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Ein Motiv – 30 Bildsprachen

Der Garten am runden Becken

Ein runder Teich, eine hohe schlanke Baumform links, eine Bank rechts und ein gegabelter Weg bilden die wiederkehrende Ordnung.

Vergleiche die festen Bezugspunkte und ihre Veränderung durch Farbe, Raum und Oberfläche. In gegenstandslosen Stilen bleibt die Anordnung als abstrakte Formbeziehung erhalten.

Gezeigt werden Präraffaeliten und Expressionismus.

Präraffaeliten

Präraffaelitisch geprägter Garten mit detaillierten Lilien und roten Blüten im Vordergrund, rundem Becken, dunkler Zypresse links und Bank vor einem Mauertor rechts.

Jede Blüte verlangt einen Blick

Weiße Lilien, rote Blüten und dichtes Blattwerk füllen den Garten mit Einzelheiten. Das Wasserbecken sammelt ihre Spiegelungen vor einer steinernen Mauer.

Die weißen Lilien links besitzen deutlich gegliederte Blätter und Blütenkelche; rechts antworten kräftige rote Blüten. Selbst der Steinrand des Beckens zeigt Flechten und eine kleine Rosettenform. Diese dicht beschriebene Nähe konkurriert mit der hellen Wasserlandschaft in der Ferne. Das Bild lädt dazu ein, vom großen Gartenaufbau immer wieder in die einzelnen Pflanzenformen zurückzukehren.

Das Werk genauer betrachten: Jede Blüte verlangt einen BlickIn der Ausstellung ansehen: Präraffaeliten

Expressionismus

Expressionistischer Garten mit hohem dunklem Baum links, rundem Teich und rechter Steinbank unter rotviolettem Himmel.

Der Garten vor dem roten Himmel

Scharfe Farbbahnen setzen den ruhigen Garten unter Spannung. Rot und Violett ziehen bis in das dunkle Wasser.

Die steilen Pinselbahnen des Himmels finden in den dunklen Baumspitzen eine Fortsetzung. Der warme Weg drängt vom unteren Rand zum Becken, während dessen Wasser schwer und beinahe schwarz erscheint. Die Gegenstände bleiben erkennbar, doch ihre Farben und Richtungen verleihen dem Raum eine nervöse Spannung.

Das Werk genauer betrachten: Der Garten vor dem roten HimmelIn der Ausstellung ansehen: Expressionismus

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