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Ein Motiv – 30 Bildsprachen

Der Garten am runden Becken

Ein runder Teich, eine hohe schlanke Baumform links, eine Bank rechts und ein gegabelter Weg bilden die wiederkehrende Ordnung.

Vergleiche die festen Bezugspunkte und ihre Veränderung durch Farbe, Raum und Oberfläche. In gegenstandslosen Stilen bleibt die Anordnung als abstrakte Formbeziehung erhalten.

Gezeigt werden Renaissance und Expressionismus.

Renaissance

Garten in einer Renaissance-Bildsprache mit rundem Steinbecken, hoher Zypresse links, Bank rechts und blauer Fernlandschaft hinter einer Mauer.

Ein Garten mit weitem Horizont

Das kreisrunde Becken ordnet den nahen Garten. Jenseits seiner Mauer setzt sich der Raum in kühlen Bergen und Wasserflächen fort.

Die niedrige Mauer trennt den sorgfältig gegliederten Garten von der weiten Landschaft. Vordergrundblumen und Steinränder besitzen klar unterscheidbare Einzelheiten; die Berge erscheinen blauer und zurückgenommener. Das kreisrunde Wasserbecken verbindet die seitlichen Gewichte der dunklen Zypresse und der hellen Bank. So lässt sich der Raum vom nahen Weg bis zum Horizont schrittweise erschließen.

Das Werk genauer betrachten: Ein Garten mit weitem HorizontIn der Ausstellung ansehen: Renaissance

Expressionismus

Expressionistischer Garten mit hohem dunklem Baum links, rundem Teich und rechter Steinbank unter rotviolettem Himmel.

Der Garten vor dem roten Himmel

Scharfe Farbbahnen setzen den ruhigen Garten unter Spannung. Rot und Violett ziehen bis in das dunkle Wasser.

Die steilen Pinselbahnen des Himmels finden in den dunklen Baumspitzen eine Fortsetzung. Der warme Weg drängt vom unteren Rand zum Becken, während dessen Wasser schwer und beinahe schwarz erscheint. Die Gegenstände bleiben erkennbar, doch ihre Farben und Richtungen verleihen dem Raum eine nervöse Spannung.

Das Werk genauer betrachten: Der Garten vor dem roten HimmelIn der Ausstellung ansehen: Expressionismus

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