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Ein Motiv – 30 Bildsprachen

Die Straße hinter dem Regen

Eine schmale Straße, eine Laterne links, eine Markise rechts und ein ferner Torbogen kehren in unterschiedlichen Bildsprachen wieder.

Vergleiche die festen Bezugspunkte und ihre Veränderung durch Farbe, Raum und Oberfläche. In gegenstandslosen Stilen bleibt die Anordnung als abstrakte Formbeziehung erhalten.

Gezeigt werden Ukiyo-e und Expressionismus.

Ukiyo-e

Eine holzschnittartige Gasse in Blau und Ocker mit schwarzer Laterne links, rotem Vordach rechts und waagerechten Spiegelungsstreifen.

Die Straße in drei Farbstimmen

Dunkles Blau, warmes Ocker und ein rotes Vordach ordnen die Gasse in klare Flächen.

Das dunkle Blau zeichnet Dachkanten, Holzlatten und die Laterne. Ocker öffnet helle Flächen im Himmel und auf den Wänden; Rot bleibt vor allem dem Vordach und seiner Spiegelung vorbehalten. Auf dem Boden zerlegen kurze waagerechte Linien die Reflexe. Vergleiche diese Streifen mit den langen senkrechten Hauskanten und beobachte, wie beide Richtungen den Raum zusammenhalten.

Das Werk genauer betrachten: Die Straße in drei FarbstimmenIn der Ausstellung ansehen: Ukiyo-e

Expressionismus

Expressionistische enge Gasse mit schiefen grünvioletten Häusern, hoher Laterne links, roter Markise rechts und kantigen Reflexen auf nassem Pflaster.

Die Gasse hält die Spannung fest

Dunkelgrüne Häuser und violette Schatten drängen an eine schmale Straße. Rotes und gelbes Licht zerreißt ihre spiegelnde Fläche in harte Richtungen.

Die Fassaden neigen sich in unterschiedlichen Winkeln zur Straße. Ihr Grün und Violett wird von orangefarbenen Fensterflächen unterbrochen, während die rote Markise stark nach vorn tritt. Auf dem Boden setzen die Reflexe diese Gegensätze fort. Die vertraute Flucht zum Torbogen bietet Orientierung, doch die harten Richtungen und dunklen Zwischenräume verhindern einen vollkommen ruhigen Blick in die Tiefe.

Das Werk genauer betrachten: Die Gasse hält die Spannung festIn der Ausstellung ansehen: Expressionismus

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