PflanzenporträtSüßkirscheEin Kirschbaum kann reich blühen und eigenen Pollen tragen, ohne damit seine Blüten erfolgreich zu befruchten. Bei vielen Süßkirschen stoppt ein genetisches Erkennungssystem den passenden eigenen Pollenschlauch. Selbstfruchtbare Zuchtsorten zeigen, wie sich diese Schranke verändern lässt – nicht, dass der Pollenweg überflüssig geworden wäre.Entdecken ↗
PflanzenporträtSyntrichia caninervisEine helle Haarspitze am Ende jedes Blattes hilft diesem Wüstenmoos beim Wassersammeln. Feine Rillen begünstigen Kondensation, kleine Vorsprünge fangen Nebeltröpfchen, und die sich verbreiternde Haarform leitet größere Tropfen zum Blatt. Das funktioniert mit vorhandenem Wasser und geeigneter Luftfeuchte; eine Haarspitze erzeugt kein Wasser aus beliebig trockener Luft.Entdecken ↗
PflanzenporträtTakakia lepidozioidesDieses kleine Moos übersteht im Labor eine starke UV-Belastung vergleichsweise gut. Im tibetischen Untersuchungsgebiet schrumpfte seine Bedeckung dennoch über Jahre. Der scheinbare Widerspruch erklärt, weshalb Widerstandsfähigkeit immer auf eine bestimmte Belastung und bestimmte Bedingungen bezogen werden muss.Entdecken ↗
PflanzenporträtTeestrauchEin Teestrauch besteht nicht aus ständig nachwachsenden identischen Blättern. Seine Knospen können durch Nachbarorgane, innere Ruhe oder die Außenbedingungen gebremst werden. Beim Austrieb verändern sich Blätter und Inhaltsstoffe; auf Raupenfraß kann die Pflanze zusätzlich mit verstärkter chemischer Abwehr reagieren.Entdecken ↗
PflanzenporträtTitanwurzEine blühende Titanwurz verbraucht in wenigen Nächten Reserven, die sie in langen Blattphasen aufgebaut hat. Im hohen Kolben wird Atmungsenergie als Wärme frei; gleichzeitig erzeugen spezialisierte Gewebe eine wechselnde Mischung aus Aasgerüchen. Hinter dem spektakulären Auftritt steht ein genau gegliederter Wechsel zwischen Speicher, Blatt und Blütenstand.Entdecken ↗
PflanzenporträtTmesipteris oblanceolataEin unscheinbarer Farn aus dem südwestlichen Pazifik machte 2024 mit einer außergewöhnlichen DNA-Menge auf sich aufmerksam. Dafür mussten Forschende sein Genom nicht vollständig entziffern: Sie verglichen gefärbte Zellkerne mit geeigneten Standards. Der Unterschied zwischen DNA-Menge, Chromosomensätzen und Genanzahl erklärt, was dieser Befund bedeutet.Entdecken ↗