstellung einer Japanischen Riesenkrabbe auf einem erfundenen Meeresboden; keine dokumentarische Aufnahme und kein vermessenes Rekordtier.

Aktuelle Familie Macrocheiridae nach DecaNet/WoRMS und AZA2025; ältere Angaben als Majidae werden nicht als zweite heutige Zuordnung geführt.

Auf einen Blick

Panzer und Spannweite
Panzer bis etwa 30 cm breit; Scherenbeinspannweite bis etwa 3,8 mZwei unterschiedliche Maße nach Monterey Bay Aquarium. Spannweite zwischen ausgestreckten Scheren, keine Rumpflänge; Männchen haben besonders lange Scherenbeine. Maxima, keine typische Größe jedes Tieres.Monterey Bay Aquarium
Körpermasse
Bis etwa 19 kgBerichtetes Maximum im AZA-Handbuch2025, kein Mittelwert und keine für das dargestellte Tier bestimmte Masse.AZA Aquatic Invertebrate Taxon Advisory Group ·2025,2.Auflage
Verbreitung
Nordwestlicher Pazifik, vor allem an Japans PazifikküsteSandige und felsige Bereiche von Schelf und Kontinentalhang; Tiefe verändert sich auch mit Lebensphase und Fortpflanzung.Monterey Bay Aquarium AZA Aquatic Invertebrate Taxon Advisory Group ·2025,2.Auflage

Zehn Beine machen noch keine Spinne

Zur Krabbe gehören acht Laufbeine und zwei scherenbewehrte Beine. Trotz des englischen Namens „spider crab“ ist sie keine Spinne. Der relativ kleine, unebene Panzer und die langen Gliedmaßen ergeben eine auffällige Silhouette.

Besonders Männchen besitzen stark verlängerte Scherenbeine. Ihre ausgestreckte Spannweite ist daher nicht mit der Breite des Panzers oder der Körperlänge einer Schlange vergleichbar. In Größenvergleichen müssen diese Messweisen sichtbar bleiben.

Monterey Bay Aquarium AZA Aquatic Invertebrate Taxon Advisory Group ·2025,2.Auflage

Ein Allesfresser auf dem Meeresboden

Die Art lebt vor allem an Japans Pazifikküste auf sandigem und felsigem Meeresgrund. Sie geht über den Boden, statt wie ein Fisch durch das freie Wasser zu schwimmen. Die langen Beine halten den Körper über dem Untergrund.

Sie nutzt tote Tiere und andere organische Reste, frisst aber nicht ausschließlich Aas. Auch lebende Wirbellose und Algen können aufgenommen werden. Mit den Scheren bearbeitet sie Nahrung, etwa wenn sie an Weichteile einer Muschel gelangt. Der Speiseplan ist damit breiter als der eines reinen Räubers oder Pflanzenfressers.

Georgia Aquarium Monterey Bay Aquarium

Wachsen erfordert einen vorübergehend weichen Körper

Das feste Außenskelett kann nicht unbegrenzt mitwachsen. Bei einer Häutung verlässt die Krabbe die alte Hülle. Die neue ist zunächst weich und muss aushärten. In dieser Phase ist das Tier besonders verletzlich.

Auch verlorene Gliedmaßen können im Zusammenhang mit Häutungen nachgebildet werden. Daraus folgt kein sofortiger Ersatz eines abgerissenen Beins. Wachstum und Regeneration bleiben an die körperlichen Entwicklungsschritte gebunden.

AZA Aquatic Invertebrate Taxon Advisory Group ·2025,2.Auflage Monterey Bay Aquarium

Die ersten Lebensstadien treiben im Wasser

Weibchen tragen die Eier geschützt unter dem umgeklappten Hinterleib. Nach dem Schlüpfen folgt eine Entwicklung mit frei im Wasser lebenden Larvenstadien. Zwei Zoea-Stadien und ein Megalopa-Stadium gehen dem bodenlebenden Jungtier voraus.

Die riesige erwachsene Krabbe beginnt somit nicht als maßstabsgetreue kleine Kopie mit derselben Lebensweise. Zugleich ist Vorsicht bei spektakulären Altersangaben nötig: Ein Jahrhundert Lebensdauer wird zwar vermutet, ist nach dem AZA-Handbuch für Wildtiere aber nicht gesichert nachgewiesen.

AZA Aquatic Invertebrate Taxon Advisory Group ·2025,2.Auflage Georgia Aquarium

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Quellen und Bildnachweis

Stand: 2026-10-30

Bild: KI-generierte, fotorealistische Darstellung für Wissenschaftswelle; keine dokumentarische Aufnahme.